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Notwendigkeit und Möglichkeiten sozialer Arbeit mit älteren Menschen in stationären Einrichtungen am Beispiel der Stadt Göttingen

Title: Notwendigkeit und Möglichkeiten sozialer Arbeit mit älteren Menschen in stationären Einrichtungen am Beispiel der Stadt Göttingen

Diploma Thesis , 2000 , 119 Pages , Grade: gut

Autor:in: Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin Anke Eickemeier (Author)

Social Work
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Pädagogik oder auch Sozialpädagogik, welche die soziale Arbeit implizieren, bedeutet so viel wie "Knabenführung".
Was hat nun die Führung oder Erziehung von Knaben, also JUNGEN Männern, mit sozialer Arbeit mit ÄLTEREN Menschen zu tun?
Und überhaupt das Wort "Erziehung"? Können, müssen oder sollen ältere Menschen noch "erzogen" werden oder haben sie diesen Teil ihres Lebens nicht schon hinter sich?
Sicherlich müssen ältere Menschen, dem eigentlichen Sinn nach, nicht mehr "erzogen" werden, aber Sozialpädagogik, und somit die soziale Arbeit mit Menschen, beinhaltet auch noch mehr.
Sie geht auf die Bedürfnislage von Menschen ein und versucht die Lebenswelt von Klienten, unter dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen und zu verbessern.
Ebenso soll auch die Lebenswelt der älteren Menschen, die in stationären Einrichtungen leben, unterstützt und verbessert werden.
Somit ist in stationären Einrichtungen für ältere Menschen die Sozialarbeit genau richtig angesiedelt, gerade auch unter dem Aspekt, dass es immer mehr ältere Menschen in der Bevölkerung gibt und geben wird, zurückzuführen auf verbesserte medizinische Versorgung und ein Ungleichgewicht der Geburten- und der Sterberate.
Diesen Veränderungen muss sich die soziale Arbeit anpassen und es müssen Konsequenzen für die Sozialpädagogik / Sozialarbeit folgen, es müssen noch mehr Konzepte für dieses Klientel erarbeitet werden.
Die vorliegende Arbeit soll nun ein Versuch sein, alle Bereiche, in stationären Einrichtungen für ältere Menschen, in denen soziale Arbeit stattfinden muss, zu nennen und mit Ideen und Vorstellungen von sozialer Arbeit zu füllen.
Der Begriff "soziale Arbeit" soll nicht nur Sozialarbeit, also die Gestaltung der Rahmenbedingungen, bedeuten, sondern ebenso die Ausfüllung des Rahmens mit der Arbeit "am Menschen" selbst, also der Vermittlung von zwischenmenschlicher Nähe und die Unterstützung bei der Umsetzung von menschlichen Bedürfnissen.

Excerpt


Gliederung

Vorwort

Einleitung

1 Begriffsklärungen

1.1 Alter

1.1.1 Das kalendarische Alter

1.1.2 Das biologische Alter

1.1.3 Das psychologische Alter

1.1.4 Das soziologische Alter

1.2 Stationäre Einrichtungen

1.2.1 Altenwohnheim

1.2.2 Altenheim

1.2.3 Altenpflegeheim

1.2.4 Mehrgliedrige Heime

1.3 Soziale Arbeit

2 Bedürfnisse älterer Menschen

2.1 Die Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow

2.2 Wünsche der Bewohner von ihrem Leben in einer stationären Einrichtung

3 Soziale Sicherung der Menschenwürde

3.1 Identitätssicherung der älteren Menschen

3.2 Grundgesetz der BRD

3.3 Rahmen der sozialen Sicherung – SGB I

3.4 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

3.5 Europäische Sozialcharta

3.6 Ethik-Charta der Vereinten Nationen

3.7 Pflegeversicherung

3.8 Betreuungsrecht

4 Möglichkeiten der Erfüllung der Bedürfnis-Forderungen der Pyramide

4.1 Versuche der Umsetzung vom Notwendigen zum Möglichen

4.1.1 Physiologische Bedürfnisse

4.1.2 Sicherheitsbedürfnisse

EXKURS 1: Das Gefühl seine Persönlichkeit aufgeben zu müssen

4.1.3 Sozialbedürfnisse

EXKURS 2: Tierhaltung im Heim

4.1.4 Selbstachtung

EXKURS 3: Mitspracherecht der Bewohner bei der Gestaltung des Tagesablaufes

4.1.5 Selbstverwirklichung

EXKURS 4: Gegen das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden

4.2 Überlegungen, wie Bewohner zu Hause leben würden

5 Beispiele sozialer Arbeit auf der bewohnerorientierten Ebene

5.1 Hilfen beim Kennenlernen einer eventuell neuen Lebenswelt und das Eingewöhnen nach einem Umzug in eine stationäre Einrichtung

