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Hellenistische Herrscher als Förderer von Wissenschaft und Kunst

Title: Hellenistische Herrscher als Förderer von Wissenschaft und Kunst

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA of Arts Susanne Makarewicz (Author)

World History - Early and Ancient History
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Besonders die Königshöfe wuchsen in der Epoche des Hellenismus zu den kulturellen Zentren der Zeit heran, an denen neue Literatur geschaffen und alte überarbeitet wurde, Architekten Paläste und Städte verschönerten, Bildhauer und Maler die Siege der Könige in ihren Werken festhielten, Historiker sie niederschrieben, Philosophen politische Traktate ausarbeiteten, Techniker neues Kriegsgerät entwarfen und vielen Naturwissenschaften grundlegende Erkenntnisse hinzugefügt wurden.
In den Ausführungen werden besonders die neuen Bedingungen, die die Herrscher zur Förderung von Wissenschaft und Kunst an ihren Höfen verleiteten, betrachtet. Dabei soll das Hauptaugenmerk auf die Fördernden, ihre Beweggründe sowie die Auswirkungen ihrer Förderungsaktivitäten gelegt werden, weniger auf die Geförderten selbst.
Um einen allgemeinen Überblick zu bieten, werden einleitend die Motive der Herrscher zur Protektion von Gelehrten und Künstlern, die aus übergeordneten Orientierungsmustern der Zeit resultierten, dargelegt. Anschließend werden persönlich-individuelle Motive einzelner Wohltäter der jeweiligen Dynastien und einige ihrer Förderungsaktivitäten vorgestellt. Dabei wird zunächst ausführlich die Patronage der Ptolemäer in Alexandria erörtert, da diese als Vorbild für spätere Förderungsaktivitäten anderer Könige diente. Nachfolgend werden die Attaliden und ihre Förderung der bildenden Kunst und Architektur dargestellt. Mit der in Pergamon betriebenen Kulturpolitik wird außerdem die Nutzbarmachung des Prestigehaften der Förderungsaktivitäten für die Machtpolitik der Könige veranschaulicht. Weitere Patronageaktivitäten der Attaliden auf anderem Gebiet und die der seleukidischen und makedonischen Dynastien werden im Anschluss lediglich kurz erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Hellenistische Könige als Wohltäter

2. Die Förderungsaktivitäten an den hellenistischen Königshöfen

2.1. Die Anfänge am Hof der Ptolemäer

2.2. Die Förderung der Kunst und die Kulturpolitik in Pergamon

2.3. Weitere Förderungsaktivitäten an den hellenistischen Höfen

3. Schlussbetrachtung

4. Anhang

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle hellenistischer Herrscher als Förderer von Wissenschaft und Kunst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die neuen politischen Rahmenbedingungen nach dem Tode Alexanders des Großen und das Bedürfnis nach Legitimation der Herrschaft die Entwicklung königlicher Patronage beeinflussten und welche individuellen Motive hinter dieser Förderung standen.

  • Motive und Legitimation königlicher Patronage im Hellenismus
  • Die Etablierung des Gelehrtenzentrums in Alexandria unter den Ptolemäern
  • Kulturpolitik und Kunstförderung als Machtinstrument in Pergamon
  • Vergleichende Analyse der Förderungsaktivitäten an weiteren hellenistischen Höfen
  • Wissenschaftliche Institutionalisierung und das Herrscherideal des Euergetismus

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Anfänge am Hof der Ptolemäer

Es war die Dynastie der Ptolemäer in Ägypten, die in ihrer Hauptstadt Alexandria als Erste ein Forschungszentrum aufbauten, das heute als größtes und wichtigstes Gelehrtenzentrum der Antike gilt. Den Grundstein zum Ruhm der Stadt legte König Ptolemaios I. Soter (323-282 v. Chr.), der Ägypten als Satrapie verliehen bekommen hatte. Er baute Alexandria nach dem Tode Alexander des Großen zu seinem neuen Machtzentrum aus und gab gleichzeitig den Anstoß zur Transformation der damaligen Handelsstadt zu einem „new home, and breeding ground, for the best in Greek art, science, and scholarship“, was die Stadt besonders in der Zeit der ersten drei Ptolemäer (323-221 v. Chr.) blieb. Der Grund zum Ausbau Alexandrias zum Gelehrtenzentrum lag neben den o. a. Motiven auch in der eigenen Gelehrsamkeit der ersten ptolemäischen Könige. Doch konnte sich die Stadt, da sie erst 331 v. Chr. gegründet worden war, zunächst auf keinerlei gelehrte Vergangenheit berufen und galt als „kulturelles Brachland“. Aber man schuf für die führenden Köpfe der Zeit stetig mehr Anreize zur Übersiedlung nach Ägypten. So rief Ptolemaios I. das Museion, ein Gelehrten- und Forschungszentrum, ins Leben. Dort lebten Wissenschaftler und Künstler vieler Gebiete in einer Gemeinschaft zusammen, forschten, führten Diskurse und private Vorlesungen durch und arbeiteten an ihren Werken. Ursprünglich war das Museion ein Heiligtum der Musen gewesen; in Alexandria wurde es im übertragenen Sinne zu einem Ort, an dem man sich den Künsten der Musen widmen konnte. In der Gemeinschaft der Einrichtung genossen die Alimentierten weitere Vorteile, wie die Ausstattung mit einem Gehalt, Steuerfreiheit und freie Kost und Logis. So waren sie unter der königlichen Obhut von den Sorgen des täglichen Lebens befreit und konnten sich ganz ihren Studien widmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Tradition der herrschaftlichen Förderung von Kunst und Wissenschaft ein und umreißt die methodische Herangehensweise sowie den Fokus der Untersuchung auf ptolemäische, attalidische, seleukidische und makedonische Reiche.

