Marktpotenziale von China und Eintrittsstrategien in den chinesischen Markt aus Sicht westeuropäischer Banken


Seminararbeit, 2008
74 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

IV. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1. Marktpotenziale
2.2. Eintrittsstrategien

3. Marktpotenziale
3.1. Rahmenbedingungen des chinesischen Marktes
3.1.1. Globale Rahmenbedingungen
3.1.1.1. Ökonomische Faktoren
3.1.1.2. Politisch-rechtliche Faktoren
3.1.1.3. Soziokulturelle Faktoren
3.1.1.4. Geografische Faktoren
3.1.2. Branchenspezifische Faktoren und Wettbewerb
3.1.2.1. Der chinesische Bankenmarkt – Struktur, Entwicklungen und Player
3.1.2.2. Kundensegmente und Produkt-/Leistungsangebot
3.1.3. Unternehmensspezifische Rahmenbedingungen
3.2. Chancen- und Risikoprofil des chinesischen Bankenmarktes

4. Markteintrittsstrategien
4.1. Wahl der Betätigungsform
4.1.1. Gliederungssystematik
4.1.2. Wertschöpfungsform
4.1.2.1. Export
4.1.2.2. Ressourcentransfer in Form von Lizenzierung oder Franchising
4.1.2.3. Auslandsrepräsentanz
4.1.3. Eigentumsformen
4.1.3.1. Markttransaktion
4.1.3.2. Kooperative Formen
4.1.3.2.1. Joint Venture
4.1.3.2.2. Vertragliche Kooperation
4.1.3.2.3. Fusion
4.1.3.3. Tochtergesellschaft
4.1.4. Ansiedlungsform
4.2. Wahl des Markteintrittszeitpunktes (Timingstrategie)
4.2.1. Grundlagen
4.2.2. Länderspezifische Timingstrategie
4.2.3. Länderübergreifende Timingstrategie
4.3. Markt- und Standortwahl
4.4. Mustereintrittsstrategien in den chinesischen Bankensektor

5. Fallbeispiel BNP Paribas
5.1. Überblick
5.2. Unternehmensspezifische Rahmenbedingungen
5.2.1. Ziele und Unternehmensstrategie
5.2.2. Unternehmensstruktur und Produkt-/Leistungsprogramm
5.3. Entwicklung des Marktengagements der BNP Paribas in China
5.3.1. Wahl der Betätigungsform
5.3.2. Wahl des Markteintrittszeitpunktes
5.3.3. Wahl der Standorte

6. Fazit und Ausblick

V. Literaturverzeichnis

VI. Gesprächspartnerverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Rahmenbedingungen von Internationalisierungsentscheidungen

Tabelle 2: Einkommensverteilung – Ein internationaler Vergleich mittels des Gini-Koeffizienten

Tabelle 3: Regionale Disparitäten am Beispiel der Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens

Tabelle 4: China – Verwaltungsstruktur

Tabelle 5: Struktur des chinesischen Bankenmarktes

Tabelle 6: Ranking ausländischer Banken und Finanzinstitute im Jahr 2006

Tabelle 7: Zeitplan für die Öffnung des chinesischen Finanzsektors

Tabelle 8: Anträge auf Gründung einer Tochtergesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit

Tabelle 9: Ausländische Banken in China

Tabelle 10: Chancen- und Risikoprofil des Bankensektors in China

Tabelle 11: Vor- und Nachteile des indirekten Exports

Tabelle 12: Vor- und Nachteile des direkten Exports

Tabelle 13: Vor- und Nachteile der Lizenzierung

Tabelle 14: Vor- und Nachteile des Franchising

Tabelle 15: Vor- und Nachteile einer Auslandsrepräsentanz

Tabelle 16: Vor- und Nachteile einer Markttransaktion

Tabelle 17: Vor- und Nachteile eines Joint Ventures

Tabelle 18: Vor- und Nachteile einer vertraglichen Kooperation

Tabelle 19: Vor- und Nachteile einer Fusion

Tabelle 20: Vor- und Nachteile von Tochtergesellschaften

Tabelle 21: Vor- und Nachteile einer Unternehmensakquisition bzw. eines Beteiligungserwerbes

Tabelle 22: Vor- und Nachteile einer Unternehmensneugründung

Tabelle 23: Vor- und Nachteile länderspezifischer Timingstrategien

Tabelle 24: Vor- und Nachteile länderübergreifender Timingstrategien

Tabelle 25: Vorteile einer in China eingetragenen Tochtergesellschaft gegenüber einer
Filiale

