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"Stuttgart 21". Studien zur Nachhaltigkeit des neuen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart

Title: "Stuttgart 21". Studien zur Nachhaltigkeit des neuen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Huber (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Schon die Tatsache, dass dieser Artikel mehr als zehn Jahre zurückliegt, zeigt, wie lange sich Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft bereits mit dem Projekt S21 beschäftigen. Erste Vorschläge für dieses Projekt stammen bereits aus den 1980er Jahren. Damals brachte der Verkehrswissenschaftler Prof. Gerhard Heimerl den Bau einer Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm ins Gespräch, um die berühmte und berüchtigte Geißlinger Steige zu umgehen. Dazu passend sollte in Stuttgart ein unterirdischer Bahnhof gebaut werden um einen Durchgangsverkehr für den IC von Mannheim und Karlsruhe zu ermöglichen. Dieses Projekt, das als „Heimerl-Trasse“ bekannt wurde bildet den Grundstock für S21.
1994 kam das Vorhaben wieder in die Schlagzeilen, jetzt vorrangig mit dem Tiefbahnhof in Stuttgart. Erste Modell und Pläne für die Umsetzung und die Neugestaltung der Stadt und der freiwerdenden Flächen entstanden. Allerdings taten sich immer wieder neue Probleme, zumeinst in der Finanzierung auf, welche eine Realisierung bis heute unmöglich machten. Allerdings steht heute nun fest: Stuttgart 21 wird gebaut. Am 19. Juli 2007 einigten sich die DB, die LHS, das BWL und der Bund auf die Finanzierung. Schon 2009 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, bis 2019 wollen die Planer den Durchgangsbahnhof und die anderen Bahnanlangen realisiert haben.
Nun sollen in dieser Arbeit aber weder die Entwicklung dieses Bauvorhabens noch die Umsetzung desselben dargestellt werden. Im Hinblick auf die aktuelle Debatte über den Klimaschutz und die steigende Umweltproblematik soll hier S21 auf seine Nachhaltigkeit hin untersucht werden. Dabei wird die Nachhaltigkeit der Region, und der LHS im Vordergrund stehen. Im Bezug auf das Projekt S21 heißt dies, eine Untersuchung der Nachhaltigkeit des Tiefbahnhofes in Mitten der Stadt. Ausgewählte Indikatoren der Nachhaltigkeit, vor allem solche des Erhalts der Umwelt, der Wasserqualität und des Klimas sollen dabei untersucht und auf mögliche, durch den Bau von S21 zu erwartende, Veränderungen analysiert werden. Besonderen Stellenwert erhalten dabei das Klima im Talkessel, Zu- und Abluftströme, die Trinkwasserver-sorgung, sowie die in Stuttgart vorkommenden Mineral- und Heilwasserquellen. Aber auch andere Umweltaspekte sollen berücksichtigt werden. Dem Analyseteil vorangehen werden daher die nötigen theoretischen Vorklärungen und Definitionen, sowie ein historischer Teil.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die nachhaltige Region

