Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie

Diagnose

Title: Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie

Term Paper , 2005 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bettina Meyer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Während die Lese-Rechtschreib-Schwäche in Deutschland inzwischen weit bekannt ist und es entsprechende Fördermaßnahmen gibt, sind Schwierigkeiten im mathematischen Bereich noch wesentlich weniger erforscht und es existieren auch noch nicht so viele Fördermodelle. Dabei ist dieses Problem relativ stark verbreitet. Im Mathematikunterricht der Grundschule treten Lernschwierigkeiten bei ca. 15 – 20 % der Schüler und Schülerinnen auf, in der gymnasialen Mittelstufe sind es schon 30%.
Die folgende Arbeit befasst sich mit der Diagnose der Dyskalkulie, deshalb werden zuerst die Voraussetzungen für die Schwäche beim mathematischen Verständnis erläutert. Danach werden Möglichkeiten zur Erkennung von Lernschwierigkeiten im vorschulischen und grundschulischen Bereich dargestellt. Zum Schluss sollen noch weitere Diagnosemöglichkeiten skizziert werden.
Bei Lernschwierigkeiten unterschiedet man drei Stufen: Rechenschwäche, Rechenstörung und Dyskalkulie. Gemeinsam ist diesen drei Begriffen „Besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens“ . Sie zeichnen sich hauptsächlich durch mangelndes Vorstellungsvermögen von Zahlen und Rechenmöglichkeiten und einer dadurch bedingten ungewöhnlich hohen Fehlerzahl aus. Die drei Begriffe drücken unterschiedliche Grade der Probleme im mathematischen Sektor aus, wobei Rechenschwäche die leichtere Variante dieser Probleme ist, während Dyskalkulie, ähnlich der Legasthenie im Lese-Rechtschreib-Bereich, die schwerwiegendste Version ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen

3. Erkennen

3.1 Früherkennung

3.2 Analyse von Schülerfehlern

4. Diagnose

4.1 OTZ

4.2 DEMAT 1+

4.3 Zareki

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der Diagnosemöglichkeiten bei Dyskalkulie, wobei insbesondere die theoretischen Voraussetzungen sowie praktische Erkennungsmerkmale und spezifische Testverfahren für den schulischen Kontext beleuchtet werden.

  • Definition und Unterscheidung von Rechenschwäche, Rechenstörung und Dyskalkulie
  • Bedeutung der visuellen Vorstellung und motorischer Fähigkeiten für arithmetische Kompetenzen
  • Methoden zur Früherkennung und Analyse typischer Schülerfehler
  • Vorstellung diagnostischer Testverfahren (OTZ, DEMAT 1+, Zareki)
  • Diskussion von Förderansätzen im schulischen und vorschulischen Bereich

Auszug aus dem Buch

3.2 Analyse von Schülerfehlern

Das rechtzeitige Erkennen von Rechenschwierigkeiten ist meistens die Aufgabe der Grundschullehrerin, da Eltern die Hinweise aus Unkenntnis oder Selbstschutz nicht deuten können.

Schulanfängern mit Rechenproblemen gelingt es nicht, ihr Spielmaterial nach räumlichen Kategorien zu ordnen und sie können nur in geringfügigem Umfang bildliche Darstellungen im Gedächtnis behalten und wiedergeben. Zeichnungen dieser Kinder sind nicht altersentsprechend, da die Anordnungen auf dem Blatt unausgewogen sind.

Für curriculare Inhalte ist es in der ersten Klasse wichtig, dass der Schüler Größenbeziehungen erkennen kann. Auch fallen Schüler mit Rechenstörungen dadurch auf, dass sie die Operationsrichtung umkehren, also zum Beispiel addieren statt subtrahieren, oder dass sie Zahlen invertiert lesen (27 statt 72). Ferner ecken diese Kinder auch bei Erzählungen an, da es ihnen nicht gelingt, die zeitlich räumliche Reihenfolge eines Geschehens oder einer Geschichte wiederzugeben.

Weitere Probleme treten zum Beispiel in der zweiten Klasse beim Zehnerübergang (8 + 5, 18 + 5, usw.) oder bei Gedächtnisleistungen auf. Eine weitere Unzulänglichkeit die zur Orientierung dienen kann, ist die Rechts-Links Unterscheidungsschwäche. Diese kann sich auch darin äußern, dass Ziffern vertauscht werden.

