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Studien zu Bildschemata nach Lakoff und Johnson

Titel: Studien zu Bildschemata nach Lakoff und Johnson

Hausarbeit , 2007 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diana Marossek (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgabe der Kognitionslinguistik besteht darin, die Zusammenhänge zwischen der geistigen und sprachlichen Entwicklung zu erkennen. Thematisch untergliedert sie sich in weitere Bereiche wie Spracherwerb, die Erforschung neuronaler Prozesse, Organisation von Sprache im Gehirn und überschneidet sich oft mit anderen Forschungsbereichen wie zum Beispiel der Psychologie. So ist es nicht verwunderlich, dass bestimmte Konzepte und Vorstellungen interdisziplinär vertreten und untersucht werden.

Bildschemata, die einen Link zwischen Bedeutung und Bewusstsein darstellen, sind einer dieser wesentlichen Bereiche, die in mehreren Wissenschaften, so auch in der Kognitionslinguistik, eine Rolle spielen. Aus diesem Grund wird die vorliegende Arbeit dem Leser einen kurzen Überblick über die komplexe Welt der Bildschemata verschaffen. Dabei sollen vor allem Bildschemata im Sinne von Lakoff und Johnson, die die ersten diesbezüglichen Theorien aufwarfen, erläutert werden. Im Zuge dessen, wie der Leser dann selbst bemerken wird, ist es zunächst auch nötig, eine Abgrenzung zum Metaphernbegriff zu tätigen. Nachdem eine ausführliche Sinndeutung der Bildschemata stattgefunden hat, empfindet die Verfasserin es zusätzlich als unerlässlich, einige konkrete Schemata, wie das Weg- oder das Gefäß-Schema, zu erläutern.

Der allgemeinen Einführung in die Thematik folgt eine Übersicht über konkrete Studien zu Bildschemata, die in den Disziplinen Psycholinguistik, Kognitionspsychologie und Entwicklungsforschung durchgeführt wurden. Die Grundlage der Erläuterungen bilden die Forschungen und Darstellungen von Raymond W. Gibbs jr. und Herbert L. Colston aus den Jahren 1994 und 1995. Im Anschluss daran wird eine kurze zusammenfassende Darstellung der vorliegenden Arbeit erfolgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildschemata nach Lakoff und Johnson

2.1 Der Metaphernberiff

2.2 Bildschemata

3. Konkrete Bildschemata

3.1. Das Weg-Schema

3.2 Das Gefäß-Schema

4. Studien zu Bildschemata

4.1 Studien in der Psycholinguistik

4.2 Studien in der Kognitionspsychologie

4.3 Studien in der Entwicklungsforschung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bildschemata als kognitive Verbindungsglieder zwischen körperlicher Erfahrung und sprachlicher Bedeutung, basierend auf den Theorien von Lakoff und Johnson. Ziel ist es, den Einfluss dieser Schemata auf die menschliche Welterfassung und Kategorisierung mittels interdisziplinärer Forschungsergebnisse aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen von Bildschemata und Metaphern
  • Analyse des Weg-Schemas und des Gefäß-Schemas
  • Empirische Erkenntnisse aus der Psycholinguistik
  • Untersuchungen zur Kognitionspsychologie und representational momentum
  • Einfluss von Bildschemata auf die frühkindliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Weg-Schema

Die englische Bezeichnung für das Weg-Schema ist 'source-path-goal', die ebenfalls in der Literatur zu finden ist. Eine strikte Übersetzung in 'path schema' bezeichnet eine ganze Gruppe von Bildschemata und würde folglich noch andere Konzepte wie das Kreisschema oder das Vertikalitätsschemas mit einbeziehen. Da die folgenden Ausführungen jedoch nur beispielgebend sein sollen, um ein Grundverständnis zu schaffen, beschränkt sich die Verfasserin auf die Darstellung des 'source-path-goal'- Schemas.

Bewegung spielt sowohl in der konzeptionellen Organisation als auch in der realen Welt des Menschen eine wichtige Rolle. Deshalb zeichnet sich das Wegschema durch drei grundlegende Elemente aus: einen Ausgangspunkt, einen Pfad (Vektor) und einen Endpunkt ((vgl.) Gibbs/ Colston 1994: 242 f.).

Abbildung 1 versucht das graphisch zu verdeutlichen:

Ein Beispiel für das Weg-Schema wäre der Vorgang des Schmelzens von Eis zu Wasser, da dabei ein klassischer Anfangspunkt besteht (Eis), ein Weg (Tauen) und ein Endpunkt (Wasser). Im Laufe der menschlichen Entwicklung wird das Wegschema nach Johnson (1987: 28f.) durch folgende Handlungen geprägt: durch das Hin- und Herlaufen von einem Ort zum anderen, durch das Übergeben von Objekten (beispielsweise Geschenken), durch Fangen und Werfen von Gegenständen (z.B. einem Ball) oder Tätigkeiten wie dem Schlagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kognitionslinguistik ein und erläutert die Bedeutung von Bildschemata als Verbindung zwischen Bedeutung und Bewusstsein.

