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Internationale Akquisitionen mittelständischer Unternehmen

Problemanalyse am Beispiel der Akquisition eines Service-Unternehmens in Russland

Title: Internationale Akquisitionen mittelständischer Unternehmen

Diploma Thesis , 2007 , 55 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Natalia Alexeeva (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Die Akquisitionswelle in Deutschland ist nach wie vor ungebrochen. Käufe und Verkäufe von Unternehmen, Übertragungen von Anteils- oder Aktienpaketen an bekannte Unternehmen stehen von jeher im Mittelpunkt des Interesses der Wirtschaftspresse.
Fast jede zweite Transaktion erfolgt in Deutschland mit einem ausländischen Partner, wobei der Akzent immer stärker auf die Akquisition der Unternehmen in Osteuropa gesetzt wird: so sind in 2006 rund 50 Mrd. Euro in die osteuropäischen Länder geflossen.
Im Jahr 1991, als der „Eiserne Vorhang“ fiel und die Umwandlung der kommunistischen Gesellschaftssysteme zum kapitalistischen Wirtschaftssystem begann, eröffnete sich für die Unternehmen in den entwickelten Marktwirtschaften die Möglichkeit für den schnellen Markteintritt.
Damit wurden hohe Erwartungen hinsichtlich der Gewinnung neuer Marktanteile, internationaler Diversifikation, Senkung der Produktionskosten u.a. verbunden.
Nach der anfänglichen „Ost-Euphorie“ ist es jedoch zu einer Ernüchterung in der Beurteilung der Attraktivität des Investitionsstandortes Osteuropa gekommen.
Am Beispiel eines marktführenden deutschen mittelständischen Service-Unternehmens, das Ende 2006 ein Ticket-Unternehmen in Moskau akquiriert hat, werden wesentliche Probleme und besondere Herausforderungen der Akquisition in Details erläutert und die in der Praxis angewandten Lösungsansätze dargestellt.
Die teils in Deutschland, teils in Russland erhobenen empirischen Befunde lassen erkennen, dass das Vorliegen von Erfolgsbedingungen wirtschaftlicher Art eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für den Akquisitionserfolg ist. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein verstärkter Akzent auf die Erläuterung der organisatorischen und kulturellen Integration des akquirierten Unternehmens gesetzt.
Es soll betont werden, dass sich die betriebswirtschaftliche Forschung mit den Problemen einer Akquisition in Osteuropa und insbesondere in Russland kaum auseinandergesetzt hat. In Anbetracht dieser Forschungslücke liegt es deshalb nahe, dies in der vorliegenden Arbeit zu untersuchen, wobei das Basismaterial durch die Zusammenarbeit mit beiden Unternehmungen erarbeitet worden ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problembeschreibung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Auswertung der Mergers & Acquisitions – Literatur

1.4 Lücken bisheriger Studien und theoretische Fundierung der Analyseschwerpunkte

2 Unternehmens- und Marktanalyse

2.1 Unternehmensbild

2.1.1 Das akquirierende Unternehmen

2.1.2 Das akquirierte Unternehmen

2.2 Unternehmensziele und -potenziale

2.2.1 Unternehmensziele

2.2.2 Potenziale des akquirierten Unternehmens

2.3 Akquisitionsumfeldanalyse

2.3.1 Russland: Land – und Marktbesonderheiten

2.3.2 Steuerrechtliche Aspekte

2.3.2.1 Finanzierungskosten

2.3.2.2 Doppelbesteuerung

2.3.2.3 Verlustausgleich

3 Konklusionen für die Akquisitionspolitik

3.1 Mögliche Formen der Unternehmensverbindungen

3.2 Gründe für eine Akquisitionsentscheidung

4 Akquisitionsablauf

4.1 Transaktionsphase

4.1.1 Auswahl des Bewertungsansatzes

4.1.2 Faktorenmodelle

4.1.2.1 Multiples for Comparables

4.1.2.2 Berechnung des Unternehmenswertes: Zahlenbeispiel

4.1.3 Erwerbsweg

4.1.4 Risikoverteilung

4.2 Integrationsphase

4.2.1 Organisatorische Integration

4.2.2 Kulturelle Integration (Akkulturation)

4.2.3 Akquisitionskontrolle

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren grenzüberschreitender Unternehmenskäufe mittelständischer Unternehmen am Beispiel einer Akquisition eines russischen Service-Unternehmens, um aus den empirischen Befunden Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.

  • Strategische Analyse des russischen Marktes für Ticketing.
  • Finanzwirtschaftliche Aspekte und steuerliche Rahmenbedingungen bei internationalen Akquisitionen.
  • Untersuchung von Integrationsmanagement (organisatorisch und kulturell) bei grenzüberschreitenden Transaktionen.
  • Bewertungsmethoden für junge Unternehmen in Schwellenländern.
  • Risikoverteilung und Vertragsgestaltung bei Unternehmensverbindungen.

