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Linkshändigkeit und Probleme beim Schreiblernprozess

Title: Linkshändigkeit und Probleme beim Schreiblernprozess

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kirstin Kannwischer (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Bei dem Phänomen der Linkshändigkeit handelt es sich um ein weit verbreitetes und vielfach diskutiertes Thema, da Linkshänder in unserer weitgehend rechtshändigen Gesellschaft eine Minderheit und somit eine Besonderheit darstellen. [...] Das entscheidende Problem bei Linkshändern tritt jedoch erst in der Schulpraxis auf, wenn es darum geht, das Schreiben zu lernen und lehren. Zwar werden linkshändige Kinder nicht mehr dazu gedrängt mit rechts zu schreiben, aber umso häufiger zeigt sich dafür der Fehler, dass diese Schüler und Schülerinnen sich selbst überlassen werden. Dies geschieht vor allem deswegen, weil auf Seiten der Lehrer und Lehrerinnen oftmals eine gewisse Unsicherheit besteht, da es ihnen nicht leicht fällt, sich in das linkshändige Kind hineinzuversetzen. Zudem sind Lehrkräfte häufig verunsichert, da ihnen die notwendigen Kenntnisse sowohl im Umgang mit Linkshändern als auch hinsichtlich der Diagnostik sowie Methodik und Didaktik fehlen: „Sowohl die diagnostischen Möglichkeiten wie auch methodisch-didaktische Rücksichtnahme sind längst nicht so stark thematisiert, daß [sic] sie für die Kinder wirksam werden können.“
In dieser Arbeit soll es daher darum gehen, allgemein über das Phänomen „Linkshändigkeit“ aufzuklären, jedoch mit besonderer Berücksichtigung hinsichtlich des Schreiblernprozesses. Der Schwerpunkt soll daher auf der Frage liegen, warum linkshändige Kinder nicht umgeschult werden sollten und welche praktischen Tipps ihnen für die Schulpraxis zur Verfügung stehen. Bevor dies jedoch thematisiert werden kann, wird allgemein auf die Ursachen der Linkshändigkeit, die Bestimmung sowie auf die Rolle des menschlichen Gehirns eingegangen, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Grundlagen zur (Links-)Händigkeit

1.1. Ursachen der Linkshändigkeit

1.2. Diagnose der Händigkeit

2. Die Händigkeit und das menschliche Gehirn

2.1. Zur Physiologie und funktionellen Asymmetrie des Gehirns

2.2. Händigkeit als Ausdruck einer motorischen Gehirnhälftendominanz

3. Zur Umschulung angeborener Linkshänder

3.1. Das Problem der Umschulung der Händigkeit

3.2. Gehirngerechtes Lernen als Hilfe für umgeschulte Linkshänder

4. Linkshändigkeit und der Schreiblernprozess

4.1. Probleme beim Schreiben lernen

4.2. Praktische Hinweise für den Unterricht

4.3. Förderung des linkshändigen Kindes

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen von Linkshändern in einer rechtshändig geprägten Gesellschaft, insbesondere im schulischen Kontext des Schreiblernprozesses, und plädiert gegen die Umschulung angeborener Linkshänder.

  • Grundlagen der Linkshändigkeit und ihre Diagnose
  • Physiologische Aspekte der Gehirnhälftendominanz
  • Folgen und Probleme einer erzwungenen Umschulung
  • Methodische Empfehlungen für den Schreibunterricht
  • Förderung und Stärkung des linkshändigen Kindes

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Problem der Umschulung der Händigkeit

Auch in unserer heutigen Gesellschaft werden Linkshänder manchmal weiterhin als andersartig betrachtet und einige Eltern und Lehrer sehen eine Umerziehung immer noch als Hilfe für das linkshändige Kind an, obwohl diese Auffassung mittlerweile eher eine Ausnahme bildet. Dennoch kommt es vor, dass linkshändige Kinder, wenn auch nicht mehr mit den drastischen Methoden von früher, sondern eher durch moralischen Druck, dazu gedrängt werden, viele ihrer Tätigkeiten mit der rechten Hand auszuführen. Die meisten Probleme erwarten das linkshändige Kind jedoch in der Schule beim Schreiben lernen. Bevor jedoch weiter auf den Schreiblernprozess eingegangen wird, werden die Ursachen für die Problematik der Umschulung dargestellt, die bereits im vorherigen Kapitel kurz angerissen wurden.

Das größte Problem bei der Umschulung eines Linkshänders hängt, wie bereits erwähnt, mit der von Geburt an festgelegten Hemisphärendominanz zusammen, von der die Händigkeit abhängig ist. Wird ein genotypischer Linkshänder auf die rechte Hand umgestellt, so bedeutet das nicht gleichzeitig, dass dies auch „zu einer Umstellung der Dominanz im menschlichen Gehirn führt.“ Demnach bleibt die rechte Hirnhemisphäre beim Linkshänder dominant. Durch die Umschulung muss die rechte Hand jedoch mehr Tätigkeiten übernehmen, was auch zu einer stärkeren Beanspruchung der linken Gehirnhälfte führt. Da die rechte Hemisphäre jene Aufgaben aber nicht übernehmen darf, kommt es schließlich zu einer Überbelastung der linken, nicht dominanten Hirnhälfte. Die Überbeanspruchung der linken Hemisphäre löst schließlich Übertragungsschwierigkeiten im Corpus callosum aus, woraus sich die Primärfolgen der Umschulung ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema Linkshändigkeit als gesellschaftliche Besonderheit und Darstellung des Fokus auf den Schreiblernprozess.

1. Theoretische Grundlagen zur (Links-)Händigkeit: Erörterung der Ursachen von Linkshändigkeit zwischen Genetik und Umwelteinflüssen sowie Vorstellung diagnostischer Methoden.

2. Die Händigkeit und das menschliche Gehirn: Analyse der funktionellen Asymmetrie der Gehirnhälften und der Bedeutung der Händigkeit als Ausdruck motorischer Dominanz.

3. Zur Umschulung angeborener Linkshänder: Erläuterung der schwerwiegenden Folgen einer Umschulung und Einführung des gehirngerechten Lernens als unterstützende pädagogische Maßnahme.

4. Linkshändigkeit und der Schreiblernprozess: Diskussion der spezifischen Probleme beim Schreibenlernen für Linkshänder sowie praxisnahe Tipps für Unterricht und Förderung.

Fazit: Zusammenfassendes Plädoyer für ein tieferes Verständnis von Linkshändigkeit durch Lehrer und Eltern zur Vermeidung von Fehlentwicklungen.

Schlüsselwörter

Linkshändigkeit, Schreiblernprozess, Gehirnhälftendominanz, Umschulung, funktionelle Asymmetrie, Schreibhaltung, Blattlage, pädagogische Förderung, Gehirngerechtes Lernen, motorische Entwicklung, Linkshänderdiagnose, Corpus callosum, Grundschule, Lehrkräfte, Schreibunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Linkshändern in einer rechtshändig ausgerichteten Gesellschaft und den damit verbundenen Herausforderungen im Bildungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die biologischen Grundlagen der Linkshändigkeit, die Risiken einer Umschulung und praxisorientierte Ansätze für einen gerechten Schreibunterricht.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse linkshändiger Kinder zu schärfen und aufzuzeigen, warum eine Umschulung vermieden werden sollte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse unter Einbeziehung neurobiologischer und pädagogischer Erkenntnisse.

Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil behandelt die Gehirnphysiologie, die negativen Konsequenzen der Umschulung und konkrete didaktische Hilfestellungen wie die richtige Blattlage.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Linkshändigkeit, Schreiblernprozess, Gehirndominanz und pädagogische Förderung beschreiben.

Warum ist die „richtige Blattlage“ für Linkshänder so wichtig?

Sie ermöglicht eine ergonomische Schreibhaltung, verhindert das Verwischen der Tinte und entlastet den Nacken sowie die Kopfhaltung während des Schreibens.

Was versteht man unter „gehirngerechtem Lernen“ in diesem Kontext?

Es handelt sich um einen Lernansatz, der beide Gehirnhälften gleichermaßen aktiviert, um die gesamte Kapazität des Gehirns zu nutzen und Überlastungen zu vermeiden.

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Details

Title
Linkshändigkeit und Probleme beim Schreiblernprozess
College
University of Vechta
Course
Erstlesen - Erstschreiben
Grade
2,0
Author
Kirstin Kannwischer (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V89869
ISBN (eBook)
9783638070058
ISBN (Book)
9783656449522
Language
German
Tags
Linkshändigkeit Probleme Schreiblernprozess Erstlesen Erstschreiben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirstin Kannwischer (Author), 2007, Linkshändigkeit und Probleme beim Schreiblernprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89869
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