In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem umfangreichen Gerechtigkeitsbegriff nach Aristoteles. Die Gerechtigkeit ist bezüglich des Zusammenlebens der Menschen unersetzlich. Der Gegenstand der Gerechtigkeit geht auf das Zusammenleben der Menschen unterschiedlich ein. Wir denken vermehrt an die Gerechtigkeit, wenn sie nicht zutrifft und wir danach streben sie wirken zu lassen. Allerdings stellt sich beim Gebrauch und auch in der Begriffsbestimmung der Gerechtigkeit ein Hindernis dar, aufgrund der verschiedenen Ebenen in denen sie zur Anwendung kommt.
Ich werde zunächst allgemein etwas zum Gerechtigkeitsbegriff sagen, um dem Leser einen Überblick zu verschaffen. Eine Skizze soll die unterschiedlichen Arten und Formen von Gerechtigkeit verdeutlichen. Anregungen hierfür habe ich im Internet auf der Seite des Humboldt-Studienzentrums gefunden. Die Skizze hat mir selber einen sehr guten Überblick über den Umfang des Gerechtigkeitsbegriffs verschafft, so dass ich diese gern in meine Ausarbeitungen mit einbeziehen möchte, da ich mich an der Aufteilung der Gerechtigkeit orientiert habe. Gleichzeitig ist also an der Skizze zu erkennen, auf welche Punkte ich weiter eingehen werde, nämlich auf die universale Gerechtigkeit, die der partikularen gegenüber steht; des Weiteren auf die drei Unterarten der partikularen Gerechtigkeit, die distributive und die korrektive Gerechtigkeit und die Tauschgerechtigkeit. Die Tauschgerechtigkeit sieht Aristoteles eher als Unterpunkt der ausgleichenden Gerechtigkeit, anhand meiner Literatur behandele ich sie in meiner Hausarbeit jedoch auch als separaten Punkt.
Des Weiteren werde ich auf die Billigkeit, eine Sonderform der Gerechtigkeit, hier auch von Aristoteles als eine solche betrachtet, eingehen.
Inhaltsverzeichnis
- Abgrenzung des Themas und Erklärung der Vorgehensweise
- Allgemeiner Grundsatz der Gerechtigkeit nach Aristoteles
- Die universale Gerechtigkeit
- Die partikulare Gerechtigkeit
- Die distributive Gerechtigkeit
- Die korrektive Gerechtigkeit
- Die Tauschgerechtigkeit
- Die Billigkeit als Sonderform der Gerechtigkeit
- Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem umfassenden Gerechtigkeitsbegriff nach Aristoteles. Die Arbeit untersucht, wie Aristoteles Gerechtigkeit als Grundlage für das Zusammenleben der Menschen betrachtet und analysiert die verschiedenen Arten und Formen der Gerechtigkeit, die er beschreibt.
- Die Bedeutung der Gerechtigkeit für das menschliche Zusammenleben
- Aristoteles' Definition von Gerechtigkeit als Tugend und Haltung
- Die Unterscheidung zwischen universaler und partikularer Gerechtigkeit
- Die drei Unterarten der partikularen Gerechtigkeit: distributive, korrektive und Tauschgerechtigkeit
- Die Billigkeit als Sonderform der Gerechtigkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in das Thema der Hausarbeit ein und erläutert die Vorgehensweise. Dabei werden die unterschiedlichen Arten und Formen der Gerechtigkeit vorgestellt und die Struktur der Arbeit aufgezeigt. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem allgemeinen Grundsatz der Gerechtigkeit nach Aristoteles, indem es die universale und die partikulare Gerechtigkeit sowie ihre Unterarten behandelt. Kapitel 3 analysiert die Billigkeit als Sonderform der Gerechtigkeit, wie sie von Aristoteles verstanden wird. Kapitel 4 bietet eine abschließende Betrachtung der Erkenntnisse der Arbeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf den Gerechtigkeitsbegriff nach Aristoteles, mit den zentralen Themen der universalen und partikularen Gerechtigkeit, der Verteilungsgerechtigkeit, der ausgleichenden Gerechtigkeit, der Tauschgerechtigkeit und der Billigkeit als Sonderform der Gerechtigkeit. Die Arbeit analysiert Aristoteles' Sichtweise auf Gerechtigkeit als Tugend und ihre Bedeutung für das menschliche Zusammenleben.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen universaler und partikularer Gerechtigkeit bei Aristoteles?
Die universale Gerechtigkeit bezieht sich auf das gesetzmäßige Handeln und die gesamte Tugend gegenüber anderen. Die partikulare Gerechtigkeit befasst sich mit der Gleichheit und Fairness in spezifischen Verteilungssituationen.
Was versteht man unter distributiver Gerechtigkeit?
Die distributive (austeilende) Gerechtigkeit regelt die Verteilung von Gütern, Ehre oder Geld innerhalb einer Gemeinschaft nach dem Prinzip der Würdigkeit (geometrische Proportionalität).
Was ist die korrektive Gerechtigkeit?
Die korrektive (ausgleichende) Gerechtigkeit dient der Wiederherstellung der Gleichheit bei Verletzungen, etwa durch Diebstahl oder Vertragsbruch, unabhängig von der Person (arithmetische Proportionalität).
Welche Rolle spielt die Tauschgerechtigkeit?
Die Tauschgerechtigkeit regelt den fairen Austausch von Waren und Dienstleistungen. Aristoteles sieht sie oft als Unterpunkt der ausgleichenden Gerechtigkeit, sie wird in der Literatur aber häufig separat behandelt.
Was bedeutet „Billigkeit“ (Epieikeia) bei Aristoteles?
Die Billigkeit ist eine Sonderform der Gerechtigkeit. Sie dient als Korrektiv für das allgemeine Gesetz, wenn dessen Anwendung im Einzelfall aufgrund seiner Allgemeinheit zu einem ungerechten Ergebnis führen würde.
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- Kerstin Berger (Author), 2007, Gerechtigkeit nach Aristoteles, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83287