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Lehren aus der Asienkrise für das internationale Finanzsystem

Titel: Lehren aus der Asienkrise für das internationale Finanzsystem

Seminararbeit , 2007 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt Bekkay Rafoud (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus ökonomischer Sicht galt die Instabilität der Finanzmärkte als eines der zentralen Probleme des letzten Jahrzehnts. Nachdem es in den siebziger und achtziger Jahren zahlreiche Banken und Finanzkrisen in Lateinamerika gab, kam es in den neunziger Jahren erneut zu Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Der Ausbruch der Asienkrise Mitte 1997 mit der Freigabe des thailändischen Baht, sorgte für eine der schwersten Krisen in den Schwellenländern überhaupt.
Man sprach von der asiatischen Grippe. Die zuvor hochgelobten Tigerstaaten , die sich sowohl durch ein hohes Wirtschaftswachstum, geringe Inflationsraten und Budgetdefizite, als auch eine niedrige Staatsverschuldung und ein hohes Leistungsbilanzdefizit auszeichneten , steckten sich an und es entfachte ein ökonomischer Flächenbrand.
Die thailändische Währungskrise, weitete sich zu einer Finanzkrise aus, die die anderen ostasiatischen Staaten erfasste. Die Krise wurde von sehr wenigen Ökonomen vorhergesagt. Selbst der IWF befand im Mai 1997, die Abnahme der Wirtschaftstätigkeit der ostasiatischen Länder als eine gesunde Korrektur zur Vermeidung von Überhitzungserscheinungen. ....

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Finanzmarktkrise?

3. Einordnung der Asienkrise 1997/98

4. Erklärungsansätze der Asienkrise

4.1. Modell der ersten und zweiten Generation

4.2. Moral Hazard-Problem

4.3. Finanzmarktpanik und Herding

4.4 Zwischenfazit

5. Lehren aus der Asienkrise

5.1. Internationale Kapitalverkehrskontrollen

5.2. Lender of Last Resort

5.3. Bekämpfung der Korruption

5.4. Neue globale Finanzarchitektur

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Ursachen der ostasiatischen Finanzkrise von 1997/98 und leitet daraus notwendige Reformkonzepte für das internationale Finanzsystem ab, um künftige Krisen zu vermeiden oder deren Auswirkungen zu begrenzen.

  • Wissenschaftliche Untersuchung von Erklärungsansätzen für Finanzmarktkrisen.
  • Analyse des Zusammenspiels von Währungs- und Bankenkrisen (Twin Crisis).
  • Diskussion regulatorischer Maßnahmen und Kapitalverkehrskontrollen.
  • Bewertung der Rolle von Korruption und mangelnder Corporate Governance.
  • Entwicklung von Vorschlägen für eine neue globale Finanzarchitektur.

Auszug aus dem Buch

4.2. Moral Hazard-Problem

Unter Moral Hazard versteht man Aktionen in der eine Partei nach einem Versicherungsabschluss risikofreudiger agiert als ohne Versicherung. In diesem Fall handelt der Versicherte nicht mehr risikoavers, da die Schäden ein Dritter trägt.

Bezugnehmend zur Asienkrise bedeutet dies, dass die Finanzinstitute, durch den Staat versichert sind, was explizit (Depositenversicherung) oder auch implizit („too big to fail“) erfolgen kann. Durch die Versicherung werden die Banken Geschäfte machen, die hohe Chancen, aber auch hohe Risiken mit sich bringen.

Ausgangspunkt der Finanzmarktkrise war, dass die asiatischen Zentralbanken bzw. die Bankenaufsicht unausgereift waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Finanzmarktinstabilität und Vorstellung der Forschungsfragen sowie des strukturellen Aufbaus der Arbeit.

2. Was ist eine Finanzmarktkrise?: Definition und theoretische Einordnung des Begriffs sowie Erläuterung der "Twin Crisis"-Problematik.

3. Einordnung der Asienkrise 1997/98: Diskussion, ob es sich primär um eine Banken- oder Währungskrise handelte, unter Berücksichtigung der Kapitalabflüsse.

4. Erklärungsansätze der Asienkrise: Überblick über theoretische Modelle, das Moral-Hazard-Problem sowie die Auswirkungen von Herding und Finanzmarktpanik.

5. Lehren aus der Asienkrise: Erörterung politischer und regulatorischer Konsequenzen wie Kapitalverkehrskontrollen, die Funktion des Lender of Last Resort und globale Architektur-Reformen.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die Notwendigkeit globaler Finanzmarktregulierung.

Schlüsselwörter

Asienkrise, Finanzmarktkrise, Moral Hazard, Lender of Last Resort, Kapitalverkehrskontrollen, Finanzarchitektur, Herding, Corporate Governance, Bankenkrise, Währungskrise, Finanzmarktregulierung, Emerging Markets, Investorenverhalten, Stabilität, Kapitalabfluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Ursachen der Asienkrise von 1997/98 und diskutiert die daraus resultierenden Erkenntnisse für die Stabilität des internationalen Finanzsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsmodellen für Finanzkrisen, der Rolle staatlicher Absicherungen (Moral Hazard) und der notwendigen institutionellen Reformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Fragen, welche Erklärungsmodelle die Entstehung der Krise beschreiben und welche regulatorischen Lehren für die globale Finanzarchitektur daraus gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einem Vergleich bestehender ökonomischer Krisenmodelle, um diese auf die spezifische Situation in Ostasien anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Krisenarten, eine Ursachenanalyse anhand verschiedener Modelle sowie eine detaillierte Diskussion konkreter politischer Maßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Moral Hazard, Twin Crisis, Lender of Last Resort, Kapitalverkehrskontrollen und Frühwarnsysteme.

Warum spielt das "Moral Hazard"-Problem eine so wichtige Rolle in der Krise?

Weil implizite staatliche Garantien für Finanzinstitute zu einer risikoreicheren Kreditvergabe geführt haben, was die Stabilität des gesamten Sektors untergrub.

Welche Rolle spielt der IWF im Kontext der untersuchten Krisenbewältigung?

Der IWF fungiert oft als "Lender of Last Resort", wobei die Arbeit kritisch hinterfragt, inwieweit dadurch wiederum neue Moral-Hazard-Risiken entstehen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lehren aus der Asienkrise für das internationale Finanzsystem
Hochschule
Hochschule Mainz
Note
1,3
Autor
Diplom-Betriebswirt Bekkay Rafoud (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V91073
ISBN (eBook)
9783638048705
ISBN (Buch)
9783638942645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehren Asienkrise Finanzsystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirt Bekkay Rafoud (Autor:in), 2007, Lehren aus der Asienkrise für das internationale Finanzsystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91073
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Leseprobe aus  19  Seiten
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