Napoleons Weg aus der Verbannung bis hin zur letzten Schlacht bei Waterloo


Hausarbeit, 2005

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Napoleon Bonapartes Flucht von der Insel Elba
a Napoleons Rückkehr nach Frankreich
b Die Gründe für Napoleons Flucht von Elba

3 Napoleon auf dem Weg nach Paris
a Napoleons Reise nach Paris
b Napoleon zieht das Volk auf seine Seite und entmachtet König Ludwig XVIII

4. Napoleon wird Kaiser von Frankreich und zieht erneut in eine Schlacht
a Die Europäischen Großmächte reagieren auf die neue Führung in Frankreich
b Die letzte Schlacht des Kaisers
c Die Niederlage bei Waterloo

5. Schluss

Quellen- und Literaturverzeichnis:

1. Einleitung

Napoleon Bonaparte, Kaiser von Frankreich, entschloss sich nach dem Bruch mit Zar Alexander I. 1812 in den Krieg gegen Russland zu ziehen, wo er jedoch eine bittere Niederlage erlitt. Zu allem Überfluss wandten sich daraufhin auch Preußen und Österreich gegen die französischen Truppen. Die militärische Herrschaft der Franzosen über Europa brach mit der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 endgültig zusammen. Daraufhin wurde Napoleon 1814 in Paris zur Abdankung gezwungen und auf die Insel Elba verbannt.

An diesem Punkt wird meine Hausarbeit ansetzen. Zunächst werde ich Napoleons Flucht von Elba detailliert aufarbeiten, um den Einstieg in die Hausarbeit zu erleichtern und um somit ein erstes Basiswissen zu schaffen. Nach dieser punktierten Abhandlung, beschäftige ich mich mit den Ursachen, die Napoleon überhaupt dazu veranlasst haben, von der Insel zu fliehen, so dass der erste Teil meiner Arbeit unter der Fragestellung stehen wird: „Warum flieht Napoleon Bonaparte von der Insel Elba?“.

In ähnlicher Weise wird auch der darauf folgende Teil der Arbeit aufgebaut sein. Es erscheint mir wichtig Napoleons Reise, welche schließlich in Paris mit der Thronbesteigung endet, chronologisch zu beschreiben, um zu aller erst natürlich wieder ein Basiswissen zu schaffen, aber auch, um schon hier zu zeigen, welche Leistung Napoleon aufwenden musste, um überhaupt erst nach Paris zu gelangen. Bearbeitet wird dieser zweite Abschnitt mit den Kernfragen: „Wie schafft es Napoleon, das Volk in seine Vorhaben mit einzubeziehen und wie gelingt es ihm auf seiner Reise Ludwig XVIII. zu entmachten?“. Im letzten Teil der Arbeit beschäftige ich mich mit den Auswirkungen, die die Rückkehr von Napoleon nach sich gezogen hat. Wichtig wird dabei zu schildern sein, wie sich die ehemaligen Kriegsgegner Russland, England, Preußen und Österreich verhalten haben, als bekannt wurde, dass Napoleon die Insel Elba verlassen hatte.

Infolgedessen wird geklärt, warum die vier Kriegsgegner alles daran setzten, den ehemaligen Kaiser außer Gefecht zu setzen. Nachdem die Gründe für die Schlacht bei Waterloo herausgearbeitet wurden, möchte ich in einem abschließenden Umriss den Schlachtverlauf skizzieren und letztendlich an dieser Stelle den Schlusspunkt meiner Ausarbeitung setzen.

Zur Klärung dieser Fragen stütze ich mich im Wesentlichen auf die Materialien von Ernst Lewalter „Waterloo“[1], Bernd Jeschonnek „Waterloo 1815“[2], Peter Hartmann „Französische Könige und Kaiser der Neuzeit“[3] und Friedrich Sieburg „Napoleon: Die 100 Tage“.[4]

2. Napoleon Bonapartes Flucht von der Insel Elba

a Napoleons Rückkehr nach Frankreich

Im April 1814 wurde Napoleon Bonaparte nach seiner Abdankung als Kaiser von Frankreich auf die damals noch französische Insel Elba verbannt. Sie wurde Napoleon von den Siegermächten als souveränes Fürstentum zugewiesen. Angekommen ist er dort schließlich am 4. Mai 1814. Auf der Insel erhielt Napoleon den Titel „Kaiser von Elba“. Er herrschte somit über die 110 000 Einwohner und war mit der Organisation des kleinen Fürstentums beschäftigt. Insgesamt blieb Napoleon gerade einmal 10 Monate auf Elba. Am 26. Februar 1815 setzte er seinen Entschluss, die Insel in Richtung Frankreich zu verlassen, in die Tat um. Zusammen mit einigen Soldaten und Offizieren, die ihn in den letzten Monaten begleiteten, sowie einigen Männern eines auf Elba liegenden französischen Regiments unternahm er die Rückreise nach Frankreich. Die Überfahrt verlief wie erwartet nicht ungefährlich, so musste die Mannschaft um Napoleon zweimal bangen, von sich nahenden Schiffen gesichtet zu werden. Das erste Schiff drehte jedoch noch rechtzeitig ab, bevor es Napoleons Mannen erblicken konnte und das zweite Schiff segelte unter französischer Fahne und war daher ungefährlich.[5] Am 1. März 1815 erreichten die insgesamt sieben Schiffe um Napoleon die Küste von Frankreich. Bevor der ehemalige Kaiser selbst wieder französischen Boden betrat, schickte er zuerst einige Männer auf das nahe Cannes gelegene Festland. Diese sollten sich vergewissern, dass nichts Feindseliges zu befürchten sei. Kurz darauf konnte die „Inconstant“ ihre Anker auswerfen.

Drei Stunden später ging Napoleon als letzter von Bord und betrat nach 10 Monaten wieder französisches Festland.[6] Die Rückkehr nach Frankreich war ihm somit bis zu diesem Zeitpunkt ohne viel Aufruhr gelungen. So konnte sich Napoleon vorerst an seinem Ankunftsort niederlassen, jedoch schickte er schon einige Männer voraus in Richtung Cannes. Diese sollten verhindern, dass irgendein Kurier die Nachricht von Napoleons Ankunft vorzeitig unter das Volk bringen würde.[7]

b Die Gründe für Napoleons Flucht von Elba

Als Nachfolger des gescheiterten Napoleons bestieg der Graf von Provence als Ludwig XVIII. am 3. Mai 1814 den Königsthron von Frankreich. Er war der Bruder von Ludwig XVI. und floh 1791, dem zweiten Revolutionsjahr, aus Frankreich, um seitdem auf den Sturz von Napoleon zu warten.[8] Die Bourgeoisie, der Adel und die Geistlichkeit bildeten die Stützen der neuen Herrschaft. Jedoch bestand der Großteil des französischen Volkes aus Bauern, die das Königtum strikt ablehnten. Machte es doch unter Ludwig XVIII. den Eindruck, als wäre die Zeit im Jahre 1789 stehen geblieben. Denn kurz nachdem er den Thron bestiegen hatte, kamen viele Adlige aus dem Ausland zurück, in das sie in den Revolutionsjahren geflohen waren. Anmaßend pochten diese nun auf längst nicht mehr geltende Vorrechte und sannen zudem darauf, die alte Adelsordnung wiedereinzuführen.[9] Das Verhalten des Adels und auch der Geistlichkeit ließ die Bauern befürchten, ihren erworbenen Besitz wieder abgeben zu müssen. Und auch die Angst vor neuen vielfältigen Abgaben oder niederen Frondiensten war ihnen anzumerken. Weiterer Unmut wurde dadurch erzeugt, dass die Regierung geäußerte Versprechen nicht einhielt. Sicherte sie dem Volk vor Napoleons Sturz noch zu, die indirekten Steuern abzuschaffen, so bestand Ludwig XVIII. später auf die weitere Eintreibung. Auch die Soldaten und die Mehrzahl der Offiziere hassten die neue Führung. Gleich eine Woche nach Regierungsantritt verringerte Ludwig XVIII. die Armeestärke um die Hälfte und schickte zudem zehn- bis zwölftausend Offiziere in Pension, wenn sie nicht ganz entlassen wurden. An ihre Stellen rückten mehr als 2000 nach Frankreich zurückgekehrte Emigranten. Diese waren jedoch oftmals gar nicht für solche Kommandostellen befähigt.

Bevorzugt wurden sie einfach nur, weil sie adliger Herkunft waren. Sowohl die Bauern als auch die Soldaten sehnten daher eine Rückkehr von Napoleon Bonaparte herbei.[10]

Unterdessen langweilte sich der ehemalige Kaiser fast zu Tode, obwohl er fast pausenlos mit diversen Tätigkeiten auf Elba beschäftigt war. Nebenbei verfolgte er immer sehr aufmerksam das Geschehen in Frankreich. So blieb Napoleon auch die Unzufriedenheit der meisten Bürger unter der Führung von Ludwig XVIII. nicht verborgen.

[...]


[1] Lewalter, Ernst: Waterloo, Berlin: Keil Verlag 1936.

[2] Jeschonnek, Bernd: Waterloo 1815, Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften 1979.

[3] Hartmann, Peter: Französische Könige und Kaiser der Neuzeit, München: Verlag C. H. Beck 1994.

[4] Sieburg, Friedrich: Napoleon: Die hundert Tage, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt GmbH 1956.

[5] Lewalter, Ernst: Waterloo, S. 110f.

[6] Lewalter, Ernst: Waterloo, S. 117.

[7] Ebd., S. 118.

[8] Jeschonnek, Bernd: Waterloo 1815, S. 11.

[9] Ebd., S. 12.

[10] Jeschonnek, Bernd: Waterloo 1815, S. 17.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Napoleons Weg aus der Verbannung bis hin zur letzten Schlacht bei Waterloo
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V91079
ISBN (eBook)
9783638048736
ISBN (Buch)
9783638942669
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Napoleons, Verbannung, Schlacht, Waterloo, Elba, Revolution, Geschichte, Frankreich, Napoleon
Arbeit zitieren
Tobias Bunse (Autor), 2005, Napoleons Weg aus der Verbannung bis hin zur letzten Schlacht bei Waterloo, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91079

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