Die Niedrigzinsphase. Auswirkungen auf die Altersvorsorgeprodukte der Bundesrepublik Deutschland

Eine Kurzanalyse im Kontext des bestehenden Rentensystems


Hausarbeit, 2017

26 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverezichnis

Inhaltsverezichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang und Verlauf der Untersuchung

2. Struktur der europaischen Finanzwelt und die Niedrigzinsphase
2.1 Aufbau der europaischen Finanzwelt
2.1.1 Das Eurosystem
2.1.2 Die Europaische Zentralbank und Ihre Geldpolitik
2.1.3 Die Deutsche Bundesbank und Ihre Aufgaben
2.2 Die aktuelle Niedrigzinsphase und der Ausblick auf die Zukunft
2.2.1 Ursachen und Erklarungsansetzte der Niedrigzinsphase
2.2.3 Prognosen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

3. Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf das bestehende Rentensystem der BRD
3.1 Wissenschaftliche Definition des Drei Schichten Modell und Bezugnahme zur Demographischen Entwicklung
3.2 Staatliche Vorsorge und Probleme der EZB Geldpolitik
3.2.1 Gesetzliche Rentenversicherung
3.2.2 „Riester Rente“ als Reform der gesetzlichen Rentenversicherung
3.2.3 Funktionsweise der Basisrente
3.3 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf Schichten der Altersvorsorge
3.3.1 Senkung des Garantiezinses und Umstrukturierung der Lebensversicherer
3.3.2 Fondgebundene Versicherungen und Ihre Umstrukturierung
3.3.3 Anhebung staatlichen Förderung in Riester Vertragen
3.3.4 Kritik an der Betrieblichen Altersvorsorge und Auswirkungen durch die Niedrigzinsphase
3.3.6 Der profitierende Immobilienmarkt

4. Ergebnisse und Zusammenfassung

5. Quellenverzeichnis
5.1 Literaturverzeichnis
5.2 Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

1 Leitzins Entwicklung Europa und USA

2 Bevölkerungsprognosen ausgewahlter europaischer Staaten

3 Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland 2015

4 Entwicklung des Garantiezinses

5 Wie die Deutschen Ihr Geld anlegen

6 Licht und Schatten des Niedrigzinses

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Diese Projektarbeit beschaftigt sich mit dem Thema „Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf Altersvorsorgeprodukte, im Kontext des bestehenden Rentensystems der Bundesrepublik Deutschland“. Im Rahmen des Dualen Studiums bei der Deutschen Bank Privat- und Geschaftskunden AG, hat der Bereich Vorsorge die Aufmerksamkeit des Verfassers auf sich gezogen und sich durch die Nachhaltigkeit, sowie Vielfaltigkeit als interessant herausgestellt. Die Aktualitat der Themen Altersarmut und Private Altersvorsorge, welche in unmittelbaren Zusammenhang mit dieser Projektarbeit stehen, werden auch in den Tageszeitungen und dem politischen Wahlkampf thematisiert. Das bestehende Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland steht vor einem strukturellen Wandel und ist ein wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Wohlstand. Der Demographische Wandel und das sinkende Rentenniveau lassen die private Altersvorsorge immer wichtiger werden und stellen Sie in den Zusammenhang mit finanzieller Sicherheit im Alter1. Dem gegenüber steht ein Niedrigzinsumfeld in dem Sparer keine Zinsen generieren und Banken sowie Versicherungen Probleme kriegen, Ihre Zusagen zu refinanzieren. Das Niedrigzinsumfeld ist eine Konsequenz aus der Finanzkrise und soll Zeit gewinnen, um die Staatshaushalte zu konsolidieren und das europaische Bankensystem zu stabilisieren.2 In dieser Thematik darf niemals aufter Acht gelassen werden, dass die Niedrigzinsphase langfristige Konsequenzen mit sich bringt und die Altersvorsorge unter neue Bedingungen stellt. Dementsprechend müssen Altersvorsorgeprodukte umstrukturiert werden, damit Banken und Versicherungen Gewinne erzielen können, aber auch der Kunde Rendite für seine private Vorsorge generiert. Dieses Problem, resultierend aus der steigenden Bedeutung privater Altersvorsorge und dem schwieriger gewordenen Umfeld durch die Niedrigzinsphase, hat den Verfasser zu dieser Themenauswahl bewegt.