3. Der Stuttgarter Hauptbahnhof

3.1 Geschichte des Stuttgarter Hauptbahnhofes

3.2 Planung und Entwicklung von Stuttgart 21

3.3 Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof

4. Theoretische Vorklärungen

4.1 Gesetzliche Grundlagen

4.2 Nachhaltige Entwicklung

4.3 Region, Kommune und kommunale Entwicklung

5. Zwischenfazit

6. Zu berücksichtigende Aspekte der Nachhaltigkeit bei S21

6.2 Bauflächenmanagement

6.3 Der neue Tiefbahnhof

6.4 Bebauung freiwerdenden Flächen

6.5 Frischluftversorgung und Kaltluftströmungen

6.7 Schutz heimischer Flora und Fauna

6.8 Erhalt des Grundwasserspiegels

6.9 Schutz der Mineral- und Heilquellen

7. Umsetzungsmöglichkeiten nachhaltiger Aspekte

7.1 Nachhaltiges Bauflächenmanagement

7.2 Die Nachhaltigkeit des neuen Tiefbahnhofes

7.3 Nachhaltiges Bauen auf freiwerdenden Flächen

7.4 Frischluftversorgung und Kaltluftströmung

7.5 Nachhaltiger Schutz heimischer Flora und Fauna

7.6 Erhalt des Grundwasserspiegels

7.7 Nachhaltiger Schutz der Mineral- und Heilquellen

8. Kritik am Projekt „Stuttgart 21“

9. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Großprojekt „Stuttgart 21“ auf seine ökologische und soziale Nachhaltigkeit, mit dem primären Ziel, die Auswirkungen des Tiefbahnhofbaus auf zentrale Umweltfaktoren in der Landeshauptstadt kritisch zu analysieren.

  • Nachhaltige Entwicklung im kommunalen Raum
  • Städtebauliche und ökologische Folgen des Tiefbahnhofbaus
  • Schutz von Flora, Fauna und städtischem Klima
  • Erhalt von Grundwasserressourcen und Mineralquellen
  • Kritische Bewertung der Zielkonflikte zwischen Wirtschaftlichkeit und ökologischer Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

7.7 Nachhaltiger Schutz der Mineral- und Heilquellen

Für den Schutz der von S21 betroffenen Berger Mineralquellen wurden von der Projektbau Ag der DB sowie vom zuständigen AWW des RP in Stuttgart weitreichende Maßnahmen entwickelt. So geht mit dem Schutz des Grundwasserspiegels ein Programm zur Wasseraufbereitung und Reinigung einher, welches ebenfalls für den Mineralwasserschutz genutzt wird. Ferner sollen durch ständige Messungen auch die kleinsten Veränderungen in Zustand und Qualität festegestellt werden um notfalls schnell korrigierend eingreifen zu können. Die Sicherung aller Quellen, sowie die Beibehaltung der jetzigen Qualität und Konzentration ist laut Bauvorgaben des RP oberstes Ziel. Daher hat das geologische Landesamt auch bereits die nötigen Messungen und Bodenproben vorgenommen.

Aufgrund der dort festgestellten Ergebnisse werden die Tunneltrassen unter dem Druckniveau des Mineralwassers hindurchgeführt werden. Der Druckspiegel wird hierbei um bis zu 40 m unterschnitten. Ähnliches gilt auch für das Neckarbett. Allerdings mussten die zuständigen Behörden auch hier einräumen, dass mit „Überraschungen“ Beim Bau leider zu rechnen sei. Dies können nie gänzlich ausgeschlossen werden. Daher wurde das Meßsystem zusätzlich durch ein Frühwarnsystem ergänzt. Hier angezeigte Veränderungen sollen zu einem sofortigen Baustopp und einer näheren Untersuchung führen. Durch diese Maßnahmen ist das Mineral- und Grundwassermanagement kein Ausschlusskriterium, welche gegen die Umsetzung von S21 sprechen könnte. Für einen präventiven Schutz und die Gewährlestimung von Güte, Konzentration und Vorkommen der Quellen ist laut RP bestens gesorgt (RP Stuttgart, 2006). Dies würde einer nachhaltigen Umsetzung im Bereich der Wasserpolitik sowie dem Schutz der Mineral- und Heilquellen und damit einem Stück Lebensqualität der Stadt Stuttgart absolut entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Bahnhofsprojekts „Stuttgart 21“ ein und definiert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung aktueller Klimaschutzdebatten.

2. Die nachhaltige Region: In diesem Kapitel werden Grundlagen des nachhaltigen Denkens in der Regional- und Kommunalpolitik erläutert und die Einbettung Stuttgarts als Modellregion beschrieben.

3. Der Stuttgarter Hauptbahnhof: Es folgt eine historische Betrachtung der Bahnhofsentwicklung sowie eine detaillierte technische Beschreibung des geplanten Umbaus zum unterirdischen Durchgangsbahnhof.

