Was für Chancen und Risiken lassen sich anhand der Erwerbstätigkeit von Müttern in Bezug auf den Erziehungsstil und die vermittelten Werte an Kinder diskutieren?
Zunächst erfolgt eine Einführung in die Thematik der "Frau von heute" im gesellschaftlichen, familiären und erwerbstätigen Kontext. Anschließend werden Werte in Bezug der Vermittlung, Entwicklung und des Wandels dargestellt. Darauf folgt die Auseinandersetzung mit dem Begriff Erziehung, der Sozialisation, der Werteerziehung und dem autoritativen Erziehungsstil. Danach behandelt der Autor die Diskussionspunkte rund um das Thema der Erwerbstätigkeit der Mütter.
Fokussiert betrachtet werden hier die Erwerbstätigkeit von Müttern und dessen Bedeutung für die Erziehungsziele oder Werte, die möglichen gesundheitlichen Risiken durch die Doppelbelastung von Arbeit und Familie, der "Zeitaspekt" im alltäglichen Leben, sowie die Kinder in diesem Zusammenhang. Abschließend folgt ein Fazit der Chancen und Risiken für die erwerbstätige Mutter, Kinder, Werte und Erziehung. Hier werden die wichtigsten Thesen gegenübergestellt, zusammengefasst und eine Schlussfolgerung gezogen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Erwerbstätige Mütter in der Familie von heute
2. Werte
2.1 Wertevermittlung und Werteentwicklung
2.2 Wertewandel
3. Erziehung
3.1 Sozialisation
3.2 Werteerziehung
3.3 Der autoritative Erziehungsstil
4. Erwerbstätigkeit, Werte und Erziehung; was sagt die Forschung?
4.1 Als wichtig empfundene Erziehungsziele von erwerbstätigen Müttern
4.2 Die heutige Zeit und ihre Herausforderungen an die Erziehung
4.3 Die Doppelbelastung von Familie und Beruf
4.4 Auswirkungen der Erwerbstätigkeit der Mutter für die Kinder
5.Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Chancen und Risiken der mütterlichen Erwerbstätigkeit im Hinblick auf die Wertevermittlung und den Erziehungsstil in modernen Familien. Ziel ist es, die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels und der steigenden Anforderungen an Eltern auf die kindliche Entwicklung sowie die familiäre Stressbelastung zu beleuchten.
- Wandel der Rolle der Frau in Gesellschaft und Familie
- Einfluss von Werten und Erziehungsstilen auf die kindliche Entwicklung
- Herausforderungen durch Zeitknappheit und Doppelbelastung
- Forschungsergebnisse zu Erziehungszielen erwerbstätiger Mütter
- Zusammenhang zwischen mütterlicher Berufstätigkeit und Kinderwohl
Auszug aus dem Buch
3.3 DER AUTORITATIVE ERZIEHUNGSSTIL
Wie bereits erwähnt, ist der autoritative Erziehungsstil gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Kontrolle des kindlichen Verhaltens und emotionaler Wärme innerhalb der Erziehung. „Die Eltern setzen Standards für das kindliche Betragen, aber stets gemäß dem Entwicklungsstand des Kindes. Sie legen großen Wert auf die Entwicklung von Eigenständigkeit und Selbstlenkung, übernehmen aber letztendlich die Verantwortung für das kindliche Verhalten“ (Seel & Hanke, 2015, S.608). Außerdem werden die Kinder für anstehende Probleme mit in den Diskussionsprozess eingebunden. Die Erziehungsstilforschung gibt einige Einblicke in die Auswirkungen des autoritativen Erziehungsstils. Verglichen mit den anderen Erziehungsstilen bilden sich höhere Werte im Bereich „zuträglichere Anpassung“, „psychosoziale Entwicklung“, „Schulleistung“ und niedrigere Werte bei „Stress“, und „Verhaltensprobleme“. Den Forschungen zufolge, gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem autoritativen Erziehungsstil und einer gesunden psychosozialen Entwicklung des Kindes (ebd.).
