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Frauen in Führungspositionen. Theorien, Forschungsbefunde und Perspektiven

Titel: Frauen in Führungspositionen. Theorien, Forschungsbefunde und Perspektiven

Bachelorarbeit , 2006 , 45 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hanna Cieslak (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Ich merke, dass Frauen so lange schwer vorankommen, wie sie nicht im gleichen Maße teilhaben am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben (…). Solange sie nicht in den Führungspositionen der Medien, der politischen Parteien, der Interessenverbände, der Wirtschaft und der sozialen Bereiche vertreten sind, solange sie nicht zu den Modeschöpfern und Spitzenköchen gehören, so lange werden Leitlinien eben von Männern festgelegt. Wir Frauen müssen weitergehen auf dem Marsch durch die Institutionen und teilhaben an der öffentlichen und wirtschaftlichen Macht!"
(ANGELA MERKEL. IN: EMMA MAI/JUNI 1993 NR. 3)
Dieses Zitat stammt aus einem in der Frauenzeitschrift „EMMA“ veröffentlichten Aufsatz der damaligen Frauenministerin Angela Merkel und soll einen Ein-blick in das behandelte Thema „Frauen in Führungspositionen“ vermitteln. Allein schon die Tatsache, dass sich viele Autoren dazu entschieden haben, über „Frauen und Führung“ zu schreiben, statt über die Thematik „Mann und Führung“, zeigt, dass in unserer Kultur die Thematik „Mann und Führung“ unproblematisch und selbstverständlich ist, während „Frau und Führung“ als etwas Unerwartetes und Abweichendes eine besondere Beachtung und Begründung verdient. Dieses Faktum hat schließlich auch mich dazu bewogen, mich näher mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
In diesem Zusammenhang beginnt die Arbeit mit einer eingehenden Deskription wichtiger Fakten zum allgemeinen Thema der „Führung“, in deren Verlauf wichtige Gesichtspunkte wie der Führungsbegriff, Führungsstile und Führungserfolg durchleuchtet bzw. definiert werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt jedoch auf der Herausarbeitung und Skizzierung der Situation von Frauen in Führungspositionen, anhand von markanten Befunden und theoretischen Aspekten, die durch die Hinzunahme der von WUNDERER, R & DICK, P (1997) durchgeführten empirischen Studie „Frauen im Management - Besonderheiten und personalpolitische Folgerungen“ (Kapitel 4, ab Seite 25) untersucht, bestätigt oder eventuell auch widerlegt werden sollen.
Auf der Grundlage einer Zusammenfassung der Befunde zur Situation von weiblichen Führungskräften in deutschen Unternehmen sowie der Darlegung einiger Frauenfördermaßnahmen, die in zahlreichen Unternehmen zur Verbesserung der Verhältnisse beitragen sollen, wird abschließend versucht, die Perspektiven von Frauen in Führungspositionen zu beschreiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Zum Thema „Führung“

2.1 Führungsdefinitionen – ein vielfältiger Gegenstandsbereich

2.1.1 Zusammenfassende Führungsdefinition

2.2 Bedeutung von Führung

2.3 Führungskriterien

2.3.1 Führungseigenschaften

2.3.2 Führungsstil

2.3.3 Führungsverhalten (Ohio-Studie)

2.3.4 Führungserfolg

2.4 Entwicklungstendenzen im Bereich der Führung

3 Frauen und Führung

3.1 Der Eintritt von Frauen in die Führungsetage

3.1.1 Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen

3.1.2 Berufliche Motivation

3.2 Führungseigenschaften von Frauen

3.2.1 Führungsstil - Gibt es einen weiblichen Führungsstil?

3.2.2 Führungserfolg

3.3 Verdienst

3.4 Barrieren

3.4.1 Mutterschaft

3.4.2 Doppelbelastung durch Familie und Beruf

3.4.3 Angst der Männer vor der weiblichen Konkurrenz

3.4.4 Stereotypisierung

4 Frauen im Management – eine empirische Studie

4.1 Methodische Vorgehensweise

4.2 Ausgewählte Hypothesen

4.2.1 Untersuchungsergebnisse

4.3 Schlussfolgerungen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Situation von Frauen in Führungspositionen in deutschen Unternehmen, indem sie theoretische Führungsmodelle analysiert und diese mit empirischen Befunden zu Barrieren, Motivation und Führungsstilen kontrastiert.

