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Risikomanagement mit Kennzahlen am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.

Title: Risikomanagement mit Kennzahlen am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.

Diploma Thesis , 2007 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Watterott (Author)

Business economics - Controlling
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Begriffe wie Risikomanagement und Kennzahlen werden im Moment (noch) selten mit einer sozialen Organisation in Verbindung gebracht. Dort stehen eher ideelle Ziele und Motive im Vordergrund. Vereine und gemeinnützige Gesellschaften allgemein werden dabei aus unterschiedlichsten Zielsetzungen heraus gegründet. Sie unterscheiden sich in wirtschaftlicher Hinsicht mitunter ganz erheblich. Gerade im Bereich der Wohlfahrtspflege können diese aufgrund ihres Auftrags und der daraus resultierenden Größe und Struktur mit mittelständischen Unternehmen verglichen werden. Ein typischer Vertreter dafür ist der DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.
Eine Flut von neuen Gesetzlichkeiten in der Sozialgesetzgebung und Finanznöte der öffentlichen Kassen haben dabei einen Selektionsprozess in Gang gesetzt, den nur noch die flexibelsten und wettbewerbsfähigsten Wohlfahrtsverbände überleben können. Auch sind Wohlfahrtsverbände als mittelständische Unternehmen in den neuen Bundesländern „Lieblingsprüfungskandidaten“ der Finanzbehörden.
Nicht ohne Grund beschäftigen sich zahlreiche Neuerscheinungen in der Fachliteratur nun zunehmend auch mit Controlling, Risikomanagement, Kennzahlensystemen und Balanced Scorecard (BSC)-Modellen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Nonprofit Organisationen (NPO).
Im Rahmen dieser Arbeit sollen deshalb, praxisnah am Beispiel, die Möglichkeiten von Risikomanagement und Kennzahlen untersucht werden. Kritisch beleuchtet werden dabei vor allem die praktische Bedeutung und ein mögliches Abspecken von der großen Controllinglösung, die sich in der Fachliteratur bei Kapitalgesellschaften und großen Konzernen ausreichend beschrieben findet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitorische Grundlagen

2.1 Risiko

2.2 Risikomanagement

2.3 Risikocontrolling

2.4 Kennzahlen

2.5 DRK Kreisverband Eichsfeld e.V.

3. Risikomanagement und Kennzahlen

3.1 Risikomanagement

3.1.1 Ziele und Aufgaben

3.1.2 Gesetzliche Grundlagen

3.1.3 Risikoarten

3.2 Der Prozess des Risikomanagements

3.2.1 Risikoidentifikation

3.2.2 Risikoanalyse

3.2.3 Risikosteuerung

3.2.4 Risikoüberwachung

3.2.5 Prozessüberwachung

3.3 Kennzahlen

3.3.1 Arten und Aufgaben von Kennzahlen

3.3.2 Probleme mit Kennzahlen

3.3.3 Kennzahlensysteme

3.3.4 Kennzahlen und Risikomanagement

3.4 Risikomanagement und Kennzahlen im Kontext

3.4.1 Risikomanagement und Controlling

3.4.2 Risikomanagement und Qualitätsmanagement

3.4.3 Risikomanagement und Balance Scorecard

3.4.4 Risikomanagement und Corporate Governance

4. Strukturen des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V im Hinblick auf Kennzahlen und ein Risikomanagementsystem

4.1 Interne Ressourcen

4.2 Die Finanzbuchhaltung als Informationsbasis

4.3 Die verbandsinterne DRK Strategie 2010plus

4.4 Das Kennzahlen-Frühwarnsystem der DRK Verbandsrevision

5. Organisation des Risikomanagement im DRK KV Eichsfeld e.V.

5.1 Risikokultur

5.2 Organisation und Zuständigkeiten

5.3 Kennzahlen als Frühwarnsystem

5.3.1 Strategische Kennzahlen

5.3.2 Operative Kennzahlen

5.4 Mindestanforderungen an Risikomanagementsysteme

5.5 Technische Umsetzung

5.6 Berichtswesen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht praxisnah am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V., wie Risikomanagement mithilfe von Kennzahlen effektiv und effizient in einer gemeinnützigen Organisation (NPO) implementiert werden kann, um Planungssicherheit zu erhöhen und Haftungsrisiken zu minimieren.

  • Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings in NPOs
  • Entwicklung und Anwendung von Finanzkennzahlen und Frühwarnsystemen
  • Strukturanalyse des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
  • Organisation eines risikoorientierten Berichtswesens
  • Kritische Würdigung der Übertragbarkeit von Controlling-Konzepten aus der Privatwirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Risikoidentifikation

Die Risikoidentifikation dient der Entdeckung und Bestimmung der Art von Risiken, die ein Unternehmen auf sich nimmt, um unternehmerischen Erfolg zu erreichen. Es ist der erste und zugleich wichtigste Schritt des Risikomanagementprozesses. Durch eine Art Risikoinventur sollen alle nur denkbaren Risiken gesucht und dokumentiert werden. Grundrisiken, denen jedes Unternehmen gegenübersteht, werden erweitert durch eine hohe Anzahl von Risiken, die aus der Art der Geschäftstätigkeit des Unternehmens erwachsen. Bereits vorhandene aber auch potenzielle Risiken können sowohl durch einen Top-Down-Ansatz von der Geschäftsleitung aus als auch durch einen Bottum-Up-Ansatz seitens der Mitarbeiter ermittelt werden. Die frühzeitige Einbindung vieler Mitarbeiter in diesen Prozess soll dabei ein hohes Risikobewusstsein in allen Ebenen des Unternehmens fördern. Vermieden werden sollten dabei jedoch unstrukturierte Befragungen von Mitarbeitern, damit aktuell erscheinende Risiken die eigentlich relevanten Risiken - mit Auswirkung auf die Ziele des Unternehmens - nicht überdecken.

