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Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46

Titel: Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46

Hausarbeit , 2007 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mark Seibert (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit hat die Neuordnung des deutschen Parteiensystems nach dem Zweiten Weltkrieg zum Gegenstand. Vor allem am Beispiel der SPD im Experimentierfeld „Viersektorenstadt Berlin“ wird gezeigt, wie sich das Parteienspektrum in den ersten Nachkriegsjahren entwickelte. Schließlich geht die Arbeit der Frage nach, ob der spezielle Versuch des Aufbaus eines Parteiensystems in Berlin Modellcharakter mit Blick auf Gesamtdeutschland hatte. Dabei beschränkt sich die Betrachtung auf den Zeitraum von Kriegsende bis zur Oktober-Wahl 1946.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg

2.1 Die Entstehung des Berliner Parteiensystems

2.2 Der Antifaschistische Block

2.3 Der Berliner Allparteienmagistrat

3. Der Wiederaufbau der SPD in Berlin

3.1 Herausforderungen an die Rekonstruktion der Partei

3.2 Die erste Rekonstruktionsphase bis zur Urabstimmung

3.2.1 Frage der Einheit der Arbeiterparteien

3.2.2 Urabstimmung

3.2.3 Der Konflikt Zentralausschuss / Büro Schumacher

3.3 Die zweite Rekonstruktionsphase der SPD

3.3.1 Von der Urabstimmung zur Oktober-Wahl

3.3.2 Die Oktober-Wahl 1946

4. Das Experimentierfeld Berlin

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Neuordnung des deutschen Parteiensystems nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel der SPD im Berlin der Jahre 1945/46. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich das Parteispektrum entwickelte und ob der Berliner Prozess Modellcharakter für Gesamtdeutschland besaß.

  • Entwicklung des Berliner Parteiensystems in der unmittelbaren Nachkriegszeit
  • Struktur und Einfluss des Antifaschistischen Blocks sowie des Allparteienmagistrats
  • Der Wiederaufbauprozess der Berliner SPD unter dem Einfluss der Einheitsfrage
  • Konfliktlinien zwischen dem Berliner Zentralausschuss und dem westdeutschen Parteivorstand unter Kurt Schumacher
  • Die Auswirkungen der Urabstimmung und der Oktober-Wahl 1946

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Frage der Einheit der Arbeiterparteien

Nach dem Ende des Krieges stellte sich zwar nicht nur, aber vor allem in Berlin die Frage nach dem Ende des Bruderkampfes der Arbeiterparteien SPD und KPD, also nicht zuletzt darum, ob die SPD zonenübergreifend als eigenständige Partei erhalten bleibt oder ob sich eine politisch-organisatorisch einheitliche Arbeiterpartei aus SPD und KPD bildet. Die Polarität der Frage um die Einheit der beiden Arbeiterparteien wechselte dabei zunächst:

Noch vor der Zulassung der Parteien durch die SMA waren es sozialdemokratische Funktionäre, die mit kommunistischen Vertretern Gespräche um eine einheitliche Arbeiterpartei führten. Relevanter Beweggrund dafür ist sicherlich die Erfahrung des Versagens der gespaltenen Arbeiterbewegung im Kampf gegen den Nationalsozialismus und das gemeinsame Erleben der Schrecken im Exil, in der Illegalität, in Zuchthäusern und Konzentrationslagern. Otto Grotewohl wies im Rahmen der 60er-Konferenz am 20. Dezember 1945 darauf hin, dass Sozialdemokraten im April und Mai des Jahres die Einheitsfrage gegenüber den Kommunisten zu thematisieren versuchten und auf eine schnelle Vereinigung drangen, zu diesem Zeitpunkt jedoch von der kommunistischen Seite abgeblockt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie sich das deutsche Parteiensystem nach 1945 entwickelte, wobei der Fokus auf der Rolle Berlins als Experimentierfeld liegt.

2. Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Vierparteiensystems unter sowjetischer Einflussnahme sowie die Gründung des Antifaschistischen Blocks und des Berliner Allparteienmagistrats.

3. Der Wiederaufbau der SPD in Berlin: Das umfangreiche Kernkapitel analysiert den schwierigen Rekonstruktionsprozess der Partei unter dem Druck der Einheitsfrage und den internen Konflikten zwischen Berliner Basis und westdeutscher Parteiführung.

4. Das Experimentierfeld Berlin: Hier wird Berlins Sonderstatus als politischer Mikrokosmos und Treffpunkt alliierter Machtinteressen bewertet, der den Rahmen für deutsche Nachkriegspolitik vorgab.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Berliner Modell letztlich scheiterte und keine innovativen Impulse für die parteipolitische Neuordnung bot, sondern eher konservierende Tendenzen zeigte.

Schlüsselwörter

Berlin, Nachkriegszeit, SPD, KPD, Sowjetische Militäradministration, SMA, Einheitsfrage, Urabstimmung, Zentralausschuss, Kurt Schumacher, Antifaschistischer Block, Oktober-Wahl 1946, Parteiensystem, SED, Deutschlandpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Neuordnung des deutschen Parteiensystems in den Jahren 1945 und 1946 am Beispiel der Viersektorenstadt Berlin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Wiederaufbau der Berliner SPD, die Auseinandersetzung um eine mögliche Vereinigung mit der KPD und der Einfluss der Besatzungsmächte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie sich das Berliner Parteienspektrum entwickelte und ob dieser Prozess Modellcharakter für die politische Entwicklung in Gesamtdeutschland hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine historisch-analytische Untersuchung auf Basis ausgewählter Literatur durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Phasen des SPD-Wiederaufbaus, die innerparteilichen Konflikte, die Bedeutung der Urabstimmung und die Rolle der Oktober-Wahl 1946.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Berlin, Nachkriegszeit, SPD, Einheitsfrage, Sowjetische Militäradministration und Kurt Schumacher.

Warum war der Zentralausschuss der Berliner SPD isoliert?

Der Zentralausschuss verlor den Rückhalt bei der Parteibasis und der westdeutschen Führung durch seine Ostorientierung und die Kompromissbereitschaft gegenüber der KPD.

Wie beeinflusste die Urabstimmung den Verlauf der Einheitsdebatte?

Die Urabstimmung in den Westsektoren mit einer deutlichen Mehrheit gegen eine sofortige Vereinigung markierte das Ende der Ambitionen, die SPD unter den Bedingungen der SMA zur Einheit zu zwingen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Mark Seibert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V90128
ISBN (eBook)
9783638042352
ISBN (Buch)
9783638940139
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Viersektorenstadt Berlin Experimentierfeld Neuordnung Deutschlands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mark Seibert (Autor:in), 2007, Die Viersektorenstadt Berlin als Experimentierfeld der parteipolitischen Neuordnung Deutschlands 1945/46, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90128
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Leseprobe aus  16  Seiten
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