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Symbolischer Interaktionismus

Eine kurze Darstellung der Funktionen von Zeichen und Zeichensystemen als Voraussetzung von Verstehensvorgängen

Title: Symbolischer Interaktionismus

Term Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ursula Ebenhöh (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

Anfangs möchte ich dabei den Begriff des Symbolischen Interaktionismus konkretisieren und auf die Einflüsse und Strömungen eingehen, die dazu beigetragen haben, dass der Symbolische Interaktionismus entstanden ist.
Nach diesem kurzen historischen Abriss, werde ich die Funktionen von Zeichen und Zeichensystemen als Voraussetzung von Verstehensvorgängen darlegen. Die symbolische Darstellung und Vermittlung wird als Prozess der Interaktion für die Entwicklung und Selbstverwirklichung des Individuums und den Fortschritt der Gesellschaft unverzichtbar gesehen.
Dann möchte ich die Vertreter des Symbolischen Interaktionismus vorstellen: George Herbert Mead, den Begründer des Symbolischen Interaktionismus; Herbert Blumer, der den Begriff des Symbolischen Interaktionismus schuf; Alfred Schütz, Peter L. Berger und Thomas Luckmann, die sich mit den Strukturen der Lebenswelt befassten; und Erving Goffman, der die Dynamik der Rahmung der Situation des sozialen Handelns und der Inszenierung einer Handlung untersuchte, und teils eher der Ethnomethodologie zuzurechnen ist. Dabei werde ich die wichtigsten Grundbegriffe erläutern, die den Symbolischen Interaktionismus ausmachen.
Im darauf folgenden Kapitel möchte ich die Bedeutung des Symbolischen Interaktionismus für die Pädagogik und die Andragogik herausarbeiten. Dafür werde ich theoretische, methodische und praktische Punkte benennen, durch die der Symbolische Interaktionismus nachhaltig Einfluss auf das Bildungsgeschehen nehmen konnte.
Anschließend werde ich das Thema des Symbolischen Interaktionismus im Rahmen des Seminarthemas beleuchten. Dabei werde ich auf die Impulsgebung durch den Symbolischen Interaktionismus für den Konstruktivismus eingehen; denn bereits im Symbolischen Interaktionismus ist die Wirklichkeit eine Schöpfung zweier (oder mehrerer) interagierender Personen, die sich durch ihre Interaktion ihre soziale Realität schaffen. Auch die Begriffe der Deutungsmuster und der Lebenswelt, die für eine konstruierte Wirklichkeit unerlässlich sind, haben schließlich ihren Ursprung in Interaktionen zwischen den Menschen.
Zum Schluss werde ich die wichtigsten Punkte nochmals in der Zusammenfassung kurz herausarbeiten, und kritische oder ungeklärte Fragen dieses Ansatzes darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Symbolischer Interaktionismus?

2.1 Annäherung an den Symbolischen Interaktionismus

2.2 Symbolsystem, symbolische Darstellung und Vermittlung

3. Vertreter und Konzepte des Symbolischen Interaktionismus

3.1 George Herbert Mead

3.2 Herbert Blumer

3.3 Alfred Schütz, Peter L. Berger und Thomas Luckmann

3.4 Erving Goffman

4. Bedeutung des Symbolischen Interaktionismus für die Pädagogik und die Andragogik

5. Konstruktivistische Züge des Symbolischen Interaktionismus

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Relevanz des Symbolischen Interaktionismus und setzt diesen in einen direkten Bezug zur konstruktivistischen Erwachsenenbildung. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie soziale Wirklichkeit durch Interaktion und wechselseitige Bedeutungszuschreibungen entsteht und welche Bedeutung diese Prozesse für pädagogische Kontexte haben.

  • Historische Einordnung und Kernbegriffe des Symbolischen Interaktionismus.
  • Darstellung einflussreicher Theoretiker (Mead, Blumer, Schütz, Berger, Luckmann, Goffman).
  • Bedeutung symbolischer Vermittlung für den Verstehensprozess in der Pädagogik.
  • Analyse der Schnittstellen und Gemeinsamkeiten zwischen Symbolischem Interaktionismus und Konstruktivismus.
  • Implikationen für die andragogische Praxis und den Lernerfolg.

Auszug aus dem Buch

3.1 George Herbert Mead

George Herbert Mead bezeichnete seine eigene Theorie als „Sozialbehaviorismus“. Er wollte damit Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu der damals vorherrschenden psychologischen Theorie des Behaviorismus betonen, und sich von der zweiten großen psychologischen Theorie seiner Zeit, der Psychoanalyse, abgrenzen.

Mead führte auch John Deweys Werk des Pragmatismus weiter und gehörte zu den Mitbegründern der Chicagoer Schule, die hauptsächlich mikosoziologische empirische Studien unter Verwendung qualitativer Methoden durchführten. Meads Beiträgen zum sozialen Pragmatismus wurden das, was Blumer später Symbolischer Interaktionismus nannte.

Der soziale Behaviorismus besagt, dass eine Gebärde eines Individuums eine bestimmte Reaktion bei einem anderen erweckt. Anders als bei einem Reiz, der oft instinktiv beantwortet wird, erfordert eine Gebärde eine intentionale Beantwortung.

Im Gegensatz zum Tier sind menschliche Gesten (Laute oder Gebärden) für Mead signifikante Symbole, wobei zwischen non-vokalen, vokalen oder verbalen Gesten unterschieden werden kann.

Die Universalisierung von signifikanten Symbolen erfolgt dadurch, dass der Bereich der sozialen Interaktion wächst und immer umfassendere Kreise abdeckt. Die Bedeutung der Symbole einer Sprache bestehen dann in der Reaktion, die sie in beiden interagierenden Personen hervorrufen, und schließlich auch bei jedem Mitglied der Sprachgemeinschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema des Symbolischen Interaktionismus ein, erläutert die methodische Vorgehensweise und verortet das Thema im Kontext der konstruktivistischen Erwachsenenbildung.

2. Was ist Symbolischer Interaktionismus?: Dieses Kapitel bietet eine historische und begriffliche Herleitung des Ansatzes sowie eine Erläuterung der Bedeutung von Symbolsystemen und Zeichensystemen für die menschliche Kommunikation.

3. Vertreter und Konzepte des Symbolischen Interaktionismus: Es werden die zentralen Denker wie Mead, Blumer, Schütz, Berger, Luckmann und Goffman vorgestellt, um deren maßgebliche Konzepte für das Verständnis sozialer Interaktion herauszuarbeiten.

4. Bedeutung des Symbolischen Interaktionismus für die Pädagogik und die Andragogik: Hier wird der Transfer des theoretischen Ansatzes in die Bildungspraxis vollzogen, insbesondere durch die Anwendung des interaktionistischen Rollenspiels.

5. Konstruktivistische Züge des Symbolischen Interaktionismus: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Berührungspunkte und Unterschiede zwischen dem Symbolischen Interaktionismus und dem Konstruktivismus hinsichtlich der sozialen Wirklichkeitskonstruktion.

6. Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse gebündelt und Handlungsempfehlungen für die Rolle des Erwachsenenbildners abgeleitet.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen und Referenzen zur Untermauerung der theoretischen Ausführungen.

Schlüsselwörter

Symbolischer Interaktionismus, Konstruktivismus, Sozialbehaviorismus, soziale Interaktion, Bedeutungskonstitution, Lebenswelt, Rollenspiel, George Herbert Mead, Herbert Blumer, Erving Goffman, Identitätsentwicklung, interpretatives Paradigma, Handlungswissenschaft, Phänomenologie, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Symbolischen Interaktionismus als soziologischen Ansatz und untersucht dessen Anwendungsmöglichkeiten sowie Parallelen zum Konstruktivismus im Bereich der Erwachsenenbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Entstehung von Bedeutung durch soziale Interaktion, die Rolle von Symbolen und Sprache, Identitätsbildung sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in pädagogischen Settings.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Symbolischen Interaktionismus theoretisch einzuordnen und aufzuzeigen, wie ein Verständnis für diese Theorie den Lernerfolg und die Vermittlungsprozesse in der Erwachsenenbildung verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung auf Basis soziologischer und pädagogischer Fachliteratur, die den Ansatz des Symbolischen Interaktionismus systematisch rekonstruiert und mit dem Konstruktivismus vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Begründer des Ansatzes, die Erläuterung der symbolischen Vermittlung, die praktische Relevanz für die Andragogik und die explizite Herleitung konstruktivistischer Züge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Symbolischer Interaktionismus, Konstruktivismus, soziale Interaktion, Lebenswelt, Identitätsbildung und pädagogische Praxis.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Mead vom klassischen Behaviorismus?

Meads "Sozialbehaviorismus" betont im Gegensatz zum klassischen Behaviorismus nicht den Reiz-Reaktions-Mechanismus, sondern die notwendige intentionale Antwort des Individuums auf signifikante Symbole.

Welche Bedeutung hat das Rollenspiel nach Erving Goffman?

Für Goffman ist das soziale Leben ein Rollenspiel, bei dem Individuen ihre Identität strategisch im Rahmen von Situationen inszenieren, um ihre Selbstdarstellung zu optimieren.

Welche Rolle spielt die Lebenswelt für das Lernen?

Erwachsenenbildner müssen laut der Theorie einen Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmer herstellen, da Wissen nur dann effektiv vermittelt werden kann, wenn es an vorhandene Deutungsschemata anknüpft.

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Details

Title
Symbolischer Interaktionismus
Subtitle
Eine kurze Darstellung der Funktionen von Zeichen und Zeichensystemen als Voraussetzung von Verstehensvorgängen
College
University of Bamberg
Course
Konstruktivistische Ansätze in der Erwachsenenbildung
Grade
2,0
Author
Ursula Ebenhöh (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V85998
ISBN (eBook)
9783638016216
ISBN (Book)
9783638919593
Language
German
Tags
Symbolischer Interaktionismus Konstruktivistische Ansätze Erwachsenenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ursula Ebenhöh (Author), 2005, Symbolischer Interaktionismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/85998
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