Sportsozialarbeit. Sport als Methode in der Sozialen Arbeit


Hausarbeit, 2016

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Soziale Arbeit und Sport?
2.1. Potentiale des Sports
2.2. Grenzen des Sports

3. Was ist Sportsozialarbeit?
3.1. Sport als Methode in der Sozialen Arbeit
3.2. Soziale Arbeit im organisierten Sport

4. Projektidee / Konzept

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Arbeit wird versucht den Begriff der Sportsozialarbeit zu erläutern. Dabei wird zu Beginn geklärt inwieweit Sport überhaupt für das Verständnis der Sozialen Arbeit relevant ist. Im nächsten Schritt wird aufgezeigt welche Potentiale Sport mit sich bringt. Dabei wird auf die Potentiale Gesundheitsförderung, Integrationspotential, Präventionspotential, den Möglichkeiten der Sportvereine und den geschichtlich positiven Blick auf den Sport kurz eingegangen. Daraufhin wird versucht die Grenzen von Sport im Bereich der Sportvereine, der Prägung durch die Gesellschaft und den zu hohen Ansprüchen deutlich zu machen und dadurch ein angemessenes und möglichst realistisches Bild des Sports darzustellen. Dem schließt sich ein Erklärungsversuch von Sportsozialarbeit an. Dabei wird unterschiedne zwischen Sport als Methode in der Sozialen Arbeit und der Sozialen Arbeit im organisierten Sport. Letztlich sind diese beiden Punkte Sportsozialarbeit. Anschließend wird in diesem Zusammenhang noch eine Projektidee für einen interkulturellen Sporttag dargestellt.

2. Soziale Arbeit und Sport?

Um die Möglichkeiten der Überschneidungen von Sport und Sozialer Arbeit, welche letztlich die Sportsozialarbeit ergeben, zu klären, empfiehlt sich ein Blick auf die Soziale Arbeit selbst. Denn Soziale Arbeit ist in sich ein großes Feld und nicht in allen Bereichen gibt es eine mögliche Überschneidung mit Sport. Selbst wenn dies der Fall sein könnte erschließt sich daraus nicht von selbst ein Nutzen für die Soziale Arbeit. Dadurch, dass auch nur ein Teil der Sozialen Arbeit sinnvoll mit Sport in Zusammenhang gebracht werden kann, reicht auch ein Blick auf nur einen Teil der Definition von Sozialer durch den DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.). Der DBSH schreibt auf seiner Website: „ […] bei der Sozialen Arbeit [werden] Menschen und Strukturen eingebunden, um existentielle Herausforderungen zu bewältigen und das Wohlergehen zu verbessern.“ (vgl. Leinenbach, ).

2.1. Beispiele f ür Potentiale des Sports

Zunächst wird Sport selbst, ohne die Soziale Arbeit betrachtet und dabei die positiven Effekte von Sport aufzuzeigen. Dadurch wird das Potential von Sport deutlich und deshalb auch die mögliche Bedeutung für die Soziale Arbeit. Ein positiver Effekt von Bewegung, und dadurch von Sport, ist die Gesund-heitsförderung. Bernd Seibel führt dabei die körperliche, personale und soziale Gesundheitsressource auf (vgl. Seibel, 2004, S.15). Da eine gute Gesundheit das Wohlergehen bei Menschen gleich welchen Alters fördert, stellt Bewegung in diesem Bereich eine wertvolle Ressource für die Soziale Arbeit dar. Ein weiterer Nutzen ist das Integrationspotential, welche der Sport mit sich bringen kann. Gerade in der Flüchtlingsarbeit sollte das Integrationspotential nicht unterschätzt werden. Trotz Sprachbarrieren können Geflüchtete Wertschätzung und Anerkennung erfahren, was für ein gesundes Selbstwertgefühl essentiell ist. Darüber hinaus wird ein kennenlernen und verstehen von unterschiedlichen Werten, Normen und Weltanschauungen gefördert. Insbesondere Mannschaftssportarten haben das Potential die Kommunikation zu fördern und Vorurteile abzubauen (vgl. Seibel, 2004, S. 19).

Neben dem Integrationspotential bringt Sport auch Präventionspotential mit sich. Zum Beispiel bietet der Sport Möglichkeiten um Aggressionen abzubauen, sensibilisiert für Schmerz und Gewalt und fördert die Affektkontrolle. Wie bereits beim Integrationspotential erwähnt kann Sport das Selbstwertgefühl positiv beeinflussen, welches für eine ausgeglichene Persönlichkeit relevant ist. Da besonders Jugendliche Sport treiben, können die Präventionspotentiale auch besonders in dieser Altersstufe entscheidend für die Entwicklung von Jugendlichen sein (vgl. Seibel, 2004, S.19).

