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Überblick über das trinitarische Dogma aus fundamentaltheologischer Sicht

Titel: Überblick über das trinitarische Dogma aus fundamentaltheologischer Sicht

Essay , 2020 , 9 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Essay bietet einen Überblick über das trinitarische Dogma aus fundamentaltheologischer Sicht. Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes wird seit einiger Zeit sowohl von der Exegese als auch von der Dogmatik wieder stärker thematisiert und problematisiert. Das folgende Essay stellt die Forschungsposition Härles dar. Diese wird von einem historischen Abriss, der LEONHARDTS Grundinformation Dogmatik entnommen wurde, und einigen weiteren Autoren erweitert und wenn nötig expliziert. Da der Großteil dieses Essays auf HÄRLES Dogmatik basiert, wird i.d.R. auf die Literaturverweise auf ihn hin verzichtet. Auch der Exkurs auf Basis LEONHARDTS ist nicht mit Verweisen belegt, da der gesamte dazugehörige Abschnitt auf seiner Arbeit basiert. Dem hingegen werden Ergänzungen anderer Autoren kenntlich gemacht. Zunächst wird auf die Trinitätslehre im Allgemeinen eingegangen und Probleme aufgezeigt. Im Anschluss folgt ein historischer Exkurs zur Alten Kirche, an dem sich die Forschungsposition HÄRLES anschließt. Die Arbeit schließt mit der exemplarischen Darstellung zweier Kritiker der Trinitätslehre, SCHLEIERMACHER und JOEST.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das trinitarische Dogma

1.1 Der Modalismus nach Sabellius

1.2 Der Dynamismus

1.3 Logos-Christologie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die christliche Trinitätslehre unter besonderer Berücksichtigung der Forschungsposition von Wilfried Härle. Ziel ist es, die Notwendigkeit und Struktur der Lehre von der Dreieinigkeit – als Verhältnis von immanenter und ökonomischer Trinität – zu ergründen und aufzuzeigen, wie das Wirken Gottes als eine reale, trinitarische Einheit verstanden werden kann, die sowohl die Offenbarung in Christus als auch die Gegenwart des Heiligen Geistes integriert.

  • Historische Entwicklung des trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche
  • Unterscheidung zwischen immanenter und ökonomischer Trinität
  • Das Konzept der "opera trinitatis" (ad intra und ad extra)
  • Trinitätstheologische Relationsansätze nach Augustinus und Boethius
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Trinitätslehre durch Schleiermacher und Joest

Auszug aus dem Buch

Das trinitarische Dogma

Die Trinität fügt sich nicht neben Gottes Sein, seiner Selbsterschließung und seiner Gegenwart ein – viel mehr beschreibt sie das Verhältnis dieser drei Aspekte Gottes zueinander als Dreieinigkeit.

Bereits die Vorstellung an einen dreieinigen Gott birgt gewisse Probleme: Wie können sich drei göttliche Personen in einem einzigen Gott vereinen? Wäre dann nicht 3=1 und würden somit nicht die Regeln menschlichen logischen Denkens verletzt? Erschwerend kommt hinzu, dass die Trinität in der Bibel nicht vorgegeben ist. Viel mehr ist sie ein Produkt der Alten Kirche. Zwar existieren triadische Formeln wie „Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2Kor 13,13) oder aber „und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ (Mt 28,19). Diese Formeln enthalten allerdings keine Trinitätslehre, da sie das Verhältnis der drei Seinsweisen Gottes zueinander nicht bestimmen. Ferner sind nach CLAUßEN diese Formeln vorwiegend liturgisch geprägt (vgl. CLAUßEN 2010: 158). Der Einwand einer fehlenden Festlegung in der Heiligen Schrift lässt sich insoweit entkräften, dass sie zwar keine explizite Lehre der Trinität beinhaltet, aber sie v.a. im Johannesevangelium ein „tragfähiges Fundament findet“ (ebd.: 169), so bspw. in Joh 3,17 und Joh 17,21-23.

Zusammenfassung der Kapitel

Das trinitarische Dogma: Dieses Kapitel führt in die Problematik des trinitarischen Dogmas ein, beleuchtet historische Modelle wie Modalismus, Dynamismus und Logos-Christologie und leitet zur systematischen Unterscheidung zwischen immanenter und ökonomischer Trinität über.

Der Modalismus nach Sabellius: Dieser Unterabschnitt erörtert die Auffassung von Christus und dem Geist als bloße Erscheinungsformen Gottes und zeigt auf, warum diese Sichtweise aufgrund ihrer Konsequenzen – wie dem Patripassianismus – abgelehnt wurde.

Der Dynamismus: Hier wird das Modell beschrieben, welches die Gottheit Christi zugunsten der Einzigkeit Gottes einschränkt und Jesus als durch die Taufe adoptierten Sohn versteht.

Logos-Christologie: Der Abschnitt behandelt das Verständnis von Christus als göttlicher Mittler (hypostasis) und diskutiert die Gefahr einer drohenden Unterordnung Christi gegenüber Gott.

Schlüsselwörter

Trinität, Dreieinigkeit, Dogmatik, immanente Trinität, ökonomische Trinität, opera trinitatis, Gottesverständnis, Jesus Christus, Heiliger Geist, Relationsbegriff, Schöpfung, Offenbarung, Filioque, Theologie, Glaubensbekenntnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Begründung und der systematischen Struktur der christlichen Trinitätslehre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die historische Entwicklung der Lehre, die relationale Einheit Gottes sowie die Frage nach dem trinitarischen Handeln Gottes in der Welt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Explikation des trinitarischen Gottesverständnisses unter Rückgriff auf die Position von Wilfried Härle, um die Unverzichtbarkeit der Trinität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine dogmatische Analyse, die historische Abrisse mit systematisch-theologischer Reflexion und Exegese verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Unterscheidung von immanenter und ökonomischer Trinität, das Wirken Gottes als "opera trinitatis" und die Bedeutung von Relationen innerhalb des göttlichen Wesens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Trinität, Dreieinigkeit, Gottesbeziehung, Relationen, ökonomische/immanente Trinität und das Wirken Gottes.

Warum wird die Trinität als „nachträgliches Reflexionsprodukt“ bezeichnet?

Weil sie eine historische Antwort der Alten Kirche auf neue Fragestellungen und Missverständnisse darstellt, die explizit in dieser Form nicht direkt in der Bibel niedergeschrieben ist.

Was besagt die Kritik von Schleiermacher an der Trinitätslehre?

Schleiermacher kritisiert die übermäßige spekulative Durchdringung der Trinitätslehre, da diese für ihn keine unmittelbaren Glaubensaussagen darstellt und logische Widersprüche aufwirft.

Wie definiert Joest die Trinität?

Joest versteht Gott in trinitarischer Hinsicht als drei Orte: Der Vater über dem Menschen, der Sohn beim Menschen und der Geist im Menschen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Überblick über das trinitarische Dogma aus fundamentaltheologischer Sicht
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,5
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
9
Katalognummer
V889314
ISBN (eBook)
9783346188236
ISBN (Buch)
9783346188243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trinität Härle Leonhardt Boethius immanente Trinität ökonomische Trinität Hypostasen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Überblick über das trinitarische Dogma aus fundamentaltheologischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889314
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Leseprobe aus  9  Seiten
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