Die Folgen der demografischen Entwicklung für Unternehmen


Diplomarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise und Aufbau

2 Demografischer Wandel in Deutschland
2.1 Begriffsbestimmung: Demographie und Bevölkerungswissenschaft
2.2 Die Geburtenentwicklung
2.3 Die demographische Alterung
2.4 Die Lebenserwartung
2.5 Wanderung/ Migration
2.6 Die Bevölkerungsentwicklung bis 2050 - Eine Modellrechnung

3 Demographischer Wandel und gesetzliche Regelungen
3.1 Verlängerung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 67 Jahre
3.2 Kritische Betrachtung der Rente mit 67
3.3 Tarifvertragliche Regelungen für ältere Mitarbeiter
3.4 Kritische Betrachtung der tariflichen Regelungen

4 Demographischer Wandel in deutschen Unternehmen
4.1 Begriffliche Abgrenzung von Erwerbspersonen/ Erwerbspotenzial
4.2 Veränderung des Erwerbspotenzials in Deutschland
4.3 Fachkräftemangel deutscher Unternehmen
4.4 Altersstruktur deutscher Unternehmen
4.5 Zusammenfassung und Problematik für Unternehmen

5 Demographischer Wandel als unternehmerische Herausforderung
5.1 Paradigmenwechsel in der Personalabteilung
5.2 Differenzierung alter und junger Arbeitnehmer
5.3 Leistungsfähigkeit im Alter
5.3.1 Die physische (körperliche) Leistungsfähigkeit
5.3.2 Die geistige (kognitive) Leistungsfähigkeit
5.3.3 Die psychische Leistungsfähigkeit
5.3.4 Schlussbetrachtung der Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer
5.4 Ausgewählte Instrumente der Personalentwicklung
5.4.1 Laufbahn- und Nachfolgeplanung
5.4.2 Job Rotation, Job-Enlargement und Job-Enrichment
5.4.3 Coaching und Mentoring
5.4.4 Trainee-Programme
5.5 Neue Arbeitszeitmodelle
5.5.1 Traditionelle Teilzeit:
5.5.2 „mobilZeit“ - die neue Generation der Teilzeit
5.5.3 Formen von mobilZeit:
5.5.4 Beraterverträge als gleitender Übergang in den Ruhestand
5.6 Prävention und Gesundheitsförderung
5.6.1 Arbeitsunfähigkeit im Unternehmen
5.6.2 Der Gesundheitszirkel als organisationsgestaltende Maßnahme
5.6.3 Maßnahmen zur Stärkung des Muskel-Skelett-Systems
5.6.4 Gesunde Ernährung zur Steigerung der Lebensqualität
5.7 Diversity (dt. Vielfältigkeits-) Management
5.7.1 „Fairness- and Discrimination“-Ansatz
5.7.2 „Access- and Legitimacy“-Ansatz
5.7.3 „Learning and Effectiveness“ – Ansatz
5.7.4 Schlussbetrachtung der Diversity-Ansätze
5.8 Employer Branding gegen Mangel an Fach- und Führungskräften
5.8.1 Personalimage als Erfolgsfaktor
5.8.2 Konzeptionelle Umsetzung des Employer Brandings
5.8.3 Instrumente des Employer Brandings
5.8.4 Kernbotschaften des Employer Brandings
5.8.5 Schlussbetrachtung Employer Branding

6 Zusammenfassung und kritische Würdigung

Anhang

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Geburtenentwicklung in Deutschland von 1950 bis 2006

Abbildung 2: Geburtenrate im internationalen Vergleich (2006)

Abbildung 3: Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland 1950

Abbildung 4: Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland 2005

Abbildung 5: Altersaufbau in Deutschland, Vergleich 1910/ 1950/ 2005/ 2050

Abbildung 6: Altersaufbau unserer Gesellschaft (absolut und prozentual)

Abbildung 7: Bevölkerungsvorausberechnungen von Eurostat/ StBA/ United Nations

Abbildung 8: Bevölkerung im Erwerbsalter nach Altersgruppen

Abbildung 9: Entwicklung der Bevölkerung im Erwerbsalter (absolut und prozentual)

Abbildung 10: Unternehmensbefragung: Sind offene Stellen derzeit nicht besetzbar?

Abbildung 11: Veränderung der betrieblichen Altersstrukturen

Abbildung 12: Leistungsfähigkeit in Zusammenhang mit ausgeführten Tätigkeiten

Abbildung 13: Arbeitsformen von mobilZeit

Abbildung 14: Kosten der Arbeitsunfähigkeit nach Diagnosegruppen

Abbildung 15: Arbeitsunfähigkeit nach Altersgruppen 2005

Abbildung 16: Verteilung der Arbeitsunfähigkeitstage nach Diagnosegruppen

Abbildung 17: Phasenmodell des Employer Brandings

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener von 1997-2006

Tabelle 2: Wanderungssaldo Deutschlands von 1991 bis 2006

Tabelle 3: Replacement Migration – Eine Zielprojektion

Tabelle 4: Die Stärken jüngerer und älterer Arbeitnehmer im Vergleich

Tabelle 5: Vergleich von Einzel-, Gruppen- und Systemcoaching

Tabelle 6: Vergleich interner oder externer Coach

Tabelle 7: Nutzen des Mentoring für Mentee, Mentor und Unternehmen

Tabelle 8: Kurzfristige und mittel-/ langfristige Zielsetzung eines Trainee-Programms

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Arbeitswelt wandelt sich: Globalisierung, immer kürzere Halbwertszeit von Wissen, Vergreisung sowie auch eine deutlich bemerkbare Schrumpfung unserer Bevölkerung. Weltweit werden Unternehmen von dieser Entwicklung betroffen sein, insbesondere Betriebe in der Bundesrepublik Deutschland. Die Bevölkerung Deutschlands wird von gegenwärtig rund 82 Millionen bis zum Jahr 2050 auf knapp unter 69 bis 74 Millionen Einwohner abnehmen (nach Angaben der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des StBA)[1]. Eine so deutliche Abnahme der Ein­wohnerzahl bedeutet zwangsläufig natürlich auch einen schwerwiegenden Rückgang der Erwerbspersonen in Deutschland. Für Unternehmen besagt die zukünftige Ab­nahme der Einwohnerzahl, dass sie mit einer Schrumpfung und zusätzlich mit einer Veränderung des Erwerbspotenzials in Deutschland umgehen müssen. Das Resultat dieser Entwicklung ist, dass in Zukunft zu wenig nachrückende Arbeitskräfte geboren werden und die Anzahl älterer Arbeitskräfte immer weiter zunehmen wird. Diese Entwicklung stellt in den kommenden Jahren eine sehr große Herausforderung, wenn nicht sogar „die größte Herausforderung“ für die Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen dar.