Dieser Konflikt bringt von staatlicher, sowie unternehmerischer Seite (Banken und Versicherungen) Anpassungen hervor. Der Verfasser betrachtet dieses Problem im Gesamtkontext des bestehenden Rentensystems und untersucht alle Schichten der Altersvorsorge. Diese Projektarbeit hat zum Ziel, die Auswirkungen der Niedrigzinsphase und die damit verbundenen Anpassungen im Kontext prognostizierter Entwicklungen und Fakten kritisch zu beleuchten. Hierbei werden auch mögliche alternative Anpassungen in Betracht gezogen.

1.2 Gang und Verlauf der Untersuchung

Als Methode zur Durchführung der Untersuchung wurde eine weitreichende Literatur- und Quellenrecherche herangezogen. In diesem Sinne ist eine Eingrenzung der wissenschaftlichen Quellen für die Theoretischen Grundlagen (Struktur der europaischen Finanzwelt und bestehendes Rentensystem der Bundesrepublik Deutschlands) erfolgt. Für die Behandlung der konkreten Auswirkungen, hat der Verfasser auf Grund der Aktualitat weitere Studien und Internetquellen herangezogen.

In erster Linie liefert der Verfasser einige theoretische Grundlagen, um anhand dieses Hintergrundes die Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf Altersvorsorgeprodukte transparenter erlautern zu können. Hierbei wird das Europaische System der Zentralbanken erlautert und alle damit verbunden Institutionen, wie zum Beispiel das Eurosystem, die Europaische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank erklart. Im Anschluss geht der Verfasser auf die Ursachen sowie Entwicklung der Niedrigzinsphase ein, damit der Leser sich in das Thema hineinversetzten kann. Der Verfasser hat die Ursachen und die Entwicklung der Niedrigzinsphase in Betracht gezogen, um daraus erste Schlussfolgerungen auf zukünftige Entwicklungen zu liefern. Die Prognosen sind von hoher Bedeutung um in der Untersuchung transparente Auswirkungen auf Altersvorsorgeprodukte aufzuzeigen. Erganzend werden die Grundlagen des Deutschen Rentensystems erlautert und in den Kontext gesetzt. Jede einzelne Schicht wird durch Ihre Charakteristika sowie Probleme definiert, damit der Leser eine Vorstellung von dem Rentensystem der Bundesrepublik Deutschlands erhalt. Anschlieftend werden Reformen dargestellt und strukturell prognostizierte Entwicklungen betrachtet.

Im weiteren Verlauf untersucht der Verfasser konkrete Auswirkungen und Folgen der aktuellen Niedrigzinsphase für Altersvorsorgeprodukte. Die Einflüsse werden auf einen langen Horizont analysiert und in die theoretischen Grundlagen eingegliedert. Darüber hinaus werden Alternativen zu den klassischen Altersvorsorgeprodukten untersucht und verglichen. Am Ende wurden die Ergebnisse zusammengetragen und ein Fazit gezogen.

2. Struktur der europaischen Finanzwelt und die Niedrigzinsphase

2.1 Aufbau der europaischen Finanzwelt

2.1.1 Das Eurosystem

Der Traum von einem gemeinsamen europaischen Wirtschafts-und Wahrungsraum besitzt bereits eine umfassende Geschichte und wurde früh als Ziel der Europaischen Union auserkoren. Der erste Schritt in diese Richtung wurde durch eine verstarkte Zusammenarbeit der Zentralbanken am 1.Juli.1990 getan. Um die monetare und fiskalische Konvergenz der Mitleidstaaten zu gewahrleisten, wurde in einem weiteren Schritt das europaische Wahrungsinstitut errichtet. Mit Einführung des Euros, am 1.Januar.1999, wurde eine gemeinsame Wahrung sowie Geldpolitik ins Leben gerufen. 3Seit diesem Tag tragt das Eurosystem, welches die Europaische Zentralbank sowie die nationalen Zentralbanken der Europaischen Union mit Euro Einführung beinhaltet, volle Verantwortung für die einheitliche Geldpolitik. Die nationalen Zentralbanken haben Ihre Souveranitat abgegeben und werden nur noch für die Umsetzung der Europaischen Geldpolitik sowie die Anwendung geldpolitischer Instrumente benötigt.

