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Urheberrechtsverletzungen im Web 2.0

Die Suche nach Vergütungsalternativen in Zeiten von Youtube

Title: Urheberrechtsverletzungen im Web 2.0

Diploma Thesis , 2007 , 87 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Janina Lohrmann (Author)

Law - Media, Multimedia Law, Copyright
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Heute leben wir in einer Informationsgesellschaft, die viele Möglichkeiten mit sich bringt. Wir nutzen die vielen Vorteile und Bequemlichkeiten, die das Internet bietet. Recherchen gestalten sich viel einfacher, Bankgeschäfte lassen sich von Zuhause abwickeln und per E-Mail ist jeder rund um den Globus in sekundenschnelle zu erreichen. Die Anzahl der Internetnutzer weltweit betrug 2003 675 678 000, dies war fast eine Verdopplung im Vergleich zu dem Jahr 2000 (387 532 000 Nutzer). In Deutschland stieg 2005 der Anteil, der an das Internet angeschlossenen Haushalte, auf 58 %, ein Zuwachs von 15 % seit 2002. Das Internet hat sich seinen Weg in den Alltag der Menschen gesucht. Die vielen Errungenschaften, die das Internet bietet und die, die es noch bieten wird, sind vielfältig, wie auch der Missbrauch, der mit einigen einhergeht. Es werden Daten ausspioniert, Menschen in aller Öffentlichkeit verunglimpft, aber auch Filme, ohne Einwilligung, öffentlich zugänglich gemacht oder Musik rechtswidrig zum Download angeboten. Die Tätigkeit im Internet und die Bereitschaft zum Download von Inhalten, ob legal oder illegal, ziehen sich dabei durch alle Altersgruppen. Sogar in der Gruppe der „50 Jahre und älteren“ besteht ein Anteil von 5 % und dieser ist steigend.

Gerade das Urheberrecht sieht sich, in Bezug auf das Internet, immer neuen Herausforderungen ausgesetzt. War vor drei bis vier Jahren noch das Filesharing der „große Feind“ des Urheberrechts, so sieht es sich jetzt von anderer Seite aus zusätzlich bedroht. Das neue Zauberwort heißt „Web 2.0“. Jeder, der was auf sich hält, richtet sich Accounts bei Youtube, Myspace, Clipfish, StudiVZ und anderswo ein, um sich selbst der ganzen Welt zu präsentieren. Rücksicht auf andere wird dabei selten genommen und gerade geschützte Werke scheinen dabei regelrecht vogelfrei geworden zu sein, zumindest im Bewusstsein der Internetnutzer. Im Februar 2007 besuchten 54 % der deutschen Internetnutzer Web 2.0 - Seiten. Wenn man bedenkt, dass der Begriff des „Web 2.0“ erst 2004 definiert wurde, macht es deutlich wie unaufhaltsam der Siegeszug dieser „Neuerfindung“ des Internets ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Schöne neue Welt

II. Verwertung von Musik- und Filmwerken im Internet

A. Kostenpflichtige Portale

B. Filesharing

C. Web 2.0

III. Urheberrecht

A. Allgemeines

1. Schutzfähige Werke

2. Wirkung des Urheberrechts

a. Urheberrechtspersönlichkeitsrechte (§§ 12 – 14 UrhG)

b. Verwertungsrechte (§§ 15 – 24 UrhG)

c. Sonstige Rechte (§§ 25 – 27 UrhG)