Ein Anlass für Katastrophenszenarien ist heute aber noch nicht gegeben. Die demo­grafische Entwicklung stellt für Unternehmen lösbare Probleme dar. Allerdings ist es wichtig, dass schon heute die personalpolitischen Weichen für die kommenden schwierigen Zeiten gestellt werden. Die Art und Weise wie Betriebe in Zukunft die demografische Veränderung am Arbeitsmarkt erfolgreich bewältigen, kann sogar mittel- bis langfristig einen nachhaltigen Effekt auf den Unternehmenserfolg haben.

1.2 Zielsetzung

Diese Arbeit soll im Allgemeinen einen Beitrag zur Verbesserung der Wahrnehmung von Problemen, im Hinblick auf den demografischen Wandel in der Personalarbeit geben. Zunächst soll die demografische Entwicklung der deutschen Bevölkerung aufgezeigt werden. Mittels aktueller Daten soll der Rückgang der Geburten, die steigende Lebenserwartung und der Rückgang des Wanderungssaldos in Deutschland dargestellt werden. Das statistische Bundesamt prognostiziert anhand einer Bevölkerungsvorausberechnung die Bevölkerungsentwicklung bis ins Jahr 2050. Hier soll einen Einblick in denkbare Entwicklungsprognosen ermöglicht und auf die entstehenden Probleme, verursacht durch die demografischen Veränderungen, aufmerksam gemacht werden. Die Arbeit soll einen Einblick in gesetzliche, sowie tarifliche Regelungen für ältere Arbeitnehmer geben. Sie soll Teilbereiche aufzeigen, die sich auf Betriebsstrukturen und Belegschaften deutscher Unternehmen aus­wirken können. Durch eine kritische Betrachtung dieser rechtlichen und tarifrechtlichen Regelungen sollen mögliche Effekte auf Einstellungsverhalten von Unternehmen bzw. Austrittsverhalten von Mitarbeitern verdeutlicht werden.

Die Arbeit soll hervorheben, dass sich die rückläufige Bevölkerungs­entwicklung in gleichem Maße bei der deutschen Erwerbsbevölkerung widerspiegelt. Die demo­grafischen Veränderungen beeinflussen das Angebot an Fachkräften und ebenfalls den Altersdurchschnitt von Belegschaften. Unternehmerische Handlungs­optionen sollen hier als mögliche Lösungsansätze kurz aufgezeigt werden. Im weiteren Verlauf werden dem Leser diese Handlungsoptionen näher erläutert.

Die Arbeit soll eine Orientierungshilfe sein, um der rückläufigen Ent­wicklung von Erwerbspersonen und die dadurch verursachte Knappheit an Fachkräften und Über­alterung der Belegschaften nachhaltig ent­gegen zu wirken. Es werden Wege auf­gezeigt, junge aber auch ältere Mitarbeiter im Unternehmen zielgerecht und effizient einzusetzen und diese Arbeitnehmer durch Karrieremodelle im Betrieb zu halten. Ein Prozess des lebenslangen Lernens ist für Unternehmen zukunftweisend. Hier setzt die Arbeit an leicht einsetzbaren und nachhaltig wirksamen Personalentwicklungs­methoden an und er­läutert diese. Personalverantwortliche sollen erkennen, dass ältere Mitarbeiter für Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Chance auf Weiterentwicklung und Wirtschaftlichkeit darstellen. Sie sollen zukünftig nicht mehr als Belastung an­gesehen werden. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, das bis­herige negative Bild des „Alten Mitarbeiters“ in ein besseres Licht zu rücken. Diese Weiterbildung funktioniert jedoch nur wenn die Mitarbeiter ihre Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter behalten. Dies führt zu betrieblichen Präventionsmaßnahmen mit denen der Mitarbeiter für ein längeres Arbeitsleben fit gemacht werden kann. Diversity Management (dt. Vielfaltsmanagement) ist für Unter­nehmen ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, da sich betriebliche Strukturen hinsichtlich der Alters- und der Geschlechterverteilung ändern werden. Ebenso werden viele außereuropäische Mit­arbeiter zur Kompensierung des in Europa bzw. in Deutschland drohenden Fach­kräftemangels hinzukommen. Diese Vielfalt sollte nutzenbringend eingesetzt werden und nicht über Gleichstellungsaktivitäten unterdrückt werden. Neben der Einbindung vielfältiger Mitarbeiter in Unternehmen, wird in Zukunft die Beschaffung und Bindung junger Arbeitskräfte eine Schwierigkeit darstellen. Durch zielgerichtete Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung (Employer Branding) haben Unternehmen die Chance neue Arbeitskräfte zu beschaffen und an sich zu binden. Ein Arbeitssuchender muss von einer Organisation überzeugt werden, dass keine Zweifel darin bestehen, welches Unternehmen als späterer Arbeitgeber gewählt wird. In Zukunft wird es nur den attraktiven und interessanten Unternehmen nicht an qualifizierten Mitarbeitern fehlen. Durch den Employer Branding sollen Unternehmen Wege aufgezeigt werden, ihre Erfolge bei der Mitarbeitersuche zu steigern.

1.3 Vorgehensweise und Aufbau

Im Anschluss an die Einleitung erfolgt im Kapitel zwei die wissenschaftstheoretische Fundierung der Arbeit. Bei der Darstellung der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bezieht sich die vorliegende Arbeit auf Gesamtdeutschland bzw. bei älteren Daten (vor der Wiedervereinigung 03. Oktober 1990) auf das alte Bundes­gebiet und wenn vorhanden auch auf die neuen Bundes­länder. Hierbei stellt der demografische Wandel drei grundlegende Bereiche dar, wie sich die Bevölkerung entwickelt hat und in Zukunft noch entwickeln wird. Geburten­häufigkeit, Lebens­erwartung und Wanderungen, an diesen Messgrößen wird der demografische Wandel in der BRD dargestellt und durch eine Voraus­berechnung des statistischen Bundesamtes für die folgenden Jahre bis ins Jahr 2050 ausgeweitet und analysiert.

