Diese Arbeit mit dem Titel "Erläuterungen zu dem theoretischen Ansatz von Durkheim, Parsons, Mead und Bourdieu", angefertigt im Seminar "Einführung in Theorien der Sozialisation", enthält folgende Inhalte: Durkheims Erziehung als Reproduktion der Gesellschaft; Parsons' Rollenhandeln in gesellschaftlichen Systemen; Meads Sozialisation durch Sprache sowie Bourdieus Sozialisation als Habitualisierung jeweils mit Beispielen aus dem Kontext Schule.
Die grundlegende Frage, die sich Durkheim stellt, lautet: Was hält die Gesellschaft zusammen? Er fragt sich dabei auch, wie es sein kann, dass der Mensch beziehungsweise das Individuum mit der Zeit immer eigenständiger, zugleich aber immer abhängiger von der Gesellschaft wird. Im Zuge dessen betrachtet er zwei Typen sozialer Integration – die mechanische Solidarität und die organische. Die mechanische Solidarität existiert in segmentierten Gesellschaften. Sie kennzeichnen sich durch Personen, die sich in Clans oder Gruppen zusammenfinden. Generell ist die Bevölkerungszahl aber relativ niedrig. Zwischen diesen Clans herrschen jeweils keine großen Abhängigkeitsverhältnisse, außerdem interagieren sie wenig zwischen einander. Innerhalb der Gruppe gibt es jedoch ein ausgeprägtes Bewusstsein, welches durch die Familie, Kirche (beziehungsweise Religion) entsteht. Dadurch entwickeln sich ausgeprägte soziale Bindungen unter den einzelnen Gruppenmitgliedern.
Inhaltsverzeichnis
DURKHEIM – ERZIEHUNG ALS REPRODUKTION DER GESELLSCHAFT
ERLÄUTERUNG DES THEORETISCHEN ANSATZES VON DURKHEIM
BEISPIEL AUS DEM KONTEXT SCHULE
PARSONS – ROLLENHANDELN IN GESELLSCHAFTLICHEN SYTSEMEN
ERLÄUTERUNG DES THEORETISCHEN ANSATZES VON PARSONS
BEISPIEL AUS DEM KONTEXT SCHULE
MEAD – SOZIALISATION DURCH SPRACHE
ERLÄUTERUNG DES THEORETISCHEN ANSATZES VON MEAD
BEISPIEL AUS DEM KONTEXT SCHULE
BOURDIEU – SOZIALISATION ALS HABITUALISIERUNG
ERLÄUTERUNG DES THEORETISCHEN ANSATZES VON BOURDIEU
BEISPIEL AUS DEM KONTEXT SCHULE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, zentrale sozialisationstheoretische Ansätze klassischer Denker zu erläutern und ihre Relevanz für das schulische Umfeld kritisch anhand von Fallbeispielen zu diskutieren.
- Theoretische Fundierung der Ansätze von Durkheim, Parsons, Mead und Bourdieu
- Vergleichende Analyse gesellschaftlicher Reproduktion und Strukturfunktionalismus
- Untersuchung der Identitätsbildung und symbolischen Interaktion
- Kritische Reflexion über Klassenzugehörigkeit und Kapitaltheorie
- Anwendung soziologischer Konzepte auf den Bildungsalltag
Auszug aus dem Buch
1. Erläuterung des theoretischen Ansatzes von Durkheim
Die grundlegende Frage, die sich Durkheim stellt, lautet: Was hält die Gesellschaft zusammen? Er fragt sich dabei auch, wie es sein kann, dass der Mensch beziehungsweise das Individuum mit der Zeit immer eigenständiger, zugleich aber immer abhängiger von der Gesellschaft wird. Im Zuge dessen betrachtet er zwei Typen sozialer Integration – die mechanische Solidarität und die organische. Die Theorie Durkheims stützte sich auf zwei Grundbausteine. Er geht davon aus, dass die Gesellschaft in zwei Bereiche gesplittet ist – die segmentierte und die arbeitsteilige Gesellschaft. Diesen fügt er dann jeweils eine Solidarität hinzu. Die mechanische Solidarität existiert in segmentierten Gesellschaften. Sie kennzeichnen sich durch Personen, die sich in Clans oder Gruppen zusammenfinden. Generell ist die Bevölkerungszahl aber relativ niedrig. Zwischen diesen Clans herrschen jeweils keine großen Abhängigkeitsverhältnisse, außerdem interagieren sie wenig zwischen einander. Innerhalb der Gruppe gibt es jedoch ein ausgeprägtes Bewusstsein, welches durch die Familie, Kirche (beziehungsweise Religion) entsteht. Dadurch entwickeln sich ausgeprägte soziale Bindungen unter den einzelnen Gruppenmitgliedern. Die Familie wird hier auch als die Instanz genannt, welche die Normen und Werte an die Mitglieder der Gesellschaft weitergibt. Hierbei entsteht das sogenannte Kollektivbewusstsein, welches Durkheim immer wieder anspricht und aus dem die Individuen handeln.
Zusammenfassung der Kapitel
DURKHEIM – ERZIEHUNG ALS REPRODUKTION DER GESELLSCHAFT: Das Kapitel erläutert Durkheims Unterscheidung zwischen mechanischer und organischer Solidarität und beschreibt die Rolle von Erziehung als Reproduktionsinstanz der Gesellschaft.
PARSONS – ROLLENHANDELN IN GESELLSCHAFTLICHEN SYTSEMEN: Hier wird der Strukturfunktionalismus von Parsons dargelegt, wobei der Fokus auf der engen Verknüpfung von Sozialisation, Rollenübernahme und der Stabilität sozialer Systeme liegt.
MEAD – SOZIALISATION DURCH SPRACHE: Dieses Kapitel thematisiert Meads symbolischen Interaktionismus und erklärt die Identitätsbildung durch die Synthese von „I“ und „Me“ sowie die Bedeutung von Rollenübernahme.
BOURDIEU – SOZIALISATION ALS HABITUALISIERUNG: Bourdieu wird hinsichtlich seiner Klassentheorie und der Bedeutung verschiedenen Kapitals (ökonomisch, kulturell, sozial) für Bildungschancen und soziale Distinktion analysiert.
Schlüsselwörter
Sozialisation, Durkheim, Parsons, Mead, Bourdieu, Schule, Rollenhandeln, Identitätsbildung, Kapitaltheorie, Strukturfunktionalismus, Kollektivbewusstsein, Habitus, Etikettierung, Soziale Integration, Bildungssystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Erläuterung und Anwendung zentraler sozialisationstheoretischer Ansätze von Durkheim, Parsons, Mead und Bourdieu auf den Kontext von Schule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themenfelder umfassen die soziale Integration, Strukturfunktionalismus, symbolische Interaktion, Identitätsbildung sowie die Auswirkungen von sozialer Herkunft und Kapital auf Bildungserfolge.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die theoretischen Konzepte der genannten Soziologen darzustellen und durch praxisnahe Beispiele aus dem Schulalltag zu veranschaulichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischer Fachliteratur und der Anwendung dieser Theorien auf journalistische Artikel zum Thema Schule.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Sektionen, die jeweils einen Theoretiker und ein schulspezifisches Beispiel behandeln, um die Anwendung der Theorien zu demonstrieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sozialisation, Kapitaltheorie, Rollenhandeln, Identität und gesellschaftliche Reproduktion.
Wie erklärt Mead die Identitätsbildung eines Menschen?
Mead erklärt diese durch die Synthese von „I“ (impulsives Ich) und „Me“ (gesellschaftlich geformtes Ich), die sich im Prozess der sozialen Interaktion und Rollenübernahme bildet.
Welche Bedeutung misst Bourdieu dem „kulturellen Kapital“ bei?
Bourdieu sieht kulturelles Kapital, wie Bildung und Wissen, als entscheidenden Faktor, der maßgeblich von der familiären Herkunft abhängt und schulische Leistungen sowie soziale Chancen beeinflusst.
- Arbeit zitieren
- Freda Jansen (Autor:in), 2017, Sozialisation. Erläuterungen zu dem theoretischen Ansatz von Durkheim, Parsons, Mead und Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888991