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Schöne neue Arbeitswelt?

Die Novellierung des Produktionsfaktors Arbeit: Determinanten und Konsequenzen

Title: Schöne neue Arbeitswelt?

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 54 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carl Sulz (Author)

Politics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die geschichtliche Produktionsform des Kapitalismus befindet sich heute in einem Wandel, dessen Existenz Ende der 1970er Jahre erstmals festgestellt wurde und der seinen größten Boom in den späten 1980er Jahren einsetzte; seine Folgen sind so vielfältig wie schwer zu überblicken. Ziel dieser Arbeit soll sein, den von zahlreichen Autoren festgestellten Wandel der Arbeitswelt zu skizzieren und zentrale Aspekte herauszuarbeiten. Dabei soll versucht werden, mögliche Ursachen dieses Wandels aufzuzeigen; ein Schwerpunkt dabei wird der Globalismus und die daraus resultierenden Konsequenzen sein. Wie sich die festgestellten Konsequenzen auf den Faktor Arbeit auswirken und welche Folgen dies für Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben kann, wird den zweiten Schritt dieser Analyse darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalismus und Informationalismus

2.1. Globalismus

2.2. Informationalismus

2.3. Effekte auf die Produktionsfaktoren

2.3.1. Kostenexternalisierung

3. Globalisierte Wirtschaft

3.1. Anforderungen an Unternehmen

3.1.1. Shareholder-value

3.2. Konkurrenz und Wettbewerb

3.3. Flexibilität

4. Der Produktionsfaktor Arbeit

4.1. Die Bedeutung von (Erwerbs-) Arbeit

4.2. Das Normalarbeitsverhältnis

4.2.1. Bewertung und Kritik

4.2.2. Erosion

4.3. Atypische Beschäftigung

4.3.1. Flexibilisierung

4.3.2. Subjektivierung

5. Résumé

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den fundamentalen Wandel der Arbeitswelt in Deutschland seit den 1970er Jahren und analysiert, wie Globalismus, Informationalismus und ökonomische Flexibilisierungsstrategien die traditionellen Strukturen der Erwerbsarbeit verändern und das Normalarbeitsverhältnis erodieren lassen.

  • Wandel des Kapitalismus und Entstehung des Globalismus
  • Einfluss der Informationstechnologie (Informationalismus) auf Arbeitsorganisation
  • Kostenexternalisierung und die Rolle von Netzwerken in der Wirtschaft
  • Herausforderungen durch Shareholder-Value und globalen Wettbewerb
  • Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und Zunahme atypischer Beschäftigungsformen

Auszug aus dem Buch

2.1. Globalismus

Ob der Begriff der Globalisierung nun eine Erfindung amerikanischer Managementschulen ist oder nicht – sie ist ein Prozess, der zwar von niemandem ernsthaft negiert wird, der allerdings oft auch einer klaren definitorischen Umschreibung entbehrt. Die Definitionen von Globalisierung variieren sowohl in zeitlicher Dimension (Beginn der Globalisierung) als auch in der Form (vgl. hierzu weiter unten) – schnell wird klar, dass es nicht nur die Globalisierung gibt, sondern vielmehr viele kleine und große Globalisierungen, die zwar nicht alle zur selben Zeit anfingen oder stattfinden, sich aber dennoch in einer Art „Raum der Ströme“ vereinen. Unter „Strom“ werden hier beispielsweise Ströme von Kapital, Information, Technologie oder organisatorischer Interaktion verstanden; wichtig dabei ist, dass diese Ströme „nicht einfach ein Element der sozialen Organisation [sind]: Sie sind der Ausdruck von Prozessen […]“.

Eine so verstandene Globalisierung besteht also aus vielen Prozessen, die voneinander abhängig sein können, es aber nicht müssen. Sie gleicht - bildhaft - einem großen Fluss, der sich aus vielen kleinen Flüssen speist. Wird Globalisierung also als Ergebnis verschiedener Prozesse begriffen, bleibt zu konstatieren, dass dennoch eine Gemeinsamkeit existiert, die letztlich aus dieser globalen Größe resultiert; die Idee oder Ideologie hinter dem Phänomen Globalisierung: Der Globalismus. Globalismus ist die normativ gewordene Globalisierung, ihr geistiger Aspekt.