Kapitel drei stellt die gesetzliche Erhöhung des Renteneintrittsalter vor und tarifliche Regelungen für ältere Mitarbeiter. Diese haben zum Teil positive aber auch negative Einflüsse auf das Verhalten von Personalverantwortlichen. Diese Regelungen werden dem Leser kurz geschildert und darüber hinaus wird auf den Nutzen und die Auswirkungen dieser Regelungen hingewiesen.

Kapitel vier informiert über die Probleme der deutschen Unternehmen, verursacht durch eine Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen, hinsichtlich der demo­grafischen Entwicklung. Der Einfluss des demografischen Wandels von der Über­alterung bis hin zu fehlenden Nachwuchskräften wird hier erläutert.

Kapitel fünf stellt die Möglichkeiten für Unternehmen dar, die demografische Ver­änderung des Erwerbspotenzials nachhaltig, durch personalpolitische Maßnahmen zu beeinflussen. Um Probleme dieser Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und in Unternehmen von vorne herein zu beheben, wird ein nötiger Paradigmenwechsel in der heutigen Personalarbeit behandelt, ohne den Betriebe noch viel früher an Arbeitskräftemangel leiden werden. Als Hilfe für einen Wertewandel in den Personal­abteilungen wird der ältere Mitarbeiter definiert und die Leistungsfähigkeit im Alter analysiert. Nach dieser Analyse sollen mögliche Methoden und Instrumente der Personal­entwicklung, der Gesundheitsförderung, des Diversity Management und des Employer Branding aufgezeigt werden. Diese werden für Unternehmen zukünftig richtungweisend sein um ausbalancierte Belegschaften zu ermöglichen.

In Kapitel sechs erfolgen eine Zusammenfassung der Resultate aus den voran­gegangenen Überlegungen und deren kritische Würdigung der Ergebnisse.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit allein die männliche Form verwendet. Gemeint sind jeweils sowohl die männliche als auch die weibliche Form der genannten Begriffe (wie z.B.: Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer/ Angestellte und Angestellter, usw.).

2 Demografischer Wandel in Deutschland

2.1 Begriffsbestimmung: Demographie und Bevölkerungs­wissenschaft

Die Begriffe Demographie und Bevölkerungswissenschaft werden in unterschied­licher Weise gebraucht.

„Das Wort Demographie – als der engere Begriff – entstammt dem Griechischen und bedeutet „Volk beschreiben“. Demographie beschreibt also mit Zahlen und Kenn­ziffern, wie sich die Bevölkerungszahl und ihre Strukturen (Alter, Geschlecht, Familien­stand, Lebensform, Nationalität, Kinderzahl, Region, Gesundheitszustand u.ä.) durch demographische Verhaltensmuster / Ereignisse (Kinder haben, heiraten, sich scheiden lassen, umziehen, sich gesund erhalten oder sterben) verändern.“[2]

Bevölkerungswissenschaft ist dagegen der weitläufigere Begriff. Bevölkerung wird hier in den Zusammenhang der gesellschaftlichen Verhältnisse gestellt. Untersucht werden die vielfachen Wechselwirkungen zwischen der Bevölkerung und anderen gesellschaftlichen Bereichen wie soziale Sicherungssysteme, Wirtschaft, Politik, Technik oder Umwelt.[3]

2.2 Die Geburtenentwicklung

Die Geburtenentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland ist rückläufig. Seit An­fang der 70er-Jahre („Pillenknick“) sank der Anteil der Geburten fortwährend.

In der folgenden Grafik (siehe Abb.1/ S.6), ist die Geburtenentwicklung in den letzten Jahren sehr genau zu erkennen. Gegenläufig zu den Geburten im Jahr 1950, bei dem Ost- und West-Deutschland zusammen ca. 1,12 Millionen Geburten zu ver­zeichnen hatten, waren es 2006 nur noch etwa 670.000, was eine Reduzierung um ca. 40 Prozent darstellt. Seit Beginn der Siebziger liegt die Geburtenziffer[4] dauerhaft unter dem Wert von 2,1 Kindern pro Frau. Nur eine Geburtenziffer über 2,1 würde jedoch eine gleich bleibende bzw. steigende Bevölkerungszahl garantieren. Von 100 Frauen werden derzeit nur noch 134 Kinder, also pro Frau nur noch ca. 1,34 Kinder geboren. Das ist zu wenig, um Lebens­qualität, soziale Sicherheit und Wachstum zu erhalten.[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Geburtenentwicklung in Deutschland von 1950 bis 2006

Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf Daten des StBA[6].

Interessant ist auch die Entwicklung der Geburtenziffern weltweit. Anhand der Ge­burtenzahlen im internationalen Vergleich (siehe Abb.2/ S.7) ist erkennbar, wie Deutschland im Vergleich zu europäischen bzw. außereuropäischen Ländern eine der schlechtesten Geburtenziffern aufweist. Deutschland gehört mit einer zusammen­gefassten Geburtenanzahl von deutlich unter 1,5 Kindern pro Frau bereits seit Jahren zu den Staaten mit der niedrigsten Geburtenhäufigkeit. Europa ist der einzige Kontinent, auf dem es 2050 weniger Menschen geben wird als heute. Die Geburten­raten sind in Europa momentan am niedrigsten, daher wird die europäische Be­völkerung laut der mittleren Vorausberechnung der Vereinten Nationen um 67 Millionen Menschen abnehmen. Das fortwährende Wachstum der Weltbevölkerung, wird nur noch von den Entwicklungsländern gestützt. Allein dort wird die Zahl der Menschen von heute 5,4 Milliarden auf 7,9 Milliarden im Jahr 2050 zunehmen. In den 50 ärmsten Ländern der Welt, wird sich die Bevölkerung sogar mehr als verdoppeln.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Geburtenrate im internationalen Vergleich (2006)

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Daten der Eurostat[8] und des Omnia-Verlag[9] (außereuropäische Länder enthalten für das Jahr 2006 vorausberechnete Werte).

