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Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter

Título: Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter

Trabajo , 2006 , 28 Páginas

Autor:in: Marie-Christin Pollak (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die Ungarn durchzogen über 100 Jahre plündernd und mordend das westliche Europa. Schon die Erwähnung des Namens löste Angst und Schrecken aus.
Diese Arbeit widmet sich der Bedrohung durch die Ungarn im frühen Mittelalter. Dabei wird nur eine Auswahl von Quellen beleuchtet, denn die Ungarn werden in einer Vielzahl von mittelalterlichen Schriften erwähnt. Diese stammen aber bis auf eine Ausnahme von westlichen Geschichtsschreibern. Demnach muss man bei der Analyse deren gesellschaftlichen Hintergrund stets beachten.
Es folgt die Einführung einer Systematisierung von Bedrohungsszenarien. Diese wird dann anhand der Quellen für die Ungarn untersucht. Anschließend erfolgt eine Auswertung hinsichtlich der Frage, ob es ein bestimmtes Feindbild gab, wie es sich entwickelte und in welcher Form es in der folgenden Geschichtsschreibung aufgegriffen wurde und wird.
Die Literatur, die zu diesem Thema zur Verfügung steht ist nicht sehr umfangreich. Meistens wird der Gegenstand dieser Arbeit nur in kurzen Absätzen behandelt. Allerdings liegen Schriften aus circa den letzen 70 Jahren vor, anhand derer man zum Beispiel sehr gut die Entwicklung der Forschungsmeinung hinsichtlich der Herkunft und folgenden Entwicklung der Ungarn erkennen kann.
Zur Geschichte der Ungarn wurden bisher schon einige Schriften verfasst, die zum großen Teil von ungarischen Autoren verfasst wurden. Daraus folgt in den meisten Fällen eine positive Relativierung besonders der frühmittelalterlichen Ungarn.
Dem Feindbild „Ungarn“ und den unterschiedlichen Bedrohungsszenarien hingegen wurde anscheinend noch kein zusammenhängendes Werk gewidmet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter

2.1 Einführung in die Geschichte der Ungarn bis zum Jahr 1000

2.2 Verwendete Quellen

2.2.1 Widukind von Corvey – Res Gestae Saxonicae

2.2.2 Ekkehard IV. – Casus Sancti Galli

2.2.3 Die Gesta Hungarorum des anonymen Notars

2.2.4 Annalen

2.3 Bedrohungsszenarien

2.3.1 Systematisierung der Bedrohungen

2.3.2 Die Bedrohung durch die Ungarn

3. Auswertung: Das Feindbild „Die Ungarn“

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Darstellung der ungarischen Einfälle im frühen Mittelalter durch zeitgenössische westliche Geschichtsschreiber. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das durch diese Quellen konstruierte Feindbild „Die Ungarn“ entwickelte, welche Bedrohungsszenarien (physisch, psychisch, religiös-kulturell) dabei eine Rolle spielten und in welcher Form dieses Bild in der späteren Geschichtsschreibung nachwirkte.

  • Analyse mittelalterlicher Quellentexte (Annalen und Gesta) hinsichtlich ihrer Darstellung der Ungarn.
  • Systematisierung unterschiedlicher Bedrohungsszenarien durch die Ungarn.
  • Untersuchung der Konstruktion des Feindbildes „Die Ungarn“ unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Hintergrunds der Autoren.
  • Vergleich der zeitgenössischen Wahrnehmung mit der späteren Reflexion des ungarischen Volkes.

Auszug aus dem Buch

2.3.2.1 Die Ungarn als physische Bedrohung

Von den Ungarn ging während ihrer Plünderungszüge eine eindeutige physische Gefahr aus. Dies geht deutlich aus den Quellen hervor. Hierbei ist es sinnvoll besonders die Bezeichnung der Ungarn in den Texten, die ihnen zugeordneten Adjektive und die verwendeten Verben zu untersuchen.

