Regionalismus in der Weltwirtschaft

Kritische Beurteilung der Auswirkungen auf den Globalisierungsprozess


Seminararbeit, 2007
24 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Abbildungsverzeichnis

1 Einleitende Betrachtung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2 Regionalismus in der Weltwirtschaft
2.1 Definition Regionalismus
2.2 Entwicklung des Regionalismus
2.3 Erscheinungsformen des Regionalismus
2.3.1 Präferenzzone
2.3.2 Freihandelszone
2.3.3 Zollunion
2.3.4 Gemeinsamer Markt
2.3.5 Wirtschaftsunion

3 Auswirkungen des Regionalismus auf den Globalisierungsprozess
3.1 Definition Globalisierungsprozess
3.2 Theoretische Betrachtungsweise
3.2.1 Statische Effekte
3.2.2 Dynamische Effekte
3.2.3 Kritische Einordnung der Theoretischen Auswirkungen
3.3 Zusammenführung der theoretischen Effekte mit Kontext der gegenwärtigen Globalisierungspolitik der WTO
3.3.1 Positive Auswirkungen
3.3.2 Negative Auswirkungen
3.4 Kritische Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Situation

4 Schlussbetrachtung

IV Literatur

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht über Anzahl und Verteilung von regionalen Handelsabkommen

Abbildung 2: Charakteristika der Erscheinungsformen des Regionalismus

Abbildung 3: Darstellung von Handelsumlenkung und Handelsschaffung

Abbildung 4: Darstellung des Wohlfahrtseffektes

Abbildung 5: Aufteilung des Welthandelsvolumens nach Regionen

1. Einleitende Betrachtung

1.1 Problemstellung

Regionale Handelsabkommen liegen im Trend der Zeit. Seit Beginn der 90er Jahre ist die Anzahl der regionalen Handelsabkommen sprunghaft angestiegen. Zwischen einzelnen Ländern oder Ländergruppen haben sich neue und vielfältige Formen regionaler Integration gebildet. Die Diskussion über die Tendenz der zunehmenden Blockbildung in der Weltwirtschaft wirft viele Fragen, insbesondere in Bezug auf die daraus resultierenden Folgen für den voranschreitenden Globalisierungsprozess auf. Bei der Suche nach möglichen Antworten zeigt sich die Wissenschaft sehr gespalten. Auf der einen Seite werden Schreckensszenarien über den Zerfall der Weltwirtschaft in gegeneinander abgeschottete Blöcke prognostiziert, die andere Seite wiederum bekundet im zunehmenden Regionalismus die Vorstufe der Globalisierung.[1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Übersicht über Anzahl und Verteilung von regionalen Handelsabkommen[2]

1.2 Zielsetzung

Im Fokus dieser Arbeit steht die Betrachtung der Regionalismustendenzen in der globalen Weltwirtschaft. Dabei soll insbesondere das Spannungsverhältnis zwischen regionaler Integration und Globalisierung sowie die Auswirkungen ihres komplexen Einflusses aufeinander untersucht werden. Hierbei wird kritisch beurteilt, ob eine verstärkte Bildung von Handelsblöcken im Zuge des Globalisierungsprozesses eher als „Building Blocks (Baustein) oder Stumbling Blocks (Stolperstein)“[3] verstanden werden muss.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Vorgehensweise

Nach anfänglicher Begriffsklärung wird detaillierter auf die Grundlagen des Regionalismus eingegangen. Schwerpunkt bilden hierbei die geschichtliche Entwicklung und Bedeutung sowie die verschiedenen Erscheinungsformen des Regionalismus. Bevor nun näher auf die Auswirkungen des Regionalismus auf den Globalisierungsprozess eingegangen werden kann, ist es erforderlich, den Begriff Globalisierungsprozess zu klären. Nach eingehender Untersuchung der durch den Regionalismus verursachten Effekte wird von den theoretischen Auswirkungen eine Brücke zur aktuellen Globalisierungspolitik der WTO geschlagen. Da die stark zunehmende Blockbildung die Wissenschaft vor viele offene und strittige Fragen stellt, wird hierbei kritisch beurteilt, welche Auswirkungen der Regionalismus auf den gegenwärtigen Globalisierungsprozess hat. Um die tatsächliche Tragweite der Thematik noch besser zu erfassen, erfolgt eine kritische Gesamtbeurteilung der aktuellen Konstellationen in der Weltwirtschaft unter der Beachtung aktueller Zahlen. Zum Abschluss der Arbeit wird ein kritisches Fazit unter Berücksichtigung der aus dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse gezogen.

2. Regionalismus in der Weltwirtschaft

2.1 Definition Regionalismus

Unter Regionalismus versteht man den gewollten wirtschaftlichen oder politischen Zusammenschluss von Ländern zu einem gemeinsamen Handelsblock. In der Wissenschaft wird dieser Vorgang auch als wirtschaftliche Integration bezeichnet. Je nach dem, wie weit die wirtschaftliche Integration innerhalb eines Handelsblockes fortgeschritten ist, lassen sich verschiedene Entwicklungsstufen des Regionalismus unterscheiden. Gemeinsamkeit aller Entwicklungsstufen ist, dass im Rahmen dieser Bündnisse grenzüberschreitende Handelsbarrieren zwischen den beteiligten Mitgliedern abgebaut werden, um dadurch wirtschaftspolitische Vorteile zu erlangen. Im Gegenzug verlieren die Mitgliedsländer einen Teil ihrer wirtschaftlichen und politischen Selbständigkeit, je nach dem, wie tief die Integration des Handelsblockes ausgeprägt ist.[4]

