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Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände. Sachanalyse und Umsetzungsmöglichkeiten im schulischen Unterricht

Title: Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände. Sachanalyse und Umsetzungsmöglichkeiten im schulischen Unterricht

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Ostertag (Author)

Didactics - History
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Folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema: „Nürnberg - Stadt der Reichsparteitage“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Betrachtung, wie versucht wurde die Besucher der Reichsparteitage durch „manipulative“ Architektur zu beeinflussen.
Die Arbeit wurde im Sommersemester 2005 an der Universität Erlangen – Nürnberg im Geschichte Didaktik Proseminar „Landesgeschichte“ von als Referat gehalten.
Meine Arbeit gliedert sich in drei Teile:
Im ersten Abschnitt führe ich eine sog. Sachanalyse durch. Hierbei wird zuerst ein grober Überblick über die Reichsparteitage der NSDAP gegeben und anschließend das Gelände insgesamt und im Einzelnen genauer auf oben angesprochene architektonische Mittel untersucht. Im zweiten Abschnitt wird eine Didaktische Analyse durchgeführt. Dabei wird zuerst der Lehrplanbezug zur Realschule 9. Klasse hergestellt und daraufhin das Thema auf seinen Bildungswert (nach Klafki) untersucht. Den Abschluss der Arbeit bildet der dritte Abschnitt. In ihm werden einige Möglichkeiten aufgezeigt das Thema im Unterricht umzusetzen.
Diese Arbeit beruht auf im Unterricht vermittelten Grundlagen und der von mir verwendeten Literatur. Eine ausführliche Literaturliste findet sich am Ende der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG:

2. HAUPTTEIL

2.1 TEIL A - SACHANALYSE

2.1.1 ZIEL DER REICHSPARTEITAGE:

2.1.2 DIE REICHSPARTEITAGE DER NSDAP IM ÜBERBLICK:

2.1.3 ARCHITEKTUR UND STADTPLANUNG IN NÜRNBERG FÜR DIE REICHSPARTEITAGE

2.2 TEIL B. DIDAKTISCHE ANALYSE

2.2.1 LEHRPLANBEZUG: REALSCHULE 9. KLASSE

2.2.2 BILDUNGSWERT DES THEMAS (NACH KLAFKI)

2.3 METHODISCHE UMSETZUNG IM UNTERRICHT

2.3.1 QUELLENINTERPRETATIONEN

2.3.2 ORAL HISTORY

2.3.3 EXKURS AUF DAS REICHSPARTEITAGSGELÄNDE/ BESUCH DES DOKUMENTATIONSZENTRUMS

3. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg unter fachwissenschaftlichen und didaktischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, die manipulative Architektur der Nationalsozialisten zu dekonstruieren und Möglichkeiten für eine geschichtsbewusste Vermittlung im Unterricht, insbesondere für die 9. Klasse der Realschule, aufzuzeigen.

  • Sachanalyse der Reichsparteitage der NSDAP
  • Architekturgeschichte und Stadtplanung des Geländes
  • Didaktische Konzepte zur Vermittlung nationalsozialistischer Propaganda
  • Methoden der Quelleninterpretation und Oral History
  • Einsatzmöglichkeiten des außerschulischen Lernorts

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Architektur und Stadtplanung in Nürnberg für die Reichsparteitage

Das Gesamtgelände ist ca. 11 Quadratkilometer groß. Insgesamt wurden auf dem Reichsparteitagsgelände ca. 280 Millionen Reichsmark ausgegeben.

Insgesamt sollte das Gelände als eine Art „Heiliger Hain“ verstanden werden, und damit Bezüge zur Antike und Religion hergestellt werden.

Bei Licht besehen, war das Reichsparteitagsgelände jedoch kein „großer Wurf“. Es war ein Gesamtareal aus mehr oder weniger schlecht zueinander passenden Einzelbauten. Die große Straße als Hauptachse hatte zwar mit dem Märzfeld ein sinnvolles Ende, allerdings fehlt ihr ein schlüssiger Anfang. Dem Platz vor der Kongresshalle fehlte trotz beträchtlicher Größe eine Funktion. Er entsteht nur dadurch, dass die große Straße mit dem Ausstellungsbau einen Abschluss finden musste. Das Zeppelinfeld liegt schräg zur großen Straße und kann mit der Baumasse des deutschen Stadions kaum mithalten. Dasselbe Ungleichgewicht besteht zwischen Kongresshalle und dem geplanten Bau für Hitlers Kulturreden. Auch das Stadionareal der zwanziger Jahre passte nicht recht in das Reichsparteitagsgelände. Letztlich wirkt auch die Luitpoldarena wie ein Fremdkörper im Gesamtareal.

Trotz aller Versuche, das Bauprojekt Reichsparteitagsgelände am Leben zu halten, war der Kriegsbeginn 1939 letztlich auch das Ende des Baubetriebs rund um den Dutzendteich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der manipulativen NS-Architektur in Nürnberg ein und erläutert die dreigeteilte Struktur der Untersuchung.

2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil umfasst sowohl die historische Sachanalyse als auch die didaktische und methodische Aufarbeitung des Themas für den Unterricht.

2.1 TEIL A - SACHANALYSE: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Reichsparteitage und untersucht kritisch die architektonischen Mittel sowie die stadtplanerischen Intentionen des Geländes.

2.1.1 ZIEL DER REICHSPARTEITAGE: Anhand von Originalzitaten wird belegt, dass die Parteitage primär der propagandistischen Beeinflussung der Massen und der Demonstration von Gefolgschaft dienten.

2.1.2 DIE REICHSPARTEITAGE DER NSDAP IM ÜBERBLICK: Das Kapitel listet die historischen Entwicklungen der Parteitage von 1923 bis 1938 auf und erläutert die Standortwahl Nürnbergs.

2.1.3 ARCHITEKTUR UND STADTPLANUNG IN NÜRNBERG FÜR DIE REICHSPARTEITAGE: Hier wird die bauliche Gestaltung des Geländes analysiert, wobei die Diskrepanz zwischen ideologischem Anspruch und der tatsächlichen architektonischen Umsetzung herausgearbeitet wird.

2.2 TEIL B. DIDAKTISCHE ANALYSE: Es erfolgt eine Herleitung des Lehrplanbezugs sowie eine Untersuchung des Bildungswerts des Themas basierend auf den Klafki-Kriterien.

2.2.1 LEHRPLANBEZUG: REALSCHULE 9. KLASSE: Definition der für Schüler zu erwerbenden Grundfertigkeiten und Kenntnisse im regionalgeschichtlichen Unterrichtsvorhaben.

2.2.2 BILDUNGSWERT DES THEMAS (NACH KLAFKI): Erläuterung des pädagogischen Mehrwerts, von der Analyse gegenwärtiger Strukturen bis zur Unterstützung der persönlichen Identitätsfindung.

2.3 METHODISCHE UMSETZUNG IM UNTERRICHT: Vorstellung konkreter methodischer Ansätze zur schülerzentrierten Bearbeitung des Themas.

2.3.1 QUELLENINTERPRETATIONEN: Analyse von Möglichkeiten der Einbindung schriftlicher und visueller Quellen wie Hitlers Reden oder Riefenstahls Filme.

2.3.2 ORAL HISTORY: Diskussion der Rolle von Zeitzeugeninterviews und deren Stellenwert für das historische Verständnis trotz subjektiver Erinnerungsprozesse.

2.3.3 EXKURS AUF DAS REICHSPARTEITAGSGELÄNDE/ BESUCH DES DOKUMENTATIONSZENTRUMS: Plädoyer für den Besuch außerschulischer Lernorte, um die Monumentalität der NS-Architektur eindringlich zu vermitteln.

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit zur Verknüpfung von Lokalgeschichte und der „großen“ Geschichte sowie zur Bedeutung der Motiverkundung des Einzelnen im Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Reichsparteitage, Nürnberg, Nationalsozialismus, Architektur, Propaganda, Albert Speer, Reichsparteitagsgelände, Geschichtsunterricht, Didaktik, Zeitzeugen, Oral History, Dokumentationszentrum, Dutzendteich, Indoktrination, Führerprinzip

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle Nürnbergs als „Stadt der Reichsparteitage“ und untersucht, wie die nationalsozialistische Führung durch eine gezielt manipulative Architektur Einfluss auf die Bevölkerung nahm.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse der Bauwerke und eine didaktische Reflexion, wie dieses historisch belastete Erbe im Schulunterricht sinnvoll und kritisch behandelt werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Schülern den Mechanismus der Beeinflussung durch Architektur und Inszenierung begreifbar zu machen und Wege aufzuzeigen, wie sie sich dem Thema historisch fundiert nähern können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Neben der historischen Quellenanalyse von Texten und Filmmaterial wird das Konzept der „Oral History“ für die Zeitzeugenbefragung sowie eine didaktische Kategorisierung nach Klafki angewendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Architektur einzelner Bauwerke wie die Kongresshalle, die Große Straße oder das Zeppelinfeld und setzt diese in den Kontext der NS-Propaganda.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Reichsparteitagsgelände, NS-Propaganda, architektonische Inszenierung, Geschichtskultur und didaktische Vermittlung.

Warum spielt die Architektur eine so zentrale Rolle bei der Beeinflussung der Massen?

Die Architektur wurde bewusst monumental gestaltet, um den Einzelnen durch das Gefühl von Unterlegenheit gegenüber der „Größe“ der Bewegung sowie durch die visuelle Inszenierung des „Führerprinzips“ zu disziplinieren und einzuordnen.

Welchen Stellenwert räumt der Autor dem Besuch des Dokumentationszentrums ein?

Der Autor bezeichnet einen Exkurs auf das Gelände und den Besuch des Dokumentationszentrums als die effektivste Methode, um die theoretisch im Unterricht erlernten Erkenntnisse über die Monumentalität und die NS-Ideologie zu vertiefen.

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Details

Title
Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände. Sachanalyse und Umsetzungsmöglichkeiten im schulischen Unterricht
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Thomas Ostertag (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V88197
ISBN (eBook)
9783638017466
ISBN (Book)
9783656821779
Language
German
Tags
Nürnberger Reichspateitagsgelände
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Ostertag (Author), 2005, Das Nürnberger Reichsparteitagsgelände. Sachanalyse und Umsetzungsmöglichkeiten im schulischen Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88197
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