Ursache für die niedrige Geburtenrate in Europa und vor allem in der Bundes­republik, ist der Übergang von weitgehend agrarischen zu industriellen Ge­sell­schaften, der zu mehr Wohlstand, einem insgesamt höheren Lebensstandard und – auch bei den Frauen - den Wunsch nach Selbstverwirklichung geführt hat. Die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen, sowie ein höherer Stellenwert von Freizeit wirken sich negativ auf das generative Verhalten aus. Entscheidungen werden zu­nehmend für Freizeit und Beruf gefällt, nicht aber zugunsten der Familienplanung.[10] Die Gründe der Präferenzverschiebungen sind dabei u.a. in den veränderten sozialen Rahmenbedingungen zu suchen, da sich durch Übertragung sozialer Pflichten von der Familie auf den Staat der Nutzen eigener Kinder als Absicherung für Not, Krankheit und Alter verringert hat.[11] Zudem kann man den Geburten­rückgang auch auf ein besseres Wissen über Empfängnisverhütung zurückführen. Diese Tatsachen wirken sich als ganzes auf die Geburtenentwicklung in der Bundes­republik aus. Es ist schwer zu sagen, ob es sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Geburtenrate gibt bzw. noch geben wird. Nur durch eine eventuell noch größere Unter­stützung seitens des Staates über finanzielle Mittel (z.B. das 2007 eingeführte Kindergeld/ durch Angebotserhöhung von Kindergrippenplätzen) oder durch Maß­nahmen von Unter­nehmen, mit der Möglichkeit für Mütter, Kinder und Karriere zu vereinen („work-life-balance[12] “), könnte eine Zunahme der Geburtenrate erreicht werden. Über grund­legende Verhaltensänderungen seitens Staat, Unternehmen und der Bevölkerung wäre eine Umkehr der Entwicklung vorstellbar. Diese für die Ge­burtenrate positive Entwicklung würde jedoch erst mit erheblichem Vorlauf wirksam werden.

Grundsätzlich ist zu erkennen, dass in Deutschland nicht nur die Geburtenhäufigkeit seit 1970 rapide zurückgeht, sondern dass Deutschland auch eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit aufweist. Die rückläufige Geburtenzahl ist jedoch nicht der alleinige Verursacher des Bevölkerungsrückgangs. Werden Geburtenhäufigkeit und Sterbefälle gegenübergestellt, wird das ganze Ausmaß von zu wenig geborenen Kindern erst sichtbar: Im Jahr 2006 beispielsweise, starben 149.000 Menschen mehr als geboren wurden[13].

2.3 Die demographische Alterung

Wie im Kapitel 2.2 bereits dargestellt, werden immer weniger Kinder geboren, was zwangsläufig zu einer drastischen Überalterung unserer Bevölkerung führen wird. Unter Überalterung wird die Veränderung der so genannten Alterspyramide hin, zu einem höheren mittleren Bevölkerungsalter und die damit verbundenen Aus­wirkungen auf die Gesellschaft, verstanden. Die Veränderung der Alterspyramide lässt sich am Besten an einer Darstellung aufzeigen (siehe Abb.3/ S.9).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland 1950

Quelle: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands, 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung.[14]

Wie in der Abbildung 3 aus dem Jahr 1950 zu erkennen ist, stellt sich die Ge­samtstruktur der Grafik sehr ausgewogen dar. Sie stellt noch, wie der Namen schon besagt, die Form einer Pyramide dar. Der größte Anteil in der Be­völkerung wird von den 20-64-Jährigen eingenommen. Der Anteil an der Gesamt­bevölkerung liegt hier bei ca. 60 Prozent, über 65 Jahre waren zu dieser Zeit gerade einmal 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die restlichen 30 Prozent werden von den 0-19-Jährigen eingenommen.[15]

Betrachtet man hingegen die Bevölkerungspyramide von 2005 (siehe Abb.4/ S.10), kann man die Veränderungen hinsichtlich der Altersstruktur in Deutschland er­kennen: Aus der damaligen Pyramide wurde eine „dickbäuchige Weinflasche“. Im Altersaufbau von 2005 ist es möglich, zwei deutliche Einschnitte in der Darstellung zu erkennen. Der erste Einschnitt ist das Resultat der niedrigen Geburtenrate während des Zweiten Weltkriegs. Die zweite Einkerbung ist bei den unter 30-Jährigen zu erkennen und lässt sich auf eine in den siebziger Jahren stark zurück­gegangene Geburtenrate („Pillenknick“ – Einführung der Antibabypille 1961 in Deutschland) zurückführen. Da­zwischen befinden sich die so genannten „Baby-Boomer“ bei denen in den fünfziger und sechziger Jahren die Geburtenziffer je Frau noch über 2,1 Kinder lag.[16]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland 2005

Quelle: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands, 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung.[17]

Die deutsche Bevölkerung ist in den letzten 55 Jahren zwar um 13,1 Millionen Menschen angestiegen, doch die Altersstruktur wurde durch zurückgehende Geburten drastisch verändert. Durch die fortschreitende Alterung der „Baby-Boomer“ steigt die Be­völkerungsschicht der über 65-Jährigen von 10 Prozent um fast das doppelte auf 19 Prozent im Jahr 2005 an. Ähnlich wie die Zunahme der über 65-Jährigen, ist bei den 0-19-Jährigen eine Schrumpfung um 10 Prozent zu erkennen, da die Geburten­rate seit 1970 stetig abgenommen hat und zu wenige Kinder nach­gekommen sind.[18]

Doch nicht nur eine zurückgegangene Geburtenrate in Deutschland, sondern auch eine gestiegene Lebenserwartung, wie im Kapitel 2.4 erläutert wird, ist für die demo­grafische Veränderung verantwortlich.