  • Führungsdefinitionen und theoretische Grundlagen der Führungsforschung
  • Die Repräsentanz von Frauen in Managementebenen und ihre berufliche Motivation
  • Analyse geschlechtsspezifischer Führungsstile und die Frage nach dem "weiblichen Führungsstil"
  • Strukturelle und soziale Barrieren wie die "gläserne Decke" und Doppelbelastung
  • Empirische Überprüfung von Hypothesen zur Situation weiblicher Führungskräfte

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen

Der Anteil weiblicher Führungskräfte in Deutschland liegt den meisten Statistiken zufolge noch weit unter zehn Prozent. Häufiger als in Top-Positionen sind Frauen auf unteren und mittleren Führungsebenen im Bereich der Dienstleistung ebenso wie im Personalwesen anzutreffen. Eine Untersuchung des INSTITUTS DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT KÖLN (2006) zeigt, dass im Frühjahr 1998 der Anteil der Frauen im Mittelmanagement 16,62 Prozent, im Top-Management 8,21 Prozent betrug. Ganz oben auf der Karriereleiter fällt der Frauenanteil jedoch ins Bedeutungslose ab. Auf dieser obersten Managementebene gibt es in Deutschland nur ca. 2,5 Prozent Frauen (INSTITUT DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT KÖLN (DIW), 2006).

Besonders in Großkonzernen ist es schwierig oder beinahe unmöglich, in die vorderste Reihe vorzudringen. Folgendes Zitat aus der FAZ vom 19.3.1993 (S. 15) hat aus diesem Grund noch nichts an Aktualität eingebüßt: „Noch immer ist es für Frauen wahrscheinlicher vom Blitz erschlagen zu werden, als in den Vorstand eines deutschen Spitzenkonzerns aufzurücken.“ Dieses Phänomen taucht in der fachwissenschaftlichen Literatur unter dem Begriff glass ceiling (gläserne Decke) auf. Darunter wird die Tatsache verstanden, dass Frauen zwar befördert werden, die Spitzenpositionen in den Vorständen deutscher Großunternehmen wahrnehmen, aber ab einem bestimmten hierarchischen Niveau an eine unsichtbare harte gläserne Decke stoßen, die ihrem weiteren Aufstieg ein abruptes Ende setzt (vgl. NEUBERGER, 2002, S. 799).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die kulturelle Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von männlicher und weiblicher Führung und steckt den Rahmen für die Untersuchung der Situation von Frauen in Führungspositionen ab.

2 Zum Thema „Führung“: Dieses Kapitel definiert den komplexen Begriff „Führung“ und erläutert etablierte Führungskriterien sowie Entwicklungstendenzen, um eine theoretische Basis für die spätere Analyse zu schaffen.

3 Frauen und Führung: Hier werden die spezifischen Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen thematisiert, darunter Repräsentanz, berufliche Motivation, die Debatte um einen weiblichen Führungsstil sowie diverse Barrieren im Berufsalltag.

4 Frauen im Management – eine empirische Studie: Dieses Kapitel stellt eine empirische Untersuchung vor, die Hypothesen über geschlechtstypische Unterschiede in der Führungspraxis prüft und personalpolitische Folgerungen daraus ableitet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt teilweise den Mythos eines rein „weiblichen“ Führungsstils und diskutiert notwendige gesellschaftliche und betriebliche Veränderungen zur Förderung der Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Führungspositionen, Frauen im Management, Führungskriterien, gläserne Decke, Führungsstil, berufliche Motivation, Geschlechtsstereotype, Doppelbelastung, empirische Studie, Chancengleichheit, Personalförderung, Führungserfolg, Karrierebarrieren, Organisationsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen von Führung und untersucht kritisch die aktuelle Situation, die Hindernisse und die spezifischen Rollen von Frauen in Führungspositionen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen theoretische Führungsdefinitionen, die Repräsentanz von Frauen, geschlechtsspezifische Stereotype, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie empirische Daten zur Managementpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse und einer empirischen Studie zu beleuchten, warum Frauen in Führungsebenen unterrepräsentiert sind und welche Barrieren ihren Aufstieg behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturanalyse zur Führungsforschung mit einer Auswertung der empirischen Studie von Wunderer und Dick, um Hypothesen über weibliches Führungsverhalten zu testen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Führungsbegriffs, eine detaillierte Analyse der Situation von Frauen (einschließlich Barrieren wie Mutterschaft und Stereotypisierung) und eine empirische Studie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören "gläserne Decke", "Führungsstil", "Doppelbelastung", "Chancengleichheit" und "Management".

Gibt es einen nachweisbaren "weiblichen Führungsstil"?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass empirisch kein rein "weiblicher" oder "männlicher" Führungsstil existiert; vielmehr ist Erfolg an die Qualität der Führung gekoppelt, unabhängig vom Geschlecht.

Warum ist die "gläserne Decke" für Frauen im Management so relevant?

Sie beschreibt ein unsichtbares, aber hartes Hindernis, das Frauen an einem Aufstieg in die obersten Führungsetagen deutscher Großunternehmen hindert, trotz formaler Qualifikationen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauen in Führungspositionen. Theorien, Forschungsbefunde und Perspektiven
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
Führung in Organisationen
Note
1,3
Autor
Hanna Cieslak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
45
Katalognummer
V83806
ISBN (eBook)
9783638875844
ISBN (Buch)
9783638875943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen Führungspositionen Theorien Forschungsbefunde Perspektiven Führung Organisationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanna Cieslak (Autor:in), 2006, Frauen in Führungspositionen. Theorien, Forschungsbefunde und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83806
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Leseprobe aus  45  Seiten
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