2.2 Entwicklung des Regionalismus

Der mehrheitliche Standpunkt der Wissenschaft unterteilt die Entwicklung des Regionalismus in zwei Wellen. Die erste Welle wurde durch die Gründung der EG ausgelöst und erreichte in den 70er Jahren ihren Höhepunkt, bevor sie in den 80ern wieder abflachte. Wesentlich interessanter ist die Betrachtung der zweiten, bedeutend stärkeren Regionalismuswelle, die in den 90er Jahren einsetzte und bis heute andauert. So wurden in diesem Zeitraum ca. 150 neue regionale Abkommen bei der WTO gemeldet. Dies entspricht in etwa 75% der existierenden Abkommen.[5] Abgesehen von der zahlenmäßigen Betrachtung, ist auch die strategische wirtschaftspolitische Ausrichtung verschiedener Staaten interessant. Neben der veränderten Strategie der Entwicklungsländer, die sich nun ebenfalls verstärkt um Abkommen mit anderen Ländern bemühen, nimmt die USA ebenso eine veränderte Rolle im Regionalismusprozess ein. Während die US amerikanische Wirtschaftspolitik in der ersten Regionalismuswelle eine Teilnahme an Handelsblöcken strikt ablehnte, ist sie nun zur treibenden Kraft bei der Entstehung regionaler Integrationsabkommen geworden. Hauptursache hierfür waren Befürchtungen der USA, die EU könne ihre traditionelle Dominanzstellung im Handel gefährden.[6] Eine weitere Tendenz ist das immer stärker werdende Vernetzungsgeflecht der Handelsblöcke untereinander. Betrachtet man nur einmal die EU, so hat allein diese mit 28 Ländern Integrationsabkommen abgeschlossen, um Handelsvorteile zu erlangen. Darüber hinaus ist die EU mit der EFTA verbunden, welche ihrerseits wiederum mit 16 weiteren Ländern Integrationsabkommen abgeschlossen hat. In der Literatur wird vor dem Hintergrund der voranschreitenden Vernetzung oft von einem Nabe Speiche System gesprochen, wobei die EU in diesem Fall die Nabe darstellen würde. Im Laufe der Zeit haben sich weltweit mehrere solcher Nabe Speiche Systeme entwickelt.[7]

2.3 Erscheinungsformen des Regionalismus

Wie bereits beschrieben, zielt der Regionalismus darauf ab, bestehende Hemmnisse zwischen den Integrationspartnern beim grenzüberschreitenden Handel zu reduzieren.[8] Je nach Integrationstiefe können die regionalen Handelsabkommen in verschiedene Formen bzw. Stufen unterteilt werden, die jedoch alle die Tatsache miteinander gemeinsam haben, dass die vereinbarten Abkommen ausschließlich für die daran beteiligten Staaten gelten. In der Theorie werden nachfolgende fünf aufeinander aufbauende Integrationsstufen unterschieden.[9]

[...]


[1] Vgl. Hauser, H. / Zimmermann, T. (2001), Regionalismus oder Multilateralismus, in: Die Volkswirtschaft 5, S.4ff.

[2] Vgl. http://www.wto.org/english/tratop_e/region_e/wtregw41_e.doc Stand: 18.02.2007

[3] Vgl. http://www.zimmermann-thomas.de/publikationen/vw0105d4.pdf Stand: 18.02.2007

[4] Vgl. http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/downloads/mauderer01.pdf Stand: 18.02.2007

[5].Vgl..http://www.weltpolitik.net/Sachgebiete/Weltwirtschaft%20und%20Globalisierung/Regionale%20Wirtschaftsko …opetinen/Analysen/Regionale%20Handelsabkommen%20in%20einer%20globalisierten%20Weltwirtschaft%2.… …0%96%20ASEAN,%20AFTA%20und%20die%20WTO.html Stand: 18.02.2007

[6] Vgl. Horváth, C. / Merzrath, J. (1997), Globalisierung - Der Schritt in ein neues Zeitalter, Berlin: Springer, S. 4ff.

[7] Vgl. http://www.uni-tuebingen.de/uni/wwa/download/Ringvorlesung/Preusse_EU_im_vergleich.pdf Stand: 18.02.2007

[8].Vgl..http://www.weltpolitik.net/Sachgebiete/Weltwirtschaft%20und%20Globalisierung/Regionale%20Wirtschaftskoope…rtionen/Analsen/Regionale%20Handelsabkommen%20in%20einer%20globalisierten%20Weltwirtschaft%20%96%20--.ASEAN,%20AFTA%20und%20die%20WTO.html, Stand: 18.02.2007

[9] Vgl. Kaiser, C. (2003), Regionale Integration und das globale Handelssystem, Berlin: Duncker & Humbold, S 25f.

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Details

Titel
Regionalismus in der Weltwirtschaft
Untertitel
Kritische Beurteilung der Auswirkungen auf den Globalisierungsprozess
Hochschule
Hochschule Offenburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
24
Katalognummer
V88078
ISBN (eBook)
9783638019354
Dateigröße
892 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regionalismus, Weltwirtschaft, Volkswirtschaft, Theorie, Globalisierung, Handelsblöcke, Building Blocks, Stumbling Blocks, Wettbewerb
Arbeit zitieren
Stephanie Paul (Autor), 2007, Regionalismus in der Weltwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88078

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