Tabelle 26: Strategie-Wettbewerbsvorteil-Matrix

Tabelle 27: Potenzielle Kooperationspartner in Abhängigkeit von der strategischen Zielsetzung

Tabelle 28: Eintrittsstrategien der drei führenden ausländischen Banken in China

IV. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Regionale Disparitäten am Beispiel des BIP pro Kopf 2005

Abbildung 2: Jährliche reale Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes der VR China

Abbildung 3: China – Bruttoinlandsprodukt 2006 nach sektoraler Entstehung

Abbildung 4: China – Wichtige Außenhandelspartner im Jahr 2006

Abbildung 5: Das politische System Chinas – Verflechtung von Partei und Staat

Abbildung 6: Wulun – Die fünf sozialen Grundbeziehungen

Abbildung 7: Kontextorientierung in der Kommunikationssituation

Abbildung 8: Chinas Finanzsektor 2006 – Marktanteile der Institute nach Vermögens-
werten

Abbildung 9: Geografische Verteilung von Investitionen ausländischer Banken in China

Abbildung 10: Aufteilung des Vermögens von Privatkunden in China

Abbildung 11: Aufteilung der Asset Managern in China zur Verfügung stehenden Fonds

Abbildung 12: Dimensionen der Betätigungsformen

Abbildung 13: Übersicht über die von ausländischen Instituten genutzten Strategieoptionen

Abbildung 14: BNP Paribas – Struktogramm China

Abbildung 15: Überblick – Entwicklung des Engagements der BNP Paribas in der
VR China

Abbildung 16: Die Standorte und Beteiligungen der BNP Paribas in China im Jahr 2007

1. Einleitung

Der Finanzsektor Chinas befindet sich momentan im Umbruch. Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 und die dadurch weiter vorangetriebene Öffnung des Bankenmarktes sowie das seit Jahren hohe Wirtschaftswachstum bleiben nicht ohne Einfluss auf die Attraktivität Chinas aus Sicht westeuropäischer Banken. Mit dieser Arbeit sollen deshalb das Potenzial des chinesischen Marktes und mögliche Eintrittsstrategien westeuropäischer Institute und Finanzdienstleister näher betrachtet werden.

Dazu werden im ersten Teil mittels der Analyse der Rahmenbedingungen und eines Chancen- und Risikoprofils die Marktpotenziale bestimmt. Da Eintrittsstrategien durch Marktpotenziale determiniert werden, erfolgt die Erläuterung der möglichen Eintrittsstrategien im zweiten Schritt. Diese Arbeit ist einerseits auf die relevanten Aspekte aus Sicht der Bankenbranche und andererseits auf das chinesische Festland fokussiert. Zur Veranschaulichung der Analyseergebnisse dient das Fallbeispiel BNP Paribas. Abschließend werden ein Fazit sowie ein Marktausblick formuliert.

2. Begriffliche Abgrenzungen

2.1. Marktpotenziale

Im Rahmen einer Internationalisierung wird eine strategische Basisentscheidung durch die Selektion verschiedener Auslandsmärkte getroffen (Berndt/Fantapié Altobelli/Sander 2005, S. 102). Um eine Auswahl vornehmen zu können ist es notwendig, die relevanten Ländermärkte einer detaillierten Analyse zu unterziehen. Das Marktpotenzial für das Unternehmen wird anhand der Kriterien Marktattraktivität und Marktbarrieren beurteilt (Backhaus/Büschken/Voeth 2001, S. 118).

Während Marktattraktivität die möglichen Ertragschancen eines Marktes für ein Unternehmen beschreibt, stellen Marktbarrieren Hindernisse dar, die es zu überwinden gilt, um in einen Markt einzutreten (Kutschker/Schmid 2005, S. 928 ff.). „Die in den einzelnen Ländern vorhandenen Kriterienausprägungen lassen sich aus der Analyse der Rahmenbedingungen ermitteln“ (Berndt/ Fantapié Altobelli/Sander 2005, S. 104). Dabei werden globale, branchenspezifische und unter-nehmensspezifische Rahmenbedingungen unterschieden:

Tabelle 1 : Rahmenbedingungen von Internationalisierungsentscheidungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenQuelle: in Anlehnung an Berndt/Fantapié Altobelli/Sander 1997, S. 24.