Als Instrumente bzw. Hilfsmittel der Risikoidentifikation dienen dabei z.B. eine Analyse der Wettbewerbskräfte nach Porter (Anbieter, Abnehmer, Lieferanten, Ersatzprodukte), eine Analyse des Produktlebenszyklus, bestimmte Kreativitätstechniken (insbesondere Brainstorming) oder eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken). Weiterhin können sogenannte Schwache Signale als Früherkennungsindikatoren auf zukünftige Entwicklungen hindeuten. So wertvoll dieses Hilfsmittel auch ist, so schwierig ist es auch. Probleme bereiten das meist zufällige Auftreten und die Glaubwürdigkeit der Quellen (Medien, Experten, persönliche Kontakte).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz von Risikomanagement für NPOs und Zielsetzung der Untersuchung am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.

2. Definitorische Grundlagen: Definition der zentralen Begriffe Risiko, Risikomanagement, Risikocontrolling und Kennzahlen sowie kurze Skizzierung des Untersuchungsgegenstands.

3. Risikomanagement und Kennzahlen: Theoretische Herleitung des Risikomanagement-Prozesses und Darstellung der methodischen Eignung von Kennzahlen zur Risikosteuerung.

4. Strukturen des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V im Hinblick auf Kennzahlen und ein Risikomanagementsystem: Analyse der internen Ressourcen und bestehender Informationsbasen des Kreisverbandes.

5. Organisation des Risikomanagement im DRK KV Eichsfeld e.V.: Entwicklung einer praxisorientierten Organisationsstruktur für das Risikomanagement unter Berücksichtigung von Risikokultur und Berichtswesen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Praxistauglichkeit des vorgeschlagenen Risikomanagementsystems für den Kreisverband.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Kennzahlen, DRK, NPO, Risikocontrolling, Frühwarnsystem, Gemeinnützigkeit, Unternehmensführung, Finanzkennzahlen, Risikoidentifikation, Risikokultur, Berichtswesen, KonTraG, Leistungssteuerung, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung eines praxisnahen Risikomanagementsystems für den DRK Kreisverband Eichsfeld e.V. unter Verwendung von Kennzahlen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Risikomanagement-Prozesse, betriebswirtschaftliche Kennzahlensysteme, die spezifischen Anforderungen von Nonprofit-Organisationen (NPO) und die Verknüpfung von Controlling mit Risikominimierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, dem DRK Kreisverband Eichsfeld e.V. einen strukturierten Weg aufzuzeigen, wie er ein effizientes Risikomanagement aufbauen kann, ohne durch übermäßige Bürokratie die ideellen Ziele zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Betriebswirtschaftslehre und Controlling-Methodik, kombiniert mit einer praxisorientierten Strukturanalyse des spezifischen Kreisverbandes und dessen Finanzdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Definition von Risikomanagement-Prozessen (Identifikation, Analyse, Steuerung, Überwachung), die Einordnung von Kennzahlen als Frühindikatoren sowie die konkrete organisatorische Ausgestaltung innerhalb des DRK.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Risikomanagement, Kennzahlen, NPO, Risikocontrolling, Frühwarnsystem und strategische Unternehmenssteuerung.

Warum ist das KonTraG auch für den DRK Kreisverband relevant?

Obwohl das KonTraG primär für Aktiengesellschaften gilt, wird es im Rahmen freiwilliger Jahresabschlussprüfungen auch auf gemeinnützige Organisationen angewandt, was das Management zur Einrichtung eines Überwachungssystems verpflichtet, um Haftungsrisiken zu vermeiden.

Warum wird die Balanced Scorecard im vorliegenden Kontext als kritisch bewertet?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Einführung einer Balanced Scorecard für den konkreten Kreisverband einen unverhältnismäßig großen Aufwand bedeuten würde und die Komplexität die praktische Umsetzung erschwert.

Welche Rolle spielt die Buchhaltung im Risikomanagementsystem?

Die Buchhaltung dient als zentrale Datenquelle für Finanzkennzahlen und soll zukünftig durch eine neue Softwarelösung und durch die Erfassung "schwacher Signale" noch stärker als Informationssammelstelle fungieren.

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Details

Title
Risikomanagement mit Kennzahlen am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V.
College
Administrative and Economic Academy Göttingen
Grade
1,0
Author
Michael Watterott (Author)
Publication Year
2007
Pages
66
Catalog Number
V85358
ISBN (eBook)
9783638893329
ISBN (Book)
9783638896023
Language
German
Tags
Risikomanagement Kennzahlen Beispiel Kreisverbandes Eichsfeld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Watterott (Author), 2007, Risikomanagement mit Kennzahlen am Beispiel des DRK Kreisverbandes Eichsfeld e.V., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85358
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