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Die Liberalisierung des Agrarhandels und seine Auswirkungen auf die EU

Title: Die Liberalisierung des Agrarhandels und seine Auswirkungen auf die EU

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Sebastian Siebert (Author)

Economics - International Economic Relations
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Die Liberalisierung des Agrarhandels stellt aktuell die bedeutendste wirtschaftspolitische Herausforderung für die EU und den Rest der Welt im Agrarbereich dar. Besonders da es sich für die EU um bedeutende Ausgaben in diesem Bereich handelt. Zudem befindet sich die EU vor laufenden Reformen, der Beitritt von neuen Ländern in die Gemeinschaft will durchgeführt werden oder auch die laufenden Verhandlungen in der Doha-Runde.
Das Ziel dieser Arbeit soll daher sein, die möglichen Wirkungen und Folgen der Liberalisierung des Agrarhandels für die EU im Vergleich zum Rest der Welt darzustellen und zu bewerten.
Dazu soll im Folgenden zunächst kurz auf die geschichtliche Entwicklung der EU-Agrarpolitik eingegangen werden, um dann direkt auf die relevanten Fragen der Liberalisierung einzugehen. Dazu werden kurz die verschiedenen Handelshemmnisse dargestellt, sowie ausführlich auf die Folgen der Liberalisierung des Agrarsektors eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung der EU-Agrarpolitik

2.1. Das WTO-Agrarabkommen und seine Subventionsarten

2.1.1 Subventionsformen

2.2. Die EU-Agrarpolitik

2.3. Auswirkungen der Agrarhandelsliberalisierungen

2.4. Ausblick auf die zukünftige EU-Agrarpolitik

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die ökonomischen Auswirkungen und Folgen der Liberalisierung des internationalen Agrarhandels für die Europäische Union im Vergleich zum weltweiten Kontext darzustellen und kritisch zu bewerten, wobei insbesondere die Rolle von Subventionsmechanismen und Reformprozessen untersucht wird.

  • Historische Entwicklung und Reformschritte der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)
  • Analyse der WTO-Subventionskategorien (Amber, Blue und Green Box)
  • Modellbasierte Untersuchung der Handelsfolgen mittels GTAP-Modell
  • Auswirkungen der EU-Erweiterung auf die Agrarpolitik und WTO-Verpflichtungen
  • Zukünftige Herausforderungen und Perspektiven der EU-Agrarpolitik in der Doha-Runde

Auszug aus dem Buch

2.1. Das WTO-Agrarabkommen und seine Subventionsarten

Als 1995 die WTO gegründet wurde, verabschiedete sie auch das Landwirtschaftsabkommen. Dessen Ziel die Liberalisierung des internationalen Agrarhandels war. Hierfür sollten drei handelsverzerrende Auswirkungen staatlichen Eingreifens gemildert werden. Diese drei Säulen waren: die Beschränkung des Marktzuganges (vor allem durchgesetzt mittels Zölle), die Exportsubventionen und die internen Unterstützungsmaßnahmen. Bei internen Stützungsmaßnahmen handelte es sich vor allem um staatlich gestützte Preise und direkte Zahlungen an Landwirte auf Basis von Produktionsmengen.

Um diese handelsverzerrenden Eingriffe zu verringern, wurde von einer Basisperiode ausgehend, versucht ihr Volumen zu reduzieren. Als Grundlage zur Ermittlung dieser Reduzierungen wurde das Aggregierte Stützungsmaß (AMS) genutzt. Dessen Wert sollte in Industriestaaten, bis zum Jahr 2000, um 20 Prozent reduziert werden. Allerdings wurde auch hier wieder ein Schlupfloch eingebaut. Die so genannte „de minimis“-Ausnahme. Sie besagt, dass produktspezifische Unterstützungen gewährt werden dürfen. Allerdings müssen diese unter fünf Prozent des Marktwertes des Produktes liegen in Industrieländern (für Entwicklungsländer betrug diese Grenze 10 Prozent). Sobald diese Bedingungen zutreffen, fallen sie nicht mehr in die Berechnung des AMS. Was zur Folge hatte, dass diese Zahlungen nicht unter die Reduzierungspflicht des WTO-Abkommens fallen würden. Ähnliches gilt für allgemeine Unterstützungszahlungen. Auch hier dürfen nicht die fünf Prozent des Produktionswertes erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der Agrarhandelsliberalisierung für die EU ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Wirkungen dieser Handelsöffnung zu analysieren.