2.2. Eintrittsstrategien

Nachdem sich ein Unternehmen für einen Ländermarkt entschieden hat, müssen Entscheidungen bzgl. des Markteintritts getroffen werden. Der Begriff Markteintrittsstrategie bezieht sich im Gegensatz zur Marktbearbeitungsstrategie auf den erstmaligen Eintritt. Diese Abgrenzung ist bedeutsam, „weil die Form des Markteintritts nicht unbedingt auch der Form der Marktbearbeitung im Zeitablauf entsprechen muss“ (Kutschker/Schmid 2005, S. 820).

Die zentralen Elemente einer Eintrittsstrategie sind die Betätigungsform, der Markteintrittszeitpunkt und die Standortwahl (Welge/Holtbrügge 2006, S. 95). Eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Strategieelemente erfolgt im 4. Kapitel dieser Arbeit.

3. Marktpotenziale

3.1. Rahmenbedingungen des chinesischen Marktes

3.1.1. Globale Rahmenbedingungen

3.1.1.1. Ökonomische Faktoren

China liegt mit einem BIP von 2.627 Mrd. USD 2006 auf Platz vier der weltweit größten Wirtschaftsnationen und damit nur knapp hinter dem drittplatzierten Deutschland, das von China wahrscheinlich im Jahr 2008 überholt werden wird (Bfai 2007a, S. 2). Die von China seit Ende der 70er Jahre betriebene Öffnungs- und Reformpolitik, die auf einer schrittweisen Öffnung des Finanzsektors und dem Anziehen ausländischer Direktinvestitionen basiert, hat dieses enorme Wachstum erst ermöglicht (Bfai 2007h, S. 1).

„Der außenwirtschaftliche Öffnungsgrad des Landes, gemessen am Anteil der Ex- und Importe am BIP, hat sich von 1990 und 2005 von 27% auf 69% erhöht“ (KfW Bankengruppe 2007, S. 2). Der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) hat 2001 zu einem besonders starken Anstieg geführt (Sparks 2007). Nach Deutschland und den USA ist China die weltweit drittgrößte Exportnation. Früher nur als „Werkbank der Welt“ (KfW Bankengruppe 2007, S. 4) bekannt, ist China heute ist zu einem weltweit wichtigen Absatzmarkt geworden. Marktwirtschaftliche Ordnungsprinzipien haben im Zuge der Transformation des Wirtschaftssystems Berücksichtigung gefunden. Der Staat behält sich jedoch vor, bestimmte Schlüsselsektoren zu kontrollieren und in das Marktgeschehen einzugreifen (Bfai 2007h).

Abbildung 1: Regionale Disparitäten am Beispiel des BIP pro Kopf 2005

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Bfai 2007h, S. 7.

Wirtschaftspolitische Ziele des aktuellen Fünfjahresprogrammes sind die Erhöhung der Wertschöpfung im Inland, die Förderung von Innovationsfähigkeit sowie nachhaltiges Wirtschaften, indem quantitatives durch qualitatives Wachstum ersetzt wird (Bfai 2007j, S. 1 ff.). Außerdem sollen die gravierenden regionalen Disparitäten beseitigt werden, die aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Produktivität von Küsten- und Inlandsprovinzen entstanden sind und sich an der un-gleichen Verteilung des Einkommens und der Arbeitslosigkeit - in Städten 8,5% und auf dem Land 30% - (Deutsche Botschaft Peking 2007, S. 1 f.) sowie am Gini-Koeffizienten, einem statistischen Maß für die Verteilungsgleichheit der Einkommen in einem Land, zeigen. „Ein Großteil der Familien im Westen des Landes ist auf Einkommenstransfers von Angehörigen angewiesen, die als Wanderarbeiter in die Industriezentren an der Küste ziehen“ (Becker/Straub 2007, S. 253). China liegt mit einem Gini-Koeffizienten von 44,7% oberhalb des Schwellenwertes, ab dem es nach Meinung der Vereinten Nationen zu sozialen Unruhen kommen kann (Becker/Straub 2007, S. 250).

Tabelle 2: Einkommensverteilung – Ein internationaler Vergleich mittels des Gini-Koeffizienten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an Vereinte Nationen 2006, S. 335ff.

Tabelle 3: Regionale Disparitäten am Beispiel der Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an Bfai 2007m.

