Niccoló Machiavelli – Staatstheoretische Ansichten zur Republik

Sein Handeln als Reaktion auf ein tradiert humanistisches Weltbild


Rezension / Literaturbericht, 2007
3 Seiten

Leseprobe

Niccoló Machiavelli – Staatstheoretische Ansichten zur Republik

Niccoló Machiavellis“ Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio“ stehen schon immer im Schatten seines wesentlich bedeutenderen „ Der Fürst“ „Il principe“ .

Entstanden in den Jahren 1513-1517 stellen sie mehr als der kurz gehaltene Fürst eine Zusammenfassung seiner Ansichten und Lehren im Bezug auf die Politik, den Krieg und die politische Führung dar. Die Discorsi sind als Machiavellis eigentliches Hauptwerk zu betrachten. Machiavellis politisches Anliegen ist es immer gewesen die Republik als politisches Rahmensystem zu installieren. Die absolutistische Herrschaft eines Despoten lehnte er als langfristige Lösung ab erachtete sie jedoch als Probates mittel um in die rotierenden politisch instabilen Systeme zu ordnen, wenn auch Zeitlich begrenzt.

Machiavelli ist bewusst das eine Republik dem größeren Ganzen dienen Muss. Dabei kommt laut seinen Schriften dem Individuum eine Rolle zu.

Auf der Einen Seite akzeptiert er den Menschen als politisch handelndes Geschöpf spricht ihm, aber auf der anderen Seite das Bild des überlieferten humanistischen Menschen ab. Die Frage nach der Umsetzungsfähigkeit einer öffentlichen Freiheit ist das Resultat eines vielleicht nicht falschen, aber dennoch vom Ansatz her fragwürdigen Menschenbildes. Dieses geht davon aus das in der Republik die Gesetze ausschließlich die Menschen vor sich selbst schützen, d.h. Individuum A vor Individuum B.

Die Idee die hinter der Förderung von Republikanischen Verhältnissen steht ist die Kompetenzzusammenfassung innerhalb eins Staatsgebildes welche so Machiavelli mehr von den zusammengefassten Kompetenzen der sich engagierenden Gemeinheit als weniger vom alleinigen Staatsdienst eines transmoralisch motivierten Fürsten profitiert.

Dies lässt sich beweisen an Aussprüchen wie „"Das Volk ist weiser und beständiger als ein Alleinherrscher. „Jedoch ist die Republik die Machiavelli beschreibt nicht das Staatsgebilde welches vergleichbar mit den Alltagsstrukturen heutiger westlicher Demokratien bzw. Republiken wäre. „Bei einem Vorbild wie der römischen Republik ist es nicht verwunderlich, dass Machiavelli in seinen "Discorsi" keineswegs den Begriff eines pazifistischen, schwachen, braven, jedem Krieg und jeder Machtpolitik Abgeneigten Staates entwickelt (das wäre nämlich der heute in Europa vorherrschende Demokratiebegriff), sondern dass Machiavellis Republik selbstbewusst ihre Interessen durchsetzt und unter Umständen auch Eroberungen durchführt. Von dieser Grundhaltung zeugen viele Zitate aus den Discorsi. Er meint zum Beispiel in einer Kapitelüberschrift, dass die unmittelbare Aufeinanderfolge zweier tüchtiger Staatsführer große Erfolge hervorbringt. In gut geordneten Freistaaten würden daher immer tüchtige Männer einander in der Macht nachfolgen; "deshalb machen solche Staaten große Eroberungen und wachsen zu mächtigen Reichen an." Wenn das kein imperialistisches Programm für eine Republik ist...“[1]

[...]


[1] http://members.surfeu.at/patrick.horvath/machiavelli.htm

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Details

Titel
Niccoló Machiavelli – Staatstheoretische Ansichten zur Republik
Untertitel
Sein Handeln als Reaktion auf ein tradiert humanistisches Weltbild
Hochschule
Universität Salzburg
Autor
Jahr
2007
Seiten
3
Katalognummer
V83531
ISBN (eBook)
9783638909600
Dateigröße
395 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Niccoló, Machiavelli, Staatstheoretische, Ansichten, Republik
Arbeit zitieren
Wendt-Dieter Freiherr v. Gemmingen (Autor), 2007, Niccoló Machiavelli – Staatstheoretische Ansichten zur Republik , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83531

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