2. Die Förderungsaktivitäten an den hellenistischen Königshöfen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Patronage in Alexandria, die Kulturpolitik der Attaliden in Pergamon und weitere Förderungsmaßnahmen an den Höfen der Seleukiden und Antigoniden.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die hellenistische Förderung auf einer Kombination aus dem Bedürfnis nach politischer Legitimation, neuen Ressourcen und persönlichen Interessen der Herrscher basierte und einen institutionalisierten Rahmen für Wissenschaft und Kunst schuf.

4. Anhang: Der Anhang enthält das Abkürzungsverzeichnis, die verwendeten Quellen sowie die Sekundärliteratur und den Abbildungsnachweis.

Schlüsselwörter

Hellenismus, Herrschaft, Patronage, Museion, Euergetismus, Alexandria, Pergamon, Ptolemäer, Attaliden, Wissenschaft, Kunst, Gelehrte, Könige, Kulturpolitik, Alimentierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Rolle hellenistischer Könige als Mäzene und Förderer von Kunst und Wissenschaft in den verschiedenen neu entstandenen Monarchien nach dem Tod Alexanders des Großen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Legitimationsstrategien der hellenistischen Herrscher, die Gründung von Gelehrtenzentren wie dem Museion in Alexandria, die Instrumentalisierung von Kulturpolitik in Pergamon sowie die ökonomischen und sozialen Bedingungen der Alimentierung von Gelehrten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Fördernden zu untersuchen und aufzuzeigen, wie das Streben nach Macht, Prestige und Legitimation (Euergetismus) die kulturelle und wissenschaftliche Blüte des Hellenismus nachhaltig prägte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literaturanalyse, wobei der Fokus auf dem Vergleich der Strategien verschiedener Dynastien und der Einordnung dieser Praktiken in den Kontext der zeitgenössischen politischen Gegebenheiten liegt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden schwerpunktmäßig die ptolemäische Patronage in Alexandria, die pergamenische Kulturpolitik unter den Attaliden sowie ergänzend die Aktivitäten der Seleukiden und Makedonier analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Hellenismus, Patronage, Euergetismus, Museion, institutionalisierte Forschung und die Machtpolitik der hellenistischen Dynastien.

Inwiefern beeinflusste das Legitimitätsdefizit der frühen hellenistischen Herrscher ihre Kulturförderung?

Da die Nachfolger Alexanders den direkten Anspruch auf Loyalität des makedonischen Adels verloren hatten, nutzten sie die Förderung von Wissenschaft und Kunst als Mittel, um ihre eigene Außergewöhnlichkeit und ihre Fähigkeit zur Herrschaft zum Wohle der Untertanen zu demonstrieren und ihr Ansehen zu festigen.

Warum wird die Rivalität zwischen Alexandria und Pergamon in der Arbeit hervorgehoben?

Die Arbeit beleuchtet diese Rivalität als Ausdruck des Konkurrenzkampfes um wissenschaftliche Elite und symbolische Vorherrschaft, der so weit ging, dass er Mythen wie das angebliche Exportverbot von Papyrus aus Ägypten nach Pergamon provozierte.

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Details

Title
Hellenistische Herrscher als Förderer von Wissenschaft und Kunst
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,0
Author
BA of Arts Susanne Makarewicz (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V86140
ISBN (eBook)
9783638016360
ISBN (Book)
9783638917995
Language
German
Tags
Hellenistische Herrscher Förderer Wissenschaft Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA of Arts Susanne Makarewicz (Author), 2006, Hellenistische Herrscher als Förderer von Wissenschaft und Kunst , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86140
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