d. Verletzungen des Urheberrechts

3. Schranken des Urheberrechts (§§ 44a ff. UrhG)

4. Leistungsschutzrechte (§§ 70 – 87e UrhG)

B. Urheberrecht im Internet

1. Neue Medien und das Urheberrecht

2. Weitere Reform des Urheberrechts: Der Zweite Korb

C. Verwertungsgesellschaft GEMA

1. Musikverwertungsrechte

2. Struktur der GEMA

a. Mitglieder

b. Vereinsorgane

3. Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche der GEMA

a. Berechtigungs- und Gegenseitigkeitsverträge

b. Santiago- und Barcelona- Agreement

4.Tarifgestaltung und Verteilungsgrundsätze

a. Einzel- und Gesamtverträge

b. Systematik der GEMA-Tarife

c. Verteilungsprinzipien

5. Aktuelle Situation

IV. Urheberrechtsverletzung im Web 2.0 am Beispiel Youtube

A. Youtube: Videos für die ganze Welt

B. Aktuelle Rechtsstreitigkeiten

C. Schutzrechtsverletzungen und ihre Folgen

1. Verletzungen der absoluten Rechte der Urheber

a. Verwertungsrechte

b. Urheberpersönlichkeitsrechte

c. Rolle der privaten Interessen

2. Leistungsschutzrechte

D. Rechtliche Sanktionen

1. Strafrechtliche Sanktionen

2. Zivilrechtliche Sanktionen

E. Haftung im Online-Bereich

1. Diensteanbieter allgemein

2. Access-Provider

3. Host-Provider

F. Weitere Entwicklungen

V. Alternative einer Kulturflatrate

A. Technischer Fortschritt und kein Ende in Sicht

B. Kulturflatrate, Content-Flatrate und Globallizenz

C. Umsetzung einer Kulturflatrate

1. Welche Güter werden mit der Kulturflatrate besteuert?

2. Höhe der Kompensierung

3. Verteilung der Einnahmen

4. Kritik

5. Vereinbarkeit der Kulturflatrate mit den rechtlichen Rahmenbedingungen

a. Nationale Ebene

b. Internationale Ebene

D. Ist die Kulturflatrate eine echte Alternative?

VI. Der Fluch des Web 2.0 oder: Macht das Urheberrecht im digitalen Kontext überhaupt noch Sinn?

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen des deutschen Urheberrechts durch das Web 2.0, insbesondere am Beispiel der Videoplattform Youtube. Das primäre Ziel besteht darin, die aktuelle Rechtslage zu analysieren und zu prüfen, ob alternative Vergütungsmodelle wie eine „Kulturflatrate“ eine tragfähige Lösung für die Musik- und Filmindustrie darstellen könnten.

  • Analyse der urheberrechtlichen Grundlagen im digitalen Kontext
  • Untersuchung von Rechtsverletzungen auf nutzergenerierten Videoplattformen (Youtube)
  • Bewertung der Haftung von Diensteanbietern im Online-Bereich
  • Diskussion von Alternativvergütungen und der Kulturflatrate
  • Rechtliche Einordnung und internationale Perspektiven

Auszug aus dem Buch

C. Web 2.0

Das Web 2.0 stellt einen neuen Umgang mit dem Medium Internet dar. Es geht nicht mehr nur um den Datenaustausch als solches, sondern um die Außenwirkung bzw. die Selbstdarstellung im Internet. Der Grundgedanke des Web 2.0 liegt deshalb in der Mitgestaltung im Netz und der öffentlichen Kommunikation. Begrifflich geprägt wurde dieses Phänomen von Tim O’Reilly und Jahn Battelle im Oktober 2004. Die Ausdrucksformen des Web 2.0 sind dabei so unterschiedlich wie auch zahlreich. Das simpelste Beispiel ist der einfache Blog. Der Nutzer kann diesen z.B. als Internettagebuch verwenden oder auch nur zu bestimmten Anlässen seine Ansichten und Meinungen kundtun.

Im Internet haben sich mittlerweile regelrechte „Kult-Blogs“ entwickelt. Als Beispiel wäre hier ein Blog zur der TV-Serie Lost anzuführen, der sich ausnahmslos damit beschäftigt, Geheimnisse dieser Serie aufzudecken. Der Wahrheitsgehalt dieser Entdeckungen lässt dabei häufig zu wünschen übrig, was jedoch viele Leser nicht davon abhält, ihre Emotionen im Kommentarbereich des Blogs auszudrücken. Eine weitere Form des Web 2.0 sind Wikis, deren bekannteste Erscheinungsform Wikipedia ist. Wikis sind Webseiten, auf denen Nutzer, direkt und ohne Vorkenntnisse, Einträge verfassen oder verändern können.

Mittlerweile in über 50 Sprachen verfügbar ist Wikipedia das größte weltweite Internetlexikon. Die Besonderheit und zugleich der größte Nachteil ist, dass jeder Nutzer Wikipedia um Erläuterungen erweitern kann. Das führt dazu, dass manche Angaben, die zu bestimmten Begriffen gemacht werden überhaupt nicht oder zumindest teilweise nicht der Wahrheit entsprechen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch die sozialen Netzwerke. Gerade im deutschsprachigen Raum machte StudiVZ häufig von sich reden. Das global größte soziale Netzwerk ist Myspace. Diese Netzwerke stellen Kommunikationsplattformen dar, die es ermöglichen in direkten Kontakt mit anderen Nutzern zu treten. Jeder Nutzer hat seine eigene Profilseite, die er mit Bildern, Kommentaren, Zitaten u. ä. versehen kann. Die Absicht eine gewisse Außendarstellung zu erzeugen ist deshalb bei sozialen Netzwerken auch ein zentraler Punkt.