Parallel zu dem oben aufgeführten Eurosystem existiert das Europaische System der Zentralbanken, was zusatzlich auch alle Nationalbanken von Landern ohne Euro Wahrung umfasst. Es gilt als Nachfolger der Europaischen Wahrungsinstitutes und wird so lange bestehen, bis es keine EU-Mitgliedsstaaten mit Eigenwahrung gibt.3 4

Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist die Preisstabilitat aufrecht zu erhalten und sofern diese nicht beeintrachtigt wird, die allgemeine Wirtschaftspolitik im Euro-Wahrungsraum zu unterstützen. Die allgemeine Wirtschaftspolitik spielt auf ein hohes Beschaftigungsniveau und nichtinflationares Wachstum ab. Dabei wird die Basis einer offenen Marktwirtschaft und freier Wettbewerb nicht auRer Acht gelassen.

Die Vergangenheit hat bewiesen, dass Geldpolitik mit dem obergeordneten Ziel der Gewahrleistung der Preisstabilitat, zu einer Verbesserung der Wirtschaftsaussichten und Anhebung des Lebensstandards führt. AuRerdem gilt die Preisstabilitat als einziger Einflussfaktor der Geldpolitik zur Beeinflussung einer Volkswirtschaft.5

2.1.2 Die Europaische Zentralbank und Ihre Geldpolitik

Die Europaische Zentralbank hat Ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main und wird aktuell unter der Leitung des Italieners Mario Draghi geführt. Sie ist das entscheidende Organ innerhalb des Eurosystems und des Europaischen Systems der Zentralbanken. Durch Ihre spezielle und unabhangige Struktur, bildet Sie eine eigene Rechtspersönlichkeit und ist maftgeblich für die Geldpolitik verantwortlich.6 Sie gliedert sich in den EZB Rat und das EZB Direktorium, welche zusammen die Beschlussorgane der EZB darstellen und durch den erweiterten EZB Rat unterstützt werden. Der EZB Rat ist für die Leitzinsanderungen und zweckmaftige Verwendung von Zentralbankguthaben verantwortlich. Aufterdem erlasst er Richtlinien zur Erfüllung der Aufgaben im Eurosystem, welche anschlieftend durch das EZB Direktorium umgesetzt werden.7 Die Europaische Zentralbank ist in der Lage durch Leitzinsbeschlüsse und Liquiditatsversorgung am Geldmarkt, die Entwicklung der kurzfristigen Geldmarktsatze zu steuern.8

Die geldpolitische Strategie wird durch die drei geldpolitischen Instrumente, welche im unterschiedlichen Maft angewandt werden, durchgesetzt. Das wichtigste Instrument ist die Offenmarktpolitik, welche die Liquiditatsbereitstellung der EZB an Geschaftsbanken wiederspiegelt. Hierbei steht das Hauptrefinanzierungsgeschaft im Mittelpunkt, da der Leitzins die Kosten für Inanspruchnahme einwöchiger Liquiditat definiert.9 Der Leitzins ist der Hauptindikator für ein Zinsumfeld und ist weltweit vergleichbar mit Leitzinsen weiterer wichtiger Zentralbanken, wie beispielsweise die Federal Reserve (US Notenbank) oder der Bank of Japan (Zentralbank Japans). Darüber hinaus ist die EZB in der Lage durch weitere Verfahren, die Zinssatze für langere Laufzeiten zu stellen. Insgesamt reguliert die EZB durch die Offenmarktpolitik das Zinsumfeld, da Sie die Refinanzierungskosten der Geschaftsbanken beeinflussen kann.

Ein weiteres Instrument der Geldpolitik sind die standigen Fazilitaten die die Einlagen- und Spitzenrefinanzierungsfazilitat umfassen. Durch dieses Instrument kann die EZB die Wirtschaftlichkeit der Geldaufnahme und Geldanlage der Geschaftsbanken bei der EZB bestimmen. Die Einlagenfazilitat dient zur Anlage verfügbarer Liquiditat als Spareinlage mit vorgeschriebenen Zinssatz über Nacht. Das Gegenstück, die Spitzenrefinanzierung, dient den Geschaftsbanken zur Kapitalaufnahme gegen einen vorgegebenen Zinssatz über Nacht.

Das dritte Instrument ist die Mindestreservepolitik, welche in der aktuellen Geldpolitik keine Rolle spielt und von der EZB noch nicht aktiv eingesetzt wurde. Alle

Geschaftsbanken müssen einen bestimmten Mindestreservesatz auf taglich fallige Einlagen hinterlegen und auf einem separaten Konto bei der EZB führen. Die EZB kann den Mindestreservesatz für Geschaftsbanken verandern und somit Einfluss auf die Liquiditatslage nehmen. In diesem Zusammenhang ist es für die EZB möglich, die Stabilitat der Geldmarktsatze sowie die Liquiditatsknappheit zu steuern.