Mit einem Zuwachs von 10,7% im Jahr 2006 erreichte das chinesische BIP dank der gestiegenen Investitionen und des Exportes den höchsten Stand seit 1995. Zur BIP-Steigerung trugen etwa zur Hälfte die Anlageinvestitionen und jeweils zu einem Viertel die private Konsumnachfrage und der Außenbeitrag bei (KfW Bankengruppe 2007, S. 1 f.). Auch im 1. Halbjahr 2007 waren die Haupt-wachstumsträger der BIP-Steigerung um 11,5% der Export und die Investitionen, die in den ersten vier Monaten um 25,5% stiegen. Der kontinuierliche Anstieg des privaten Konsums, im 1. Quartal 2007 um 14,9%, deutet „auf ein sich änderndes Wachstumsmodell hin, in dem die Binnennachfrage eine immer größere Rolle spielen wird“ (Bfai 2007l). Die andauernden Einkommenssteigerungen der letzten Jahre sind der Grund für die steigende Binnennachfrage (Bfai 2007a, S. 5).

Abbildung 2 : Jährliche reale Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes der VR China

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an Deutsche Botschaft Peking 2007, S. 1.

Abbildung 3: China – Bruttoinlandsprodukt 2006 nach sektoraler Entstehung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Deutsche Botschaft Peking 2007, S. 1.

Die chinesische Zentralbank versuchte im 3. Quartal 2007 mit einer Senkung der Steuer auf Zinseinkommen von 20% auf 5% und der Anhebung der Mindestreservesätze der Geschäftsbanken auf 12% die Inflation zu bremsen (Bfai 2007l). Trotz der fünften Erhöhung des Zinssatzes für einjährige Spareinlagen um 0,27 auf 3,87% ist die Inflationsrate im August 2007 auf 6,5% und somit den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen (WirtschaftsWoche 2007, S. 40). Die bis Juli 2005 fest an den USD gebundene chinesische Währung orientiert sich nun „an einem Warenkorb, der die Währungen der wichtigsten chinesischen Handelspartner beinhaltet, dessen Zusammensetzung jedoch nicht bekannt ist“ (KfW Bankengruppe 2007, S. 7 f.).

Chinas Anteil an der Weltproduktion ist von 1990 bis 2005 von 1,7% auf 5% gestiegen und die „Volksrepublik entwickelte sich [...] von der elftgrößten zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt“ (KfW Bankengruppe 2007, S. 4). China trägt zu einem Drittel zum globalen BIP-Wachstum bei und gehört zu den „weltgrößten Empfänger[n] ausländischer Direktinvestitionen“ (Bfai 2007h, S. 1). Für das 1. Quartal 2007 wird mit einem Handelsüberschuss von ca. 250 Mrd. USD und somit einer Steigerung von 43% gerechnet (Bfai 2007a, S. 5). Die wichtigsten Außenhandelspartner der Volksrepublik China können nachfolgender Abbildung entnommen werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: China – Wichtige Außenhandelspartner im Jahr 2006

Quelle: Bfai 2007k.

3.1.1.2. Politisch-rechtliche Faktoren

Die offizielle Staats- und Regierungsform des am 01.10.1949 gegründeten China lautet „sozialistische Volksrepublik“ (Auswärtiges Amt 2007a). In China liegt ein Einparteiensystem vor, bei dem sich „die politische Herrschaft [...] auf eine nach leninistischen Prinzipien organisierte Kaderpartei, die Kommunistische Partei Chinas“ (Heilmann 2004, S. 64) konzentriert: „Alle politischen und gesellschaftlichen Schlüsselpositionen sind durch Kader besetzt, die durch die Partei ernannt und abberufen werden“ (Gareis 2005, S. 37).

Es existiert weder eine politische Opposition noch eine „Gewaltenteilung im Hinblick auf exekutive, legislative und judikative Funktionen“ (Staiger u.a. 2003, S. 575). Die Exekutive besteht aus dem Präsidenten, der als Staatsoberhaupt repräsentative Aufgaben wahrnimmt, und dem höchsten Organ der staatlichen Verwaltung, dem Staatsrat. „Dem Ministerpräsidenten (seit März 2003 Wen Jiabao) obliegt die Leitung des Staatsrates, d. h. der Regierung“ (Auswärtiges Amt 2007b). Die Legislative bildet der Nationale Volkskongress, der den Staatspräsidenten und seinen Stellvertreter sowie auf Vorschlag des Präsidenten den Ministerpräsidenten wählt. Das Parlament ist somit „das zentrale Legitimationsorgan des politischen Systems“ (Hartmann 2006, S. 110).