Kapitelzusammenfassungen

I. Schöne neue Welt: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das Internet den Alltag durchdringt, aber gleichzeitig den Urheberschutz vor neue, dystopisch anmutende Herausforderungen stellt.

II. Verwertung von Musik- und Filmwerken im Internet: Dieses Kapitel erläutert die technischen und wirtschaftlichen Wege der Online-Distribution, angefangen bei legalen Portalen über Filesharing bis hin zum Web 2.0.

III. Urheberrecht: Das Kapitel bietet einen fundierten theoretischen Überblick über das deutsche Urheberrecht, dessen Schranken, Leistungsschutzrechte und die Rolle der Verwertungsgesellschaften wie der GEMA.

IV. Urheberrechtsverletzung im Web 2.0 am Beispiel Youtube: Hier wird die rechtliche Problematik des Streamings und der Haftung von Host-Providern anhand des Beispiels Youtube detailliert analysiert.

V. Alternative einer Kulturflatrate: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Konzeption der Kulturflatrate, ihrer Umsetzung, der notwendigen gesellschaftlichen Debatte sowie den rechtlichen Hürden auf nationaler und internationaler Ebene.

VI. Der Fluch des Web 2.0 oder: Macht das Urheberrecht im digitalen Kontext überhaupt noch Sinn?: Die Schlussbetrachtung hinterfragt die Zukunftsfähigkeit des bestehenden Urheberrechts und plädiert für einen konstruktiven, chancenorientierten Umgang mit der digitalen Entwicklung.

Schlüsselwörter

Urheberrecht, Web 2.0, Youtube, Kulturflatrate, Filesharing, GEMA, Verwertungsrechte, Internetrecht, Streaming, Host-Provider, Digital Rights Management, Leistungsschutzrechte, Privatkopie, Online-Distribution, Haftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konfrontation zwischen klassischem Urheberrecht und den modernen, kollaborativen Strukturen des Web 2.0, exemplifiziert an Videoportalen wie Youtube.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke im digitalen Raum, die rechtliche Einordnung von Nutzerinteraktionen, die Haftungsprivilegierung von Providern und alternative Vergütungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob das bestehende deutsche Urheberrecht den Anforderungen des Web 2.0 noch gerecht wird und ob alternative Ansätze, wie die Kulturflatrate, Lösungen bieten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Rechtsquellenanalyse des geltenden deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG) sowie einer theoretischen Diskussion von Modellen der Internet-Vergütung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Urheberrecht, eine praxisorientierte Analyse der Rechtslage bei Youtube sowie eine Diskussion über die Machbarkeit und Kritik an einer Kulturflatrate.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Urheberrecht, Web 2.0, Streaming, GEMA, Kulturflatrate, Haftung und digitale Distribution.

Inwiefern haftet Youtube nach Ansicht der Autorin für Rechtsverletzungen?

Die Arbeit analysiert die Haftung als Host-Provider nach dem TMG und kommt zu dem Schluss, dass Youtube zwar Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten haben kann, eine allgemeine Überwachungspflicht jedoch entfällt, wobei eine Schadensersatzpflicht bei grober Fahrlässigkeit bestehen bleiben kann.

Was sind die Hauptkritikpunkte an der Idee einer Kulturflatrate?

Zu den genannten Kritikpunkten zählen die soziale Ungerechtigkeit durch pauschale Belastung, der Kontrollverlust der Urheber, die potenzielle Zerstörung bestehender Märkte und die schwierige internationale Durchsetzbarkeit.

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Details

Title
Urheberrechtsverletzungen im Web 2.0
Subtitle
Die Suche nach Vergütungsalternativen in Zeiten von Youtube
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
2,0
Author
Janina Lohrmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
87
Catalog Number
V90680
ISBN (eBook)
9783638050913
ISBN (Book)
9783638943482
Language
German
Tags
Urheberrechtsverletzungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Lohrmann (Author), 2007, Urheberrechtsverletzungen im Web 2.0, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90680
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