Ich habe mir das Thema ‚Analyse eines Bilderbuches zum Thema Tod′ für meine Hausarbeit ausgesucht, weil ich denke, dass ‚Tod′ ein Thema ist, welches in der Grundschule zu kurz kommt. Ich selbst kann mich nicht daran erinnern, je in der Grundschule etwas zum Thema Tod gehört oder gesehen zu haben. Dabei empfinde ich es als eine extrem wichtige Thematik. Es ist eine Thematik, die einen durch das ganze Leben hindurch begleitet und welche, wenn man nicht gelernt hat gesund damit umzugehen, einem ein ganzes Leben hindurch Schmerz bereitet.
Ich selbst weiß, dass mir, durch ein Ereignis in meiner Kindheit, der gesunde Umgang mit dem Thema Tod sehr schwer gemacht wurde und dass ich dadurch bis heute große Schwierigkeiten mit Abschied, Trauer, Tod und Sterben habe. Gerade darum ist es mir wichtig, mich mit dem Thema in Form von Bilderbüchern auseinander zu setzten. Sicherlich zum Teil, um mir selbst ein Stück Stärke zu geben, um zu verarbeiten und die Gefühle in mir zu ordnen, doch im wesentlichen, um später im Berufsleben den Kindern in der Schule die Möglichkeit zu geben, ein gesundes Verhältnis zum Thema Tod aufzubauen und Bilderbücher sind dafür ein wichtiges und sehr gut geeignetes Medium.
Ich habe nach langem Überlegen das Bilderbuch ‚Leb wohl, lieber Dachs′ zur Bearbeitung ausgewählt, weil es eines der wenigen Bilderbücher ist, von denen, die für mich zur Wahl standen, welches die Kälte, die Einsamkeit und die Traurigkeit, welche man oft empfindet, wenn jemand stirbt, anschaulich und ansprechend ausdrückt. Ich habe dieses Buch ausgewählt, weil ich es für gelungen halte. Wie jedes Bilderbuch, hat natürlich auch dieses Schwachstellen, doch auf selbige werde ich, ebenso wie auf die Vorzüge, im Laufe der Hausarbeit genauer eingehen.
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung
II Buchanalyse
1. Inhaltliche Analyse
1.1 Inhaltsangabe
1.2 Authentizität der Sterbe- und Todesdarstellung
1.3 Veranschaulichungsgrad von Stimmungswerten
1.4 Lösungs- und Bewältigungsstrategien
1.5 Kommunikations- und Interaktionsstrukturen
1.6 Offenheitsgrad bezüglich religiöser Wertmaßstäbe
2. Stilistische Analyse
2.1 Äußere Aufmachung
2.2 Aufbau/Struktur
2.3 Sprache
2.4 Bildbetrachtung
2.5 Jahreszeitensymbolik
3. Stellungnahme und didaktische Überlegungen
III Schluss
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Bilderbuch „Leb wohl, lieber Dachs“ im Hinblick auf seine Eignung für den Einsatz in der Grundschule zu analysieren. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, wie das sensible Thema Tod in diesem Medium dargestellt wird, inwieweit diese Darstellung den kindlichen Entwicklungsstand berücksichtigt und welche didaktischen Möglichkeiten sich für eine pädagogische Aufarbeitung ergeben.
- Inhaltliche Analyse der Sterbe- und Trauerdarstellung
- Stilistische Untersuchung von Bild- und Textgestaltung
- Bewertung der Angemessenheit für die kindliche Lebenswelt
- Entwicklung didaktischer Konzepte für den Grundschulunterricht
- Reflexion über die Bedeutung von Gemeinschaft und Erinnerung
Auszug aus dem Buch
1.1 Inhaltsangabe
Das Bilderbuch ‚Leb wohl, lieber Dachs’ beschreibt den Tod eines alten Dachses und den Umgang der zurückgebliebenen Tiere mit der Trauer.
Der Dachs ist bei allen Tieren im Wald sehr beliebt. Er ist zuverlässig und immer hilfsbereit. Er ist alt und weiß, dass er bald sterben wird. Doch der Dachs hat keine Angst vor dem Tod, da sterben nur bedeutet, den Körper zurück zu lassen. Die einzige Sorge des Dachses gilt den anderen Tieren. Er macht sich Sorgen, wie sie seinen Tod verkraften werden. Er hat sie bereits im Gespräch auf seinen möglichen Tod vorbereitet. Eines Abends schreibt der Dachs einen Brief und schläft ein. Er träumt, dass er sich in einem Tunnel befindet und wieder laufen kann wie früher, ohne Schmerzen und Krückstock.
Am nächsten Morgen wundern sich die Tiere über das Fehlen des Dachses und versammeln sich vor seiner Tür. Sie erfahren, dass der Dachs tot ist und finden seinen Brief, in welchem er sich von seinen Freunden verabschiedet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Inhaltliche Analyse: Dieses Kapitel untersucht die Darstellung des Sterbeprozesses, der Trauerphasen und der Bewältigungsmechanismen der Tiere im Buch.
2. Stilistische Analyse: Hier wird die ästhetische Gestaltung des Buches, inklusive der Bildsprache, des Aufbaus und der verwendeten Symbolik wie der Jahreszeiten, analysiert.
3. Stellungnahme und didaktische Überlegungen: Dieser Teil entwirft konkrete pädagogische Konzepte für den Einsatz des Buches im Grundschulunterricht, um Kinder beim Umgang mit dem Thema Tod zu begleiten.
Schlüsselwörter
Bilderbuch, Tod, Trauer, Kindheit, Grundschule, Sterben, Bewältigungsstrategien, Jahreszeitensymbolik, Didaktik, Pädagogik, Identifikationsfigur, Erinnerungskultur, Lebenskreis, Sterbebegleitung, Lebensfreude
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Analyse grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer literaturwissenschaftlichen und pädagogischen Untersuchung des Bilderbuchs „Leb wohl, lieber Dachs“ im Kontext der kindlichen Trauerbewältigung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der inhaltlichen Aufarbeitung von Tod und Sterben, der stilistischen Analyse des Mediums Bilderbuch sowie der Entwicklung didaktischer Unterrichtsreihen für die Primarstufe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Eignung des Buches als pädagogisches Werkzeug zu prüfen, um Grundschulkindern einen gesunden Umgang mit dem Thema Tod und Abschiednahme zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt Kriterien zur Analyse von Bilderbüchern, insbesondere auf Basis von fachwissenschaftlicher Literatur zur Kindertrauer, um eine dreiteilige Analyse (inhaltlich, stilistisch, didaktisch) durchzuführen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Sterbedarstellung, den psychologischen Trauerphasen nach V. Kast und E. Kübler-Ross sowie eine Analyse der bildnerischen Gestaltung und Symbolik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Tod, Trauer, Kindheit, Didaktik, Sterbebegleitung und Erinnerungskultur.
Wie bewertet die Autorin die „Schlaf-Metapher“ im Buch?
Sie beurteilt diese Metapher kritisch, da sie bei Kindern Missverständnisse über die Irreversibilität des Todes auslösen und Ängste vor dem Einschlafen erzeugen kann.
Welchen Stellenwert räumt die Autorin der Jahreszeitensymbolik ein?
Die Jahreszeitensymbolik wird als zentrales Mittel hervorgehoben, um Kindern den natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen sowie die zeitliche Begrenztheit von Trauer nahezubringen.
- Quote paper
- Heike Grobel (Author), 2002, Buchanalyse: Leb wohl lieber Dachs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8860