Das klassische Marketing ist für Firmeninhaber von Klein(st)betrieben ohne Ausbildung in diesem Bereich nicht anwendbar, weil sie sich mit anderen Bedingungen auseinander setzen müssen, und die Methodik/Systematik für sie nicht praxisgerecht ist. Firmeninhaber ohne diese Fachausbildung benötigen einfache, verständliche Erklärungen und Anleitungen, so dass sie auch ohne Berater erfolgreich Marketing betreiben können.
Den wenigsten Inhabern von Klein(st)betrieben ist bewußt, dass sie nicht kein Marketing betreiben können. Egal in welcher Form sie am Markt auftreten, sie können/müssen immer zwischen den zwei Möglichkeiten wählen:
"Was ist das Beste für meinen Betrieb?" oder "Was ist das Beste für meine Kunden?"
Je mehr sie sich für eine kundenorientierte Führung ihres Betriebes entscheiden, umso wichtiger sind für sie die Grundkenntnisse des Marketings, die in diesem Buch einfach und verständlich dargestellt sind. Die Handlungsanleitungen und Checklisten setzen keinerlei Vorwissen voraus. Dennoch ist die vereinfachte Form des "Meister" Marketing hoch effizient, weil die Kundenorientierung und -bindung
im Mittelpunkt des Handelns stehen.
Das Buch ist für Firmeninhaber und Personen geschrieben, die keine Ausbildung im Bereich Marketing haben. Deshalb ist das Thema auf seine Urform reduziert und fast ohne Fremdworte geschrieben, so dass auch Laien erfolgreich Marketing betreiben können. Die Empfehlungen, Vorgaben und Checklisten sind so gehalten, das für die Nutzung keinerlei Vorwissen notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Warum dieses Buch geschrieben wurde
Teil I: Einführung in das Thema Marketing
1. Kapitel Was ist Marketing?
2. Kapitel Die Vorteile des neuen Chef-Marketings
Was ist Chef-Marketing?
3. Kapitel Die Bedeutung des Marketings für Familien- und Kleinbetriebe sowie Firmengründer
Teil II: Ist-Situation und Entwicklungen
4. Kapitel Entwicklungen und Wettbewerbsbedingungen
5. Kapitel Warum die klassischen Marketing Methoden für die Klein- und Familienbetriebe unbrauchbar sind
6. Kapitel Die sieben Vorteile, die Familien- und Kleinbetriebe besitzen
Teil III: So wird es gemacht
7. Kapitel Das Chef-Marketing in der Praxis
Der 1. Schritt: Selbstcheck: Will bzw. kann ich die Konsequenzen, die sich aus der neuen Unternehmensausrichtung ergeben, akzeptieren?
Checkliste „Bereitschaft zur Neuorientierung“
Der 2. Schritt: Vergessen Sie (fast) alles, was Sie über Marketing wissen
Der 3. Schritt: Der Start in die neue Zukunft
Der 4. Schritt: Die Erfassung der Kundenwünsche
Checkliste „Kontrolle der Kundenorientierung“
4.1 Die Vorbereitung zur Erfassung der Kundenwünsche
4.2 Die Befragung der Mitarbeiter
4.3 Die Befragung der Kunden
Checkliste Erfassung der Unternehmenssituation
Checkliste „Bewertung der eigenen Leistungen“
4.4 Die Selbst- und Wettbewerbsanalyse (Polaritätsprofil)
Checkliste Selbst- und Wettbewerbsanalyse
Der 5. Schritt: Realisierung der Kundenwünsche
Der 6. Schritt: Die Kontrolle
Teil IV: Ergänzende Hinweise und Informationen
8. Kapitel Drei Beispiele, die nicht immer zum Erfolg führen
9. Kapitel 13 Vorschläge, es besser zu machen
10. Kapitel Eine alternative Möglichkeit
Die Entwicklung neuer Angebote und Leistungen mit Benchmarking
11. Kapitel Die Vorteile des kooperativen Führungsstils
12. Kapitel Die Mitarbeiterbeteiligung
13. Kapitel Ergänzende Empfehlungen und Hinweise zum Thema Marketing
14. Kapitel Die acht größten Fehler der Anfänger in der Werbung
15. Kapitel 35 erfolgreiche Beispiele
A: Beispiele und Ideen aus dem Dienstleistungs- Gastronomiebereich
01 Umsatz durch Glücksspielangebot
02 Rabatt zu Geburtstag
03 Erfolgreich durch Kundenbefragung
04 Angebote zu Fest- und Feiertagen
05 Erfolgreich durch individualisierten Service
06 „Normales“ außergewöhnlich kommunizieren
07 Mit außergewöhnlichen Ideen auffallen
08 Einzigartig durch Abschaffung der Preisliste
09 Attraktiv durch variable Preise
10 Verkaufen Sie Emotionen und Erlebnisse
11 Differenzierung durch Perfektion der Gästebetreuung
12 Rabattstaffelung nach Leistung
B: Ideen und Anregungen aus anderen Branchen
13 Gemeinsame Gehaltsfindung
14 Kundenorientiertes Taxi-Angebot
15 Differenzierung durch Leistungs- und Termingarantie
16 Kundengewinnung und –bindung durch ein neues Kommunikationsangebot
17 Bezahlung der Außendienstmitarbeiter nach Kundenzufriedenheit
18 Einzigartig durch eigenes Design
19 Vom regionalen zum überregionalen Anbieter durch Kooperation mit Künstlern
20 Neue Kunden durch Angebotserweiterung
21 Durch Individualservice zu Dauerkunden
22 Selbstvermarktung durch ungewöhnliche Aktivitäten
23 Hohe Zuwachsraten durch 3-Preispolitik
24 Einzigartig durch Komplettangebot
25 Kundenzufriedenheit durch Chefservice
26 Verkauf von Eigentumswohnungen durch Formulierung der Kundenwünsche
27 Wettbewerbsvorteile durch Schnelligkeit
28 Aktionen, über die man spricht und die Nachfrage auslösen
29 Mit exklusiven Küchenmöbeln weltweit tätig
30 Mit mobilen Diensten Nischen besetzen
31 Neue Kunden durch ein neues Angebot
32 Kunden als Entwickler
33 Wecken von Interesse durch außergewöhnliche Angebotsform
Zwei Vorurteile widerlegt
34 „Großbetriebe sind ohne klassisches Marketing nicht wettbewerbsfähig“
35 „Der Preis ist das entscheidende Argument“
16. Kapitel Der Mut zum 1. Schritt
Schlusswort
Teil VI: Marketing in eigener Sache, damit die 2. Auflage noch besser wird
Fragebogen
Zielsetzung & Themen
Das Buch hat zum Ziel, die Methodik und Systematik des Marketings speziell an die Bedürfnisse von Klein- und Familienbetrieben anzupassen. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie Inhaber ohne akademische Marketingausbildung und mit begrenzten Ressourcen erfolgreich Marktforschung betreiben und Kundenwünsche in konkrete, wettbewerbsfähige Angebote umsetzen können, um sich dauerhaft am Markt zu behaupten.
- Anpassung komplexer Marketing-Theorien auf die Praxis von Kleinbetrieben.
- Bedeutung von Kundenorientierung als Unternehmensphilosophie statt bloßer Werbemaßnahme.
- Konkrete Anleitungen für die direkte Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern.
- Umgang mit Reklamationen und deren Umwandlung in Innovationschancen.
- Einsatz von Benchmarking und Mitarbeiterbeteiligung zur Steigerung der Unternehmenswirtschaftlichkeit.
Auszug aus dem Buch
Die Nähe
Es ist allgemein bekannt, dass Kleinbetriebe einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Großbetrieben besitzen, den unmittelbaren Kontakt zu ihren Kunden. Ihr Nachteil ist, sie wissen nicht was ihre Kunden wollen.
Die Nähe ist bei vielen Dienstleistungen ein unbezahlbarer Vorteil. Egal, ob es sich um Service, Kundendienst, Reklamationen, Beratung, kurzfristige Änderungen eines Auftrages, Präsenz vor Ort oder andere Arbeiten bzw. Leistungen handelt, hier verfügt jeder Inhaber über ganz wichtige Vorteile gegenüber jedem Großbetrieb.
Die meisten Inhaber wissen auch, wie wichtig vielen Kunden z. B. der persönliche Kontakt ist, aber nur wenige denken darüber nach, wie sie diesen Vorteil für sich nutzen oder für sich vermarkten können. Die Kunden fühlen sich anerkannt und akzeptiert, wenn der „Chef“ sich erkundigt, fragt, ob sie zufrieden ist. Anonymität und Desinteresse vermitteln dem Kunden nicht das Gefühl einer individuellen Betreuung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kapitel Was ist Marketing?: Marketing wird hier als uralte Unternehmensphilosophie definiert, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt, anstatt nur Werbung zu sein.
