In jeder Bibelübersetzung spiegelt sich auch die Auslegung des Übersetzers wider und die jeweilige Zeit, in der er diese Worte geschrieben habt. Damit spielt auch die theologisch vorgefasste Ansicht der kirchlichen Institutionen eine Rolle, die möglicherweise zur Zeit der Apostel anders war als heute. Jesus der Messias und seine Apostel hatten z.B. alle noch den Glauben an den einen und alleinigen Gott des Alten Bundes. Heute wird diese Ansicht von den Christen als ein Hindernis für die Heilsbedeutung Christi und der Trinitätslehre gesehen.
Diese zwei verschiedenen Ansichten über Gott und seinen Heilsplan mit uns Menschen muss aber keine Trennung zwischen jüdischem und christlichem Glauben bedeuten. Der Autor dieser Kommentierung zu den vier Briefen des Apostel Paulus versucht hier durch verschiedene Bibelübersetzungen den ursprünglichen monotheistischen Glauben mit dem christlichen Glauben in Übereinstimmung zu bringen und so manche liebgewonnene Ansichten, die zur Zeit Jesu noch nicht bekannt waren, darzustellen.
Es geht in diesem Buch somit um ein echtes Bibelstudium, das in seiner Einfachheit und Klarheit auch den feststehenden Bibelchristen neu sein wird. Jeder Leser bekommt nun die Möglichkeit, die Worte Gottes aus der ursprünglichen christlichen Sicht zu lesen, sie nachzuprüfen und festzustellen, dass es keinen Grund der Trennung zwischen Israel und den Christen mehr zu geben braucht. Der Schreiber der vorliegenden Kommentierung ist unabhängig von jeder Kirche oder Gemeinschaftsleitung und kann daher seine Sicht über das Wort darstellen, ohne irgendwelchen Atheismus-Vorwürfen ausgesetzt zu sein oder disziplinarische Folgen befürchten zu müssen. Diese Art von theologischer Sicht wird daher den meisten Bibellesern unbekannt sein und es erfordert Mut, dieses Buch zu lesen. Aber es wird mit Sicherheit auch ein erkenntnisreiches, intensives Bibelstudium daraus folgen, was auch der Sinn dieses Buches sein soll.
Inhaltsverzeichnis
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE GALATER
Gegen die Verfälschung des Evangeliums
Die Berufung des Paulus zum Apostel
Die Anerkennung des Paulus durch die anderen Apostel
Die Auseinandersetzung des Paulus mit Petrus in Antiochia
Die Gerechtigkeit aus dem Glauben
Verheißung und Gesetzesanordnungen
Befreiung von den Folgen der Gesetzesverordnung durch Christus
Warnung vor Rückfall in die Gesetzlichkeit
Knechtschaft und Freiheit
Aufruf zur rechten Freiheit
Das Leben im Geist
Mahnung zur Brüderlichkeit
Eigenhändiger Briefschluss
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE EPHESER
Lobpreis Gottes für die Erlösung durch Christus
Gebet um Erkenntnis der Herrlichkeit Christi
Das neue Leben als Geschenk der Gnade
Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden
Das Amt des Apostels für die Heiden
Die Fürbitte des Apostels für die Gemeinde
Die Einheit im Geist und die Vielfalt der Gaben
Der alte und der neue Mensch
Weisungen für das neue Leben
Das Leben im Licht
Die christliche Haustafel
Die geistliche Waffenrüstung
Grüße und Segenswünsche
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE PHILIPPER
Dank und Fürbitte für die Gemeinde
Die Gefangenschaft des Paulus und die Verkündigung des Evangeliums
Bereitschaft der Gemeinde zum Leiden für Christus
Leben in der Gemeinschaft mit Christus
Sorge um das Heil
Sendung des Timotheus und Rückkehr des Epaphroditus
Warnung vor Rückfall in die Gesetzesgerechtigkeit
Das Ziel
Mahnung zur Einigkeit und zur Freude im Herrn
Dank für die Gabe der Gemeinde
Grüße und Segenswunsch
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE KOLOSSER
Dank und Fürbitte für die Gemeinde
Christus, der Schöpfer des Neuen Bundes
Das Amt des Apostels unter den Heiden
Warnung vor den Irrlehrern
Der alte und der neue Mensch
Die christliche Haustafel
Ermahnung zum Gebet und zum rechten Wort
Grüße und Segenswünsche
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Briefe des Apostels Paulus an die Galater, Epheser, Philipper und Kolosser aus der Perspektive eines konsequenten Monotheismus zu interpretieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Heilsbedeutung Christi ohne die später entstandene Trinitätslehre mit dem biblischen Glauben an den einen und alleinigen Gott in Einklang gebracht werden kann.
- Die kritische Auseinandersetzung mit der Trinitätslehre und die Unterscheidung zwischen Gott und Jesus als Messias.