4. Theoretische Vorklärungen: Dieses Kapitel liefert die notwendigen begrifflichen und rechtlichen Definitionen von Nachhaltigkeit, Kommunalpolitik und Regionalplanung, die für die Analyse essenziell sind.

5. Zwischenfazit: Hier wird der analytische Handlungsbogen für die weitere Untersuchung festgelegt, indem die theoretischen Grundlagen mit den zu untersuchenden praktischen Anwendungsfeldern verknüpft werden.

6. Zu berücksichtigende Aspekte der Nachhaltigkeit bei S21: In diesem Abschnitt werden die zentralen Untersuchungsfelder – von Bauflächenmanagement über Klimaaspekte bis zum Schutz der Mineralquellen – detailliert für die Analyse operationalisiert.

7. Umsetzungsmöglichkeiten nachhaltiger Aspekte: Dieser zentrale Teil prüft die praktischen Maßnahmen von „Stuttgart 21“ hinsichtlich ihrer tatsächlichen Nachhaltigkeit und kritischen Umsetzbarkeit.

8. Kritik am Projekt „Stuttgart 21“: Das Kapitel bündelt ökologische, ökonomische und soziale Kritikpunkte und hinterfragt die Realisierbarkeit einer nachhaltigen Stadtentwicklung durch das Projekt.

9. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die zu dem Ergebnis kommt, dass Nachhaltigkeit bei „Stuttgart 21“ gegenüber ökonomischen Interessen oft eine untergeordnete Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Stuttgart 21, Nachhaltigkeit, Kommunalpolitik, Tiefbahnhof, Grundwasserschutz, Mineralquellen, Stadtklima, Bauflächenmanagement, ökologische Bilanz, Umweltschutz, Stadtentwicklung, Biotopschutz, Regionalplanung, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“ unter dem spezifischen Gesichtspunkt der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Bauflächenmanagement, der Erhaltung des Stadtklimas, dem Schutz von Flora und Fauna sowie der Sicherung von Grundwasser und Heilquellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das Bauvorhaben S21 den Prinzipien nachhaltiger Entwicklung gerecht wird und welche Risiken für die Umwelt bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine inhaltliche Sachanalyse, bei der geplante Umsetzungen des Projekts anhand von Indikatoren der Nachhaltigkeit und gesetzlichen Rahmenbedingungen kritisch geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Darstellung der Untersuchungsbereiche sowie eine praktische Analyse der Umsetzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung ökologischer Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Stuttgart 21, Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Stadtklima, Ressourcenmanagement und kommunale Planung.

Welches Risiko wird für die Stuttgarter Mineralquellen benannt?

Es besteht die Gefahr, dass baubedingte Erschütterungen oder Eingriffe in die Deckschichten die Quellen beschädigen oder zu deren Versiegen führen könnten.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen auf das Stadtklima?

Der Autor stellt fest, dass durch die Freihaltung von Verkehrsschneisen und die Erweiterung des Schlossgartens zwar Bemühungen erkennbar sind, diese jedoch durch eine höhere Emissionsbelastung durch Verkehr teilweise kompensiert werden.

Gibt es einen ökologischen Ersatz für zerstörte Biotope?

Laut Arbeit ist ein vollwertiger Ersatz für die durch das Projekt zerstörten Biotope in der bisherigen Planung nicht ausreichend vorgesehen, da Parkflächen nur bedingt als ökologisches Äquivalent dienen können.

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Details

Title
"Stuttgart 21". Studien zur Nachhaltigkeit des neuen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart
College
University of Stuttgart  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Nachhaltige Entwicklung in der Kommunalpolitik: Das Beispiel Stuttgart
Grade
1,3
Author
Florian Huber (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V84671
ISBN (eBook)
9783638011143
ISBN (Book)
9783640101689
Language
German
Tags
Stuttgart Studien Nachhaltigkeit Durchgangsbahnhofs Nachhaltige Entwicklung Kommunalpolitik Beispiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Huber (Author), 2007, "Stuttgart 21". Studien zur Nachhaltigkeit des neuen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84671
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