Logik der Politikwissenschaft eine propädeutische Skizze - Betrachtungen zu Wolf Dieter Narr


Rezension / Literaturbericht, 2005

3 Seiten, Note: keine


Leseprobe

Reflexion: Wolf-Dieter Narr – Logik der Politikwissenschaft eine propädeutische Skizze.

Narr schreibt in seinem Text auf S. 10: „Soll ein Erkenntnisvorgang mit dem Etikett wissenschaftlich versehen werden, dann ist es erforderlich, dass die Entscheidung zu einer bestimmten Fragestellung und einem bestimmten Erkenntnisziel nicht schlicht getroffen und mehr oder minder dogmatisch behauptet wird. Vielmehr muss der Erkennende seine Fragestellung und seine Erkenntnis und Urteilskriterien, soweit das irgend möglich ist, aufdecken, explizieren und so anwenden, dass derjenige, der von seinen Erkenntnissen gewinnen will, auch in der Lage ist, kritisch gleichermaßen zu Fragestellung, Instrumenten und Ergebnissen Stellung zu nehmen.“[1]

Was Der Autor in seinem vorliegenden Text mitteilen will bedeutet einfach ausgedrückt das für das korrekte herausarbeiten von wissenschaftlich verwertbaren Ergebnissen es zwingend notwendig ist, dass der Erkenntnis Gewinnende nach einem als wissenschaftlich korrekt zu bezeichnend Muster der Erkenntnisgewinnung vorgegangen ist. Dies soll heißen das angenommen, es gibt Wissenschaftler A., der die Hypothese der Himmel sei Blau belegen will, um dies zu tun bedient sich Wissenschaftler A. gewisser Schemata bzw. Methoden der Erkenntnisgewinnung auf wissenschaftlicher Ebene. Wenn nun Ein Wissenschaftler B. der keinen näheren Kontakt zu Wissenschaftler A. hat dieselbe Hypothese aufstellt und nach den gleichen Wissenschaftlich korrekten Wegen der Erkenntnisgewinnung vorgeht muss er laut Narr zu den Erkenntnissen gelangen.

Grundprinzipien der Wissenschaft ist eben der Aspekt der Einforderbahren Wissenschaftlichkeit von Hypothesen und Behauptungen. International gemeinsame Standards bilden die Grundlage dafür, dass Wissenschaftler bei gleichen Quellen und ähnlicher Vorgehensweise zu denselben Ergebnissen kommen. In den im Anschluss Angeführten Ausführungen gebe ich Aufschluss darüber, wie es im Bereich der Geisteswissenschaften bei gleicher oder ähnlicher, in jedem Fall, aber wissenschaftlich korrekter Vorgehensweise passieren kann das Wissenschaftler A und B nicht zur selben Erkenntnis gelangen.

Die Möglichkeiten unterschiedliche Ergebnisse bei gleicher gewährleisteter Wissenschaftlichkeit zu erhalten, führt Narr in seinem Text nicht an. So lassen sich Erkenntnistheoretischen Ansätze und Wege welche auf dem Prinzip der Verifikation und Falsifikation beruhen hervorragend auf die Naturwissenschaften beziehen. Bei Geisteswissenschaftliche Fragestellungen etwa in der Philosophie, der Geschichte, der Theologie als Paradebeispiel ( wenngleich nicht Geisteswissenschaft) oder eben auch der Politikwissenschaft kommen viel mehr Aspekte zusammen als die welche Narr in seinem Text anführt.

[...]


[1] Narr, Wolf-Dieter (1971): Logik der Politikwissenschaft – eine propädeutische Skizze.

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Logik der Politikwissenschaft eine propädeutische Skizze - Betrachtungen zu Wolf Dieter Narr
Hochschule
Universität Salzburg
Note
keine
Autor
Jahr
2005
Seiten
3
Katalognummer
V83533
ISBN (eBook)
9783638909686
Dateigröße
343 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Logik, Politikwissenschaft, Skizze, Betrachtungen, Wolf, Dieter, Narr
Arbeit zitieren
Wendt-Dieter Freiherr v. Gemmingen (Autor), 2005, Logik der Politikwissenschaft eine propädeutische Skizze - Betrachtungen zu Wolf Dieter Narr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83533

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