Was ist eigentlich reproduktives Klonen? Wie geschieht dies und ist es überhaupt in Österreich erlaubt? Klonen ist ein bekanntes Thema; oft sieht man in den Medien verschiedenste bahnbrechende Errungenschaften. Das bekannteste Beispiel dafür war das Klonschaf Dolly. Aber welche Folgen bringt das Klonen für die Gesellschaft mit sich? Ist ein Klon ein richtiger Mensch? Welche Vor- und Nachteile bietet das Klonen? Solchen und einigen anderen Fragen versucht diese Referatsausarbeitung genauer auf den Grund zu gehen. Es werden zunächst Techniken des Klonens vorgestellt und es wird eine sachliche Einführung in diese komplexe Materie gegeben. Der nächste Abschnitt der Arbeit widmet sich der ethischen Beurteilung des Klonens und den damit aufkommenden Problemen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Klonen ?
2.1 Klontechniken
2.1.1 Embryo-Splitting:
2.1.2 Zellkerntransfer (ZKT)
3 Anwendung des Klonens beim Menschen
3.1 Therapeutisches Klonen
3.2 Klonen zu diagnostischen Zwecken
3.3 Reproduktives Klonen
4 Wann ist ein Mensch ein Mensch?
5 Rechtslage
5.1 Österreich
5.2 International
6 Ethische Probleme des Klonens
6.1 Probleme des Klonens
6.2 Vorteile des Klonens
7 Ethisch-theologische Diskussion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wissenschaftlichen Techniken des reproduktiven Klonens, beleuchtet die rechtliche Situation in Österreich sowie international und analysiert die damit verbundenen ethischen und theologischen Fragestellungen bezüglich der Menschenwürde und des Beginns menschlichen Lebens.
- Methodische Grundlagen des Embryo-Splittings und Zellkerntransfers
- Anwendungsbereiche in der Medizin und Diagnostik
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Verbote des reproduktiven Klonens
- Ethische Identitäts- und Risikodiskussionen
- Theologische Perspektiven auf das Klonen und das menschliche Leben
Auszug aus dem Buch
3.3 Reproduktives Klonen
Vom reproduktiven Klonen spricht man, wenn mithilfe der ZKT-Technik eine ungeschlechtliche Vermehrung vollzogen wird. Der erzeugte Embryo wird einer Leihmutter eingesetzt.18 Bis jetzt gibt es keine nachgewiesenen menschlichen Klone. Die ganze Forschung dazu befindet sich in einem frühen Stadium. Auch eine völlig exakte Kopie eines Menschen wird es nicht geben können, da in der zellkernlosen Eizelle nicht sämtliche Erbgutinformationen entfernt werden können und ein gewisses Resterbgut erhalten bleibt.19 Das Problem der Forschung ist derzeit, dass es zu viele Risikofaktoren gibt, um einen Menschen zu klonen. Das Klonschaf Dolly wurde aus 277 Versuchen erschaffen und lebte danach nur sechs Jahre. Um eine Forschung mit Menschen möglich zu machen, müssten Mütter unzählige Schwangerschaften ertragen, um überhaupt theoretisch ein geklontes Kind zu gebären.20
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des reproduktiven Klonens ein und stellt die zentralen Fragen nach gesellschaftlichen Folgen sowie Vor- und Nachteilen.
2 Was ist Klonen ?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Klonen und erläutert die technischen Verfahren Embryo-Splitting und Zellkerntransfer.
3 Anwendung des Klonens beim Menschen: Hier werden die medizinischen Einsatzgebiete wie therapeutisches Klonen, Diagnostik und die Problematik des reproduktiven Klonens dargestellt.
4 Wann ist ein Mensch ein Mensch?: Das Kapitel diskutiert verschiedene philosophische und biologische Kriterien zur Definition des Beginns menschlichen Lebens.
5 Rechtslage: Es wird die aktuelle gesetzliche Situation, insbesondere das Verbot des reproduktiven Klonens in Österreich und international, beschrieben.
6 Ethische Probleme des Klonens: Dieses Kapitel analysiert Risiken wie Fehlbildungen, Identitätsverlust des Klons und die Problematik der Instrumentalisierung.
7 Ethisch-theologische Diskussion: Abschließend wird die christliche Sichtweise auf die Menschenwürde, Gottesebenbildlichkeit und die Ablehnung einer perfekten Wunschkind-Ideologie erörtert.
Schlüsselwörter
Reproduktives Klonen, Zellkerntransfer, Embryo-Splitting, Bioethik, Stammzellenforschung, Menschenwürde, Leihmutterschaft, Gentechnik, Identitätsbildung, Präimplantationsdiagnostik, Lebensbeginn, Medizinethik, Klontechniken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Aspekte des reproduktiven Klonens beim Menschen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die Klontechniken, die medizinische Anwendung, die Rechtslage in Österreich und international sowie die ethisch-theologische Bewertung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das komplexe Thema Klonen sachlich einzuführen und die ethischen sowie gesellschaftlichen Fragen kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Auswertung bioethischer sowie rechtlicher Grundlagen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, medizinische Anwendungsfelder, die Definition des Lebensbeginns, rechtliche Verbote und eine ethische Güterabwägung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klonen, Bioethik, Menschenwürde und Reproduktionsmedizin definieren.
Warum wird das Dolly-Experiment im Text erwähnt?
Dolly dient als bekanntestes Beispiel für den Erfolg und die hohen Risiken des Zellkerntransfers bei Tieren, um die Gefahren einer Übertragung auf den Menschen zu verdeutlichen.
Wie begründet die Arbeit die Ablehnung der Perfektionierung des Kindes?
Die Arbeit argumentiert, dass der Wunsch nach einem "perfekten" Kind die menschliche Natur missachtet und behindertes Leben ablehnt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Techniken des reproduktiven Klonens. Ethische Fragestellungen und gesellschaftliche Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907364