2.4 Die Lebenserwartung

Parallel zur niedrigen Geburtenrate geht seit rund einem Jahrhundert die Kinder­sterblichkeit zurück. Des Weiteren steigt die Lebenserwartung der deutschen Be­völkerung stetig an. „Die Lebenserwartung hat sich seit den ersten zuverlässigen Messungen im Jahr 1871 von 35 Jahren für Männer bzw. 38 Jahren bei Frauen bis heute mehr als verdoppelt.“[19][20] Betrachtet man die Daten bei einem im Jahr 1970 ge­borenen Jungen, ist die Lebenserwartung im Durchschnitt bei annähernd 67 Jahren. Knapp 30 Jahre später hat dieser schon eine durchschnittliche Lebens­erwartung von ca. 77 Jahren, das sind knapp 10 Jahre mehr als ein Säugling 1970 erwarten konnte. Ebenso verhält es sich mit Neugeborenen Mädchen, die 1970 im Schnitt ca. 74 Jahre alt wurden und 30 Jahre später hat sich ihre Lebenserwartung auf ca. 82 Jahre erhöht. Anhand der nachfolgenden Tabelle (siehe Tbl.1/ S.12) kann man eine fort­währende Verbesserung der Lebenserwartung Neugeborener erkennen. Die aktuellen Erhebungen von 2006 besagen, dass die durchschnittliche Lebens­erwartung von Mädchen bei 82,1 Jahren und bei Jungen bei 76,6 Jahren liegt.[21]

Die steigende Lebenserwartung ist durch Fortschritte in der Medizin, bessere Hygiene, bessere Ernährung, einen gesünderen Lebensstil und einem zu­nehmenden Wohlstand der Bevölkerung zu begründen. In den neuen Bundesländern war das durch die Wiedervereinigung deutlich zu erkennen, da die Lebenserwartung im Jahr 1991, um ca. 4-5 Jahre, sprunghaft angestiegen ist. Dies ist größtenteils auf ver­besserte Lebensqualität und mehr Wohlstand durch den Zusammenschluss von Ost und West zurückzuführen.[22] Von 1970 bis heute, ist in den alten Bundesländern ein konstanter Anstieg der Lebenserwartung um ca. 0,4 Jahre zu erkennen, ebenso seit 1991 im vereinten Deutschland.

Tabelle 1: Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener von 1997-2006

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf Daten des StBA über die Durchschnittliche Lebenserwartung der Neugeborenen, Wiesbaden 2007.

Auch bei älteren Menschen ist die Lebenserwartung weiter angestiegen. Nach der neuen Sterbetafel 2004/06 beläuft sich die Lebenserwartung von 60-jährigen Frauen auf 24,5 weitere Jahre gegenüber 24,3 Jahren nach der Sterbetafel von 2003/05. 60-jährige Männer können 2004/06 statistisch gesehen mit 20,6 weiteren Lebensjahren rechnen. Nach der Sterbetafel 2003/05 waren es durchschnittlich 20,3 Jahre.[23] Diese Daten der gesteigerten Lebenserwartung sind ebenfalls auf bessere medizinische Versorgung und einen höheren Lebensstandard der Menschen zurückführen und bestätigen den konstanten Anstieg der Lebenserwartung um fast 0,4 Jahre. Eine solche Entwicklung ist natürlich keineswegs unerfreulich, doch wirkt sie sich ebenso drastisch wie die zurückgegangene Geburtenentwicklung, auf die Altersstruktur der Bevölkerung aus.

2.5 Wanderung/ Migration

Obwohl seit 1970 in Deutschland die Geburtenanzahl von Kindern niedriger ist, als die Zahl der gestorbenen Personen, stieg die Einwohnerzahl der BRD dennoch weiter­hin an. Das ist unter anderem auf die Zu- und Abwanderung von Personen zurück­zuführen.

Der Wanderungssaldo (Einwanderer minus Auswanderer) war seit 1954 meistens positiv. Das bedeutet: pro Jahr sind im Schnitt knapp 125.000 Personen mehr nach Deutschland gekommen als Deutschland verlassen haben. 75 Prozent der zuge­wanderten Personen sind ausländischer Herkunft. Zunächst kamen die Zuwanderer aus Italien, dann aus Spanien, Portugal, Griechenland oder aus dem ehemaligen Jugoslawien und schließlich auch aus der Türkei. Diese Tatsache bedeutet, dass in den letzten Jahrzehnten die Bevölkerungszahl Deutschlands ausschließlich durch Zu­wanderungen aus dem Ausland und nicht durch Neugeborene angestiegen ist. Die Zuwanderer sind im Schnitt jünger als die Fortziehenden, daraus resultiert ein stetiger Ver­jüngungseffekt für die verbleibende ausländische Bevölkerung. Diese Gegebenheit hat die demografische Alterung der Gesamtbevölkerung in Deutschland zwar nicht aufgehalten aber verlangsamt.[24]

Seit dem Jahr 2003 setzt bei den Zuwanderungen allerdings ein Rückgang ein. Die Bevölkerungszahlen 2003 und 2004 beispielsweise sind bereits leicht ge­sunken, da der Zuwanderungsgewinn schwächer ausgefallen ist und dadurch das Geburten­defizit nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Die folgende Tabelle dokumentiert die rückläufige Ent­wicklung des Wanderungssaldos (siehe Tbl. 2/ S.14).

Tabelle 2: Wanderungssaldo Deutschlands von 1991 bis 2006

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Daten des StBA, Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland von 1991 bis 2006.[25]

Gründe für die rückläufige Entwicklung der Zuwanderungen liegen in der teilweise fehlenden Attraktivität Deutschlands für hoch qualifizierte Ausländer. Andere Länder, mit denen Deutschland im Wettbewerb um qualifizierte Menschen steht, bieten oft lukrativere Verdienste bei geringeren Steuern und höherer Lebensqualität. Die zögerlich durchgeführten Bildungsreformen in Deutschland können zusätzlich noch als Problem genannt werden. Durch die zögerliche Umsetzung wird die Attraktivität Deutschlands für ausländische Studenten noch weiter geschmälert.[26]

Bei der Betrachtung der Wanderungsdaten stellt sich vielen eine interessante Frage: „Kann durch Zuwanderung das Altern gestoppt werden?“

Das Schlagwort für diese Frage lautet „Replacement Migration“. Laut einer Publikation des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ist diese Möglichkeit, die demografische Alterung zu stoppen, nicht realistisch umsetzbar. Im Rahmen ihrer Weltbevölkerungsprojektionen wurde hier von der United Nation Population Division eine so genannte Zielprojektion vorgenommen. Es handelt sich hierbei um rein methodische Ziele, die nicht wirtschaftlich, sozial oder politisch begründet sind. Es ist ein Zahlenspiel, dessen Ergebnisse aber beeindrucken (siehe Tbl.3/ S.15).[27]

Tabelle 3: Replacement Migration – Eine Zielprojektion

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Daten des BiB.[28]

Diese Zahlen zeigen, wie unrealistisch es wäre, dem Problem Alterung mit ver­stärkter Zuwanderung begegnen zu wollen. Die damit entstehenden Probleme sind von keinem Land der Welt zu lösen. Zuwanderung kann also das Altern nicht auf­halten, sondern nur die Geschwindigkeit des Alterns vermindern.

2.6 Die Bevölkerungsentwicklung bis 2050 - Eine Modellrechnung

„Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen, wie sich die Bevölkerungszahl und der Altersaufbau der Bevölkerung unter bestimmten Annahmen zur Entwicklung wesent­licher Komponenten der Bevölkerungsbewegung – Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und Wanderungen – innerhalb eines festgelegten Zeithorizonts verändern“[29].

Durch die 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des statistischen Bundes­amtes ist die Möglichkeit gegeben, die Entwicklung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 zu betrachten (eine ausführlichere Definitionen und die Erklärung der Ab­wicklung einer Vorausberechnung des StBA können der Anhang 1 auf S.95 ent­nommen werden). Das statistische Bundesamt verwendet zwölf verschiedene Varianten, die auf verschiedene mögliche Entwicklungen der Bevölkerung eingehen. In dieser Arbeit wird aus vereinfachten Gründen von den Varianten 1-W1/ 1-W2 (mittlere Be­völkerung, Untergrenze/ Obergrenze) ausgegangen.

Die Versionen 1-W1 und 1-W2 basieren auf folgenden Punkten:[30]

- Lebenserwartung neugeborener Jungen im Jahr 2050: 83,5 Jahre
- Lebenserwartung neugeborener Mädchen im Jahr 2050: 88,0 Jahre
- Geburtenhäufigkeit (Kinder je Frau) annähernd konstant bei 1,4
- jährlicher Wanderungssaldo (Personen) bei 100.000 Personen (Var. 1-W1)
- jährlicher Wanderungssaldo (Personen) bei 200.000 Personen (Var. 1-W2)

Die restlichen zehn Varianten können in Anhang 2 (S.97) und 3 (S.98) näher be­trachtet werden. Die Prognosen der Bevölkerungsvorausberechnung unter­scheiden sich lediglich hinsichtlich der geschätzten Lebenserwartung von Männern und Frauen oder bezüglich der Daten welche die Wanderungen und Geburtenraten betreffen.[31]

Aufgrund der Varianten 1-W1 und 1-W2 wird sich nicht nur die Bevölkerungszahl reduzieren, sondern auch die Alters­struktur erheblich verändern. Werden die bisherigen reellen Messdaten des Jahres 2005 mit den vorausberechneten Daten des Jahres 2050 verglichen, wird die Auswirkung der zurückgegangenen Geburten und der konstant gebliebenen Zuwanderungen auf die Bevölkerungsstruktur, deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Altersaufbau in Deutschland, Vergleich 1910/ 1950/ 2005/ 2050

Quelle: Eisenmenger, M.; Pötzsch, O.; Sommer, B.; in Zusammenarbeit mit Mitarbeiter/ -innen der Gruppe VI des StBA: 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung - Annahmen und Ergebnisse/ Entwicklung der Bevölkerung Deutschlands bis 2050, (Hrsg.) StBA, Wiesbaden 2006, S.35.

Der Aufbau der Bevölkerungspyramiden (siehe Abb.5/ S.17) veranschaulicht, wie sich die Einwohnerzahl Deutschlands früher dargestellt hat und sich in den kommenden Jahren entwickeln wird. Derzeit hat Deutschland 82,4 Millionen Ein­wohner. 2050 werden es noch knapp 69 bis 74 Millionen sein. Die Bevölkerungszahl wird dann sogar unter dem Niveau des Jahres 1963 (gut 75 Millionen Einwohner) liegen. 1910 (im Deutschen Reich) war die Bevölkerungspyramide noch eine Tanne. Sie hatte eine starke Basis aus Kindern, und keine zehn Prozent der Bevölkerung waren älter als 64 Jahre. Die Geburtenhäufigkeit war zu dieser Zeit sehr hoch und die Lebenserwartung Neugeborener lag bei nur 58,8 Jahren bei Frauen und 51,2 Jahren bei Männern. 140 Jahre später wird mit einer konstant bleibenden Geburten­rate von ca. 1,4 Kindern gerechnet und die Lebenserwartung bei neugeborenen Jungen wird 2050 (auf Gesamtdeutschland bezogen), auf 81,1 Jahren und für Mädchen auf 86,6 Jahren geschätzt.[32]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Altersaufbau unserer Gesellschaft (absolut und prozentual)

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales[33] und StBA[34] (Grundlage: Var. 1-W2).

Die Schicht der jungen Leute von der Geburt bis zum 19. Lebensjahr ist laut der Prognose von 20 Prozent (Stand 2005) der Gesamtbevölkerung auf 15 Prozent bis zum Jahr 2050 geschrumpft. Absolut sind das ca. 5,1 Mio. Menschen weniger als es im Jahr 2005 waren.[35] Die Entwicklung der Bevölkerungsvorausberechnung besagt, dass es im Jahr 2050 mehr 60-jährige Menschen geben wird, als Kinder neu ge­boren werden (siehe Abb. 6/ S.18).

Auch wenn die Geburtenrate etwas ansteigen oder die Lebens­erwartung der Be­völkerung noch schneller zunehmen würde, wäre der Rück­gang der Bevölkerung nicht zu verhindern. Das Geburtendefizit wird durch die Zu­wanderungsüberschüsse aus dem Ausland nicht mehr kompensiert. „Der Rück­gang der Bevölkerung ist nicht mehr aufzuhalten“, so der Vizepräsident des StBA, Walter Radermacher am 07.11.2007 in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse der 11. koordinierten Be­völkerungsvorausberechnung.[36]

Der vorausberechnete Verlauf der Bevölkerungsentwicklung stellt die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Es gilt jedoch zu prüfen ob diese Berechnungen als allgemein gültig wahrgenommen werden können. Um eine Fixierung auf Daten des StBA zu vermeiden, bietet sich ein zusätzlicher Vergleich mit Daten anderer statisti­scher Einrichtungen an.

Das StBA, Eurostat sowie die UN gehen von einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass der Rückgang der deutschen Bevölkerung eintreffen wird. Die einzelnen Daten dieser Ämter sind zwar teilweise unterschiedlich, doch ausschlaggebend ist ihre Tendenz: Alle Vorausberechnungen vermitteln den Rückgang der Be­völkerung (siehe Abb. 7/ S.20).

Diese Vorausberechnungen sind allerdings Prognosen, was bedeutet, dass diese Berechnungen nicht hundertprozentig eintreffen müssen. Unvorhersehbare Er­eignisse wie Kriege, Seuchen oder eine Einstellungsänderung bei der Bevölkerung (wie der „Pillen-Knick“) können nicht eingerechnet werden. Aus diesem Grund ist immer ein gewisser Un­sicherheitsfaktor vorhanden, der die Bevölkerungsentwicklung positiv oder negativ be­einflussen könnte. Wie Bevölkerungswissenschaftler und Statistiker immer wieder betonen, sind Bevölkerungsvorausberechnungen keine Vor­hersagungen oder Prophe­zeiungen. Diese Entwicklungen der Bevölkerung gelten lediglich unter den jeweils gesetzten Annahmen und den heutigen Erkenntnissen.[37]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Bevölkerungsvorausberechnungen von Eurostat/ StBA/ United Nations

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Daten des Eurostat[38],StBA[39] und den UN[40].

Die Qualität der Prognosen hängt davon ab, inwiefern diese Annahmen mit der kommenden Realität übereinstimmen. Kurzfristige Entwicklungen können aufgrund der Trägheit demografischer Prozesse mit relativ großer Sicherheit be­rechnet werden. Die Ausgangsbevölkerung ist bekannt und aktuell getroffene An­nahmen bieten eine gute Grundlage für Vorausberechnungen der nahen Zukunft. Je länger aber vorausberechnet wird, desto unsicherer werden die Ergebnisse. Sind Prognosen jedoch mit Unsicherheiten behaftet, macht es sie deswegen nicht weniger bedeutend. Deutschland muss sich darauf einstellen, dass sich das Altern der Ge­sellschaft auf die sozialen Sicherungssysteme, auf das ökonomische Wachstum, aber auch auf die Lebensläufe Einzelner, sowie auch auf unser gesellschaftliches Miteinander auswirken wird. Auf der Grundlage des heute vorliegenden Wissens und bei der Annahme einer steigenden Lebenserwartung, eines mehr oder weniger kon­stanten Geburtenniveaus und einer moderaten Zuwanderung ist bis 2050 ein Rück­gang in der Bevölkerungszahl zu erwarten. Knapp 30 Prozent der Bevölkerung werden dann im Rentenalter sein, der Anteil der über 80-Jährigen wird sich ver­drei­fachen und selbst 100-Jährige werden in Zukunft alltäglicher und nichts besonderes mehr sein.[41]

3 Demographischer Wandel und gesetzliche Regelungen

3.1 Verlängerung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 67 Jahre

Arbeitnehmer müssen ab 2012 länger arbeiten, bis sie in Rente gehen können. Die Bundesregierung beschloss im März 2007, das offizielle Renteneintrittsalter ab 2012 schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen. Damit soll langfristig der Anstieg des Renten­beitrags gedämpft werden. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947. Menschen, die in diesem Jahr geboren wurden, müssen einen Monat länger arbeiten, wenn sie ihre Rente vollständig erhalten wollen. Bis 2023 kommt dann für die einzelnen Jahrgänge jeweils ein Monat Mehr-Arbeitszeit hinzu. Ab 2024 geht es weiter mit Zwei-Monats-Schritten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt so schließlich das neue Rentenalter 67.[42]

Gesetzliche Ausnahmefälle:[43]

- Über die normale Anhebung des Rentenzugangsalters hinaus wird das Zu­gangsalter auch bei den anderen Rentenarten angehoben. Ausnahmen etwa für schwer behinderte Menschen, gelten fort – allerdings findet eine ver­gleichbare Heraufsetzung um zwei Jahre von 60 auf 62 Jahre beim frühest­möglichen Zugangsalter statt.
- Bei der Altersrente für langjährig Versicherte mit 35 Versicherungsjahren wird die vorzeitige Inanspruchnahme, wie derzeit, frühestens mit 63 Jahren möglich sein; die nach geltendem Recht künftig vorgesehene Absenkung dieser unteren Altersgrenze unterbleibt.
- Die Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente ab 63 Jahre – künftig also vier Jahre vor der Möglichkeit des abschlagfreien Bezugs - wird mit einem Rentenabschlag von 14,4 Prozent verbunden sein.
- Um Härten für Versicherte mit be­sonders langjähriger und daher regelmäßig besonders belastender Berufs­tätigkeit abzu­federn, wird eine neue Altersrente eingeführt: Wer 45 Jahre Pflichtbeiträge aus Be­schäftigung, Erwerbstätigkeit und Pflege sowie aus Kinder­er­ziehungs- oder Berück­sichtigungszeiten nachweist, kann wie bisher mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Davon dürften insbesondere auch Arbeiter und Handwerker profitieren, die ja meist schon in jungen Jahren ihre Lehre begonnen haben und künftig nicht länger für ihre Rente arbeiten müssen als heute. In Anlehnung an diese Regelung gilt: Wer nicht auf die 45 Jahre kommen kann, weil er nach 35 Pflichtbeitragsjahren (ab 2024: 40 Pflichtbeitragsjahre) erwerbsgemindert wird, für den bleibt es beim heute geltenden abschlagsfreien Renteneintritt mit 63 Jahren.

