José Ortega y Gasset

La rebelion de las masas


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
18 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Massenmensch
2.1. Geschichtlicher Hintergrund
2.2. Entstehung und Eigenschaften des Massenmenschen
2.3. Denken und Wirken des Massenmenschen
2.4. Gegebenheit der Überfüllung

3. Die Elite
3.1. Ortegas Vorstellungen von Elite
3.2. Rechte und Pflichten der Elite
3.3. Die Aristokratie und die Edlen

4. Der Aufstand der Massen nach Ortega y Gasset

5. Vergleich von Massenmensch und Elite

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der spanische Philosoph und Essayist José Ortega y Gasset wurde am 9. Mai 1883 in Madrid geboren. Er bekam seine besonderen Fähigkeiten für literarische und publizistische Arbeiten bereits mit in die Wiege gelegt, da er aus einer Journalisten- und Verlegerfamilie stammte. Nach seinem Schulabschluss studierte er Philosophie an der Universität in Madrid und schloss sein Studium mit seiner Promotion im Jahre 1904 ab. Danach ging er nach Deutschland nach Leipzig, Berlin und Marburg, um seine Studien fortzusetzen, war unter anderem Schüler des Neukantianers Hermann Cohen und machte dort viele neue Erfahrungen mit der aufstrebenden Nation und der modernen Technik. Als er nach Spanien zurückkehrte, lehrte und forschte er als Professor für Metaphysik an der Madrider Universität. José Ortega y Gasset gründete mit anderen Schriftstellern zusammen die Zeitschrift „España“. Zur Zeit des spanischen Bürgerkrieges emigrierte Ortega zuerst nach Frankreich, dann nach Argentinien, wo er sich bereits vorher durch Reisen Popularität verschaffte und schließlich nach Portugal. Ende der vierziger Jahre kehrte Ortega nach Spanien zurück und beschäftigte sich mit der Lage Spaniens und Europas. Er starb 1955 in Madrid.[1]

José Ortega y Gasset veröffentlichte im Jahr 1930 seinen Essay: „La rebelión de las masas“ und wurde damit international bekannt. In diesem Essay versuchte er die Krise Europas zu reflektieren.[2] Die dreißiger Jahre waren, ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise, eine Zeit voller politischer wie auch gesellschaftlicher Unsicherheiten. Dabei standen Spanien vor dem Bürgerkrieg und Deutschland vor dem Zerfall der Weimarer Republik.[3]

Ortega nimmt sich in seinem Werk „Der Aufstand der Massen“ den Massenmenschen zum Hauptinstrument und versucht diesen zu analysieren. Des weiteren versucht er die Masse dem Individuum gegenüber zu stellen und zeigt die stetige „Vermassung“ der Gesellschaft auf.

Zweck der vorliegenden Hausarbeit ist es, Ortegas Massenmenschen darzustellen, wobei zuerst Ortegas Begriff der Masse herausgearbeitet werden soll. Anschließend werden die Vorstellungen Ortegas einer Elite aufgezeigt. Weiterhin wird auf den Aufstand der Massen näher eingegangen. Darüber hinaus sollen beide Typen von Menschen gegenübergestellt und miteinander verglichen werden.

Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit Hypothesen Ortegas über den modernen Massenmenschen. Hierfür ist es notwendig die Entstehung und die Eigenschaften dieses Menschen aufzuführen und sein Handeln und Wirken darzustellen. Im zweiten Teil steht die Elite im Mittelpunkt. Im Gegensatz zum „Massenmenschen“ sollen hierbei die Rechte und Pflichten, sowie die qualitativen Unterschiede der Elite aufgezeigt werden.

In der Schlussbetrachtung sollen die Darstellungen bezüglich der Masse und Elite noch einmal kurz zusammengefasst und ein Ausblick der ortegianischen Philosophie gegeben werden.

Der Rahmen dieser Hausarbeit gebietet ein Maximum an faktischer Beschränkung. Daher möchte ich verdeutlichen, dass es sich bei dieser Arbeit nur um einen Problemaufriss handeln kann, mit dem ich erreichen möchte, dass den beiden Typen „Masse“ und „Elite“ die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. In einem solchen Rahmen ist die Komplexität nur bedingt vermittelbar.