Auszug aus dem Buch

1.1 PROBLEMBESCHREIBUNG

Die Akquisitionswelle in Deutschland ist nach wie vor ungebrochen. Käufe und Verkäufe von Unternehmen, Übertragungen von Anteils- oder Aktienpaketen an bekannte Unternehmen stehen von jeher im Mittelpunkt des Interesses der Wirtschaftspresse: “General Electric mit Akquisition in Russland“1, „US-Ölunternehmen Star Energy akquiriert: Wahnsinnsideal in Russland“2, “IDS Scheer erwirbt 75% an Vertriebs- und Beratungspartner im Wachstumsmarkt Russland“3 sind nur wenige dieser Schlagzeilen. Gravierende Zahlen in Millionen-Höhe über die bereits bestehenden Akquisitionserfolge bestätigen die steigende Bedeutung dieser Form der Unternehmensverbindungen.4

Fast jede zweite Transaktion erfolgt in Deutschland mit einem ausländischen Partner, wobei der Akzent immer stärker auf die Akquisition der Unternehmen in Osteuropa gesetzt wird: so sind in 2006 rund 50 Mrd. Euro in die osteuropäischen Länder geflossen.5

Im Jahr 1991, als der „Eiserne Vorhang“ fiel und die Umwandlung der kommunistischen Gesellschaftssysteme zum kapitalistischen Wirtschaftssystem begann, eröffnete sich für die Unternehmen in den entwickelten Marktwirtschaften die Möglichkeit für den schnellen Markteintritt.

Damit wurden hohe Erwartungen hinsichtlich der Gewinnung neuer Marktanteile, internationaler Diversifikation, Senkung der Produktionskosten u.a. verbunden.

Nach der anfänglichen „Ost-Euphorie“ ist es jedoch zu einer Ernüchterung in der Beurteilung der Attraktivität des Investitionsstandortes Osteuropa gekommen. Die Misserfolgsquoten schwanken zwischen 40 % bis 60 % 6 und in den letzten vier Jahren sind rund 1.200 kleine und mittlere Unternehmen, die den Schritt ins EU-Ausland gewagt haben, an den Sitz in Deutschland zurückgekehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik von Unternehmensakquisitionen in Osteuropa und erläutert den wissenschaftlichen Fokus auf mittelständische Unternehmen sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Unternehmens- und Marktanalyse: Das Kapitel beleuchtet das Profil der beteiligten Unternehmen sowie die wirtschaftlichen Besonderheiten des russischen Marktes, einschließlich steuerlicher Rahmenbedingungen.

3 Konklusionen für die Akquisitionspolitik: Hier werden verschiedene Formen der Unternehmensverbindungen wie Kooperationen und Akquisitionen verglichen und die strategischen Gründe für die Akquisitionsentscheidung diskutiert.

4 Akquisitionsablauf: Dieses Hauptkapitel detailliert die Phasen einer Akquisition, von der Transaktionsphase mit Bewertungsmethoden und Erwerbswegen bis hin zur komplexen Integrationsphase und deren Kontrolle.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse über die spezifischen Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen in Osteuropa.

Schlüsselwörter

Unternehmensakquisition, Mittelstand, Russland, Marktanalyse, Unternehmenskauf, Post-Merger-Integration, Unternehmensbewertung, DCF-Methode, Multiples for Comparables, Asset Deal, Risikoverteilung, Doppelbesteuerung, Unternehmenskultur, Akkulturation, grenzüberschreitende Investition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Problematik und die Herausforderungen von grenzüberschreitenden Akquisitionen mittelständischer Unternehmen am konkreten Beispiel einer Akquisition in Russland.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Fokus stehen die strategische Marktanalyse, finanzielle und steuerliche Aspekte beim Unternehmenskauf, die Bewertungsmethodik für Unternehmen in Schwellenländern sowie das Integrationsmanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Erfolgsvoraussetzungen und Problembereiche bei Akquisitionen in Russland zu identifizieren und daraus Gestaltungsempfehlungen für ähnliche Transaktionen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird ein ganzheitlich-integrativer Ansatz verfolgt, der mikroökonomische und kapitaltheoretische Betrachtungen mit der Analyse empirischer Studien und eigener Datenauswertungen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Analyse der Unternehmen und des Marktes, die Transaktionsphase mit verschiedenen Bewertungsmethoden (u.a. Multiples for Comparables) und die kritische Integrationsphase.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Unternehmenskauf, Russland, Post-Merger-Integration, Unternehmensbewertung, Asset Deal und Risikoverteilung.

Warum wird im vorliegenden Fall das Modell "Multiples for Comparables" gegenüber der DCF-Methode bevorzugt?

Aufgrund fehlender zuverlässiger Vergangenheitsdaten und einer hohen Prognoseunsicherheit im russischen Markt erwies sich das Faktorenmodell als praktikablere Lösung für die Unternehmensbewertung.

Welche Bedeutung kommt der kulturellen Integration bei der Auslandsakquisition zu?

Die kulturelle Anpassung wird als entscheidende, aber oft vernachlässigte Voraussetzung für den Erfolg gewertet, da sie das Verhalten der Mitarbeiter und den Erfolg der organisatorischen Eingliederung maßgeblich beeinflusst.

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Details

Title
Internationale Akquisitionen mittelständischer Unternehmen
Subtitle
Problemanalyse am Beispiel der Akquisition eines Service-Unternehmens in Russland
College
University of Hamburg
Grade
2,3
Author
Natalia Alexeeva (Author)
Publication Year
2007
Pages
55
Catalog Number
V86208
ISBN (eBook)
9783638003605
ISBN (Book)
9783638909808
Language
German
Tags
Internationale Akquisitionen Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Alexeeva (Author), 2007, Internationale Akquisitionen mittelständischer Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86208
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