Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen

Die stolzen Weber aus Bielefeld und Oerlinghaus

Titel: Die stolzen Weber aus Bielefeld und Oerlinghaus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Markus Ringhofer (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Max Weber, der am 21. April 1864 in Erfurt geboren wurde, wird neben Tönnies und Simmel als Mitbegründer der deutschen Soziologie bezeichnet und prägte diese Wissenschaft ganz entscheidend. So werden nicht nur seine Definitionen von „Herrschaft und Macht“ sowie des „Idealtypus“, sondern auch seine Einteilung des moralischen Handelns in „Gesinnungs- und Verantwortungsethik“, noch heute als wichtiger Bestandteil der Lehre betrachtet.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen „Wirtschaft und Gesellschaft“, sowie „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“, welches für diese Arbeit von besonderer Bedeutung sein wird.
Weber, der aus einer angesehenen Bielefelder Kaufmannsfamilie stammte, bezieht sich in seinem Werk zur protestantischen Ethik in vieler Hinsicht auf seine familiären Wurzeln und schöpft daraus auch einige Inspiration. Wer Max Weber, sein Werk, sowie seine persönlichen Lebensumstände also verstehen möchte, kommt nicht umhin, sich auch mit dem dahinter liegenden Familiensystem zu beschäftigen.

Um diesem Auftrag gerecht zu werden, soll eine Darstellung des Stammbaumes der Familie Weber diese Arbeit im Punkt zwei einleiten und somit einen ersten, wenn auch groben Überblick schaffen. An dritter Stelle folgt dann ein Abschnitt, der sich mit dem Ort des Geschehens, der Stadt Bielefeld, beschäftigt. Diese war, als Stadt der Kaufleute, ein Hauptschauplatz jener Entwicklungen, denen Max Weber seine finanzielle Unabhängigkeit zu verdanken hatte.
Daran anknüpfend soll es im Abschnitt vier darum gehen, einen ersten Protagonisten, nämlich Karl August Weber, den Großvater von Max Weber jun., in den Focus der Betrachtung zu nehmen. Dieser hatte großen Einfluss auf das Werk Max Webers.

Inwiefern der zweite Protagonist, Carl David Weber, der Onkel von Max Weber jun., seinen Neffen beeinflusste, soll in Punkt fünf erörtert werden. In diesem Zusammenhang werden wir uns aus der Stadt Bielefeld hinaus, ins benachbarte Fürstentum Lippe bewegen. Dort, in dem kleinen Ort Oerlinghausen, gründete Carl David Weber einen Betrieb der mechanischen Leinenproduktion.
Abschließend folgt im sechsten Abschnitt ein Fazit, welches die dargestellten Umstände nochmals kurz umreißt und schließlich auch kritisch würdigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stammbaum der Familie Weber

3. Die Stadt Bielefeld

4. Karl August Weber (1796-1872)

Exkurs: Die „Gesellschaft Ressource“

5. Carl David Weber (1824-1907)

Exkurs: Der Leinenhandel in der Krise

6. Fazit

7. Ahnentafeln der Familie Weber

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die familiären Wurzeln Max Webers im Kontext seiner soziologischen Analysen zur protestantischen Ethik. Dabei wird analysiert, wie das Familiensystem und die spezifischen ökonomischen Rahmenbedingungen der Stadt Bielefeld und des Leinenhandels die Entwicklung des modernen Kapitalismus und Webers wissenschaftliches Verständnis desselben maßgeblich beeinflussten.

  • Stammbaumanalyse der Familie Weber
  • Bielefeld als Zentrum des Leinenhandels
  • Traditionelle versus kapitalistische Geschäftsmodelle
  • Einfluss der Familienbiografie auf Max Webers Werk
  • Die Rolle der „Gesellschaft Ressource“

Auszug aus dem Buch

Die „Gesellschaft Ressource“

Die im Jahre 1795 von Bielefelder Kaufleuten gegründete Ressource, war eine geschlossene Gesellschaft, zu der nur die gebildeten bürgerlichen Stände Zutritt hatten. Gründungsmitglieder waren unter anderem Ernst August Delius, August Wilmans, Johann Engel von Laer, sowie H.A. Weber, die in der Ressource einen Ort des Austausches, aber auch der Zerstreuung sahen. (vgl. Tenfelde 1996: 2)

Die Statuten beschrieben die Ressource als eine „geschlossene Gesellschaft von Personen aus den gebildeten bürgerlichen Ständen unserer Stadt und der umliegenden Gegenden, deren Zweck anständiges gesellschaftliches Vergnügen und freundschaftliche gegenseitige Unterhaltung ist“ (Tenfelde 1996: 9)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Familiengeschichte für Max Webers Werk ein und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die untersuchten Protagonisten.