Analysiert man einige Fehler bei Rechenaufgaben, so zeigt sich, dass dahinter nur das Verdrehen von Ziffern und Rechenoperationen steht, nicht jedoch fehlende Rechenbegabung. 58 + 4 = 18 lässt sich wie folgt lesen: 58 wird zu 85 verdreht, davon werden 4 abgezogen, das ergibt 81, was wiederum zu 18 verdreht wird. Dadurch wird deutlich, dass die einzelnen Rechenoperationen absolut korrekt ausgeführt wurden. Das Problem ist auf eine andere Störung zurück zu führen. Leider resultiert daraus nur allzu häufig die Konsequenz von Ängstlichkeit und Selbstwertproblemen aufgrund von Misserfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das weit verbreitete, aber wenig erforschte Problem der Dyskalkulie ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Voraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert, wie Störungen der Rechenfähigkeit mit visuellen und kognitiven Defiziten, insbesondere dem Denken in Räumen, verknüpft sind.

3. Erkennen: Es werden Grundlagen für die Identifikation von mathematischen Schwierigkeiten bei Kindern im vorschulischen Bereich sowie durch eine detaillierte Analyse von Fehlermustern im Unterricht behandelt.

4. Diagnose: Der Abschnitt stellt verschiedene wissenschaftliche Testverfahren (OTZ, DEMAT 1+, Zareki) vor, die zur differenzierten Erfassung von Teilleistungsstörungen im mathematischen Bereich dienen.

5. Schluss: Der abschließende Teil bietet einen Ausblick auf Interventionsmöglichkeiten und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung von Fördermaßnahmen im schulischen Alltag.

Schlüsselwörter

Dyskalkulie, Rechenschwäche, Rechenstörung, Diagnose, Mathematikunterricht, Teilleistungsstörungen, Zahlbegriff, Früherkennung, Schülerfehler, OTZ, DEMAT 1+, Zareki, Förderung, Visuelle Vorstellung, Lernschwierigkeiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Diagnose von Dyskalkulie und der Identifikation von Kindern mit Rechenschwierigkeiten, um frühzeitig unterstützende Maßnahmen einleiten zu können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den neuropsychologischen Voraussetzungen für arithmetisches Verständnis, der Fehleranalyse bei Rechenaufgaben und der Vorstellung valider Testverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Dyskalkulie frühzeitig erkannt und diagnostisch fundiert erfasst werden kann, um Lernmisserfolge und daraus resultierende emotionale Belastungen zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu diagnostischen Kriterien und bewährten Testverfahren wie dem OTZ, DEMAT 1+ und Zareki zusammenzufassen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zunächst die kognitiven Voraussetzungen für das Rechnen dargelegt, gefolgt von konkreten Indikatoren zur Früherkennung und einer detaillierten Beschreibung klinischer Diagnosemethoden.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument am besten?

Dyskalkulie, Diagnose, mathematische Teilleistungsstörungen, Testverfahren, Frühförderung und pädagogische Fehleranalyse.

Warum spielt die visuelle Vorstellung eine so große Rolle bei Rechenschwierigkeiten?

Da mathematisches Denken stark mit räumlichen Vorstellungen verknüpft ist, führen Defizite in der visuellen Informationsverarbeitung häufig zu Schwierigkeiten beim Verständnis von Zahlenräumen und Rechenoperationen.

Wie unterscheiden sich Rechenschwäche, Rechenstörung und Dyskalkulie laut der Autorin?

Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Schweregrade mathematischer Lernschwierigkeiten, wobei die Dyskalkulie als die ausgeprägteste Form vergleichbar mit der Legasthenie im sprachlichen Bereich dargestellt wird.

Welche Rolle spielt die Fehleranalyse bei der Diagnose?

Die Fehleranalyse ermöglicht es, zwischen mangelnder Rechenbegabung und spezifischen Störungen wie dem bloßen Verdrehen von Ziffern oder Operationsumkehrungen zu unterscheiden, was eine zielgenauere Förderung erlaubt.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie
Subtitle
Diagnose
College
University of Münster
Grade
1,7
Author
Bettina Meyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
10
Catalog Number
V89672
ISBN (eBook)
9783638036108
Language
German
Tags
Rechenschwäche Rechenstörung Dyskalkulie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Meyer (Author), 2005, Rechenschwäche, Rechenstörung, Dyskalkulie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89672
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint