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Soziale Schichtung und soziale Ungleichheit moderner Gesellschaften

Title: Soziale Schichtung und soziale Ungleichheit moderner Gesellschaften

Seminar Paper , 1998 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Paster (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: Was ist soziale Ungleichheit bzw. soziale Schichtung? Die Arbeit gibt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über die Schichtungstruktur moderner Gesellschaften und enthält eine zusammenfassende Darstellung gängier Schichtungstheorien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Begriffsdefinition: Was ist soziale Ungleichheit?

3. Historische Entwicklung der Schichtungssysteme:

a) Sklaverei:

b) Die Ständegesellschaft:

4. Die industrielle Klassengesellschaft:

5. Die Entwicklung der modernen Klassengesellschaft im 20. Jhdt:

6. Schluß:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den soziologischen Begriff der sozialen Ungleichheit und Schichtung im historischen Wandel. Ziel ist es, die Entwicklung von klassischen Systemen wie Sklaverei und Ständegesellschaft hin zur modernen Klassengesellschaft zu analysieren und deren aktuelle Relevanz kritisch zu hinterfragen.

  • Definition und Strukturebenen sozialer Ungleichheit
  • Historischer Wandel der Schichtungssysteme
  • Analyse der industriellen Klassengesellschaft nach Marx und Weber
  • Strukturmerkmale der modernen Klassengesellschaft im 20. Jahrhundert
  • Kritische Reflexion über die heutige Bedeutung von Schichtungsmodellen

Auszug aus dem Buch

4. Die industrielle Klassengesellschaft:

Die Industrialisierung brachte eine grundlegende Umwälzung der menschlichen Beziehungen mit sich, die sich keineswegs nur auf die Schichtungsstruktur beschränkten. Generell ist der Wohlstand durch die industrielle Produktionsweise stark gestiegen, jedoch führte die Industrialisierung auch zu einer starken Ungleichverteilung des Wohlstands. Während in der Ständegesellschaft die Machtbeziehungen persönlicher Natur waren (Fürst-Bauer, Bürger-Gesell), entstanden mit der Industrialisierung unpersönliche Machtstrukturen zwischen großen Gruppen von Menschen. Karl Marx beschrieb diese Gruppen als "Proletarier" und "Bourgeoisie", sie unterscheiden sich durch ihren materiellen Besitz. Die industrielle Produktionsweise erfordert umfangreiche Produktionsmittel (Maschinen, Fabriken, etc.), über welche nur vermögende Personen verfügen. Diese setzen ihr Vermögen als Kapital zur Industrieproduktion ein und werden dadurch zu Kapitalisten. Wer kein Kapital besitzt, muß als Proletarier in den Fabriken der Kapitalisten für Entlohnung arbeiten. Daraus ergibt sich eine Ausbeutungsbeziehung, da der Kapitalist dem Arbeiter weniger bezahlt, als dessen Produkte auf dem Markt wert sind. Die Differenz zwischen den Lohnkosten für ein Produkt und seinem Marktpreis behält der Unternehmer als Gewinn für sich selbst ein. Marx bezeichnete diese Differenz als Mehrwert.

Es stehen sich also nach Marx zwei Klassen mit gegensätzlichen Interessen gegenüber: Die Kapitalisten haben ein Interesse daran, daß die Arbeiter einen möglichst hohen Mehrwert produzieren und wollen infolgedessen die Lohnkosten niedrig halten. Die Proletarier hingegen haben ein Interesse an besseren Lebensbedingungen, welche sie nur durch höhere Löhne erreichen können. Es muß daher unweigerlich zu Konflikten zwischen diesen zwei Klassen kommen: Marx nannte diesen Konflikt Klassenkampf. Aufgrund der stark steigenden Produktivität würde sich nach Marx die Beschränkung des Wohlstands auf wenige als nicht tragfähig erweisen und unweigerlich der Übergang zur klassenlosen Gesellschaft stattfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage nach der Bedeutung sozialer Ungleichheit ein und verdeutlicht deren Einfluss auf Lebensstile und Gesundheitschancen.

2. Begriffsdefinition: Was ist soziale Ungleichheit?: Das Kapitel definiert soziale Ungleichheit als strukturierte, systematisch verteilte Vor- und Nachteile in Lebensbedingungen und erläutert die relevanten Strukturebenen.

3. Historische Entwicklung der Schichtungssysteme: Hier werden die historischen Formen der Sklaverei und der Ständegesellschaft als Vorläufer moderner Schichtungsmodelle analysiert.

4. Die industrielle Klassengesellschaft: Das Kapitel beleuchtet den Übergang zur Klassengesellschaft, die von Marx geprägten Begriffe von Kapital und Arbeit sowie die daraus resultierenden Klassenkonflikte.

5. Die Entwicklung der modernen Klassengesellschaft im 20. Jhdt: Eine Analyse des Wandels der Klassenstruktur im 20. Jahrhundert, die Differenzierung von Berufen und die heutige Bedeutung der Mittelschicht.

6. Schluß: Das Fazit reflektiert die aktuelle Relevanz von Schichtungsmodellen und setzt sich kritisch mit Thesen zur Auflösung sozialer Klassen auseinander.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Schichtung, Klassengesellschaft, Marxismus, Proletariat, Bourgeoisie, Lebensstil, soziale Mobilität, Kapital, Mehrwert, Mittelschicht, Klassenkampf, Determinanten, Machtverhältnisse, Wirtschaftsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den soziologischen Begriff der sozialen Schichtung und deren historischen Wandel bis zur modernen Klassengesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition sozialer Ungleichheit, die historischen Schichtungssysteme, die industrielle Klassengesellschaft sowie die heutige Ausdifferenzierung moderner Schichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die Entwicklung von Klassenstrukturen zu verstehen und zu prüfen, inwieweit klassische Schichtungsmodelle heute noch zur gesellschaftlichen Analyse taugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Standardwerke und Studien, um den Zusammenhang zwischen ökonomischen Faktoren und gesellschaftlicher Schichtung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung der Industriegesellschaft, der marxschen Klassentheorie und deren Erweiterung durch Max Weber sowie der detaillierten Beschreibung heutiger Klassen, wie der Oberschicht, den verschiedenen Mittelschichten und der Arbeiterklasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Ungleichheit, Schichtung, Klassengesellschaft, Kapital, soziale Mobilität und Klassenkonflikte.

Wie unterscheidet sich die moderne Mittelschicht von der klassischen Arbeiterklasse?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die moderne Mittelschicht zwar lohnabhängig ist, sich aber durch höhere Qualifikationen, Einkommen und Arbeitsbedingungen von der Arbeiterklasse abhebt.

Warum hält der Autor Schichtungsmodelle auch heute für relevant?

Trotz Tendenzen zur Einebnung sozialer Unterschiede argumentiert der Autor, dass ökonomische Faktoren wie Eigentumsverhältnisse und Bildung weiterhin maßgebliche Aufstiegsbarrieren und Ungleichheiten erzeugen.

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Details

Title
Soziale Schichtung und soziale Ungleichheit moderner Gesellschaften
College
University of Vienna  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar zur allgmeinen Soziologie
Grade
1
Author
Thomas Paster (Author)
Publication Year
1998
Pages
14
Catalog Number
V877
ISBN (eBook)
9783638105583
ISBN (Book)
9783638745499
Language
German
Tags
Soziale Schichtung soziale Klassen Stratifikation Schichtungstheorie Klassentheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Paster (Author), 1998, Soziale Schichtung und soziale Ungleichheit moderner Gesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/877
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