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Die Rolle und Wirkung der türkischen Medien im Wahlkampf. Die Parlamentswahl 2015

Titel: Die Rolle und Wirkung der türkischen Medien im Wahlkampf. Die Parlamentswahl 2015

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bernhard Weidenbach (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Wirkung der Medien auf und in den Wahlkämpfen in der Türkei. Der Schwerpunkt liegt auf den Wahlen des 21. Jahrhunderts und besonders auf den Parlamentswahlen vom achten Juni 2015. Die Medienlandschaft der Türkei weist einige Besonderheiten und Charakteristika auf, welche zur Verständnis der Thematik besonderer Beachtung benötigen und damit ebenfalls Teil der Arbeit sein werden. Die Entwicklungen in der Medienlandschaft seit Regierungsantritt der AKP im Jahr 2002 führten zu einer deutlichen Veränderung derselben, sowie einer so wahrgenommenen deutlich eingeschränkten Pressefreiheit, die sich in (Selbst-)Zensur und Inhaftierung von Journalisten am deutlichsten zeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung, Quellenlage

2 Medienlandschaft in der Türkei

2.1 Fernsehen und Radio

2.2 Zeitungen und Zeitschriften

2.3 Das Internet

3 Entwicklungen seit AKP-Regierungsantritt

4 Die Parlamentswahlen von 2015 und die Rolle der Medien/Rolle der Medien in den jüngsten Parlamentswahlen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Wirkung der türkischen Medien im Kontext des Wahlkampfes zur Parlamentswahl 2015. Dabei wird analysiert, wie sich die Medienlandschaft unter der Regierung der AKP seit 2002 verändert hat und welchen Einfluss staatlicher Druck, Selbstzensur und Medienkonzentration auf die politische Berichterstattung und die Wählerbeeinflussung haben.

  • Struktur und Konzentration der türkischen Medienlandschaft
  • Einfluss der AKP-Regierung auf die Pressefreiheit seit 2002
  • Mechanismen der Selbstzensur und staatlicher Repression
  • Die Rolle der Massenmedien und des Internets im Wahlkampf 2015
  • Wahlkampfdynamiken und parteipolitische Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

2 Medienlandschaft in der Türkei

„Die Medienpolitik in der Türkei hat die Beziehungen zwischen Medien und Staat seit der Gründung der ersten Zeitung in der späten osmanischen Zeit geformt. Während Vorschriften häufig als effektives Disziplinierungsmittel gegen die Presse in Staatsbildungs- und Modernisierungsprozessen verwendet worden sind, wurden oppositionelle Journalisten dauerhaft von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren unterdrückt, welche beanspruchen, im Namen der ‚Staatsinteressen‘ zu handeln.“

Schon von früheren türkischen Regierungen wurden lange Zeit weit gefasste Antiterrorgesetze genutzt, „um hart gegen Mitglieder illegaler kurdischer oder linksgerichteter Gruppen vorzugehen, die als staatsgefährdend wahrgenommen wurden. Offizielle verbinden journalistische Arbeit, die sich mitfühlend mit deren Gründen zeigt, mit ‚Propaganda‘ für diese oder einer Mitgliedschaft in diesen Gruppen.“ Nichtsdestoweniger stellt die türkische Medienlandschaft sich heute auf den ersten Blick betrachtet, als äußerst pluralistisch und modern dar. So gibt es zahlreiche private (und staatliche) Fernseh- und Rundfunksender, sowie ein breites Spektrum an Printmedien, wodurch Meinungsvielfalt zu herrschen scheint. Zu diesem breiten Spektrum der Medien kam es jedoch erst in Folge des Militärputschs von 1980 und der anschließenden Liberalisierung der Monopolgesetze in den 1990ern unter der ANAP-Regierung unter Turgut Özal. Zuvor besaß der türkische Staat direkten Zugriff auf die und Kontrolle der Medien. Diese Medienliberalisierung führte jedoch auch zu einem besonderen Charakteristikum der türkischen Medienlandschaft, nämlich zur Bildung großer Konzerne aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen mit untergeordneten Medienabteilungen als Folge umfassender Unternehmensfusionen. Dies wurde durch einen Mangel an gesetzgeberischen Vorschriften sowie den staatlichen Versuch, Pressefreiheit und Vielfalt zu begünstigen, verursacht. Laut dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ist die private türkische Medienlandschaft „wirtschaftlich stark konzentriert und mit anderen wirtschaftlichen Interessen – Banken, Stromerzeugung, Mobilfunk – in großen Holdings verbunden.“ Diese anderen Wirtschaftszweige sind dabei häufig der Bereich, in welchem die Hauptgewinne erwirtschaftet werden (teilweise sogar die ausschließlichen Gewinnbereiche; oft schreiben die gesamten Medienabteilungen der Konzerne (auch durch den hohen Konkurrenzdruck) sogar rote Zahlen), während die Medienabteilungen „als Stoßtruppen fungierten, um kommerzielle Interessen des Konzerns, zu dem sie gehören, durchzusetzen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung, Quellenlage: Einführung in das Thema der Medienwirkung im Wahlkampf mit Fokus auf die Türkei und Vorstellung der methodischen sowie literarischen Basis.