Abbildung 5: Das politische System Chinas – Verflechtung von Partei und Staat

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an Bundeszentrale für politische Bildung 2007.

Die Verwaltungsstruktur Chinas kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

Tabelle 4: China – Verwaltungsstruktur

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an Central Intelligence Agency 2007.

Der Prozess der Reformpolitik und Öffnung Chinas wurde durch die Verankerung des Prinzips der „sozialistischen Marktwirtschaft“ (Auswärtiges Amt 2007b) in der Verfassung und dem Abbau tarifärer und nicht-tarifärer Handelshemmnisse als Folge des Beitritts zur WTO im Jahr 2001 fortgesetzt (Auswärtiges Amt 2007c). Das vorhandene politische Konfliktpotenzial zeigt sich an Streiks und Arbeiterprotesten (Auswärtiges Amt 2007c; Gareis 2005, S. 43 f.) und außerhalb des Landes an historisch gewachsenen Konflikten insbesondere mit Japan (CIA 2007).

Neben kontinentaleuropäischen Einflüssen, die den Grundsatz des sich im Aufbau befindenden chinesischen Rechtssystems bilden, finden sich auch „Elemente des anglo-amerikanischen Rechtskreises“ (Bfai 2007b, S. 1). Auch nach dem Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit durch die Verfassungsänderung von 1999 „kommt es weiterhin zu systematischen Verletzungen von politischen und bürgerlichen Rechten“ (Becker/Straub 2007, S. 110 f.) durch Polizei und Justiz.

Im Rahmen des WTO-Beitritts sind zahlreiche Gesetze reformiert worden. Ständige Anpassungen der Gesetzgebung an außen- und binnenwirtschaftliche Entwicklungen lassen die chinesische Rechtsordnung jedoch komplex erscheinen (Zinzius 2006, S. 145). Ausländische Direktinvestitionen unterliegen einer strengen staatlichen Kontrolle, die durch eine Neuregelung im September 2006 verschärft wurde (Bfai 2007c). Übernahmen chinesischer Unternehmen durch ausländische Investoren bedürfen der Zulassung durch das chinesische Handelsministerium.

Der Einfluss der Bürokratie auf die Gerichte, die „von lokalen Verwaltungen ernannt und bezahlt“ (Zinzius 2006, S. 148 f.) werden, erschwert die Rechtsdurchsetzung. Verträge werden in China als Verhandlungsbasis und nicht als ein Diktum wahrgenommen. Um Rechtsansprüche durchsetzen zu können, sind gute Beziehungen zu den jeweiligen Entscheidungsträgern eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Verhandlung (Zinzius 2006, S. 153 f.). Das am 29.06.2007 verabschiedete neue Arbeitsrecht verstärkt die Rechte der Arbeitnehmer (Bfai 2007d). Ende August ist ein Wettbewerbsgesetz erlassen worden, das ab 01.08.2008 die Bereiche Kartell- und Wettbewerbs-recht regelt (Bfai 2007e). Beim Schutz geistigen Eigentums (Bfai 2007f) und des Privateigentums haben sich Verbesserungen ergeben, die durch die Einführung eines Eigentumsgesetzes im Oktober 2007 bei der Kreditbesicherung neue Möglichkeiten schaffen (Bfai 2007g).

3.1.1.3. Soziokulturelle Faktoren

In China leben rund 1,3 Mrd. Menschen und damit fast ein Viertel der Weltbevölkerung. Han-Chinesen stellen mit ca. 92% die größte Bevölkerungsgruppe dar. Aufgrund der 55 Minoritätengruppen existieren außer Standard-Hochchinesisch und Dialekten zahlreiche Minderheitensprachen (Auswärtiges Amt 2007a). Trotz Ein-Kind-Politik ist Chinas Bevölkerung 2006 um ca. 0,6% gewachsen. Sowohl die Lebenserwartung, die im Jahr 2005 71,8 Jahre betragen hat, als auch die Einschulungsraten weiterführender Schulen haben sich verbessert (Weltbank 2007).

Chinas Werte und Traditionen sind durch philosophische Konzepte und Systeme wie Taoismus, Buddhismus, Sun Tzu und Han Hei Tzu geprägt worden. Den stärksten Einfluss auf die chinesische Denkweise übte jedoch der Konfuzianismus aus (Zinzius 2006, S. 177).

