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Theologischer Trialog. Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele

Titel: Theologischer Trialog. Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Björn Schweizer (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Beleg für die gesprächsbereite Seite der monotheistischen Religionen kann der sogenannte Trialog dienen. Unter diesem versteht man eine verkürzte Ausdrucksweise des trilateralen Dialoges zwischen Christen, Juden und Muslimen, die sich allerdings in kürzester Zeit sowohl als Bezeichnung eingeprägt als auch institutionalisiert hat.

In der vorliegenden Arbeit soll den Fragen nachgegangen werden, was theologischer Trialog bedeutet, wie dieser religionspädagogisch umgesetzt werden kann und wie die theologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einem theologisch fundierten Trialog angemessen zur Sprache gebracht werden können. Dafür soll zunächst der Begriff Trialog genauer präzisiert werden. Im Anschluss erfolgt eine Übersicht über das trialogische Lernen, da diese Form des Lernens einen wesentlichen Bestandteil des Trialogs ausmacht. Darauf aufbauend folgt eine inhaltliche und begriffliche Bestimmung des theologischen Trialogs, um die eingangs gestellten Fragen zu beantworten. Für die inhaltliche und begriffliche Bestimmung des theologischen Trialogs sollen drei zentrale theologische Thematiken - der monotheistische Glauben, das Verhältnis von Judentum und Christentum und das sogenannte „Abraham-Paradigma“ - näher analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Trialogisches Lernen: Theologische und religionspädagogische Zugänge

2.1. Trialog: Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen

2.2. Interreligiöse Kompetenz

2.3. Trialogisches Lernen

3. Theologischer Trialog: Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele

3.1. Der monotheistische Glauben

3.2. Der jüdisch-christliche Dialog

3.3. Abraham als Grundlage für den Trialog?

3.3.1. Begriffliche Bestimmungen

3.3.2. Abraham im Judentum

3.3.3. Abraham im Christentum

3.3.4. Abraham im Islam

3.3.5. „Abrahamische Ökumene“?

3.4. Reflexion des Sitzungsverlaufes vom 23.01.2018.

4. Weiterführende Gedanken

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine theologische Reflexion des Trialogs durchzuführen, um zu klären, was dieser bedeutet, wie er religionspädagogisch umgesetzt werden kann und wie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Religionen fundiert zur Sprache gebracht werden können.

  • Grundlagen des trialogischen Lernens und der interreligiösen Kompetenz.
  • Begrifflich-theologische Bestimmungen des theologischen Trialogs.
  • Die Rolle des monotheistischen Glaubens als gemeinsame Basis.
  • Das spezifische Verhältnis zwischen Judentum und Christentum.
  • Die Figur Abrahams als Grundlage für einen möglichen Dialog.

Auszug aus dem Buch

3.3.2.Abraham im Judentum

„Du Herr, bist der Gott, der Abram auserwählt hat. Du hast ihn von Ur in Chaldäa herausgeführt und ihm den Namen Abraham verliehen. Du hast sein Herz getreu befunden; deshalb hast du mit ihm einen Bund geschlossen, seinen Nachkommen das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, Jebusiter und Girgaschiter gegeben; und du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht“.

In dieser Stelle des Alten Testamentes sieht Karl-Josef Kuschel die gesamte jüdische Abraham-Theologie prägnant zusammengefasst. Abraham ist der Stammesvater Israels, der Träger der göttlichen Segensverheißung und des göttlichen Bundes, die das Volk Israel zum auserwählten Volk machen. Die Rolle Abrahams wird ausformuliert als derjenige, an dem Gott handelt, den Gott erwählt hat, der ihm einen neuen Namen verliehen hat und derjenige der es zur Aufgabe hat, in ein neues Land zu ziehen. Der somit geschlossene Bund ist eine Zusage an das Volk Israel. Dennoch ist es wichtig festzuhalten, dass gerade die Abraham-Erzählung der Genesis durchaus in einer gewissen Alterität zur späteren jüdischen Abraham-Tradition beispielsweise im Buch des Propheten Jesaja stehen. Kuschel stellt deutlich heraus, dass Abraham der Gott, der sich Mose am Berg Sinai offenbart hat, unbekannt ist. Vielmehr spricht das Alte Testament vom „Gott meines Herrn Abrahams“ (Gen 24, 27). Wenngleich das Buch Exodus diesen Gott mit dem Gott des Exodus in Relation setzt (Vgl. Ex 6,2f.), so lässt sich bei Abraham auch eine andere Form der Gottesverehrung finden. Abrahams Verehrung äußert sich nicht, so Kuschel, in der späteren Kultverehrung der Königszeit, sondern eher in der Form einer Familien-Religiosität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des trialogischen Gesprächs zwischen den drei monotheistischen Religionen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der theologischen Fundierung und pädagogischen Umsetzbarkeit dieses Dialogs.

