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Zum Konstruktivismus in der Praxis der Erwachsenenbildung

Title: Zum Konstruktivismus in der Praxis der Erwachsenenbildung

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ursula Ebenhöh (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Anhand der geläufigsten Thesen und Begriffe des Konstruktivismus, möchte ich zunächst dieses breite Thema, das nicht nur für die Pädagogik und Andragogik relevant ist, sondern dessen Wurzeln, die sowohl in den Natur-, als auch in den Sozialwissenschaften und der Philosophie zu finden sind, so darlegen, dass die Interdisziplinarität erhalten bleibt.
Anschließend möchte ich die wichtigsten Begriffe ansprechen, die den Konstruktivismus als Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie ausmachen.
Danach werde ich Didaktikentwürfe und Ergebnisse aus der Lehr- und Lernforschung unterschiedlicher Bereiche heranziehen, um praxisnahen Konstruktivismus vorzustellen.
Im Rahmen dieser Arbeit beabsichtige ich, die Unterschiede zwischen traditionellen und konstruktivistischen Lernzielen herauszuarbeiten. Denn die Bedeutung von Wirklichkeit hat sich durch den Konstruktivismus und seine Vertreter gewandelt, und der Begriff der Objektivität ist für einen Konstruktivisten eine schlichte Illusion. Aber lässt sich denn immer an der Realität deuteln? Gibt es keine Tatsachen, die offenbaren was nicht abzustreiten ist? Warum gibt es dann keinen Wahrheitsanspruch mehr? Was ist neu oder anders an diesem Denken? Denn bereits der Vorsokratiker Xenophanes stellte fest:
„Und das Genaue freilich erblickt kein Mensch und es wird auch nie jemand sein, der es weiß (erblickt hat)… denn selbst wenn es einem im höchsten Maß gelänge, ein Vollendetes auszusprechen, so hat er selbst trotzdem kein Wissen davon: Schein (meinen) haftet an allem.“ (zit. n. von Glasersfeld 1994, 24)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Konstruktivismus?

2.1 Die Entstehung des Konstruktivismus

2.2 Konstruktivistische Positionen und Strömungen

3. Schlüsselbegriffe des Konstruktivismus

3.1 Autopoiesis

3.2 Viabilität

3.3 Wissen

3.4 Perturbation

4. Konstruktivistische Lehr- und Lernformen

4.1 Das Verhältnis des Lehrenden zum Lernenden

4.2 Die konstruktivistische Lernumgebung

5. Reflexion

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Konstruktivismus als erkenntnistheoretisches Konzept und analysiert dessen Implikationen für die erwachsenenbildnerische Praxis, insbesondere im Hinblick auf die Neugestaltung von Lehr- und Lernprozessen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Konstruktivismus
  • Zentrale Begriffe wie Autopoiesis, Viabilität und Perturbation
  • Transformation des Verhältnisses zwischen Lehrenden und Lernenden
  • Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen
  • Kritische Reflexion über Wirklichkeitskonstruktionen

Auszug aus dem Buch

3.2 Viabilität

„Wenn nun so eine kognitive Struktur etwa bis heute standgehalten hat, so beweist das nicht mehr und nicht weniger als eben, dass sie unter den Umständen, die wir erlebt und dadurch bestimmt haben, das geleistet hat, was wir von ihr erwarteten. Logisch betrachtet, heißt das aber keineswegs, dass wir nun wissen wie die objektive Welt beschaffen ist; es heißt lediglich, dass wir einen gangbaren Weg zu einem Ziel wissen, das wir unter von uns bestimmten Umständen in unserer Erlebniswelt gewählt haben“ (von Glasersfeld 1994, 23).

Um das Zitat in andere Worte zu fassen: was sich bewährt hat ist gut, denn es führt zum Ziel, aber dennoch muss es nicht richtig sein - und auch nicht die einzige Möglichkeit sein Ziel zu erreichen.

