Der Schutz der Erdatmosphäre vor dem befürchteten Treibhauseffekt hat wie kaum ein anderes Thema in den letzten Jahren die Notwendigkeit unterstrichen, Ökologie und Ökonomie miteinander in Einklang zu bringen. Der Titel dieser Hausarbeit unterstreicht die Tatsache, dass die globale Energieversorgung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem weltweiten Klima steht. Entscheidend hierbei sind die Quellen bzw. Methoden der Energiegewinnung. Dabei kann man die Energieträger in 3 Hauptkategorien einteilen: in fossile Energiequellen, in alternative Energiequellen und in den Kernenergiesektor. Politik und Wirtschaft sind daher gleichermaßen gefordert, wenn im Rahmen einer sinnvollen Klimaschutzpolitik wirtschaftspolitische Ziele wie Wachstum, Beschäftigung, Preisniveaustabilität und Wettbewerbsfähigkeit nicht gefährdet werden sollen. Aus diesem Grund muss die Frage beantwortet werden, wie ein notwendiger Anpassungs- und Umstrukturierungsprozess in der Energieversorgungspolitik ohne gravierende Auswirkungen für die Wirtschaft und damit auch für den einzelnen Bürger erreicht werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gegenwärtige Situation der globalen Energieversorgung
2.1 USA
2.2 EU
2.3 Japan
2.4 China
2.5 Entwicklungsländer
3 Auswirkungen der Nutzung fossiler Brennstoffe
3.1 Darstellung des Kohlenstoff-Kreislaufs
3.2 Darstellung des natürlichen Treibhauseffekts
4. Energiequellen und Energieverbrauch im 21. Jahrhundert
4.1 Deckung des zukünftigen weltweiten Energiebedarfs
4.1.1 Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe
4.1.2 Gewinnung von Energie durch die Atomkern-Spaltung
4.1.3 Die Möglichkeiten der Kernfusionsenergiegewinnung
4.1.4 Nutzung regenerativer Ressourcen zur Energiegewinnung
4.2 Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Energieverbrauchs
5. Lösungsvorschläge zur Vermeidung von Klimaveränderungen durch Energiegewinnung
5.1 Wissens- und Technologietransfer an Entwicklungsländer
5.2 Selbstverpflichtungs- und Kompensationsmodelle
5.3 Umfassende Ausschöpfung des Potentials zur Steigerung der Energieproduktivität
5.4. Einhaltung des Kyoto-Protokolls
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der globalen Energieversorgung und dem weltweiten Klimawandel. Dabei wird analysiert, wie ein notwendiger Anpassungsprozess in der Energiepolitik gestaltet werden kann, ohne dabei wirtschaftliche Ziele wie Wachstum und Beschäftigung zu gefährden, wobei insbesondere die Rolle verschiedener Staaten und Regionen sowie technologische Lösungsansätze beleuchtet werden.
- Analyse der globalen Energienachfrage und -versorgung.
- Untersuchung der klimatischen Auswirkungen fossiler Energieträger.
- Bewertung verschiedener Energiequellen wie Kernenergie und regenerative Energien.
- Diskussion von Lösungsstrategien, einschließlich Technologietransfer und politischer Protokolle.
- Betrachtung der Rolle der Ökologischen Ökonomie für eine nachhaltige Zukunft.
Auszug aus dem Buch
3.1 Darstellung des Kohlenstoff-Kreislaufs
Das Leben auf der Erde in seinem ständigen Wandel zwischen Werden und Vergehen ist eingebettet in den Kohlenstoff-Kreislauf zwischen den großen Kohlenstoff-Reservoiren, Biomasse (lebende und tote), Atmosphäre, Meere, Sedimente/Erdkruste. Die Hin- und Rückflüsse zwischen den verschiedenen Reservoirs sind innerhalb erdgeschichtlich kurzer Zeit (Jahrzehente/Jahrhunderte) – abgesehen von menschlichen Einflüssen – immer recht ausgeglichen gewesen. So beträgt z. B. die jährliche Kohlendioxid-Entnahme aus der Luft ca. 120 Mrd. t Kohlenstoff zur Photosynthese neuer Biomasse und die jährliche Kohlendioxid-Rückgabe an die Luft durch Veratmung ca. 60 Mrd. t Kohlenstoff und Verwesung von Biomasse ca. 60 Mrd. t Kohlenstoff.
Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre (ca. 600 Mrd. t Kohlenstoff) schwankte aufgrund von Warm- und Eiszeiten innerhalb der letzten 200000 Jahre von seinem Mittel 0,28 Promille (gemessen am Gesamtluftvolumen) von 0,3 Promille während der letzten Warmperiode auf 0,2 Promille während der letzten Eiszeit. Seit ca. 200 Jahren verursacht der Mensch einen stetigen Anstieg des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre. In den ersten hundert Jahren durch die Ausweitung der Landwirtschaft, durch Entwaldung und Abbrand von Waldflächen und durch das Beackern von Böden. Innerhalb kurzer Zeit (100 Jahre) ist der Kohlendioxidgehalt der Luft von 0,28 Promille auf 0,3 Promille gestiegen. In den letzten hundert Jahren der Menschheitsgeschichte nahm der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre rapide durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern zu und stieg auf 0,38 Promille (2003). Die Höhe des Kohlendioxidgehalts der Luft ist für die Temperatur auf dem sonnenbeheizten Planeten Erde (Treibhaus Erde) von gleicher Bedeutung wie die Dicke der Glasfenster bzw. der Glaswände für die Temperatur in einem sonnenbeheizten Glashaus oder Treibhaus. Je dicker die Glasscheiben eines Treibhauses sind, desto mehr heizt sich der Innenraum auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Notwendigkeit, Ökologie und Ökonomie im Kontext der globalen Energieversorgung und des Klimaschutzes in Einklang zu bringen.
2. Gegenwärtige Situation der globalen Energieversorgung: Regionale Betrachtung der energiewirtschaftlichen Entwicklung in den USA, EU, Japan, China und den Entwicklungsländern.
3 Auswirkungen der Nutzung fossiler Brennstoffe: Analyse der Klimawirkungen durch fossile Energieträger sowie Erläuterung des Kohlenstoff-Kreislaufs und des natürlichen Treibhauseffekts.
4. Energiequellen und Energieverbrauch im 21. Jahrhundert: Übersicht über künftige Herausforderungen bei der Bedarfsdeckung und Analyse verschiedener Energiequellen von nachwachsenden Rohstoffen bis zur Kernfusion.
5. Lösungsvorschläge zur Vermeidung von Klimaveränderungen durch Energiegewinnung: Vorstellung von Strategien wie Technologietransfer, Selbstverpflichtungsmodellen und Steigerung der Energieproduktivität.
6. Fazit und Ausblick: Diskussion der Notwendigkeit einer fundamentalen Neuausrichtung des Wirtschaftssystems im Sinne einer Ökologischen Ökonomie zur Sicherung der Zukunft.
Schlüsselwörter
Klimaschutz, Energieversorgung, Treibhauseffekt, fossile Brennstoffe, erneuerbare Energien, Kernenergie, Kohlenstoff-Kreislauf, Kyoto-Protokoll, Nachhaltigkeit, Energieproduktivität, Emissionen, Weltenergieverbrauch, Klimawandel, ökologische Ökonomie, Technologietransfer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die globale Energieversorgung im Kontext der Klimaschutzpolitik und untersucht die Herausforderungen, eine nachhaltige Energiebilanz zu erreichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Auswirkungen fossiler Energien, die Analyse künftiger Energiequellen sowie politische und technologische Lösungsansätze zur Klimaveränderung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie eine notwendige Umstrukturierung der Energieversorgungspolitik ohne gravierende negative Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft gelingen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine regional orientierte Bestandsaufnahme (Regionalstudie) sowie eine theoretische Analyse unter Einbeziehung aktueller energiewirtschaftlicher Prognosen und ökologischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ist-Situation verschiedener Weltregionen, die Auswirkungen der Energienutzung, den Vergleich verschiedener Energieerzeugungsmethoden und konkrete Lösungsvorschläge.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Klimaschutz, Treibhauseffekt, nachhaltige Energiegewinnung, Emissionsminderung und ökologische Transformation.
Warum wird die Rolle Chinas als besonders kritisch für die Klimaziele erachtet?
China weist ein rasant steigendes Wirtschaftswachstum und damit einen massiv wachsenden Energiebedarf auf, der stark durch fossile Energieträger gedeckt wird, was das Land zu einem der größten Treibhausgasproduzenten macht.
Wie bewertet der Autor das Kyoto-Protokoll?
Das Kyoto-Protokoll wird als ein erster, wichtiger Schritt für die globale Klimaschutzpolitik bezeichnet, der jedoch aufgrund der schwierigen Umsetzung und des Ausstiegs bzw. der Nichteinhaltung durch bedeutende Industrienationen aktuell als unzureichend bewertet wird.
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- Marco Eichenberg (Author), 2005, Nachhaltiges Wirtschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84623