Seel und Hanke (2015, S.607) gehen sogar so weit zu sagen, dass dieser Erziehungsstil das „pädagogische Ideal der modernen demokratischen Gesellschaft“ ist. Im Wesentlichen zeichnet sich der Erziehungsstil durch eine angemessene Balance zwischen Einengung und Autonomie aus und bietet dem Kind so die Möglichkeit Selbstvertrauen im Rahmen von Standards und Anleitungen zu entwickeln. Die Resilienz des Heranwachsenden wird durch die mit dem Altern verbundenen Freiheiten für Handlungsweisen garantiert. Dementsprechend werden auf persönliche Ressourcen zurückgegriffen, um die von außen bewirkten Krisen zu bewältigen (ebd.). Die Eltern nehmen die Kompromissfähigkeit wahr und begünstigen damit die intellektuelle Entwicklung, welche die Grundlage der psychosozialen Entwicklung darstellt. Das Verständnis des Kindes für soziale Beziehungen wird durch die Erklärung über Entscheidungen, Verhaltensregeln und Erwartungen gefördert. Dies spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Urteilskraft, Einfühlungsvermögen, Rollenübernahme und moralischen Urteilen (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erwerbstätige Mütter in der Familie von heute: Dieses Kapitel stellt aktuelle statistische Daten zur Lebenswirklichkeit erwerbstätiger Mütter vor und ordnet diese in den modernen Familienkontext ein.
2. Werte: Hier werden theoretische Grundlagen zu Werten, ihrer Vermittlung und dem gesellschaftlichen Wertewandel in der heutigen Zeit erörtert.
3. Erziehung: Dieses Kapitel beleuchtet den Erziehungsbegriff, Sozialisationsprozesse sowie die Bedeutung der Werteerziehung und verschiedener Erziehungsstile.
4. Erwerbstätigkeit, Werte und Erziehung; was sagt die Forschung?: Der Hauptteil analysiert wissenschaftliche Befunde zu Erziehungszielen, Zeitdruck, Doppelbelastung und den tatsächlichen Auswirkungen der mütterlichen Berufstätigkeit auf Kinder.
5.Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Thesen zusammen und diskutiert die Chancen und Risiken, wobei ein Ausblick auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen gegeben wird.
Schlüsselwörter
Erwerbstätigkeit, Mütter, Wertevermittlung, Erziehungsstil, Sozialisation, Doppelbelastung, Zeitmangel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Werteentwicklung, autoritativer Erziehungsstil, Kinderwohl, Familienpolitik, Leistungsgesellschaft, Wertewandel, Stressfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Erwerbstätigkeit von Müttern auf die Wertevermittlung und die Erziehungssituation innerhalb moderner Familien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen den Wandel von Familienmodellen, die Rolle von Werten, theoretische Erziehungsansätze, sowie die psychischen und zeitlichen Belastungen erwerbstätiger Eltern.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Chancen und Risiken der mütterlichen Berufstätigkeit hinsichtlich des gewählten Erziehungsstils und der vermittelten Werte fundiert zu diskutieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Studien, statistische Daten des Bundesamtes sowie familiensoziologische Forschungsergebnisse synthetisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Erziehungszielen erwerbstätiger Mütter, der "Zeitlogik" in Familien, den Stressursachen durch Doppelbelastung und dem Einfluss der mütterlichen Berufstätigkeit auf die kindliche Entwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem mütterliche Erwerbstätigkeit, Werteerziehung, autoritativer Erziehungsstil, Doppelbelastung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Warum wird der autoritative Erziehungsstil als "Optimum" bezeichnet?
Er bietet eine ausgewogene Balance zwischen emotionaler Wärme und notwendiger Kontrolle, was laut Forschung eine gesunde psychosoziale Entwicklung der Kinder am effektivsten fördert.
Welchen Einfluss hat die mütterliche Erwerbstätigkeit konkret auf Kinder?
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Berufstätigkeit der Mutter per se keine negativen Auswirkungen hat, sofern die Beziehungsqualität und Zuwendung nicht unter extremer Zeitknappheit leiden.
- Quote paper
- Samuel Buchanan (Author), 2020, Erziehung und Werte in der heutigen Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/903086