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Medizinische Versorgungszentren

Darstellung der Gründungsvoraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten

Title: Medizinische Versorgungszentren

Diploma Thesis , 2008 , 76 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anja Schmidt (Author)

Health - Miscellaneous
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Die ambulante medizinische Versorgung Deutschlands ist heftiger Kritik ausgesetzt. Unzureichende Kooperationen innerhalb der ambulanten Versorgung sowie zwischen ambulanter und stationärer Versorgung begünstigen Unwirtschaftlichkeiten beispielsweise unzureichende Geräteauslastungen, Fehl- und Überversorgungen oder Mehrfachuntersuchungen. Weiterhin zeigen sich Mängel in der Versorgungsqualität, insbesondere bei chronisch Kranken und mehrfacherkrankten Menschen. Aufgrund der Entscheidungskompetenzen beispielsweise bei der Krankenhauseinweisung ist der ambulante Bereich wesentlich für die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems.
Medizinische Versorgungszentren zielen auf eine effiziente medizinische Versorgung ab. Die Kosten der Versorgung sollen durch Synergieeffekte gesenkt und die Qualität der Leistungen gesteigert werden. Der Gesetzgeber definiert in § 95 SGB V Medizinische Versorgungszentren als fachübergreifende ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen Ärzte als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind. Das Konzept der Medizinischen Versorgungszentren kann unmittelbar überzeugen, da es für alle Beteiligten Vorteile mit sich bringen kann. Im Interesse einer erhöhten Effektivität der Kosten und einer optimalen Versorgung der Patienten können sich optimale Versorgungskonzepte entwickeln. Patienten wird durch Medizinische Versorgungszentren eine Versorgung aus einer Hand angeboten, so dass kurze Wege und verringerte Wartezeiten gegeben sind, Doppeluntersuchungen vermieden werden und eine höhere Patientenzufriedenheit vorliegt. Die Krankenkassen erwarten Einsparungen durch den verbesserten Austausch zwischen den einzelnen Ärzten sowie durch die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen, von Krankenhausaufenthalten und von Folgeerkrankungen. Die Ärzte, die für ein Medizinisches Versorgungszentrum arbeiten, können Ressourcen wie medizinische Geräteausstattungen gemeinschaftlich nutzen und flexiblere Arbeitszeitmodelle entwickeln. Die Arbeitszufriedenheit der Ärzteschaft kann durch die Verringerung von Verwaltungsaufgaben und sinnvolle Arbeitsaufteilungen verbessert und somit auch die Qualität der Leistungen in der Betreuung der Patienten gesteigert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medizinische Versorgungszentren

2.1 Rechtsgrundlagen

2.2 Rechtsformen

2.3 Gründung

2.4 Zulassung

2.4.1 Zulassungsarten

2.4.2 Zulassungsverfahren

2.4.3 Anforderungen an Medizinische Versorgungszentren

2.5 Umsetzung

2.5.1 Anstellungsverhältnisse

2.5.2 Personalgestellung

2.5.3 Kooperationsformen

2.5.4 Zweigpraxen

2.5.5 Abrechnung der Leistungen

2.6 Sicht der Akteure

3 Darstellung des Medizinischen Versorgungszentrums POLIKUM Friedenau

3.1 Zielsetzungen

3.2 Entstehungsgeschichte

3.3 Versorgungskonzeption

3.4 Beteiligte Ärzte und Vertragspartner

3.5 Management und Vergütung

3.6 Kritische Analyse und zukünftige Entwicklungen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die strukturellen Rahmenbedingungen von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im deutschen Gesundheitswesen. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die Gründungsvoraussetzungen sowie die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten für MVZ darzulegen, wobei insbesondere das Modell des POLIKUM in Berlin-Friedenau als Fallbeispiel einer kritischen Betrachtung unterzogen wird.

  • Rechtliche Grundlagen und zulässige Rechtsformen für MVZ
  • Prozesse der Zulassung und Anstellung von medizinischem Personal
  • Synergieeffekte durch Kooperationen und integrierte Versorgungskonzepte
  • Analyse der Akteursinteressen (Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen)
  • Evaluation des Versorgungsmodells am Beispiel des POLIKUM Friedenau

Auszug aus dem Buch

2.4.3 Anforderungen an Medizinische Versorgungszentren

Laut § 95 Abs. 1 Satz 6 SGB V müssen die Gründer, d. h. die Gesellschafter der das Medizinische Versorgungszentrum tragenden Gesellschaft tätige Leistungserbringer sein, die aufgrund von Zulassung, Ermächtigung oder Vertrag an der medizinischen Versorgung der Versicherten teilnehmen. Wie oben bereits dargestellt dürfen Gründer nur Leistungserbringer im Sinne des vierten Kapitals des SGB V sein.