5.2 Aufklärung und Beratung

5.3 Hilfen für Bewohner beim Umgang mit geistig verwirrten Mitbewohnern

5.4 Freizeitgestaltung oder Ein Heim ohne Langeweile

5.5 Einzelarbeit

5.6 Erinnerungsarbeit, Biographiearbeit

6 Beispiele sozialer Arbeit auf der institutions- und mitarbeiterorientierten Ebene

6.1 Milieugestaltung – Wohnen älterer, pflegebedürftiger Menschen und die Würde der Unterbringung

6.2 Förderung und Qualifizierung der Mitarbeiter oder Vermittlung von Fortbildungen und Supervision

6.3 Arbeit mit Ehrenamtlichen

7 Beispiele sozialer Arbeit auf der umfeld- und gemeinwesenorientierten Ebene

7.1 Öffentlichkeitsarbeit

7.2 Wenn die Angehörigen zu Fremden werden oder Die Arbeit mit Angehörigen

7.3 Kooperation mit Dienstleistungsanbietern

7.3.1 Ergotherapie

7.3.2 Krankengymnastik

8 Sterben und die Zeit nach dem Tod

8.1 Humanisierung des Sterbens

8.2 Worüber man nicht gerne spricht und doch sprechen muss

8.3 Die Zeit nach dem Sterben

9 Matthias-Claudius Stift

9.1 Beschreibung

9.2 Soziale Arbeit vor Ort

10 St. Paulus-Stift

10.1 Beschreibung

10.2 Soziale Arbeit vor Ort

11 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Einordnung

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Notwendigkeit und konkrete Möglichkeiten sozialer Arbeit mit älteren Menschen in stationären Einrichtungen am Beispiel der Stadt Göttingen. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den Bedürfnissen älterer Menschen – unter Berücksichtigung von Ethik und Menschenwürde – und den institutionellen Rahmenbedingungen kritisch zu analysieren, um so verschiedene Handlungsfelder sozialer Arbeit zu definieren.

  • Analyse der Bedürfnisse älterer Menschen basierend auf der Bedürfnispyramide nach Maslow.
  • Untersuchung der sozialen Sicherung der Menschenwürde im stationären Kontext.
  • Differenzierung der sozialen Arbeit in drei Ebenen: bewohnerorientiert, institutions- und mitarbeiterorientiert sowie umfeld- und gemeinwesenorientiert.
  • Vergleichende Fallstudien zur Umsetzung sozialer Arbeit im Matthias-Claudius-Stift und St. Paulus-Stift.
  • Betrachtung von Sterbebegleitung und der Zeit nach dem Tod als integraler Bestandteil der stationären Altenhilfe.

Auszug aus dem Buch

EXKURS 1: Das Gefühl seine Persönlichkeit aufgeben zu müssen

Ob es nun ein Umzug aus einem akuten Grund oder ein lange vorbereiteter und geplanter Umzug in eine stationäre Einrichtung ist, in beiden Fällen geben die neuen Bewohner eines Heimes viel ihres bisherigen Lebens auf. Gerade dann kann es für einen Menschen von sehr großer Wichtigkeit und Bedeutung sein, wenigstens seine liebsten Möbelstücke oder Pflanzen und Dekorationsstücke mit in sein neues Zuhause zu nehmen. Diese seit langer Zeit vertrauten Gegenstände erhalten ein gewisses Gefühl der Sicherheit in einer neuen und fremden Umgebung und besitzen auch einen Kontinuitätscharakter.

Der neue Bewohner einer stationären Einrichtung hat das Gefühl, etwas von seiner „alten“ Persönlichkeit in das „neue“ Leben mitzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffsklärungen: Definition und Differenzierung der Begriffe „Alter“ (kalendarisch, biologisch, psychologisch, soziologisch), „stationäre Einrichtungen“ sowie grundlegende Prinzipien der „Sozialen Arbeit“.

2 Bedürfnisse älterer Menschen: Darstellung menschlicher Grundbedürfnisse anhand des Stufenmodells von Abraham Maslow und Einblicke in die Wünsche der Heimbewohner.

3 Soziale Sicherung der Menschenwürde: Überblick über ethische und gesetzliche Grundlagen, inklusive Grundgesetz, SGB, Menschenrechte und Betreuungsrecht.

4 Möglichkeiten der Erfüllung der Bedürfnis-Forderungen der Pyramide: Konkrete Ansätze, wie die Bedürfnisse der Bewohner innerhalb einer Einrichtung praktisch umgesetzt und adressiert werden können.