- Die Analyse des paulinischen Verständnisses von Gnade, Glaube und dem Ende der Gesetzlichkeiten des Alten Bundes.
- Die Darstellung des Neuen Bundes als eine von Gott geschenkte, geisterfüllte Lebensweise, nicht als ein System von Werken.
- Die Korrektur des Gottesbildes im Lichte der ursprünglichen Schriften des Neuen Testaments.
Auszug aus dem Buch
Die Gerechtigkeit aus dem Glauben
Gal 3,1 O ihr unverständigen Galater, warum wollt ihr das denn nicht endlich begreifen! Wer hat euch nur bezaubert, wo euch doch Jesus Christus vor Augen geschrieben ist. Habe ich euch die Versöhnung Gottes durch das stellvertretende Sterben Jesu des Messias am Kreuz nicht so geschildert, als hättet ihr alles mit eigenen Augen gesehen?
Auch heute noch scheint es wegen der Beachtung der Gesetzlichkeiten so zu sein, dass das Sterben Christi, sein stellvertretender Tod für uns, gering geachtet wird. Hat man den Opferdienst im Alten Bund und seine Erfüllung in Jesus Christus nicht begriffen? Allein dieses Gnadengeschenk unter der Führung Gottes macht doch einen Menschen erst glücklich und bringt ihn zu Dankbarkeit und der Erwiderung seiner Liebe – und damit zum geisterfüllten Leben in den neuen Menschen.
Gal 3,2 Nur das eine will ich von euch wissen: Hat Gott euch seinen Geist auf Grund von Befolgung des Gesetzes gegeben, oder durch den Glauben, der euch verkündet und von euch angenommen worden ist?
Sind diese von der Gesetzlichkeit erfüllten Menschen auch von der Geistkraft Gottes erfüllt? Erkennt man bei ihnen die herzensverändernde Liebe Gottes? Findet man bei ihnen die von Gott kommende Freude und Dankbarkeit in ihrem Leben?
Zusammenfassung der Kapitel
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE GALATER: Paulus mahnt zur Freiheit von gesetzlichen Vorschriften und betont, dass Rettung allein durch den Glauben an das Versöhnungswerk Jesu Christi erfolgt.
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE EPHESER: Dieses Kapitel erläutert den göttlichen Heilsplan zur Einheit von Juden und Heiden durch die Gnade und das Leben im Licht.
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE PHILIPPER: Der Autor hebt die demütige Gesinnung Christi hervor und ruft die Gemeinde zur Einheit, Freude im Herrn und zur Standhaftigkeit im Glauben auf.
DER BRIEF DES PAULUS AN DIE KOLOSSER: Es wird dargelegt, dass Christus der Schöpfer des Neuen Bundes ist, und vor menschlichen philosophischen Irrlehren gewarnt, die vom eigentlichen Fokus auf Christus ablenken.
Schlüsselwörter
Monotheismus, Jesus Christus, Messias, Versöhnung, Gnade, Neuer Bund, Trinitätslehre, Geistkraft Gottes, Apostel Paulus, Glaubensweg, Gesetzlichkeiten, Heilsplan, Rechtfertigung, Gottesbild, Neuschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Das Buch bietet eine theologisch fundierte Kommentierung der vier paulinischen Briefe unter dem Aspekt eines strengen biblischen Monotheismus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Erlösung durch Gnade, die Abgrenzung von religiöser Gesetzlichkeit und die korrekte Einordnung des Verhältnisses zwischen Gott und seinem Gesalbten Jesus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Lesern eine Sicht auf das Wort Gottes zu ermöglichen, die nicht durch spätere trinitarische Dogmen belastet ist, um so die Einheit zwischen Israel und den Christen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine textnahe Exegese durch, die verschiedene Bibelübersetzungen vergleicht und den historischen Kontext des paulinischen Monotheismus gegen philosophische Einflüsse abgrenzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Kommentare zu den Briefen an die Galater, Epheser, Philipper und Kolosser, wobei jeder Abschnitt systematisch auf das Verhältnis von Gott, Christus und der Gesetzlichkeit eingeht.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?
Begriffe wie "alleiniger Gott", "Erlösungsplan", "Geistkraft", "Gesetzlichkeiten" und "Gnadengeschenk" stehen im Mittelpunkt der Analyse.
Warum lehnt der Autor die Trinitätslehre ab?
Der Autor argumentiert, dass Paulus diese Lehre nicht kannte und dass sie künstliche Trennungen zwischen dem Gott Israels und den neutestamentlichen Gläubigen schafft, die ursprünglich nicht beabsichtigt waren.
Wie steht der Autor zur "Gottesmutter"-Lehre?
Er kritisiert diese Lehre als inkonsequent mit dem monotheistischen Gottesbild und der biblischen Darstellung Christi als Mensch und Diener Gottes.
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- Andreas Schittspan (Autor:in), 2020, Die Botschaft von dem alleinigen Gott der Bibel. Die vier Briefe des Paulus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/904921