Neben den direkten Auswirkungen von Bewegung bringt der Sport auch Strukturen, zum Beispiel die Sportvereine, mit sich. Der Deutsche Olympia Sportbund (DOSB) schreibt 2009 sogar: „Die Vereine sind der beste Integrationsmotor.“ (Markus Böcker, 2009, S.1). Damit ist der Anspruch an die Vereine sehr groß. Aber gerade weil sie eben bereits feste Strukturen sind, könnte die Soziale Arbeit an diesen Anknüpfen und diese gleichzeitig dabei unterstützen dem hohen Anspruch gerecht zu werden. Denn zweifelsfrei besitzen Vereine Potential für Handlungsfelder (z.B. Flüchtlingsarbeit) der Sozialen Arbeit. Es ist jedoch fraglich inwieweit Vereine selbst diese Potentiale nutzen können. (vgl. Brettschneider o.J., S.1) Die geschichtliche Perspektive zeigt auch, dass Sport bereits lange Zeit in der Gesellschaft äußerst positiv besetzt ist. Sport wird sowohl für das Individuum und das Zusammenleben als förderlich angesehen, genauso wie es mit gesellschaftlicher Integration in Zusammenhang gebracht wird (vgl. Mutz, 2013, S. 13). Gerade weil Sport grundsätzlich positiv angesehen wird, kann die Soziale Arbeit dieses Potential nutzen um an die Lebenswelt der Menschen anzuknüpfen.

2.2. Grenzen des Sports

Neben den Potentialen hat der Sport auch deutliche Grenzen. Dabei ist vor allem das sozial Selektive der Sportvereine zu nennen. Es gibt mit Sicherheit Ausnahmen, allerdings lassen sich normalerweise bei fast allen Sportvereinen einige selektive Kriterien beobachten. Insgesamt finden sich deutlich mehr Gymnasiasten und Realschüler als Mittelschüler in den Sportvereinen. Genauso findet man nur wenige Migranten in Sportvereinen. Auch Kriterien wie das Geschlecht (mehr männliche als weibliche Jugendlichen in Sportvereinen) oder die Wohnlage haben Auswirkung auf die Teilnahme am organisierten Sport. Dies ist ein deutliches Defizit, welches die Sportvereine mit sich bringen. Gerade das Integrationspotential der Sportvereine und der gleichzeitig niedrige Anteil an Migranten sind widersprüchlich. Ebenso der unterschiedliche Zugang zum Sport für unterschiedliche soziale Schichten zeigt die Grenzen des Sports deutlich auf.

Auch wenn, wie vorhin beschrieben, die Gesellschaft eine äußerst positiv besetzte Sicht auf den Sport hat, ist dieser von der gleichen gestaltet. Nicht nur die positiven, sondern eben auch die negativen Aspekte der Gesellschaft übertragen sich also zwangsläufig auf den Sport. Ein Beispiel ist die Leistungsgesellschaft. Aus Sport wird Leistungssport wodurch wiederum Doping (Leistungsdrogen) Teil des Sports geworden ist. Es übertragen sich also die Prinzipen einer Gesellschaft (egal ob positiv oder negativ) auf den Sport und deshalb kann der Sport nicht besser sein als die Gesellschaft selbst. Dadurch gehen die Potentiale des Sports für die Soziale Arbeit nicht verloren, jedoch gibt diese Perspektive einen deutlich realistischeren Blick auf den Sport und gibt diesem deshalb auch einen angemesseneren und nicht zu hohen Anspruch (vgl. March, 2002, S. 110).

Ein weiterer Punkt an welchen die Sportvereine ihrem Anspruch hinterherhinken, ist der Bereich Alkohol und Drogen. Während bei Jugendlichen in Sportvereinen ein deutlich niedrigerer Nikotinkonsum zu beobachten ist, kann dies beim Alkoholkonsum nicht behauptet werden. Auch bei illegalen Drogen zeigt sich keine Präventionswirkung durch Sportvereine. Allerdings sind diese Erkenntnisse nicht für alle Vereine in allen Sportarten gleich (Brettschneider, 2001, S. 2).

3. Was ist Sportsozialarbeit?

Für mich ergeben sich zwei Perspektiven auf Sportsozialarbeit. Erstens der Sport als Methode in der Sozialen Arbeit und zweitens die Soziale Arbeit im organisierten Sport.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Sportsozialarbeit. Sport als Methode in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V899485
ISBN (eBook)
9783346199744
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeit, methode, sozialen, sport, sportsozialarbeit
Arbeit zitieren
Simon Fleißner (Autor), 2016, Sportsozialarbeit. Sport als Methode in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/899485

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