2. Bildschemata nach Lakoff und Johnson: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Bildschema und Metapher als kognitive Mechanismen, die unser Verständnis der Welt prägen.

2.1 Der Metaphernberiff: Hier wird der metaphorische Ausdruck als kognitive Erweiterung dargestellt, die hilft, abstrakte Situationen durch konzeptionelle Kategorisierung zu verstehen.

2.2 Bildschemata: Dieser Abschnitt beschreibt Bildschemata als primitive, sensomotorische Konzepte, die eine Brücke zwischen körperlicher Erfahrung und kognitiver Verarbeitung schlagen.

3. Konkrete Bildschemata: Das Kapitel veranschaulicht theoretische Konzepte anhand praxisnaher Beispiele.

3.1. Das Weg-Schema: Hier wird das 'source-path-goal'-Schema durch die drei Elemente Ausgangspunkt, Pfad und Endpunkt detailliert erklärt.

3.2 Das Gefäß-Schema: Dieses Kapitel erläutert die Innen-Außen-Orientierung des Menschen und wie diese auf physische Objekte projiziert wird.

4. Studien zu Bildschemata: Dieser Teil belegt die Existenz von Bildschemata durch wissenschaftliche Forschung in verschiedenen Fachdisziplinen.

4.1 Studien in der Psycholinguistik: Die Untersuchungen zeigen den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der Bedeutungsvielfalt von Begriffen wie 'stand'.

4.2 Studien in der Kognitionspsychologie: Hier wird anhand von Experimenten zum 'representational momentum' der Einfluss von Schemata auf die Wahrnehmung von Bewegungsabläufen aufgezeigt.

4.3 Studien in der Entwicklungsforschung: Das Kapitel verdeutlicht, wie bereits Kleinkinder durch körperliche Interaktion mit der Umwelt Bildschemata zur Weltorientierung nutzen.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, wie Bildschemata als determinierende Faktoren für die Kategorisierung und Erfassung der realen Welt dienen.

Schlüsselwörter

Bildschemata, Kognitionslinguistik, Metaphern, Weg-Schema, Gefäß-Schema, Lakoff, Johnson, Psycholinguistik, Kognitionspsychologie, Entwicklungsforschung, Körperliche Erfahrung, Kategorisierung, Wahrnehmung, Sensomotorik, Wissensrepräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Bildschemata nach Lakoff und Johnson als kognitive Schnittstelle zwischen unserer körperlichen Erfahrung und dem Verständnis der Welt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Definition von Metaphern, die Struktur von Bildschemata, spezifische Beispiele (Weg- und Gefäß-Schema) sowie deren Nachweis durch psycholinguistische und kognitionspsychologische Studien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Bedeutung von Bildschemata zu verschaffen und aufzuzeigen, wie diese unsere sprachliche und mentale Kategorisierung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit ist eine theoretische Aufarbeitung, die auf bestehenden wissenschaftlichen Forschungsarbeiten und Studien (u.a. von Gibbs, Colston und Johnson) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die detaillierte Darstellung konkreter Schemata und die Auswertung empirischer Studien zur Bestätigung dieser kognitiven Mechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Bildschemata, Kognitionslinguistik, Körperliche Erfahrung, Metaphern und verschiedene kognitive Schemata wie das Weg- oder Gefäß-Schema.

Wie unterscheidet sich das Weg-Schema vom Gefäß-Schema?

Das Weg-Schema (source-path-goal) organisiert Erfahrungen linear über einen Ausgangspunkt, Pfad und Endpunkt, während das Gefäß-Schema (Container) die Innen-Außen-Orientierung eines Objekts oder einer Person fokussiert.

Welche Rolle spielt die kindliche Entwicklung für das Verständnis von Bildschemata?

Die Forschung zeigt, dass Kleinkinder bereits durch alltägliche körperliche Aktivitäten wie das Ein- und Aussteigen oder Trinken ein Grundverständnis für räumliche und logische Schemata entwickeln.

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Details

Titel
Studien zu Bildschemata nach Lakoff und Johnson
Hochschule
Technische Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Diana Marossek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V91280
ISBN (eBook)
9783668327641
ISBN (Buch)
9783668327658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildschemata
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diana Marossek (Autor:in), 2007, Studien zu Bildschemata nach Lakoff und Johnson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91280
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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