2. Stammbaum der Familie Weber: Dieses Kapitel zeichnet die genealogische Entwicklung der Familie Weber nach und beleuchtet die Etablierung ihres Wohlstands durch das Handelshaus „Weber, Laer und Niemann“.

3. Die Stadt Bielefeld: Hier wird der historische Kontext Bielefelds als „Stadt der Kaufleute“ und die Bedeutung des Leinenhandels für den wirtschaftlichen Aufstieg der städtischen Oberschicht erläutert.

4. Karl August Weber (1796-1872): Dieses Kapitel analysiert das Leben und die traditionalistische Berufsauffassung des Großvaters von Max Weber jun. im Kontext der damaligen Handelsstrukturen.

Exkurs: Die „Gesellschaft Ressource“: Der Exkurs beschreibt die Rolle dieser exklusiven Vereinigung für die soziale und ökonomische Absicherung der Bielefelder Kaufmannselite.

5. Carl David Weber (1824-1907): Die Biografie des Onkels Max Webers wird hier als Gegenentwurf betrachtet, der durch die Anpassung an moderne kapitalistische Methoden den wirtschaftlichen Wandel vollzog.

Exkurs: Der Leinenhandel in der Krise: Dieses Kapitel verdeutlicht die existenzielle Krise des Leinenhandels Mitte des 19. Jahrhunderts, die den Strukturwandel der Branche erzwang.

6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und würdigt die Bedeutung der familiären Ambivalenz zwischen Tradition und Moderne für Max Webers soziologische Analysen.

7. Ahnentafeln der Familie Weber: Eine grafische Aufarbeitung der familiären Verflechtungen und der verschiedenen Linien der Familie Weber.

8. Literaturverzeichnis: Eine Zusammenstellung der verwendeten historischen und sozialwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Max Weber, protestantische Ethik, Familiengeschichte, Bielefeld, Leinenhandel, Stammbaum, Kapitalismus, Traditionalismus, Bürgertum, Wirtschaftsgeschichte, Gesellschaft Ressource, Industrialisierung, Kaufmannsfamilie, Weber Laer und Niemann, Carl David Weber.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die biografischen Hintergründe des Soziologen Max Weber, speziell den Einfluss seiner Kaufmannsfamilie auf seine wissenschaftlichen Theorien zur protestantischen Ethik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Familiendynamik der Webers, die Entwicklung der Stadt Bielefeld, der Strukturwandel im Leinenhandel und die Transformation von traditionellen zu kapitalistischen Wirtschaftsformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Max Webers eigene Familiengeschichte und das Spannungsfeld zwischen seinem Großvater und seinem Onkel sein Verständnis des „kapitalistischen Geistes“ prägten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-biografischen Ansatz unter Einbeziehung von genealogischen Quellen und soziologischen Standardwerken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebenswege von Karl August und Carl David Weber sowie die sozioökonomischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts in Bielefeld und Oerlinghausen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Protestantische Ethik, Kapitalismus, Bielefelder Kaufmannschaft, Leinenhandel und Familiensystem charakterisiert.

Warum spielt der Leinenhandel eine so wichtige Rolle?

Der Leinenhandel bildete die ökonomische Basis für den Wohlstand der Familie Weber und war gleichzeitig der Sektor, in dem sich der Konflikt zwischen traditionaler Wirtschaftsweise und aufkommendem Kapitalismus exemplarisch entlud.

Welche Bedeutung hatte die „Gesellschaft Ressource“?

Sie diente als elitäres Netzwerk der Bielefelder Kaufleute, um sowohl die wirtschaftliche Marktmacht zu organisieren als auch den sozialen Status innerhalb der städtischen Hierarchie zu zementieren.

Worin bestand der Hauptunterschied zwischen Karl August und Carl David Weber?

Während Karl August Weber einen traditionalistischen, eher auf Behaglichkeit ausgerichteten Lebensstil und Geschäftsstil pflegte, transformierte Carl David Weber seinen Betrieb durch rationale, kapitalistische Methoden zur Effizienzsteigerung.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die stolzen Weber aus Bielefeld und Oerlinghaus
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Soziologie)
Veranstaltung
Der Bürger Max Weber
Note
1,0
Autor
Markus Ringhofer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V89979
ISBN (eBook)
9783638067911
ISBN (Buch)
9783638953658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weber Bielefeld Oerlinghaus Bürger Weber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Ringhofer (Autor:in), 2007, Die stolzen Weber aus Bielefeld und Oerlinghaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89979
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum