Das "neue" Verständnis des Sündenbegriffs und seine Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander


Hausarbeit, 2019

33 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Bedingungsanalyse

3. Sachanalyse
3.1 Einleitung
3.2 Was bedeutet Sünde im Kontext der biblischen Urgeschichte?
3.3 Sünde im Neuen Testament: Ein Beispiel
3.4 Die Moralisierung des Sündenbegriffs: Ein Erklärungsversuch
3.5 Luther versus Brunner: Ist das „Sündigen“ Zustand oder Akt?
3.6 Exkurs: Rechtfertigungslehre
3.7 Die Sünde aus sozialethischer Perspektive
3.8 Fazit

4. Tabelle der geplanten Unterrichtseinheit

5. Didaktischer Kommentar zur geplanten Unterrichtseinheit mit Bezug auf den Lehrplan

6. Tabelle der Unterrichtsstunde

7. Didaktisch-Methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde

Literaturverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

Der Sündenbegriff ist ein vieldiskutierter. Von rein moralischen Vergehen bis hin zu theologischen Bezügen lassen sich in unserer Gesellschaft diverse Deutungen für den Begriff finden. Auch Kinder und Jugendliche verstehen den Begriff „Sünde“ im Laufe ihrer Entwicklung immer wieder in unterschiedlichen und zunehmend komplexeren Dimensionen. Begründen lässt sich diese These unter anderem mit den moralischen und religiösen Entwicklungstheorien nach Lawrence Kohlberg und John Fowler, auf die ich im Laufe dieser Arbeit noch näher eingehen werde.

Weil der Begriff „Sünde“ oftmals missverstanden wird, er inflationär oft gebraucht und im Grunde genommen meist weit weg von der Ursprungsbedeutung her verwendet und gedeutet wird, habe ich mich dazu entschlossen das Oberthema „Sünde – Menschsein, Selbstsucht, Scheitern“ im Zuge dieser Arbeit zu behandeln und dementsprechend meine konzipierte Unterrichtseinheit danach auszurichten.

Die Bedingungsanalyse bildet den Startpunkt dieser Arbeit. Mit ihr soll die Lerngruppe dargestellt und reflektiert werden. Insbesondere beschreibe ich dabei die Makro- und mikrosoziologischen Rahmenbedingungen sowie die kognitiven- und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Lerngruppe. Anschließend werde ich mich ausführlich systematisch-theologisch mit dem Sündenbegriff auseinandersetzen. Die biblische Urgeschichte (Genesis Kapitel 1 bis 11) nehme ich hierfür als Grundlage für meine Erarbeitung.

Der religionspädagogische Teil stellt den zweiten großen Abschnitt meiner Arbeit dar. In diesem soll es darum gehen die systematisch-theologischen Erkenntnisse in einen Unterrichtsentwurf umzumünzen. Ganz konkret soll dies anhand einer von mir konzipierten Unterrichtseinheit deutlich werden. Was bedeutet das „neue“ Verständnis des Sündenbegriffs für „uns“ als Schulklasse heute? Dieser Frage möchte ich in der aus der Unterrichtseinheit ausgewählten Unterrichtsstunde „Jesus und die Ehebrecherin – Menschen begegnen wie Jesus“ nachgehen und mit den Schülerinnen und Schülern1 behandeln. Sowohl zu der Unterrichtseinheit als auch zur Unterrichtsstunde werde ich einen didaktischen Kommentar vorlegen. Für die Unterrichtsstunde wird dieser noch durch eine methodische Analyse ergänzt.

2. Bedingungsanalyse

Die von mir in der folgenden Arbeit erstellte Unterrichtseinheit „Wie Sünde das gesellschaftliches Miteinander beeinflusst“, welche dem Oberthema „Sünde – Menschsein, Selbstsucht, Scheitern“ zugeordnet wird, soll an einer staatlichen öffentlichen Realschule in Bielefeld, in einer siebten Klasse, durchgeführt werden. Die Klasse besteht aus 24 SuS, wovon 14 Kinder Mädchen und 10 Kinder Jungen sind. Am evangelischen Religionsunterricht2 nehmen 18 SuS teil, von denen wiederrum 12 evangelisch sind. Zwei Schülerinnen gehören einer evangelischen Freikirche an und vier sind konfessionslos. Die sechs fehlenden SuS gehören dem muslimischen Glauben an und besuchen parallel den muslimischen RU.

Der RU findet zweimal wöchentlich, mittwochs und donnerstags, jeweils in der dritten Stunde statt. Die Räumlichkeiten in der Schule sind so organisiert, dass nicht die Lehrkraft3 den Raum wechselt, sondern die Klasse zur jeweiligen L kommt. Dies bringt mit sich, dass die L entscheidet, wie die SuS sitzen, wie der Raum aufgeteilt und gestaltet ist. Jeder Raum, in dem Unterricht stattfindet, verfügt über eine Tafel, einen Beamer mit entsprechenden Anschlüssen für Notebooks, Tablet, Smartphones etc. und über ausreichend Platz an den Wänden für Plakate, Schaubilder oder ähnliches. Alle L haben Zugriff auf das Netzwerk der Schule und sind somit ans Internet angebunden. Material, wie beispielsweise Plakate, Stifte, Kleber usw. können aus einem Materialraum geholt werden, allerdings hat dazu nur die LK die Berechtigung.

Die 18 Teilnehmer des Unterrichts besuchen seit der Grundschule durchgängig den RU und kennen schon viele biblischen Geschichten und Inhalte. Mit dem Sündenbegriff haben sie sich bisher kaum auseinandergesetzt, weswegen ein Zurückgreifen auf die Urgeschichte im Alten Testament viel Sinn macht, weil die meisten von ihnen mit Adam, Eva, Kain und Abel bereits viel anfangen können. Hierzu später mehr in meinem Unterrichtsentwurf.

Innerhalb der Klasse gibt es viele kleine Gruppen, wodurch es immer mal wieder zu Ausgrenzung und Enttäuschungen kommt, weil nicht alle einen respektvollen Umgang miteinander pflegen. Im RU machen sie dafür nahezu alle interessiert und diszipliniert mit.

Die SuS nehmen motiviert am RU teil. Sie kennen diverse Methoden und sind mit der Durchführung dieser vertraut, was die Durchführung des RU wesentlich erleichtert.

Nach dem Stufenmodell des Glaubens von James W. Fowler befinden sich die SuS dieser Klasse auf der Stufe des „synthetisch-konventionellen“ Glaubens. Dies bedeutet, dass sich die SuS bei religiösen Aussagen an gesellschaftlichen Vorgaben orientieren, also an den Meinungen und Ansichten ihrer Mitschüler.4 Dies spiegelt sich in der Weise wider, dass es kaum konstruktive Kritik an Aussagen der Mitschüler oder gegenteilige Meinungen gibt. Nach Fritz Oser und Paul Gmünder befinden sich die SuS auf der zweiten Stufe des „Religiösen Urteils“. Die bedeutet, dass die SuS davon ausgehen ihre Beziehung zu Gott und das Verhältnis zu ihm beeinflussen zu können. Beispielsweise denken sie, dass durch gute Taten Strafen gemildert werden können oder positive Effekte erzeugt würden.5

Entwicklungspsychologisch befinden sich die SuS nach dem Modell von Piaget auf der Stufe der formalen Operation. Dies bedeutet, dass die SuS in der Lage sind mit abstrakten Inhalten umzugehen und auch schwierigere Fragestellungen strukturiert durchdenken können.6

3. Sachanalyse

3.1 Einleitung

In der folgenden Sachanalyse soll der Sündenbegriff systematisch-theologisch erarbeitet werden. Dabei soll stets die Frage „Wo treffe ich mit meiner Ausarbeitung des Sündenbegriffs die Lebenswirklichkeit der SuS?“ meine Arbeit wie ein „roter Faden“ begleiten.

Viele Begrifflichkeiten werden heutzutage mit dem Sündenbegriff assoziiert und in Verbindung gebracht. Nahezu in allen Bereichen unseres Lebens begegnet uns die vermeintliche Sünde. Das Brechen einer Diät durch zum Beispiel den Konsum von etwas vermeintlich Ungesundem nennt man im Volksmund Sünde bzw. „sündigen“. Die SuS werden in einigen Jahren den Führerschein machen und wissen bereits, dass gewisse Vergehen Punkte in Flensburg mit sich bringen und sie damit in eine „Verkehrssünderdatei“7 eingetragen werden. Beim Fußball werden Spieler, die aufgrund eines Fouls oder einer Unsportlichkeit eine rote Karte erhalten als „Rotsünder“ bezeichnet. Die Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli wird die „sündige Meile“ genannt, in Anspielung auf das Rotlichtmilieu und den sexuell orientieren Angeboten in diesem Straßenzug.

Mein Ziel für diese Sachanalyse ist es, dass der Sündenbegriff neu dargelegt wird und in die Lebenswirklichkeit der SuS übertragen werden kann. Im ersten Schritt der Analyse werde ich hierzu Auszüge aus der biblischen Urgeschichte8 entfalten, die uns und später auch den SuS aufzeigen sollen, dass das biblische Verständnis von Sünde ein anderes Verständnis ist, als es die Gesellschaft vorgibt und prägt. Im zweiten Schritt möchte ich den Schwerpunkt daran ansetzen, dass die Moralisierung des Sündenbegriffs unseren Blickwinkel auf die Sünde oftmals verblendet und uns nicht wirklich darüber klar werden lässt, was Sünde aus der biblischen Perspektive meint. Dieser Aspekt ist relevant für die Lebenswirklichkeit der SuS, weil die Moralisierung von Sünde konkret und real ist, wenn man sie Ihnen aufzeigt. Anschließend werde ich Sünde auch sozialethisch beleuchten.

Im letzten Schritt werde ich ein Fazit ziehen, indem ich meine theologischen Einsichten und Entscheidungen zum Thema der Unterrichtseinheit darlegen werden. Hierbei soll deutlich werden, welche Aspekte meiner systematisch-theologischen Entfaltung für die religiöse Bildung der SuS relevant ist.

3.2 Was bedeutet Sünde im Kontext der biblischen Urgeschichte?

Über Sünde und das Sündenverständnis sind unzählige Artikel, Beträge und Bücher verfasst worden.9 Im Kontext der biblischen Urgeschichte wird deutlich, dass es sich bei der Sünde nicht um die „Übertretung von Vorschriften eines bestimmten Kodex, eines göttlichen und insofern letztgültigen Moralgesetzes“10 handelt, sondern vielmehr um eine „Grundhaltung der Existenz“11 des Menschen selbst. Klar wird dies besonders in den Ausführungen Paul Tillichs, der in seinem Buch „Systematische Theologie Band III“12 folgendes schreibt und damit auch ein stark evangelisches Verständnis von der Sünde zum Ausdruck bringt, indem er sagt „[…] in der Beziehung zu Gott gibt es keine einzelnen Sünden, sondern die eine Sünde – die Trennung von Gott und den Widerstand gegen die Wiedervereinigung mit ihm.13 Ich teile die Ansicht von Tillich in dieser Position und bin des Weiteren der Meinung, dass dieser Widerstand gegen die Wiedervereinigung deutlich in der biblischen Urgeschichte zum Ausdruck kommt, indem sich Menschen in den Genesis Geschichten wiederholt an die Stelle Gottes setzen. Darin wird für mich ersichtlich, wie Sünde praktisch zum Ausdruck kommt: Durch die Trennung von Gott werden Menschen dazu bewegt Gottes Position einzunehmen und Macht auszuüben, Recht und Unrecht zu sprechen und vieles mehr. Sünde meint somit schlicht „Gott zu spielen“ bzw. so sein zu wollen wie Gott. Diese These will ich im Folgenden entfalten und anschließend auf die Situation der SuS anwenden, um zu zeigen, dass „Gott spielen“ eine gängige Praxis geworden ist, auch in der Lebenswirklichkeit der SuS.

Drei Bibelpassagen bilden die zentralen Bausteine für die Untermauerung meiner These. Die erste Bibelstell bildet Genesis 3, 1-13, bekannt als der „Sündenfall“. In den ersten vier Versen der Erzählung wird davon berichtet, dass die Schlange, welche „listiger war als alle Tiere auf dem Feld“14, Adam und Eva davon überzeugen möchte, dass diese von einem Baum15 essen sollen, von dem Gott ihnen verboten hatte zu essen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang der folgende fünfte Vers, der einem „Drei-Schritt“ gleicht:

„[…] Gott weiß: An dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“16. Die drei Schritte sind erstens „werden eure Augen aufgetan“, zweitens „und ihr werdet sein wie Gott“, und drittens „und wissen, was gut und böse ist“. In diesem Drei-Schritt liegt der entscheidende Punkt für den Beleg meiner These. Der Mensch, dies wird im weiteren Verlauf von Genesis 3 deutlich, möchte Gott gleich sein. Adam und Eva möchten sein wie Gott, sehen wie Gott und wissen was Gott weiß. In diesem Verlangen des Menschen steckt der Kern der Sünde. Durchaus mit Humor kann in diesem Zusammenhang Vers 7 verstanden werden, indem es heißt, dass nachdem Adam und Eva die Augen aufgetan wurden, sie erkannten, dass die gänzlich nackt waren und sich daraufhin schämten. Dieses Phänomen der Scham ist ein alltägliches und lässt sich auch für SuS gut nachvollziehen, weshalb gerade diese Erzählung von Adam und Eva aus Genesis Kapitel drei auch in der konzipierten Unterrichtsreihe mitaufgenommen wurde.

Die zweite Bibelpassage, in der sich der Mensch Gott gleich macht, befindet sich ein Kapitel weiter in Genesis 4, 1-8. Die acht Verse erzählen die Geschichte von Kain und Abel. Die beiden sind Kinder von Adam und Eva und außer, dass Abel Schäfer wurde und Kain ein Ackermann, gibt die Bibel kaum weitere Infos zu den beiden. Die Verse 3-5 erzählen davon, dass beide Brüder Gott ein Opfer darbrachten, aber Gott nur Abels mit Wohlwollen ansah. Kain konnte dies nicht recht nachvollziehen und war fortan nicht gut zu sprechen auf seinen Bruder. An keiner Stelle finden wir eine Erklärung Gottes für sein Handeln und seine unterschiedliche Beurteilung der Opfer. Daraus wird deutlich, dass Gott nicht rechenschaftspflichtig ist. Kain aber will sich an die Stelle Gottes setzen und auf seine Art und Weise recht sprechen. Obwohl Gott ihn in Vers 7 direkt anspricht und ihn darauf hinweist, dass Kain über die Sünde herrschen soll, kann er seinem inneren Verlangen nicht widerstehen und schmiedet den Plan seinen Bruder Abel zu töten. Dies tut er, das wird anhand von Genesis 3,8 deutlich, mit einer planenden strategischen Vernunft, indem er Abel nicht sofort an Ort und Stelle um sein Leben bringt, sondern noch einen passenden Ort und Zeitpunkt wählt.17 Unabhängig davon, dass diese Erzählung von Kain und Abel zwei unterschiedliche Ebenen18 hat, kommt in beiden das Verlangen des Menschen zum Vorschein sein zu wollen wie Gott und eigene Urteile fällen zu wollen.

Auch in der Lebenswirklichkeit der SuS kommt genau dieser Aspekt immer wieder zum Vorschein. Planende strategische Vernunft wird eingesetzt, um Mitschülern zu schaden und bzw. oder sich einen Vorteil zu verschaffen. Auch wenn es deutliche Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten gibt, beispielsweise durch angedrohte Konsequenzen bei Regelverstößen innerhalb der Klassengemeinschaft, wird darauf nicht immer geachtet. Vielmehr will man situationsabhängig keine Einwände oder Vorschläge von „außen“ wahrnehmen, sondern sein eigenes geplantes Vorhaben vollenden. Die Erzählung von Kain und Abel ist ein extremes Beispiel, kann aber dazu genutzt werden, um aufzuzeigen, wie weit Menschen gehen können, wenn sie ihre eigenen Begierden durchsetzen wollen.

Die dritte Bibelpassage aus der Urgeschichte verortet sich in Genesis 11, 1-9, der Geschichte vom „Turmbau zu Babel“. Nachdem die Menschen eine passende Gegend19 gefunden hatten, an dem sie sich niederlassen wollten, kamen sie zu folgendem Plan: „Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in aller Länder.“20 Auch in diesem letzten Beispiel aus der Urgeschichte wird deutlich, wie die Menschen ihre Vernunft einsetzen, um Gott gleich zu werden und Macht auszuüben, die ihnen nicht zusteht. Sie wollen Gottes Autorität nicht anerkennen, sondern selbst zur höchsten Autorität werden, indem sie einen Turm bauen, der über das menschlich mögliche hinaus geht und bis in den Bereich Gottes21, den Himmel, ragt. Sollte dies gelingen, wären sie ganz konkret „im Himmel“ präsent und damit mächtig. Die Babylonier, die Stadt wurde später auf den Namen Babel getauft, hatten zudem das Prinzip, dass sie an unterschiedlichen Orten „Zikkurrate“22 erstellten, mit denen sie weit in die Ferne sehen konnten. Diese Wehrtürme machten sie zum „Auge Gottes“. Sie gebrauchten also ihre Vernunft, um sich unabhängig zu machen. Sie wollten Gottes Eigenschaft, die des allsehenden, einfach übernehmen und selbst zu Gott werden. Gesellschaftliche Machtstrukturen werden präsent und es bildet sich sozusagen ein totalitäres Regime in Babylon.

Für die Lebenswirklichkeit der SuS kann dies bedeuten, dass nicht alle eigenen Ideen einen positiven Verlauf nehmen. In gewisser Weise ist es oftmals ratsam sich nicht einfach durchsetzen zu wollen und Macht auszuüben, sondern zum einen die Autorität Gottes anzuerkennen und im zweiten Schritt auch zu begreifen, dass Gott einen guten Plan mit mir hat, den ich nicht einfach durch mein eigensinniges Verhalten durchkreuzen sollte.

Emil Brunner23 hat zum Sündenverständnis in seinem Werk „Der Mensch im Widerspruch“ folgendes geschrieben:24

„Das gerade ist der Ursprung der Sünde : die Behauptung der menschlichen Selbstständigkeit-gegen-Gott, die Deklaration der Freiheitsrechte des Menschen als unabhängig von Gottes Willen, die Konstituierung der autonomen Vernunft, Moral, Kultur, jenes <<Missverständnis der Vernunft mit sich selbst>> (Hamann), wo die Vernunft nicht mehr -ver-nehmen, sondern selbst geben und haben will, wo sie sich nicht mehr nach-denkend, sondern vordenkend, urdenkend, schöpferisch sein will, die Selbstschaffung des Menschen als <<Mann eigener Kraft>>.“

Im Kontext der biblischen Urgeschichte bestätigen sich die Aussagen Brunners.

3.3 Sünde im Neuen Testament: Ein Beispiel

Die akzeptierte und für positiv befundene Abhängigkeit von Gott als etwas Gutes und Erstrebenswertes zu vermitteln, ohne moralisieren zu wollen, kann sehr anschaulich mit dem Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ aus dem Neuen Testament25 aufgezeigt werden. In dieser Geschichte tritt ein Sohn seinem Vater gegenüber und möchte sich ebenfalls „emanzipieren“, indem er seinen Vater dazu auffordert, ihm sein Erbe zu überlassen, damit er dieses nach seinen Vorstellungen und Wünschen verwalten könne. Dieses Gleichnis ist deswegen ein sehr gutes, weil es eben nicht nur die Sünde und ihre Auswirkungen26 aufdeckt und behandelt, sondern darüber hinaus auch den Akt der Versöhnung27 zwischen Vater und Sohn28 mitaufgreift.

Für die SuS ist dieses Gleichnis gut nachzuvollziehen und passt in den Kontext ihrer Lebenswirklichkeit. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von den Eltern, das Bedürfnis sein eigenes Vermögen zu behalten und der Versöhnungswunsches sind Kategorien, in denen sich die SuS hineindenken können.

3.4 Die Moralisierung des Sündenbegriffs: Ein Erklärungsversuch

Zunächst ist der Begriff der Moralisierung zu klären. Vereinfachen lässt sich der durchaus komplexe Begriff mit dem Aufzeigen des Unterschiedes von Moral und Moralisierung. „Moral entsteht. Sie wächst ohne intentionales Zutun heran als folge lebenspraktischer, jahrhundertelanger Erfahrungen“29, wohingegen Moralisierung Moral „willkürlich herstellen“ möchte. Was bedeutet das ganz konkret für die Moralisierung des Sündenverständnisses? Gerhard Ebeling30 hat dem Thema einen Abschnitt31 in seinem Werk „Dogmatik des christlichen Glaubens I“ gewidmet. Darin kritisiert er unter anderem die katholische Kirche und die Beichtpraxis, indem er zum Ausdruck bringt, dass „diese Ausrichtung des Sündenverständnisses auf ein bestimmtes Verhalten und auf dessen verschiedenes Gewicht für die inhaltliche Bestimmung Folgen hat, an denen ebenfalls die Moralisierung kenntlich ist“32. Namentlich nennt Ebeling hier die „Veräußerung“, die er stark mit der „Vergesetzlichung“ in Zusammenhang bringt. Konkret heißt dies, dass gewisse Normen eingehalten werden, nach denen sich „ein Christ“ zu richten hat. Legt er andere Verhaltensmuster an den Tag, macht er sich schuldig – er sündigt und muss diese Schuld bekennen und beichten. Dies passiert wiederkehrend. Ebeling führt weiter aus, dass die Beichtpraxis weitere Symptome der Moralisierung zum Vorschein bringt. Namentlich „Ängstlichkeit“ und „Selbstgerechtigkeit“. Diese Symptome sind auch den SuS bekannt.

Martin Luther würde Ebeling in diesen Punkten zustimmen. Auch er kritisierte die Beichte und das „falsche“ Verständnis der Sünde. Bei dieser Thematik wird es immer wieder Querverbindungen zur Rechtfertigungslehre geben, auf die ich im Verlaufe dieser Arbeit in Form eines Exkurses kurz Bezug nehme. Bei dieser geht es nämlich ganz zentral darum, dass wir aus uns heraus nichts tun können, was uns Gnade bei Gott bringt. Kein Geld und keine Taten können den Urzustand des Paradieses wiederherstellen. Auch nicht das Vermeiden von schlechten Taten führt zu einem positiven Effekt.

Der Moralisierung entgegenwirken gelingt durch einen Perspektivwechsel im Anbetracht des Sündenverständnisses. Hierbei geht es nicht mehr allein darum, was ich als Mensch „falsch“ mache und damit sündige, sondern dass mein „sündiges Wesen“ als Ganzes mir überhaupt keine Wahl lässt. Diese These ist nicht als Freifahrtsschein anzusehen und legitimiert auch nicht meine Vergehen als Mensch, vielmehr verändert es meine Sicht auf meine Stellung vor Gott. Ebeling bringt die Problematik am Ende seiner Ausführungen über die Moralisierung des Sündenverständnisses auf den Punkt, indem er sagt: „Sie hat den Schein des konkreten Erfahrungsbezugs für sich, versperrt sich aber gerade deshalb den Zugang zur Erfahrung von Sünde.“33 In der Praxis kann dies heißen, dass zum Beispiel der Verstoß einer Frau oder eines Mannes gegen die Kleiderordnung einer evangelikalen freikirchlichen Gemeinde Sünde genannt wird, aber dies dem „Sünder“ im eigentlichen Sinne davon abhält zu erkennen was wirklich Sünde ist. Die Beichte der katholischen Kirche verliert im Angesicht dieser Aussage Ebelings ihre Kraft im Alltag. Nochmal, es geht nicht darum Sünde zu legitimieren oder einen frommen Lebensstil abzuwerten. Die Bibel fordert seine Leser zu einem frommen Leben auf, Gutes zu tun, zu geben und nicht den Streit zu suchen. Aber alle guten Taten heben nicht das Verlangen des Menschen auf, sein zu wollen wie Gott und eine auflehnende Haltung ihm gegenüber in sich zu tragen.

3.5 Luther versus Brunner: Ist das „Sündigen“ Zustand oder Akt?

Die folgende Diskussion ist mir beim Lesen von Brunners Werk „Der Mensch im Widerspruch“ wichtig geworden und soll als kleiner Exkurs diese Arbeit bereichern. Die Frage, ob sündigen Zustand oder Akt sei, ist, soviel sei schon mal vorweggenommen, nicht mit dieser Arbeit zu beantworten. Hier geht es vielmehr darum, zumindest diese beiden Positionen zu kennen und anzuerkennen, dass auch andere Perspektiven relevant sind.

Brunner behauptet, dass die Reformatoren sich den Vorwurf gefallen lassen müssten, einem „krassen Determinismus“34 verfallen zu sein, weil diese stark die Ansicht vertreten haben, dass dem Sünder die Erbsünde keine Wahl lassen würde und die aus diesem Grund ständig der Sünde unterlegen sind und sie praktizieren. Die Sünde habe Macht über sie. Zumindest so lange, bis sie die Gnade Gottes dankend annehmen und damit ihr sündiges Wesen besiegen würden.

Bei Brunner tut sich eine neue Perspektive auf. Er bringt folgenden Ansatz hervor:35

Sünde ist nie ein Zustand, sondern immer Akt. Auch das Sünder sein ist nicht Zustand, sondern Akt, darum, weil es Person sein ist. Personsein ist aktuelles Sein, auch wenn es <<Dauersein >> ist.“

Brunner stellt aber auch klar, dass seine These nicht im Wiederspruch zur Bibel stehe und er generell kein Problem damit hat, zu trennen zwischen dem Zustand und dem Akt. So führt an beispielsweise an: „[…] zwischen den beiden Aussagen, daß der Mensch der Knecht der Sünde sei und daß jede Sünde reale Entscheidung sei, scheint in der Bibel nicht einmal ein Spannungsverhältnis zu bestehen; die beiden Aussagen werden, jede an ihrem Ort, mit gleichem, vollem Gewicht nebeneinandergestellt.“36

Mit diesen Aussagen lenkt Brunner nun ganz bewusst den Fokus auf die Verantwortlichkeit des Menschen seinem Handeln gegenüber. Wenn jede Sünde ein bewusstes Abkehren des Menschen von Gott impliziert, dann wird „sola gratia“ schwächer. Dann werden Gesetzlichkeit und Ängstlichkeit präsenter im Leben eines jeden Christen.

Ich für meinen Teil bin mit den Ausführungen Brunners, auch wenn sie hier nur in aller Kürze dargelegt wurden, nicht einverstanden und teile das reformatorische Verständnis von Sünde und Vergebung. Wenn jede Sünde tatsächlich eine neue Entscheidung wider Gott darstellen würde, dann wäre es ein Teufelskreis, wie es Luther stets kritisiert hatte.

3.6 Exkurs: Rechtfertigungslehre

Die Auseinandersetzung mit der Sünde wird zwangsläufig die Thematik der Rechtfertigung mit sich bringen. Es wäre vermessen zu glauben, dass innerhalb der Unterrichtsreihe zum Thema Sünde die Rechtfertigung vollständig ausgeblendet werden könne.37 Dafür gibt es zu viele Schnittpunkte und vor allem die Frage nach „der Lösung“ in Bezug auf das sündige Wesen des Menschen wird die SuS beschäftigen. Daher ist ein Exkurs zur Rechtfertigungslehre sinnvoll und angebracht.

Rechtfertigung meint das Heilshandeln Gottes durch Jesus Christus. Im Kontext dieser Arbeit meint Rechtfertigung ganz konkret das Handeln Gottes gegen die Sünde und den Sünder selbst, indem er ihn aus Gnade zu einem gerechten Menschen macht.38 Otto Hermann Pesch deutet daraus, dass die Rechtfertigung Gottes nicht zum Ziele habe, einen neuen Menschen beziehungsweise eine neue Kreatur zu erschaffen, sondern die „Neuschaffung des ungerechten“39. Zur Zeit Martin Luthers40 herrschte unter der Bevölkerung eine große Angst. Die Rechtfertigungslehre Luthers war noch nicht entfaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Die katholische Kirche prägte das Verständnis, dass es eine Möglichkeit gebe sich die Vergebung seiner Sünden, und sogar die Vergebung der Sünden für bereits Verstorbene, durch eine Gegenleistung zu verdienen. Beten, Fasten und das Kaufen von Ablassbriefen wurde zu einem Geschäft für die Kirche und zu einer zunehmend größeren Belastung für die Konsumenten. In einer Musterpredigt41 von dem wohl bekanntesten Ablasspredigers Johann Tetzel42 wird das theologische Verständnis der Kirche und der Bevölkerung in Bezug auf die Vergebung der Sünden ganz deutlich, indem er sagt „wer gebeichtet hat und zerknirscht ist und Almosen in den Kasten legt, wie ihm der Beichtvater rät, der wird vollkommene Vergebung aller seiner Sünden haben […]“43. Weil sich der Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche als Stellvertreter Christi auf dieser Erde versteht, kann er Vergebung von Sünden zusprechen. Aus evangelisch-reformierter Sicht ist die Aussage, auch und gerade im Kontext der biblischen Urgeschichte, an sich schon Sünde, im Grunde genommen „die Sünde“. Sündenvergebung, dies wird anhand der Rechtfertigungslehre Luthers ganz deutlich, kann man sich weder verdienen, erarbeiten noch erkaufen. Rechtfertigung vor Gott geschieht allein durch Gottes Heilshandeln am Menschen durch Jesus Christus, der die Sünden der Menschen ans Kreuz getragen hat und dort stellvertretend für alle den verdienten Tod gestorben ist. Diese Gnadengabe ist ein Geschenk, welches durch den Glauben und nur durch den Glauben angenommen werden kann. Somit werden alle anderen Praktiken und Versuche sich seine Gnade und damit Vergebung durch Taten zu erwirken zweck- und nutzlos. Luthers Rechtfertigungslehre ist somit Grundlage für die Diskussion im Unterricht, wenn es darum geht, wie Vergebung und Versöhnung mit Gott geschehen kann.

Heinrich Ott und Klaus Otte haben in ihrem Werk „Die Antwort des Glaubens“ folgendes geschrieben:44

„Daß er ein Sünder ist, und was seine Sünde im tiefsten bedeutet, erkennt ein Mensch überhaupt erst im Lichte der ihm angebotenen Vergebung dieser Sünde. Erst in der Konfrontation mit Gott als dem Gnädigen und Barmherzigen, der die Schuld vergibt, wir der Abgrund der Sünde überhaupt sichtbar. Insofern kann es kein Gesetz geben, welches den Menschen vorgängig seiner Begegnung mit dem gnädigen Gott seiner Sünde wirklich zu überführen vermöchte.“

Dieses Zitat beschließt diesen Exkurs über die Rechtfertigung und macht nochmal deutlich, dass die Sünde nicht einfach das Tun von unrechten Dingen bedeutet. Dies wäre zu einfach gefasst. Sünde greift tiefer, dies merke ich auch beim verfassen dieser Arbeit. Sie hat unterschiedliche Dimensionen und Ausprägungen in ihrem Auftreten und macht es vielleicht genau dadurch schwer sie im Ganzen zu erschließen.

3.7 Die Sünde aus sozialethischer Perspektive

Konrad Hilpert45 hat den Artikel „Sozialethik“46 verfasst, indem er in guter und verständlicher Art und Weise den Sündenbegriff aus sozialethischer Perspektive beleuchtet. An diesem Artikel orientiert sich der folgende Abschnitt meiner Arbeit. Zunächst muss hierbei die Begrifflichkeit der „sozialen Sünde“ geklärt sein. Hilpert beschreibt ihn folgendermaßen:47

„Der noch junge Begriff der sozialen (oder strukturellen) Sünde zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen menschlicher Sünde und sozialen Systemen, in denen Menschen als Täter und Opfer leben, zu erfassen und zu bewerten.“

Hilpert meint damit, dass zwar jeder Mensch ein Individuum ist, aber durch seine sozialen Beziehungen und Eingebundenheit sein Tun und Bestreben nie nur ihn selbst betreffen, sondern er damit auf die Gesellschaft einwirkt. Der Mensch beeinflusst demnach die Gesellschaft und trägt somit für die Entwicklung dieser eine Eigenverantwortlichkeit in sich.48 Gerade dieser Aspekt ist für den Unterricht von zentraler Natur, weil es die Lebenswirklichkeit der SuS direkt trifft. Hilpert nennt einige soziale Sünden, wie beispielsweise die „Ausgrenzung von bestimmten Gruppen (Kinder, Behinderte, Ausländer u.a.); Rassismus […]“49 Diese sozialen Sünden sind für die SuS der siebten Klasse nachvollziehbar und real. Innerhalb der Klassengemeinschaft findet ständig Ausgrenzung statt, Mitschüler werden beleidigt und verurteilt. Hier kann gut eine Verbindung zwischen der Ursünde „sein zu wollen wie Gott“ und der sozialen Sünde hergestellt werden, weil sich innerhalb der sozialen Sünden Schüler im übertragenen Sinne „über“ andere Schüler stellen.

Hilpert legt Wert darauf, dass soziale Sünden nicht mit der Kollektivschuld in Verbindung gebracht werden.50 Er besteht da auf eine klare Trennung. Vielmehr soll, und darauf zielt im Endeffekt auch meine Unterrichtseinheit ab, die Verantwortung des Einzelnen für sein Handeln im Mittelpunkt stehen. Sünde ist somit überindividuell.

3.8 Fazit

Der Mensch will sein wie Gott. Sehen, handeln, herrschen und urteilen wie Gott. Dies wurde anhand der biblischen Urgeschichte ganz deutlich. In diesem Wunsch der Menschen manifestiert sich die Sünde. Für die Lebenswirklichkeit der SuS kann dies vielfältige Bedeutungen und Auswirkungen haben. Das Ziel sollte nicht sein die SuS zu moralisieren, sondern ihnen anhand der Urgeschichte vor Augen zu führen, dass die Sünde tiefer greift als wir die Sünde in unserem gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen. Sünde wird gesellschaftlich oft als Akt bezeichnet, in vielen Bereichen des Lebens auch verharmlost und klein gehalten. Das evangelische Verständnis von Sünde als einen Zustand des Getrenntsein von Gott soll anhand der geplanten Unterrichtsreihe neu deutlich werden. Die SuS werden anhand der konzipierten Unterrichtsreihe nachvollziehen können, dass beispielsweise das Mobben, Niedermachen und Auslachen von anderen SuS deshalb Sünde ist, weil sie sich im übertragenen Sinne über sie stellen und damit Gottes Position einnehmen. Sie spielen in diesem Momenten Gott. Diese Verhaltensweisen, die im Kontext der Sozialethik eine relevante Rolle spielen, werden am Ende der geplanten Unterrichtsreihe behandelt, wenn es darum gehen soll seine Mitschüler mit Respekt zu behandeln und sich nicht „über sie“ zu stellen. Dabei soll strengstens darauf geachtet werden, dass eben nicht moralisiert wird, sondern die SuS die Erkenntnisse selbst erschließen.

Der Exkurs zur Rechtfertigungslehre hat aufgezeigt, dass das sündige Wesen des Menschen nicht durch eigene Leistung wieder gerecht gemacht werden kann. Kein Geld, keine Taten oder Worte können einen Menschen begnadigen. Dies geschieht allein aus dem Glauben an Gott, welcher von ihm selbst geschenkt wird und damit Zugang zur Gnade ermöglicht. Die Frage Luthers „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die SuS beschäftigen, wenn auch in anderen Perspektiven. Aus diesem Grund macht es Sinn innerhalb der Unterrichtsreihe immer auch wieder Variabilität zu haben, um diese Fragen der SuS nicht außen vor zu lassen. In diesem Sinne ist eine Verknüpfung der Themen Sünde und Rechtfertigung plausibel.

[...]


1 Im Folgenden mit SuS abgekürzt.

2 Im Folgenden RU genannt.

3 Im Folgenden L. genannt.

4 Boschki, Reinhold: Einführung in die Religionspädagogik, Darmstadt 2012, S. 68ff.

5 Ebd., S. 68ff.

6 Textor, Martin R.: Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung, URL: [http://www.kindergartenpaedagogik.de/1226.html] [Stand: 22.09.2019]

7 Korrekt: Verkehrszentralregister.

8 Genesis Kapitel 1-11.

9 Siehe u.a.: Ebeling, Gerhard: Die Sünde und das Böse. In: Ders.: Dogmatik des christlichen Glaubens Band 1. / Tillich, Paul: Die Merkmale der menschlichen Entfremdung und der Begriff der Sünde. In: Ders.: Systematische Theologie I/II. Berlin / New York: Walter de Gruyter, 1987, 52-68. / Brunner, Emil: Der Mensch im Widerspruch. In: Ders.: Dogmatik Band 2. Zürich: Theologischer Verlag, 1972, 137-141.

10 Ott, Heinrich und Klaus Otte: Antwort des Glaubens, Freiburg 1987, S.200.

11 Vgl. ebd., S.201.

12 Tillich, Paul: Systematische Theologie, Band III. Stuttgart 1966.

13 vgl. ebd., S. 259.

14 Genesis 3,1.

15 Gemeint ist der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.

16 Genesis 3, 5.

17 Vgl. Genesis 3, 8: „Lass uns aufs Feld gehen“.

18 Ebene 1: Ressourcenkonflikt zwischen viehhaltenden Nomaden und sesshaften Bauern; Ebene 2: Neid.

19 Eine Ebene im Land Schinar. Siehe Genesis 11,1.

20 Genesis 11, 4.

21 Nach damaligem Verständnis war der Himmel über den Wolken die Heimat Gottes.

22 Beobachtungsturm.

23 Evangelisch-reformierter Theologe aus der Schweiz und zeitweise Weggefährte und Gegenspieler von Karl Barth.

24 Brunner, Emil: Der Mensch im Widerspruch. Vierte Auflage, Zürich 1965, S.130.

25 Lukas 15, 11-31.

26 Vgl. Lukas 15, 13-16

27 Vgl. Lukas 15, 20-31.

28 Im übertragenen Sinne zwischen Menschen und Gott.

29 Sprenger, Reinhard K., Neue Züricher Zeitung, 11.04.2018 [https://www.nzz.ch/feuilleton/bekenne-du-schlechter-mensch-ld.1375392] [Stand 20.09.2019, 12.35 Uhr]

30 Einer der bedeutendsten deutschen evangelischen Theologen. Geboren 1912 in Berlin und verstorben 2001 in Zürich. Er gilt als führender Vertreter der hermeneutischen Theologie des vergangenen Jahrhunderts.

31 Ebeling, Gerhard: Die Sünde und das Böse. In: Ders.: Dogmatik des christlichen Glaubens Band 1, Tübingen 1979, S. 357-359.

32 Ebd. S, 358.

33 Ebeling 1979, S. 359.

34 Brunner 1965, S. 147.

35 Ebd., S, 149.

36 Ebd., S.148.

37 In meinem didaktischen Kommentar zur Unterrichtsreihe werde ich nochmal anführen, warum es sinnvoll wäre, nach der Reihe zum Thema Sünde eine weitere zum Thema „Luther und die Reformation“ anzuführen. So lassen sich beide Themen zu miteinander verbinden und es kann an Vorwissen angeknüpft werden.

38 Vgl. Otto Hermann Pesch, Rechtfertigung, in: Eicher, Peter (Hrsg.): Neues Handbuch theologischer Grundbegriffe. München 2005, S. 486.

39 Ebd. S. 487.

40 Siehe hier u.a.: Ebeling, Gerhard: Luther. Einführung in sein Denken. Tübingen: Mohr, 1964.

41 Die Autorenschaft ist sehr wahrscheinlich, jedoch nicht hundertprozentig gesichert.

42 Oberman, Heiko Augustinus, Adolf Martin Ritter, und Hans-Walter Krumwiede (Hrsg.): Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen: ein Arbeitsbuch Bd. III, Die Kirche im Zeitalter der Reformation. Neukirchen-Vluyn 1994, S. 15ff.

43 Ebd. S. 15.

44 Ott, Heinrich und Klaus Otte: Antwort des Glaubens, Freiburg 1987, S.201.

45 Deutscher katholischer Theologe. Er war unter anderem in zwei Amtszeiten Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist seit dem Wintersemester 2013/14 pensioniert.

46 Hilpert, Konrad: Art. Sünde / Soziale Sünde. Sozialethik, In: Eicher, Peter (Hrsg.): Neues Handbuch theologischer Grundbegriffe. München: Kösel, 2005, 208-214.

47 Ebd., S. 208.

48 Ebd., S. 209.

49 Ebd., S. 209.

50 Ebd., S. 210.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Das "neue" Verständnis des Sündenbegriffs und seine Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Grundkurs Religionspädagogik / Grundkurs Systematische Theologie
Note
1,3
Jahr
2019
Seiten
33
Katalognummer
V911322
ISBN (eBook)
9783346223159
ISBN (Buch)
9783346223166
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Systematische Theologie, Religionspädagogik, MAA, Modulabschlussareit, Sünde, Hausarbeit Theologie
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Das "neue" Verständnis des Sündenbegriffs und seine Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911322

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