2 Medienlandschaft in der Türkei: Analyse der historischen Entwicklung, der Struktur der Medienkonzerne und der verschiedenen Mediengattungen in der Türkei.

3 Entwicklungen seit AKP-Regierungsantritt: Untersuchung der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit, der Repressionen gegen Journalisten und der Etablierung staatlicher sowie konzerneigener Kontrolle seit 2002.

4 Die Parlamentswahlen von 2015 und die Rolle der Medien/Rolle der Medien in den jüngsten Parlamentswahlen: Konkrete Betrachtung der Mediennutzung und -beeinflussung während des Wahlkampfes 2015 und der Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der türkischen Medienlandschaft als durch Konzentration, Selbstzensur und staatliche Einflussnahme geprägtes System.

Schlüsselwörter

Türkei, Medienlandschaft, AKP, Pressefreiheit, Wahlkampf 2015, Medienkonzentration, Selbstzensur, Journalismus, Politik, Meinungsbildung, Massenmedien, Internetzensur, Rundfunk, Printmedien, Politische Polarisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der türkischen Medienlandschaft und dem politischen System unter der AKP, insbesondere im Hinblick auf den Wahlkampf zur Parlamentswahl 2015.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Medienkonzentration, der Verlust an Pressefreiheit, Mechanismen staatlicher Repression sowie die Bedeutung digitaler Medien für die politische Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie staatliche Eingriffe und wirtschaftliche Strukturen der Medienkonzerne die Berichterstattung in der Türkei maßgeblich beeinflussen und im Wahlkampf instrumentalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die auf einer fundierten Literatur- und Quellenrecherche zur aktuellen politischen und medialen Lage in der Türkei basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung der Medienkonzerne, die systematische Einschränkung der Presse seit 2002 und die spezifische Rolle der Medien während der Parlamentswahlen 2015.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Pressefreiheit, AKP, Medienkonzentration, Selbstzensur und der türkische Wahlkampf.

Welche Rolle spielt die Selbstzensur in der türkischen Medienlandschaft?

Selbstzensur wird als proaktive Anpassung von Medien an staatliche Erwartungen beschrieben, um den Verlust von lukrativen Staatsaufträgen oder rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Wie beeinflussen große Medienkonzerne die Berichterstattung?

Da Medienunternehmen oft Teil großer Holdings mit anderen Geschäftsfeldern (wie Energie oder Bankwesen) sind, ordnen sie ihre journalistischen Inhalte häufig den wirtschaftlichen Interessen der Konzernleitung und deren politischer Nähe zur Regierung unter.

Wie hat sich die Medienpolitik seit 2002 unter der AKP gewandelt?

Die Politik hat sich von einer anfänglichen Offenheit hin zu einer zunehmenden Polarisierung, Repression und Übernahme kritischer Medienhäuser durch regierungsfreundliche Akteure entwickelt.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle und Wirkung der türkischen Medien im Wahlkampf. Die Parlamentswahl 2015
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Medienwirkungsanalyse
Note
1,7
Autor
Bernhard Weidenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V900924
ISBN (eBook)
9783346190956
ISBN (Buch)
9783346190963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Türkei Wahl Wahlen Medien Türkische Medien Medienwirkung Medienwirkungsanalyse AKP Pressefreiheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Weidenbach (Autor:in), 2015, Die Rolle und Wirkung der türkischen Medien im Wahlkampf. Die Parlamentswahl 2015, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/900924
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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