Beziehungen sind nach Konfuzius durch reziproke Pflichten in Form von Respekt und Gehorsam bzw. Schutz und Fürsorge geprägt (Becker/Straub 2007, S. 100). Ehemals wurden Konfuzianismus und eine moderne Wirtschaftsordnung als unvereinbare Gegensätze angesehen (Becker/Straub 2007, S. 116); heute wird „Konfuzius selbst als Reformer und Erneuerer“ (Eglauer 2005, S. 57) und somit als Motor des enormen chinesischen Wirtschaftswachstums betrachtet.

Abbildung 6: Wulun – Die fünf sozialen Grundbeziehungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Zinzius 2007, S. 25.

Die chinesische Kultur zeichnet sich durch eine hohe Kontextgebundenheit und einen indirekten Kommunikationsstil aus. „Kommunikation ist durchweg beziehungs- und nicht lösungsorientiert“ (Kasperk/Woywode/Kalmbach 2006, S. 140). Nonverbale Kommunikation wird in China bewusst eingesetzt: Bspw. das für Chinesen typische Lächeln. Da Körpersprache fast immer mehrdeutig ist, kann demzufolge das Beziehen klarer Positionen vermieden werden (Zinzius 2007, S. 100).

Abbildung 7: Kontextorientierung in der Kommunikationssituation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Kasperk/Woywode/Kalmbach 2006, S. 138.

Nach einer Studie von Hofstede zeichnet sich China durch eine ausgeprägte Langfristorientierung aus (Kutschker/Schmid 2005, S. 720 ff.), was v. a. bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern zu berücksichtigen ist (Ergenzinger/Krulis-Randa 2005, S. 160). Konfliktvermeidung und Selbstkontrolle sind wichtig, „um das Gesicht des Gegenübers wie auch das eigene Gesicht zu wahren“ (Kasperk/Woywode/Kalmbach 2006, S. 140). „Das Gesicht“ ist in China von „existentielle[r] Bedeutung“ (Zinzius 2006, S. 132), weil es die Geltung und individuelle Rolle einer Person in ihrem sozialen Umfeld bestimmt. Bei der Personalführung ist zu beachten, dass ein guter Chef nach chinesischer Vorstellung die Mitarbeiter respektieren und für sie sorgen soll (Zinzius 2006, S. 131).

Ein charakteristisches Merkmal der chinesischen Sozialstruktur ist, dass das Gemeinwesen und die politische Ordnung über den Interessen des Individuums stehen. Kollektivismus und familiäre bzw. soziale Netzwerke sind auch im geschäftlichen Bereich sehr wichtig (manager magazin 2007). Entscheidend für den Erfolg eines solchen Netzwerkes, das als guanxi bezeichnet wird, ist der Aufbau einer „familienähnlichen Beziehung“, die durch „das ernsthafte persönliche Interesse am Gegenüber“ (Ergenzinger/Krulis-Randa 2005, S. 159) geschaffen werden kann. In China wird guanxi „bewußt (sic!) als soziale Strategie [...] für die Bewältigung des Alltagslebens und die Zielerreichung eingesetzt“ (Yang 1999, S. 24).

3.1.1.4. Geografische Faktoren

Die Volksrepublik China ist nach Russland und Kanada das drittgrößte Land der Erde. Die Landfläche Chinas, das im Osten des eurasischen Kontinents und an der Westküste des pazifischen Ozeans liegt, beträgt ca. 9,6 Mio. km2 (Statistisches Bundesamt 2004, S. 1). Die infrastrukturellen Bedingungen sind in China sehr verschieden. Je nach Region und topografischen Verhältnissen sind Schienen-, Straßen- und Wasserverkehr unterschiedlich stark ausgeprägt und es „kann kaum von einem nationalen Transportnetz die Rede sein“ (Staiger/Friedrich/Schütte 2006, S. 184). Die chinesische Regierung versucht mit der Modernisierung der Infrastruktur und einem kontinuierlichen Ausbau die Bedingungen insbesondere für den Eisenbahntransport und den Flugverkehr zu verbessern (Bfai 2007a, S. 4). Fortschritte sind auch in der Kommunikationsinfrastruktur zu attestieren (Weltbank 2007).

3.1.2. Branchenspezifische Faktoren und Wettbewerb

3.1.2.1. Der chinesische Bankenmarkt – Struktur, Entwicklungen und Player

Der Bankenmarkt Chinas ist durch enormes Wachstum gekennzeichnet: Die gesamten Bankeinlagen haben sich von 2001 bis 2006 verdoppelt und sind im Vergleich zum Vorjahr 2006 um ca. 17% auf rund 4,5 Billionen Euro angewachsen (Bfai 2007n). Mit einem Anstieg von 14,7% im Jahr 2006 weisen auch die gesamten vergebenen Kredite hohe Zuwächse auf. Die Bilanzsummen aller in China tätigen Banken sind von 2003 bis 2006 um 59% gestiegen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fast 15% entspricht (CBRC 2006, S. 30).

Die Gewinnerwartungen ausländischer Investoren für die kommenden Jahre sind groß; „Ver-besserungen im Bereich der Regulierung werden [...] als wichtigster Treiber“ (PWC 2007a) für das starke Wachstum genannt. Für die Jahre 2007 und 2008 werden die Geschäftsaussichten ausländischer Banken als sehr gut bewertet (Menshausen 2007). Die in einer Studie von PWC (2007b, S. 6) befragten Vorstandsvorsitzenden 40 ausländischer Banken erwarten, dass sich die Aktiva bis 2010 verdoppeln und sich der Nettogewinn verdreifachen wird.

Das Kreditvolumen des chinesischen Marktes wird laut einer Analyse von PWC (2007c, S. 1) im Jahr 2010 den deutschen, 2020 den japanischen und 2045 den US-Markt übertreffen. Im Vergleich zu den Industriestaaten, für die PWC (2007c, S. 7 f.) eine Vervierfachung des Gewinns zwischen 2005 und 2050 prognostiziert, wird für das Gewinnwachstum der Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Russland, Indonesien, Mexiko und Türkei ein Faktor von etwa 25 geschätzt.

Bankdarlehen stellen mit fast 90% die wichtigste Finanzierungsquelle der chinesischen Volkswirtschaft dar und sind ein Zeichen für „die starke Abhängigkeit der Unternehmer von Banken“ (Bfai 2006). Aufgrund der im Vergleich zu den Industrieländern unterdurchschnittlich entwickelten Märkte für Aktien (20% des BIP) und Anleihen (34% des BIP) liegen deren Finanzierungsanteile lediglich bei 5,6% bzw. 7,5% (Deutsche Bank 2007a, S. 3).

Die Ertragsquellen chinesischer Banken verschieben sich weg vom Firmen- hin zum Privatkundengeschäft. McKinsey (2004) prognostiziert, dass die mit Firmenkunden generierten Erträge 2013 nur noch 50% statt wie im Jahr 2005 rund 80% der gesamten Erträge ausmachen werden. Retail Banking stellt daher den strategischen Fokus der kommenden Jahre dar, was v. a. drei Gründe hat:

Da das chinesische Wachstum zunehmend von der privaten Konsumnachfrage getragen wird (s. Kap. 3.1.1.1), wird die Nachfrage nach Privatkrediten für Immobilien und Autos sowie nach Kreditkarten zunehmen. Zweitens werden die Margen im Firmenkundengeschäft aufgrund steigender Wettbewerbsintensität und die Kreditnachfrage wegen der fortschreitenden Entwicklung des Kapitalmarktes sinken. Ein weiterer Grund ist, dass bei einem in den nächsten Jahren zu erwartenden Wegfall der staatlichen Regulierung von Einlagen- und Kreditzinsen die Zinsspanne sowie daraus resultierende Gewinne abnehmen werden (McKinsey 2004).

Der Trend zur verstärkten Bearbeitung des Retail-Segmentes zeigt sich auch an der sehr hohen Wettbewerbsintensität, die u. a. durch Strategiewechsel und Pläne ausländischer Banken, in China eingetragene Tochtergesellschaften zu gründen, zugenommen hat. Nur mit einer eigenständigen Tochter ist es möglich, Bankgeschäfte in inländischer Währung anzubieten (PWC 2007b, S. 11).

Ein Problem stellen aus Sicht ausländischer Investoren weiterhin die staatlichen Bestimmungen aufgrund fehlender Klarheit, Konsistenz und Koordination dar. Außerdem werden immer noch vorhandene Währungsrestriktionen, Liquiditätsvorgaben, hohe Kapitalanforderungen an ausländische Banken sowie fehlende Auskunfteien, ähnlich der deutschen SCHUFA, bemängelt (PWC 2007b, S. 5). In China werden ca. 83% des Zahlungsverkehrs mit Bargeld abgewickelt, da der elektronische Zahlungsverkehr mit nur 530 Point-of-Sale (POS) Terminals und Geldautomaten bezogen auf eine Mio. Einwohner im Vergleich zu Ländern wie den USA, die knapp 10.000 POS Terminals pro eine Mio. Einwohner aufweisen und wo nur 21% der Geschäfte bar bezahlt werden, deutlich unterentwickelt ist (McKinsey 2007a). Die schlechte Abdeckung ist besonders in den ländlichen Gebieten problematisch. Um die Anzahl der Terminals und Geldautomaten um 130 zu erhöhen schätzt McKinsey (2007a) den Investitionsaufwand auf mindestens zwei Milliarden USD.

Der chinesische Bankenmarkt gliedert sich in fünf Gruppen, deren Charakteristika in Tabelle 5 dargestellt werden: Staatsbanken (Commercial und Policy Banks), Geschäftsbanken (Joint-Stock und City/Rural Commercial Banks), Kreditkooperative (Genossenschaften), ausländische Institute und Finanzinstitute des Nicht-Bankensektors (Deutsche Bank 2004, S. 3 ff.).

Die vier großen Staatsbanken dominieren den Markt mit einem leicht zugunsten der Joint-Stock Commercial Banks sinkenden Anteil von 55,1% bezogen auf die Vermögenswerte des gesamten Bankensektors Ende 2006. Die höchsten Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr weisen die ausländischen Banken mit 10,6% und einem Marktanteil von lediglich 2,1% auf (CBRC 2006, S. 133). „Hauptrivalen werden also auch in Zukunft die ‚großen Vier’ und die Joint-Stock Banks sein“ (Deutsche Bank 2007a, S. 3), letztere haben ihren Marktanteil mit einem Zuwachs von fast 4% auf 12,4% im Vergleich zu 2005 gesteigert. Wie Tabelle 6 zeigt, sind Citibank, HSBC und Standard Chartered die führenden ausländischen Institute, was zum einem auf ihre lange Präsenz und zum anderen auf ihren umfangreichen Investments im Bankensektor Chinas beruht (Löchel 2006, S. 35).

Abbildung 8: Chinas Finanzsektor 2006 – Marktanteile der Institute nach Vermögenswerten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an CBRC 2006, S. 133.

Tabelle 5 : Struktur des chinesischen Bankenmarktes

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Chen/Everling 2002, S. 727 f.; Putzke 2000, S. 18 ff.

Tabelle 6: Ranking ausländischer Banken und Finanzinstitute im Jahr 2006

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: PWC 2007b, S. 7.

Ende 2006 wurden im Rahmen der Öffnung des chinesischen Bankensektors alle geografischen und auf Kundengruppen bezogenen Restriktionen aufgehoben, so dass ausländische Institute mit einer Tochtergesellschaft alle Bankgeschäfte in der Landeswährung anbieten können (Bfai 2007n). Der genaue Zeitplan der 2001 eingeleiteten Liberalisierungsmaßnahmen ist in nachfolgender Tabelle veranschaulicht. Durch eine im November 2006 veröffentlichte Verordnung wurde es ausländischen Banken möglich, „sich als Gesellschaft in China eintragen zu lassen“ (Deutsche Bank 2007a, S. 11) und die chinesische Bankenaufsicht vereinfachte ausländischen Instituten „den Erwerb neuer Lizenzen und die geografische Ausweitung“ (Deutsche Bank 2007a, S. 11).

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Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Marktpotenziale von China und Eintrittsstrategien in den chinesischen Markt aus Sicht westeuropäischer Banken
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Außenhandel und Internationales Management)
Veranstaltung
Strategisches Internationales Marketing - Neue Player und neue Märkte
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
74
Katalognummer
V88442
ISBN (eBook)
9783638024631
ISBN (Buch)
9783638928014
Dateigröße
1168 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marktpotenziale, China, Eintrittsstrategien, Markt, Banken, Strategisches, Marketing, Player, Märkte, Internationalisierung, Udo Rauber, Rauber, Internationalisierungsstrategien, Strategie, Internationales Marketing, Markteintrittsstrategien, Ländermarkt, Bank, BNP, BNP Paribas, europäische Banken, deutsche Banken, chinesischer Markt, Marktbarrieren, Markteintrittsbarrieren, Eintrittsbarrieren
Arbeit zitieren
Udo Rauber (Autor), 2008, Marktpotenziale von China und Eintrittsstrategien in den chinesischen Markt aus Sicht westeuropäischer Banken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88442

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