Widukind von Corvey, der zeitnah lebte aber selten ein Augenzeuge von den von ihm beschriebenen Ereignissen war, berichtet über das Jahr 924 folgendes: „Cumque iam civilia bella cessarent, iterum Ungarii totam Saxoniam percurrentes urbes et oppida incendio tradiderunt et tantam caedem ubique egerunt, ut ultimam depopulationem comminarent“24. Er spricht direkt von den Ungarn als Ungarii, die wieder durch Sachsen zogen und dabei brandschatzten und ein Blutbad anrichteten. Widukind ist der Meinung, dass dieser Überfall so verheerend war, dass eine komplette Verödung dieses Gebietes drohte. Man muss in diese Worte nicht viel hineininterpretieren. Die Ungarn waren eine Bedrohung für Leib und Leben. Es gilt aber zu beachten, dass Widukind zwar auf die Taten der Ungarn hinweist, aber er fügt keine Verleumdungen und Beleidigungen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Thema der ungarischen Bedrohung im frühen Mittelalter, erläutert die Quellenauswahl und legt die methodische Vorgehensweise zur Analyse der Bedrohungsszenarien und der Feindbildentstehung fest.

2. Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Geschichte der Ungarn bis zum Jahr 1000, analysiert die verwendeten Quellengattungen und systematisierte die verschiedenen Arten der physischen, psychischen sowie religiösen Bedrohung.

3. Auswertung: Das Feindbild „Die Ungarn“: Die Auswertung fasst zusammen, wie das Feindbild in den Quellen konstruiert wurde, relativiert die Bedeutung der Ungarn im Vergleich zu anderen Zeitgenossen und analysiert die Funktion dieses Bildes für die Stärkung des christlichen Selbstbewusstseins.

Schlüsselwörter

Ungarn, frühes Mittelalter, Feindbild, Bedrohungsszenarien, Quellenanalyse, Widukind von Corvey, Ekkehard IV., Gesta Hungarorum, Lechfeldschlacht, Christianisierung, Barbaren, Mittelalterliche Geschichte, Geschichtsschreibung, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wahrnehmung der Ungarn in den westlichen mittelalterlichen Quellen und analysiert, wie diese als Bedrohung für das christliche Europa dargestellt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Ungarnzüge, die detaillierte Analyse zeitgenössischer Chroniken und Annalen sowie die Konstruktion von Feindbildern im Kontext der mittelalterlichen Kultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob es ein einheitliches Feindbild „Die Ungarn“ gab, wie sich dieses entwickelte und welche Faktoren – wie religiöse Differenzen oder existenzielle Ängste – diese Wahrnehmung prägten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse. Dabei werden zeitgenössische Texte (wie die von Widukind von Corvey oder Ekkehard IV.) auf ihre Wortwahl, Adjektive und Verben hin untersucht, um die Art der Bedrohung und die Intention der Autoren zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einführung, die Vorstellung der Quellen sowie eine detaillierte Untersuchung physischer, psychischer und religiöser Bedrohungsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ungarn, Feindbild, Bedrohungsszenarien, Quellenanalyse und christliches Selbstverständnis im frühen Mittelalter charakterisiert.

Warum spielt die Religion bei der Darstellung der Ungarn eine so große Rolle?

Da das Europa des frühen Mittelalters stark vom christlichen Glauben geprägt war, wurde die Andersartigkeit der heidnischen Ungarn – etwa in ihren Sitten oder durch die Zerstörung von Klöstern – als existenzieller Frevel wahrgenommen, was die Entstehung eines religiösen Feindbildes begünstigte.

Welche Bedeutung hat die Lechfeldschlacht im Kontext dieser Untersuchung?

Die Lechfeldschlacht markiert eine wichtige Zäsur und wird in den Quellen als Sieg Ottos des Großen über das „heidnische“ Heer stilisiert, was dazu diente, das christliche Selbstbewusstsein zu stärken und die Ungarn als endgültig besiegte Gegner zu markieren.

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Detalles

Título
Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter
Universidad
University of Stuttgart  (Historisches Institut)
Curso
Festung Europa?
Autor
Marie-Christin Pollak (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
28
No. de catálogo
V85551
ISBN (Ebook)
9783638014144
ISBN (Libro)
9783638917285
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bedrohung Europas Ungarn Mittelalter Festung Europa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marie-Christin Pollak (Autor), 2006, Die Bedrohung Europas durch die Ungarn im frühen Mittelalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85551
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