2. Historische Entwicklung der EU-Agrarpolitik: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von der Gründung der EWG und dem Aufbau protektionistischer Agrarstrukturen bis hin zu den ersten Reformbemühungen unter dem Druck internationaler GATT-Abkommen nach.

2.1. Das WTO-Agrarabkommen und seine Subventionsarten: Hier werden die drei Säulen des WTO-Landwirtschaftsabkommens und die Mechanismen zur Reduzierung handelsverzerrender Maßnahmen erläutert.

2.1.1 Subventionsformen: Dieses Kapitel detailliert das System der WTO-„Boxen“ (Amber, Blue, Green Box) zur Unterscheidung und Kategorisierung staatlicher Unterstützungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.

2.2. Die EU-Agrarpolitik: Der Fokus liegt hier auf der aktuellen Ausgestaltung der EU-Agrarsubventionen und den Strategien der EU, umstrittene Maßnahmen in weniger handelsverzerrende Kategorien zu verschieben.

2.3. Auswirkungen der Agrarhandelsliberalisierungen: Unter Verwendung des GTAP-Modells werden die makroökonomischen Effekte und die Folgen für spezifische Sektoren wie Rindfleisch, Zucker und Milchprodukte untersucht.

2.4. Ausblick auf die zukünftige EU-Agrarpolitik: Dieses Kapitel beleuchtet die strategischen Positionen der EU in der WTO-Doha-Runde sowie die Auswirkungen der EU-Erweiterung auf die Einhaltung der AMS-Obergrenzen.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Reformen zwar notwendig und unausweichlich sind, die EU jedoch optimistisch durch eine stetige Anpassung ihres Reformpfades in die Zukunft blicken kann.

Schlüsselwörter

EU-Agrarpolitik, Agrarhandelsliberalisierung, WTO, Gemeinsame Agrarpolitik, GAP, Exportsubventionen, Marktpreisstützung, AMS, Blue Box, Green Box, GTAP-Modell, Doha-Runde, Welthandel, Agrarsubventionen, Welthandelsorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Liberalisierung des Agrarhandels und deren Auswirkungen auf die Europäische Union im Kontext internationaler WTO-Vorgaben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der EU-Agrarpolitik, die WTO-Subventionssysteme, die quantitative Analyse mittels ökonomischer Modelle sowie die künftigen Herausforderungen durch internationale Handelsverhandlungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die möglichen ökonomischen Folgen einer weiteren Liberalisierung des Agrarsektors für die EU darzustellen, zu bewerten und die Verhandlungsposition der EU in diesem Prozess zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung ökonomischer Fachliteratur und die Analyse von Simulationsergebnissen aus dem Standard-GTAP-Modell sowie dem FAPRI-Szenario.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die WTO-Subventionskategorien erklärt, die aktuelle Agrarpolitik der EU kritisch beleuchtet und anhand von Modellen die Folgen der Liberalisierung für verschiedene Agrarsektoren wie Zucker- oder Rindfleischproduktion simuliert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Agrarhandelsliberalisierung, GAP, WTO, AMS-Obergrenzen und die verschiedenen Subventionsboxen.

Wie beeinflusst die EU-Erweiterung die Agrarpolitik?

Der Beitritt neuer Mitglieder erhöht zwar die AMS-Obergrenze, stellt die EU aber gleichzeitig vor die Herausforderung, die Agrarzahlungen der neuen Mitgliedstaaten in das bestehende System zu integrieren und dabei WTO-konform zu bleiben.

Warum wird die EU im Text als Verlierer in einigen Agrarsektoren bezeichnet?

Die Analyse zeigt, dass die EU aufgrund des Wegfalls von Exportsubventionen und der Senkung von Schutzzöllen in Sektoren wie Zucker oder Milchprodukte signifikante Rückgänge im Exportvolumen zu verzeichnen hätte.

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Details

Title
Die Liberalisierung des Agrarhandels und seine Auswirkungen auf die EU
College
University of Göttingen
Grade
2.3
Author
Sebastian Siebert (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V90200
ISBN (eBook)
9783638072038
ISBN (Book)
9783638956475
Language
German
Tags
Liberalisierung Agrarhandels Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Siebert (Author), 2008, Die Liberalisierung des Agrarhandels und seine Auswirkungen auf die EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90200
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