Unser Wissen ist dann viabel, wenn es uns die Orientierung erleichtert, unser Handeln begründet und insgesamt Überleben ermöglicht (vgl. Arnold/ Siebert 1999, 103). Also, nützliches (= funktionales) Wissen, dessen objektive Richtigkeit irrelevant ist.

Viabilität ist ein zentrales Motiv für die Weiterbildung; denn sobald Wissen veraltet oder nicht mehr funktioniert, „passt“ die entsprechende Person nicht mehr in ihre Umwelt, und muss neues viables Wissen lernen um wieder zu „funktionieren“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Konstruktivismus für die Erwachsenenbildung ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die forschungsleitenden Fragestellungen.

2. Was ist Konstruktivismus?: Dieses Kapitel definiert den Konstruktivismus als kognitionspsychologisches Konzept und beleuchtet seine historischen Wurzeln sowie die wesentlichen theoretischen Strömungen.

3. Schlüsselbegriffe des Konstruktivismus: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie Autopoiesis, Viabilität, Wissen und Perturbation erläutert, die das Verständnis des Konstruktivismus als Erkenntnistheorie grundlegen.

4. Konstruktivistische Lehr- und Lernformen: Das Kapitel untersucht die praktischen Auswirkungen des Konstruktivismus auf die Unterrichtsgestaltung, insbesondere die veränderte Rolle des Lehrenden und die Anforderungen an Lernumgebungen.

5. Reflexion: In der Reflexion werden die theoretischen Erkenntnisse kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf den Konstruktionscharakter von Wirklichkeit und die Bedeutung von Toleranz im Lernprozess.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Erwachsenenbildung, Erkenntnistheorie, Autopoiesis, Viabilität, Perturbation, Lehr-Lernforschung, Wirklichkeitskonstruktion, Selbstorganisation, Systemtheorie, Instruktionspsychologie, Didaktik, Wissenserwerb, Lernumgebung, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Konstruktivismus als eine bedeutende Theorie für die Erwachsenenbildung und beleuchtet, wie dieses Konzept den Lernprozess und das Verständnis von Wirklichkeit grundlegend verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die erkenntnistheoretischen Grundlagen, die Abgrenzung zum objektiven Wahrheitsbegriff, die Rolle des Individuums als autopoietisches System sowie die Gestaltung moderner Lehr- und Lernarrangements.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede zwischen traditionellen und konstruktivistischen Lernmodellen herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie Lehrende durch die Schaffung komplexer Lernumgebungen den Wissenserwerb fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit einschlägigen konstruktivistischen Theorien und Modellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffe und Ursprung) und die praktische Anwendung (Didaktik, Lehr-Lernformen, Rolle des Lehrenden).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Autopoiesis, Viabilität, Perturbation sowie die Unterscheidung zwischen Information und Wissen im konstruktivistischen Kontext.

Warum spielt der Begriff der "Viabilität" eine so wichtige Rolle für das Lernen?

Viabilität bedeutet „gangbar machen“. Wissen ist demnach nicht als Abbild der objektiven Realität zu verstehen, sondern als nützliches Instrument, um in einer sich stetig ändernden Umwelt handlungsfähig zu bleiben.

Wie verändert der Konstruktivismus das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden?

Die Rolle des Lehrenden wandelt sich von der eines instruierenden Wissensvermittlers hin zu einem Coach oder Berater, der den Lernenden dabei unterstützt, eigene Wissensstrukturen aktiv zu konstruieren.

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Details

Title
Zum Konstruktivismus in der Praxis der Erwachsenenbildung
College
University of Bamberg
Course
Theorien in der Erwachsenenbildung
Grade
2,0
Author
Ursula Ebenhöh (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V86007
ISBN (eBook)
9783638010054
ISBN (Book)
9783638915090
Language
German
Tags
Konstruktivismus Praxis Erwachsenenbildung Theorien Erwachsenenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ursula Ebenhöh (Author), 2004, Zum Konstruktivismus in der Praxis der Erwachsenenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86007
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