2.1.3 Die Deutsche Bundesbank und Ihre Aufgaben

Die Deutsche Bundesbank in die nationale Zentralbank der Bundesrepublik Deutschlands und hat Ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts und ist mit einem Grundkapital von 2,5 Milliarden ausgestattet, welches dem Bund zusteht. Dennoch ist Sie unabhangig von Weisungen der Bundesregierung und ist Teil des EZB Rats, mit Mitentscheidungsrechten in der europaischen Geldpolitik. Die Bundesbank ist integraler Bestandteil des Europaischen Systems der Zentralbanken und unterliegt der Führung der Europaischen Zentralbank. Die eigene Geldpolitik wurde mit Entstehung des Eurosystems untergeordnet und alle geldpolitischen Machtbefugnisse abgegeben.10

Die Bundesbank ist durch neun Hauptverwaltungen mit insgesamt 35 Filialen strukturiert, darüber existieren Auslandsreprasentanzen und einzelne Mitarbeiter in Botschaften. Der Vorstand umfasst sechs Mitflieder, welche von der Bundesregierung (Prasident, Vizeprasident und ein weiteres Mitglied) und dem Bundesrat (drei weitere Mitglieder) vorgeschlagen werden.11

Die Kernaufgaben der Bundesbank sind die geldpolitischen Maftnahmen der EZB durchzusetzen und die Mitwirkung beim vorrangigen Ziel der Preisstabilitat im Eurosystem zu gewahrleisten. Wenn es die Aufgaben als Bestandteil des Eurosystems nicht einschrankt, unterstützt die Bundesbank die allgemeine Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Aufterdem unterstützt Sie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Bankenaufsicht mit und stellt die Funktionsfahigkeit der deutschen Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sicher. Hinzufügend tragt die Bundesbank Verantwortung für eine effiziente Bargeldversorgung und wickelt den unbaren Zahlungsverkehr ab. Weitreichender verwaltet die Deutsche Bundesbank Wahrungsreserven und sichert die Stabilitat des Finanz-und Wahrungssystems.12

2.2 Die aktuelle Niedrigzinsphase und der Ausblick auf die Zukunft

2.2.1 Ursachen und Erklarungsansetzte der Niedrigzinsphase

Über die Ursachen der Niedrigzinsphase ist sich die Wissenschaft uneinig und es gibt unterschiedliche, miteinander konkurrierende Ansatze.

Ein wissenschaftlich verbreiteter Ansatz ist die Sakulare Stagnation, welche von dem amerikanischen Ökonom Larry Summers ausgeführt wurde. Sakulare Stagnation beschreibt einen Prozess der Wachstumsverflachung, welche bei einem hohen Pro-Kopf- Einkommen durch ein Übergewicht des Sparens gegenüber den Investitionen entsteht.13 Der daraus resultierende Kontraktionsprozess wird erst wieder normalisiert, wenn das Investitionsverhalten sich dem Sparverhalten angleicht. Insgesamt ist das wirtschaftliche Umfeld von niedrigen Realzinsen und niedriger Inflation gepragt. Aufterdem kommt die Geldpolitik der Zentralbanken an Ihre Grenzen, da die nominellen Zinsen die Untergrenze erreicht haben. Summers erklarte, dass der niedrige Investitionsbedarf schon vor der Finanzkrise 2008 angefangen hat und der demographische Wandel ein Indikator ist. Durch ein schrumpfendes Bevölkerungswachstum, sinkt die Erwerbsbevölkerung und das damit verbunden Investitionspotential um neue Arbeitsplatze zu schaffen beziehungsweise in Arbeitskrafte zu investieren.14