Weiterhin muss das Medizinische Versorgungszentrum nach § 95 Abs. 1 Satz 1 SGB V fachübergreifend sein. Damit es an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen kann, müssen mindestens zwei Ärzte mit verschiedenen Facharzt- oder Schwerpunktbezeichnungen beteiligt sein. Diese Anforderung wird in jedem Fall von Ärzten unterschiedlicher Fachgebiete nach der Muster-Weiterbildungsverordnung der Bundesärztekammer erfüllt.

Umstritten war jedoch, ob auch unterschiedliche Schwerpunktbezeichnungen innerhalb eines Fachgebietes der Anforderung einer fachübergreifenden Einrichtung genügen. Mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz erfolgte zum 01. Januar 2007 eine Konkretisierung des § 95 Abs. 1 Satz 1 SGB V, indem nachträglich eine Formulierung aufgenommen wurde. Danach sind Einrichtungen fachübergreifend, wenn in ihnen Ärzte mit verschiedenen Facharzt- oder Schwerpunktbezeichnungen tätig sind. Demnach genügt die Konstellation desselben Fachgebietes z. B. Innere Medizin mit unterschiedlichen Schwerpunktbezeichnungen wie Gastroenterologie und Kardiologie zur Erfüllung des Merkmals fachübergreifend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kritik an der ambulanten Versorgung in Deutschland und führt die Einführung von MVZ als Lösungsansatz zur Effizienzsteigerung ein.

2 Medizinische Versorgungszentren: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen, die Gründungsvoraussetzungen, das Zulassungsverfahren sowie die operativen Möglichkeiten der Personalgestaltung und Abrechnung für MVZ.

3 Darstellung des Medizinischen Versorgungszentrums POLIKUM Friedenau: Anhand des POLIKUM-Modells werden die praktische Umsetzung, die Versorgungskonzeption, die Managementstruktur sowie kritische Entwicklungsaspekte detailliert analysiert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass MVZ eine wichtige Option für die Zukunft des Gesundheitswesens darstellen, sofern sie erfolgreich als Qualitätsmarken etabliert werden und gesetzliche Hürden abgebaut werden.

Schlüsselwörter

Medizinische Versorgungszentren, MVZ, Gesundheitswesen, Vertragsärzte, Zulassung, Integrierte Versorgung, POLIKUM Friedenau, ambulante Versorgung, GKV, Praxisgründung, Kooperation, fachübergreifend, Management, Qualitätsmanagement, Leistungsabrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Medizinische Versorgungszentren in Deutschland sowie deren Potenzial zur Verbesserung der ambulanten Patientenversorgung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Gründungsebene, der Zulassungspraxis, den Anstellungsmodellen für Ärzte, den Kooperationsmöglichkeiten sowie der betriebswirtschaftlichen Steuerung von MVZ.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Diskussion der Gründungsvoraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten für MVZ, ergänzt durch eine tiefgehende Analyse des Praxisbeispiels POLIKUM Friedenau.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen (SGB V, Ärzte-ZV) sowie einer fallbezogenen Untersuchung eines bestehenden MVZ-Projektes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der MVZ-Strukturen und eine detaillierte Fallstudie zur Entstehung, Versorgungskonzeption und Managementorganisation des POLIKUM in Berlin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind MVZ, Integrierte Versorgung, Vertragsarztrecht, Leistungsabrechnung und ambulante medizinische Versorgung.

Wie unterscheidet sich die fachübergreifende Anforderung bei MVZ?

Ein MVZ muss fachübergreifend besetzt sein, wobei dies nach der Neuregelung zum 01. Januar 2007 auch durch Ärzte desselben Fachgebiets mit unterschiedlichen Schwerpunktbezeichnungen erfüllt werden kann.

Welche Rolle spielt die Selbstschuldnerische Bürgschaft?

Seit 2007 ist für MVZ in der Rechtsform juristischer Personen des Privatrechts die Abgabe einer selbstschuldnerischen Bürgschaft für Forderungen von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen eine notwendige Zulassungsvoraussetzung.

Warum ist das POLIKUM Friedenau ein besonderes Fallbeispiel?

Das POLIKUM Friedenau dient als Modellprojekt, das zeigt, wie ein MVZ durch eine zentrale Verwaltungsstruktur, IT-Unterstützung und eine starke Ausrichtung auf Patientenbindung erfolgreich als Gesundheitsmarke expandieren kann.

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Details

Title
Medizinische Versorgungszentren
Subtitle
Darstellung der Gründungsvoraussetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Grade
1,3
Author
Anja Schmidt (Author)
Publication Year
2008
Pages
76
Catalog Number
V87649
ISBN (eBook)
9783638009263
Language
German
Tags
Medizinische Versorgungszentren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schmidt (Author), 2008, Medizinische Versorgungszentren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87649
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