2. Trialogisches Lernen: Theologische und religionspädagogische Zugänge: Dieses Kapitel definiert den Begriff Trialog und erläutert die notwendigen Kompetenzen für interreligiöses Lernen sowie Kriterien für eine gelungene pädagogische Umsetzung.

3. Theologischer Trialog: Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele: Hier werden die theologischen Grundlagen analysiert, insbesondere der monotheistische Glaube, das Verhältnis zwischen Judentum und Christentum sowie die Rolle Abrahams, ergänzt durch eine Reflexion eines spezifischen Seminarverlaufs.

4. Weiterführende Gedanken: Das Kapitel reflektiert über die erarbeiteten Inhalte hinaus und ordnet den Trialog als notwendige Leitperspektive für den Religionsunterricht und den gesellschaftlichen Austausch ein.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bekräftigt die Bedeutung der Differenzwahrnehmung innerhalb eines Trialogs, der Abraham als Ausgangspunkt für den Dialog nutzt.

Schlüsselwörter

Trialog, Interreligiöses Lernen, Theologischer Trialog, Monotheismus, Abraham, Judentum, Christentum, Islam, Religionspädagogik, Interreligiöse Kompetenz, Abrahamische Ökumene, Dialogkultur, Gottesverständnis, Offenbarung, Religionspluralität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und religionspädagogischen Fundierung des theologischen Trialogs zwischen Christentum, Judentum und Islam.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Begriff des Trialogs, interreligiöse Kompetenz, der monotheistische Gottesglaube, das jüdisch-christliche Verhältnis und die Rolle Abrahams in den drei Religionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie ein theologisch fundierter Trialog geführt werden kann, ohne dabei die Unterschiede der einzelnen Religionen zu negieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur und der Reflexion von Lehrveranstaltungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Zugänge (Lernen und Kompetenzen) und die Analyse inhaltlicher theologischer Paradigmen (Gottesbild, Judentum/Christentum, Abraham-Paradigma).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Trialog, interreligiöses Lernen, Abraham, monotheistischer Glaube und interreligiöse Kompetenz charakterisieren.

Welche Rolle spielt Abraham im Trialog laut der Untersuchung?

Abraham dient als wichtiger Topos und Bezugspunkt, wobei die Arbeit kritisch beleuchtet, ob er als Grundlage für eine "Abrahamische Ökumene" dienen kann oder eher als Impulsgeber für den Dialog zwischen den Religionen fungiert.

Wie wird das Verhältnis von Judentum und Christentum bewertet?

Der Dialog wird als einzigartig und grundlegend eingestuft, da das Christentum historisch und theologisch tief mit dem Judentum verwurzelt ist, was eine stetige Auseinandersetzung erfordert.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Umsetzung des Trialogs?

Schulen werden als entscheidende Lernorte angesehen, um interreligiöse Kompetenz zu fördern, Ängste abzubauen und Vorurteile durch Begegnung und fachlich geleiteten Austausch zu minimieren.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theologischer Trialog. Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,0
Autor
Björn Schweizer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
32
Katalognummer
V907638
ISBN (eBook)
9783346199546
ISBN (Buch)
9783346199553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trialog Theologie Mirjam Schambeck Interreliöses Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Björn Schweizer (Autor:in), 2018, Theologischer Trialog. Begriffliche und inhaltliche Bestimmungen und Ziele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907638
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Leseprobe aus  32  Seiten
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