5 Beispiele sozialer Arbeit auf der bewohnerorientierten Ebene: Fokus auf Eingewöhnungshilfen, Beratung, Freizeitgestaltung, Einzelarbeit und biographisches Arbeiten.

6 Beispiele sozialer Arbeit auf der institutions- und mitarbeiterorientierten Ebene: Milieugestaltung, Personalförderung (Fortbildung/Supervision) sowie die Integration ehrenamtlicher Kräfte.

7 Beispiele sozialer Arbeit auf der umfeld- und gemeinwesenorientierten Ebene: Öffentlichkeitsarbeit, Arbeit mit Angehörigen und Kooperationen mit externen Dienstleistern.

8 Sterben und die Zeit nach dem Tod: Spezielle Betrachtung der Sterbebegleitung, der Enttabuisierung des Todes und des würdevollen Umgangs mit Verstorbenen und Hinterbliebenen.

9 Matthias-Claudius Stift: Beschreibung der Einrichtung und Analyse der konkreten Umsetzung sozialer Arbeit vor Ort.

10 St. Paulus-Stift: Beschreibung der Einrichtung und Analyse der konkreten Umsetzung sozialer Arbeit vor Ort.

11 Zusammenfassung und Ausblick: Synopse der Ergebnisse und kritischer Vergleich der beiden Fallbeispiele hinsichtlich Qualität und Quantität der sozialen Angebote.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Altenpflege, Stationäre Einrichtungen, Menschenwürde, Bedürfnisse, Maslowsche Bedürfnispyramide, Bewohnerorientierung, Biographiearbeit, Sterbebegleitung, Altenheim, Altenpflegeheim, Ehrenamt, Supervision, Gerontologie, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Notwendigkeit der sozialen Arbeit bei der Betreuung älterer Menschen, die in stationären Einrichtungen leben, mit Fokus auf die Wahrung ihrer Menschenwürde und Lebensqualität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Bedürfnisse älterer Menschen, die gesetzliche und ethische Absicherung ihrer Würde sowie die praktische Umsetzung sozialer Konzepte in drei unterschiedlichen Arbeitsfeldern (bewohner-, institutions- und umfeldbezogen).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, basierend auf einer Bedürfnisanalyse, konkrete Einsatzmöglichkeiten für die soziale Arbeit in Heimen aufzuzeigen und diese anhand von zwei Fallbeispielen in Göttingen kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse zu gerontologischen und sozialpädagogischen Ansätzen sowie eine explorative Untersuchung zweier stationärer Einrichtungen anhand von Beobachtungen und Gesprächen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Bedürfnisse, rechtlicher Rahmen) und einen praktischen Teil, in dem die Handlungsfelder der sozialen Arbeit im Heimalltag sowie der Umgang mit Sterben und Tod detailliert erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Soziale Arbeit, stationäre Altenhilfe, Maslow-Pyramide, Bewohnerorientierung, Biographiearbeit, Sterbebegleitung und Lebensqualität.

Wie unterscheiden sich das Matthias-Claudius-Stift und das St. Paulus-Stift in der Umsetzung?

Das Matthias-Claudius-Stift zeichnet sich durch ein breiter gefächertes Angebot durch den begleitenden Dienst aus, während im St. Paulus-Stift viele Aufgaben durch die Heimleitung wahrgenommen werden, was die Kapazitäten für gezielte soziale Betreuung teilweise einschränkt.

Welche Rolle spielt die Validation im Pflegealltag?

Die Validation, insbesondere nach Naomi Feil, wird als wesentliche Methode vorgestellt, um verwirrte und demente Bewohner besser zu erreichen, ihre Ängste zu lindern und ihr Selbstwertgefühl zu stabilisieren.

Warum ist das Thema Sterben in der Arbeit gesondert aufgeführt?

Da stationäre Heime oft die letzte Lebensstation der Bewohner darstellen, ist die aktive und würdige Gestaltung des Sterbeprozesses und der Trauerbewältigung eine essenzielle Aufgabe der sozialen Arbeit.

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Details

Title
Notwendigkeit und Möglichkeiten sozialer Arbeit mit älteren Menschen in stationären Einrichtungen am Beispiel der Stadt Göttingen
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (FB Sozialpädagogik)
Grade
gut
Author
Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin Anke Eickemeier (Author)
Publication Year
2000
Pages
119
Catalog Number
V8832
ISBN (eBook)
9783638157001
ISBN (Book)
9783656661573
Language
German
Tags
Notwendigkeit Möglichkeiten Arbeit Menschen Einrichtungen Beispiel Stadt Göttingen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin Anke Eickemeier (Author), 2000, Notwendigkeit und Möglichkeiten sozialer Arbeit mit älteren Menschen in stationären Einrichtungen am Beispiel der Stadt Göttingen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8832
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