Nach Safranski stellt der Neo-Liberalismus die wirkungsvollste Variante des Globalismus dar. Der Neo-Liberalismus reicht weit bis in Politik und Gesellschaft hinein, oberstes Primat ist der Wettbewerb, „befreit“ von störenden Regulierungen und Interventionen von Staaten; diese sollen lediglich Rahmenbedingungen bereitstellen und sich aus anderen Bereichen (auch dem Sozialbereich) heraushalten. Verkürzt kann gesagt werden, dass der Neo-Liberalismus das Prinzip der „Invisible Hand“ verfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel der Produktionsform Kapitalismus und die zentrale Bedeutung von Arbeit in der westlichen Gesellschaft, um den Rahmen für die Untersuchung der aktuellen Transformationsprozesse zu setzen.

2. Globalismus und Informationalismus: Dieses Kapitel definiert Globalismus als ideologischen Aspekt der Globalisierung und Informationalismus als informationstechnologische Revolution, die Zeiträume schrumpfen lässt und moderne Wirtschaftsprozesse maßgeblich prägt.

3. Globalisierte Wirtschaft: Hier werden die neuen Anforderungen an Unternehmen, wie Shareholder-Value, zunehmende Konkurrenz und die Notwendigkeit zur Flexibilisierung, im Kontext der globalisierten Ökonomie analysiert.

4. Der Produktionsfaktor Arbeit: Dieses zentrale Kapitel behandelt die Bedeutung der Erwerbsarbeit, das Konstrukt des Normalarbeitsverhältnisses, dessen Erosion und die daraus resultierende Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse sowie Flexibilisierung und Subjektivierung der Arbeit.

5. Résumé: Das Résumé fasst den Wandel der Arbeitswelt zusammen und diskutiert die gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen der zunehmenden Kurzfristigkeit und Prekarisierung auf dem Arbeitsmarkt.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Globalismus, Informationalismus, Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Arbeitskraftunternehmer, Flexibilisierung, Subjektivierung, Kostenexternalisierung, Shareholder-Value, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Arbeitsethos, Prekarisierung, Netzwerkgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den grundlegenden Wandel der Arbeitswelt in Deutschland seit den 1970er Jahren unter dem Einfluss ökonomischer und technologischer Veränderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Globalismus, Informationalismus, die Flexibilisierung von Arbeitsprozessen sowie die Erosion klassischer Beschäftigungsverhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Ursachen des Wandels der Arbeitswelt zu skizzieren und insbesondere die Auswirkungen auf Arbeitnehmer und die gesellschaftliche Rolle der Arbeit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten sowie aktueller Zeitdiagnosen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Globalismus, Wettbewerb), definiert das Normalarbeitsverhältnis und untersucht die Folgen neuer Beschäftigungsformen wie atypische Arbeit und Subjektivierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalismus, Normalarbeitsverhältnis, Flexibilisierung, Prekarisierung und das Modell des Arbeitskraftunternehmers.

Was bedeutet das "atmende Unternehmen" in dieser Arbeit?

Es bezeichnet ein organisatorisches Modell, das durch eine feste Kernbelegschaft und eine flexible Masse an Bedarfsarbeitskräften gekennzeichnet ist, um auf schwankende Auftragslagen zu reagieren.

Welche Rolle spielt die Kostenexternalisierung für Arbeitnehmer?

Sie ermöglicht es Unternehmen, Risiken und unternehmerische Kosten, die früher intern getragen wurden, auf die Arbeitnehmer zu verlagern, was zu unmittelbarer Unsicherheit führt.

Warum ist das Normalarbeitsverhältnis laut Autor kritisch zu sehen?

Es wird als „normative Fiktion“ betrachtet, die bestimmte Gruppen wie Frauen oder informell Tätige ausschließt und eine traditionelle Arbeitsteilung voraussetzt, die heute an ihre Grenzen stößt.

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Details

Title
Schöne neue Arbeitswelt?
Subtitle
Die Novellierung des Produktionsfaktors Arbeit: Determinanten und Konsequenzen
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,3
Author
Carl Sulz (Author)
Publication Year
2007
Pages
54
Catalog Number
V87394
ISBN (eBook)
9783638029247
ISBN (Book)
9783638927963
Language
German
Tags
Schöne Arbeitswelt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carl Sulz (Author), 2007, Schöne neue Arbeitswelt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87394
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