Ein weiterer Ansatz ist die Theorie der Bilanzrezession, in der sich verschuldete Staats- und Privathaushalte nach einer Finanzkrise entschulden. In dieser Theorie liegt ein Anpassungsbedarf nach vorrangegangenen Kreditblasen vor, welcher auf das Zinsniveau drück. Eine Bilanzrezession sehen wir seit Jahren in Japan, wo Unternehmen trotz niedriger Zinsen Investitionen vermeiden und stattdessen Ihre Schulden abbauen. In einer Bilanzrezession sind die Instrumente der Geldpolitik machtlos, da selbst niedrige Zinsen nicht zu einer weiteren Verschuldung beziehungsweise Investitionstatigkeit anregen.15 Aus Sicht der Sparkassen sind die Ursachen des Niedrigzinsumfelds nicht einfach herausstellbar und viele Ursachen sind eher Symptome, die wahrenddessen mit den niedrigen Zinsen ein hergehen. Sie gehen aber von einem weltweiten hohen Niveau der Bruttoverschuldung aller Sektoren als Grundlage aus. Aufterdem geben Sie die Verunsicherung über die weltwirtschaftliche Ordnung und die steigende politische Unsicherheit als Gründe an.16

2.2.2 Entwicklung und Ziele der Niedrigzinsphase

Das anhaltende Zinstief wurde am 8.Oktober.2008 eingeleitet, indem der Hauptrefinanzierungssatz von 4,25% auf 3,75% gesenkt wurde. Im Zuge der Finanzkrise 2008 und der anschlieftenden weltweiten Rezession, haben die Zentralbanken der groten Industrienationen Ihre Leitzinsen immer weiter gesenkt. Europa hat sein bis heute anhaltendes Tief von 0% am 10.Marz.2016 erreicht, wohingegen die USA ihr historisches Tief von 0,13 % bereits am 16.12.2008 erreichten. Die USA haben bereits mit den ersten Schritten der Zinserhöhung begonnen und eine Zinskluft zu Europa hergestellt (Abb1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Leitzins Entwicklung Europa und USA17

[...]


1 Vgl. Lindmayer/Dietz - Geldanlage und Steuern (2015), S.34

2 Vgl. CONFIDUM Financial Management Consultings (2013), S.2

3 Vgl. Hellenkamp (2015) - „Bankwirtschaft“, S.16 ff.

4 Vgl. Grill/Perczynski (2016) - „Wirtschaftslehre des Kreditwesens", S.36 ff.

5 Vgl. Europaische Zentralbank (2004) - „Geschichte, Rolle und Aufgaben“, S.49 ff.

6 Vgl. Scheller (2000) - Die Europaische Zentralbank: Geschichte, Rolle und Aufgaben, S.47

7 Vgl. Grill/Perczynski (2016) - Wirtschaftslehre des Kreditwesens, S. 37

8 Vgl. Scheller (2000) - Die Europaische Zentralbank: Geschichte, Rolle und Aufgaben, S.101

9 Vgl. Hellenkamp (2015) -Bankwirtschaft, S.20

10 Vgl. Grill/perczynski (2016) - Wirschaft des Kreditwesens, S.45

11 Vgl. Deutsche Bundesbank (2016) - Die Deutsche Bundesbank, S.56

12 Vgl. Hellenkamp (2015) - Bankwirtschaft, S.25

13 Vgl.Woltmann (Abruf 16.08.2017) http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/saekulare- stagnation.html

14 Vgl. Haldner (Abruf 16.08.2017) https://www.fuw.ch/article/was-ist-sakulare-stagnation/ (Abruf 17.08.2017)

15 Vgl. Braunberger (2013) http://blogs.faz.net/fazit/2013/07/11/japanisches-europa-2269/(Abruf 18.08.2017)

16 Vgl.Wolgast (2015) https://www.wiwi.uni- muenster.de/fcm/downloads/praxis/schmalenbach/tagung_2015-09-18/Wolgast.pdf (Abruf 18.08.2017)

17 Vgl. Börse ARD - „FED strafft Ihre Geldpolitik“ (14.12.2016) - http://boerse.ard.de/aktien/fed- erhoeht-die-zinsen100.html (Abruf am 19.08.2017)

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Die Niedrigzinsphase. Auswirkungen auf die Altersvorsorgeprodukte der Bundesrepublik Deutschland
Untertitel
Eine Kurzanalyse im Kontext des bestehenden Rentensystems
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V912332
ISBN (eBook)
9783346228345
ISBN (Buch)
9783346228352
Sprache
Deutsch
Schlagworte
niedrigzinsphase, auswirkungen, altersvorsorgeprodukte, bundesrepublik, deutschland, eine, kurzanalyse, kontext, rentensystems
Arbeit zitieren
Justin Kelly (Autor), 2017, Die Niedrigzinsphase. Auswirkungen auf die Altersvorsorgeprodukte der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/912332

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