In der vorliegenden Arbeit möchte ich einige katholische Bestrebungen beziehungsweise Reformen Philipps des II. analysieren. Zu Beginn befasse ich mich mit dem Anspruch Philipps II., als katholischer König nicht nur das politische, sondern auch das religiöse Oberhaupt Spaniens zu verkörpern. Danach scheint es mir wichtig, einen Blick auf die Beschlüsse des Konzil von Trient zu werfen, das als große Kraftanstrengung der katholischen Kirche als Antwort auf die Reformation initiiert wurde und dessen Reformen von Philipp II. als erstes in Spanien übernommen wurden. Im Zusammenhang mit der Gegenreformation und der Gründung des Ordens der Jesuiten scheint es mir interessant, kurz das Verhältnis zwischen eben diesen und Philipp II. zu hinterfragen. Dem Einfluss der Beschlüsse des Trienter Konzils und den Auswirkungen auf die bildende Kunst in Spanien und seinen wichtigsten Auftraggeber werde ich mich etwas ausführlicher widmen, und anhand von Beispielen verdeutlichen. Die Kalenderreform erscheint mir ebenso wichtig zu erwähnen, da ja Spanien zu den ersten Gebieten zählte, das diese umsetzte.
Zuletzt gehe ich der Frage nach, ob die „Schwarze Legende“ als eine Folge der religiösen Bestrebungen Philipps II. angesehen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Erbe Karls V.
- Philipp II, die Herrschaftskonzentration eines katholischen Königs.
- Das Ziel der religiöse Einheit Spaniens
- Das Konzil von Trient ....
- Die Jesuiten
- Das Mäzenatentums Philipps II...........
- Die Katholischen Reformbestrebungen Philipps II. in der Kunst.
- Martyrium des Heiligen Laurentius.
- Philipps Traum, oder die Anbetung des Namen Jesu..
- Das Martyrium des Heiligen Mauritius und der Thebaischen Legion.......
- Die Kalenderreform
- Die Schwarze Legende, eine Folge der religiösen Bestrebungen Philipps II. ?..
- Schlussbemerkung.….......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die katholischen Bestrebungen und Reformen Philipps II., die er zur Stärkung der katholischen Einheit in Spanien umsetzte. Der Schwerpunkt liegt auf Philipps Anspruch, als katholischer König nicht nur das politische, sondern auch das religiöse Oberhaupt Spaniens zu verkörpern, sowie der Einfluss des Konzils von Trient auf Spanien und die Auswirkungen auf die bildende Kunst.
- Philipp II. als katholischer König
- Das Konzil von Trient und seine Reformen in Spanien
- Die Jesuiten und ihre Rolle in der Gegenreformation
- Der Einfluss des Konzils von Trient auf die bildende Kunst in Spanien
- Die Kalenderreform und ihre Umsetzung in Spanien
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung erläutert den historischen Kontext der Konfessionalisierung und stellt die Frage, ob eine christliche Religionseinheit jemals existierte. Der Text betont die Bedeutung der katholischen Gegenreformation in Spanien und die Herausforderungen, die Philipp II. beim Erhalt der religiösen Homogenität des Landes bewältigen musste.
- Das Erbe Karls V.: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Vermächtnis von Karl V. und den Erwartungen, die an seinen Nachfolger, Philipp II., gestellt wurden. Das Ziel der Wiederherstellung der katholischen Einheit Europas wurde als zentrale Herausforderung für Philipps Regierung hervorgehoben.
- Philipp II, die Herrschaftskonzentration eines katholischen Königs: Hier wird der Anspruch Philipps II., als katholischer König sowohl die politische als auch die religiöse Macht in Spanien zu vereinen, beleuchtet. Die Bedeutung von religiösem Eifer für Philipps Herrschaftsverständnis und die Rolle des Escorial als Symbol seiner Macht und Frömmigkeit werden dargestellt.
- Das Ziel der religiösen Einheit Spaniens: Dieses Kapitel beschreibt die Maßnahmen, die Philipp II. zur Durchsetzung der katholischen Einheit in Spanien ergriff. Die enge Bindung zwischen König und Klerus sowie die Spannungen zwischen Philipp und dem Papst werden im Kontext der Konfessionalisierung erläutert.
- Das Konzil von Trient ....: Dieses Kapitel fokussiert auf die Beschlüsse des Konzils von Trient, die als Reaktion auf die Reformation entstanden sind, und ihre Umsetzung in Spanien durch Philipp II.
- Die Jesuiten: Der Einfluss der Jesuiten und ihr Verhältnis zu Philipp II. im Kontext der Gegenreformation werden in diesem Kapitel beleuchtet.
- Das Mäzenatentums Philipps II...........: Dieser Abschnitt betrachtet die Rolle Philipps II. als Mäzen der Künste und seine Unterstützung von Kunstprojekten, die die katholische Lehre fördern sollten.
- Die Katholischen Reformbestrebungen Philipps II. in der Kunst.: Dieses Kapitel beleuchtet die Auswirkungen der katholischen Reformen auf die Kunst in Spanien. Anhand von Beispielen wie dem Martyrium des Heiligen Laurentius und Philipps Traum werden die künstlerischen Strömungen der Zeit näher untersucht.
- Die Kalenderreform: Das Kapitel behandelt die Einführung der Gregorianischen Kalenderreform in Spanien und die Bedeutung dieser Veränderung für das Land.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der katholischen Reformen unter Philipp II. in der spanischen Monarchie und konzentriert sich auf die Konfessionalisierung, die Gegenreformation, die Rolle des Konzils von Trient, die Jesuiten, die Kunst in Spanien, das Mäzenatentum und die Kalenderreform.
Häufig gestellte Fragen
Welche religiösen Ziele verfolgte Philipp II. in Spanien?
Philipp II. strebte die vollständige katholische Einheit Spaniens an und sah sich nicht nur als politisches, sondern auch als religiöses Oberhaupt seines Reiches.
Wie beeinflusste das Konzil von Trient die spanische Monarchie?
Spanien übernahm die Reformbeschlüsse des Konzils als eines der ersten Gebiete, was zu einer tiefgreifenden religiösen und gesellschaftlichen Umgestaltung führte.
Welche Rolle spielten die Jesuiten unter Philipp II.?
Die Arbeit hinterfragt das Verhältnis zwischen dem König und dem Jesuitenorden im Rahmen der Gegenreformation und der Durchsetzung des katholischen Glaubens.
Wie wirkten sich die Reformen auf die spanische Kunst aus?
Das Konzil von Trient setzte neue Standards für religiöse Kunst. Die Arbeit analysiert dies an Beispielen wie dem „Martyrium des Heiligen Laurentius“.
Was war die Bedeutung der Kalenderreform in Spanien?
Spanien gehörte zu den ersten Ländern, die den gregorianischen Kalender einführten, was Philipps Rolle als loyaler Verteidiger des Papsttums unterstrich.
Hängt die „Schwarze Legende“ mit Philipps Religionspolitik zusammen?
Die Arbeit untersucht, ob die negative Darstellung Spaniens im Ausland (Leyenda Negra) eine direkte Folge von Philipps kompromisslosem katholischem Eifer war.
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- Anton Fleckl (Author), 2007, Die katholischen Reformen Philipps II. in der spanischen Monarchie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85719