2. Der Massenmensch

2.1. Geschichtlicher Hintergrund

José Ortega y Gasset stellte fest, dass es seit Mitte des 19. Jahrhunderts für den Durchschnittsmenschen keine sozialen Schranken mehr gab. Er kann sich in allen Bereichen des öffentlichen Lebens frei bewegen, ohne Fesseln zu tragen oder in irgendeiner Weise eingeschränkt zu sein. Es existieren weder Klassen noch Stände und alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Es müssen an dieser Stelle die drei Prinzipien, die liberale Demokratie, die experimentelle Naturwissenschaft und der Industrialismus genannt werden, die diese neue Welt erst möglich machten. Der Ruhm des 19. Jahrhunderts kommt der Durchführung und nicht der Erfindung zu. Dieses Jahrhundert stellte alles auf den Kopf, da es ihrem Wesen nach eher revolutionär war.[4]

José Ortega y Gasset ist ein Vertreter der 1898-er Generation. In dieser Zeit wurde Spanien in eine tiefe Bewusstseinskrise gestürzt, da das Land einerseits seine letzten Kolonien verlor und sich andererseits unter der Bevölkerung eine negative Stimmung breit machte, die von Unzufriedenheit und Pessimismus zeugte, da die sogenannte Regeneration nur beschränkt einsetzte. Das oberste Ziel war es eine Modernisierung und Europäisierung in allen Bereichen des Lebens zu erreichen. Hierbei mussten Reformen durchgeführt und das politische System geändert werden, zu dem nicht jeder Politiker bereit war. In Spanien war im 19.Jh. ein steter Bevölkerungsanstieg zu erkennen, genauso wie in den anderen europäischen Ländern auch. Etwa ab 1860 setzte in Spanien ein moderner Verstädterungsprozess ein, was aber nicht bedeutet, dass der Industriezweig den größten Sektor der Wirtschaft einnahm. Dieser blieb weiterhin die Landwirtschaft mit gleichwohl 57 % noch um 1920. Die Industrie konnte sich nur sehr langsam entwickeln, da durch den Verlust der Kolonien wieder nach neuen Absatzmärkten gesucht werden musste und zwar im Inland selbst. In der Sozialstruktur waren sehr gravierende Unterschiede zu finden, die mit der Ungleichverteilung in der Landwirtschaft begannen, sich mit den sehr schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter fortsetzten und damit endeten, dass sich im 19. Jahrhundert eine neue Elite an der Spitze des politischen Systems gebildet hatte, welche einerseits aus dem alten Adel und andererseits aus der neuen bürgerlichen Oberschicht bestand.[5]

[...]


[1] Vgl. Zamora Bonilla, Javier 2002: Ortega y Gasset., Barcelona: Random House Mondadori, S. 23 ff.

[2] Vgl. Gimber, Arno 2003: Kulturwissenschaft Spanien., Stuttgart: Ernst Klett Sprachen GmbH, S. 84.

[3] Vgl. Altrichter, Helmut / Bernecker, Walther L. 2004: Geschichte Europas im 20. Jahrhundert., Stuttgart:

W. Kohlhammer Verlag, S. 75 ff.

[4] Vgl. Ortega y Gasset, José 1949 : Der Aufstand der Massen., Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, S. 58 f.

[5] Vgl. Barceló, Pedro u.a. 2002: Kleine Geschichte Spaniens., Stuttgart: Philipp Reclam, S.348 ff. Das Thema

Elite wird unter Punkt 3 näher erläutert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
José Ortega y Gasset
Untertitel
La rebelion de las masas
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
José Ortega y Gasset als Kulturwissenschaftler
Note
2,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V91066
ISBN (eBook)
9783638055840
Dateigröße
444 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
José, Ortega, Gasset, Kulturwissenschaftler
Arbeit zitieren
Antje Rohloff (Autor), 2006, José Ortega y Gasset, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91066

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