2. Kapitel Die Vorteile des neuen Chef-Marketings: Dieses Kapitel erläutert, wie Chef-Marketing komplexe klassische Methoden durch radikale Vereinfachung ersetzt und direkt auf Kundenzufriedenheit abzielt.
3. Kapitel Die Bedeutung des Marketings für Familien- und Kleinbetriebe sowie Firmengründer: Es wird verdeutlicht, warum systematische Kundenorientierung gerade für kleine Betriebe überlebenswichtig ist, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen.
4. Kapitel Entwicklungen und Wettbewerbsbedingungen: Der Text analysiert den rasanten Wandel der Marktbedingungen durch das Internet und fordert Betriebe auf, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ständige Anpassung zu sichern.
5. Kapitel Warum die klassischen Marketing Methoden für die Klein- und Familienbetriebe unbrauchbar sind: Hier wird dargelegt, dass die für Konzerne entwickelte wissenschaftliche Marketing-Methodik für kleine Betriebe zu komplex, zeitaufwendig und praxisfern ist.
6. Kapitel Die sieben Vorteile, die Familien- und Kleinbetriebe besitzen: Dieses Kapitel stellt die spezifischen Stärken, wie z.B. die Kundennähe und Schnelligkeit, heraus, die Großunternehmen aufgrund ihrer Größe nicht replizieren können.
Schlüsselwörter
Chef-Marketing, Kundenorientierung, Familienbetriebe, Kleinbetriebe, Existenzgründer, Kundenzufriedenheit, Marktforschung, Unternehmensphilosophie, Wettbewerbsvorteile, Mitarbeiterführung, Reklamationsmanagement, Benchmarking, Praxisnähe, Kundenbindung, Innovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Es ist ein Leitfaden für Inhaber von Klein- und Familienbetrieben sowie Firmengründer, wie man Marketing ohne wissenschaftlichen Schnickschnack und mit geringem Aufwand erfolgreich in die eigene Unternehmensführung integriert.
Was sind die zentralen Themenfelder des Werkes?
Der Fokus liegt auf der „Philosophie“ des Chef-Marketings, der direkten Kommunikation mit Kunden, der Einbindung von Mitarbeitern sowie der praktischen Umsetzung von Kundenwünschen in konkrete Leistungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Inhabern zu zeigen, wie sie ihren Betrieb durch gezieltes Fragen, Bewerten und Handeln kunden- und marktorientiert ausrichten, um sich so im Wettbewerb erfolgreich zu behaupten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Das Buch distanziert sich von klassischer, universitärer Marketingtheorie und propagiert eine „Urform“ des Marketings, basierend auf pragmatischem, kundenorientiertem Handeln und einer kooperativen Unternehmensführung.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil bietet konkrete Schritte zur Umsetzung: vom Selbstcheck des Unternehmers über die Erfassung von Kundenwünschen mittels Fragebögen bis hin zu Methoden wie Benchmarking und Mitarbeiterbeteiligung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Chef-Marketing, Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, Praxisnähe, Wettbewerbsvorteile, Mitarbeiteridentifikation und Innovationsfähigkeit.
Warum ist das klassische Marketing für Kleinbetriebe oft unbrauchbar?
Laut Autor ist es für kleine Betriebe zu komplex, erfordert meist externe Berater mit hohem Kostenaufwand und basiert auf Strukturen, die für Großkonzerne entworfen wurden und daher praxisfremd sind.
Welche Rolle spielen Mitarbeiter in diesem Marketingkonzept?
Mitarbeiter sind das Bindeglied zum Kunden. Sie sollen nicht nur ausführende Befehlsempfänger sein, sondern durch kooperative Führung und Mitentscheidung motiviert werden, den Betrieb aktiv mitzugestalten.
Wie unterscheidet sich Chef-Marketing von herkömmlicher Werbung?
Werbung ist laut Buch nur ein kleiner Teilbereich des Marketings. Chef-Marketing hingegen ist eine gesamte Unternehmensphilosophie, die den Kunden in den Mittelpunkt des Handelns stellt, statt nur Produkte oder Leistungen zu bewerben.
- Arbeit zitieren
- Hans-Jürgen Borchardt (Autor:in), 2008, Marketing einfach und kompakt. Für Kleinunternehmen, Familienbetriebe und Firmengründer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86494