3.2 Kritische Betrachtung der Rente mit 67

Es ist nicht zu bestreiten, dass in den nächsten Jahrzehnten immer weniger Be­schäftigte immer mehr Rentnern immer länger die Rente zahlen müssen. Umstritten ist jedoch, ob die schrittweise Erhöhung des Rentenalters der richtige Weg ist um dieses Problem zu entschärfen. Eine Reihe von Gründen spricht für die Anhebung des Rentenalters wie zum Beispiel der Rückgang der Geburtenrate, die steigende Lebenserwartung, die wachsende Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alter sowie der drohende Fachkräftemangel in nicht zu ferner Zukunft. Es gibt aber auch Gegen­argumente die hier aufgeführt werden müssen, wie beispielsweise ungelöste Arbeits­marktprobleme (Betriebe, die unter den gegebenen Umständen Junge bevorzugt einstellen und Ältere bevorzugt abbauen/ Arbeitsmarktpolitik, die Arbeitslosigkeit be­kämpfen muss aber nicht so viele zusätzlich benötigte Arbeitsplätze schaffen kann), soziale Härten bis hin zur Altersarmut und die eher geringen finanziellen Entlastungs­effekte für Rentenkassen. Werden „Pros“ und „Contras“ gegenübergestellt und analysiert, sollte über bestimmte Aspekte der „Rente mit 67“ noch einmal gründlich nachgedacht werden.[44]

Damit auf Grund der „Rente mit 67“ offene und verdeckte Arbeitslosigkeit nicht an­steigt, müssten je nach Reaktion der Betroffenen zwischen 1,2 Millionen und deutlich mehr als drei Millionen – möglichst sozialversicherungspflichtige – Jobs zusätzlich entstehen. Unglücklich ist das Zusammentreffen zweier Effekte: Die Rente mit 67 sollte dazu führen, dass Ältere länger arbeiten, ihre Erwerbsquote also steigt. Auf­grund der schrittweise geplanten Einführung kommt dieser Effekt erst im Jahr 2030 voll zum Tragen. Ausgerechnet bis dahin steigt aber auch die Zahl der am meisten betroffenen 60-66-Jährigen. Zusammen genommen ergibt das eine gewaltige Zu­nahme an älteren Arbeitnehmern. Gerade dann, wenn die Politik be­sonders er­folgreich ist und Frühverrentungen seltener werden, könnte die Rente mit 67 den demografisch bedingten Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials eine Zeit lang nahezu kompensieren. Die Einführung einer Rente mit 67 muss deshalb von Maß­nahmen zur (Re-)Integration älterer Arbeitnehmer begleitet werden. Die Quali­fizierung älterer Mitarbeiter sollte hier zukünftig von Unternehmen stärker fokussiert werden. Dabei dürfen Maßnahmen wie Gesundheitsförderung oder Arbeitsplatz­gestaltung nicht vergessen werden. Die Beschäftigungsförderung Älterer reicht jedoch nicht aus. Es müssen insgesamt mehr Arbeitsplätze entstehen, damit das zu­sätzliche Potenzial an älteren Arbeitnehmern ohne Verdrängung jüngerer Be­schäftigter unter­kommt. Eine Politik für mehr Beschäftigung wird somit einen noch längeren Atem haben müssen.[45]

Ein Beispiel für bereits laufende Projekte der Bundesregierung um ältere Mitarbeiter besser auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren ist die „Initiative 50plus“. Hier wird das größte Problem angegangen, das bezüglich der Erhöhung des Renteneintrittsalters entstehen wird. Die steigende Anzahl älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt und die bis heute noch kontroverse Einstellung der Unternehmen sich nur auf junge Arbeits­kräfte zu fixieren.

Folgende Ziele verfolgt die „Initiative 50plus“:[46]

- die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer soll weiter erhöht werden
- das derzeit zu frühe Ausscheiden der 55-Jährigen und Älteren aus dem Berufs­leben soll deutlich reduziert werden
- ältere Arbeitslose sollen besser als bisher wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden
- ältere Arbeitnehmer sollen sich deutlich stärker als bisher an beruflicher Weiter­bildung beteiligen

Diese Ziele sollen unter anderem über Maßnahmen wie beispielsweise Kombilöhne, Eingliederungszuschüsse und berufliche Förderung der Weiterbildung für ältere Mit­arbeiter erreicht werden. Und nicht zuletzt wurde der Abschluss von befristeten Arbeits­verträgen mit Arbeitnehmern ab 52 Jahren erleichtert. Dabei wird sicher­gestellt, dass das europäische Recht eingehalten wird und eine Diskriminierung aus­geschlossen ist. Diese Maßnahme erhöht die Anreize für Unternehmen, Ältere ein­zustellen.[47]

[...]


[1] Vgl. o.V. vom 07.11.2006 online: Im Jahr 2050 doppelt so viele 60-Jährige wie Neugeborene, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 464, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Bevoelkerung/ Bevoelkerungsstand/Bevoelkerungsstand.psml, 14.11.2007.

[2] O.V.: Bevölkerung: Fakten/ Trends/ Ursachen/ Erwartungen - Die wichtigsten Fragen, in: (Hrsg.) BiB, Sonderheft der Schriftenreihe des BiB, 2. Aufl., Wiesbaden 2004, S.7.

[3] O.V.: Bevölkerung: Fakten/ Trends/ Ursachen/ Erwartungen - Die wichtigsten Fragen, in: (Hrsg.) BiB, Sonderheft der Schriftenreihe des BiB, 2. Aufl., Wiesbaden 2004, S.7.

[4] Zahl der Kinder, die eine Frau im Alter von 15 Jahren im Verlauf ihres weiteren Lebens bekommen würde, wenn sie sich hinsichtlich ihres Geburtenverhaltens so verhalten würde wie alle betrachteten Frauen von 15 bis 49 Jahren des entsprechenden Berichtsjahres.

[5] Vgl. o.V.: Familie ja, Kinder nein. Was ist los in Deutschland? - Monitor Familiendemographie, Ausgabe 1-3; (Hrsg.) Bundes-ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2005, S.6.

[6] Vgl. o.V. vom 25.11.2007: Zusammenfassenden Übersichten für Eheschließungen, Geborene und Gestorbene (Excel-Datei); (Hrsg.) StBA, Wiesbaden 2007.

[7] Vgl. Schwentke, B. vom 28.3.2007 online: Demografie der Armut, http://www.zeit.de/online/2007/11/demografie, 20.11.2007.

[8] Vgl. o.V. online: Geburtenhäufigkeitsziffern nach Folge und Alter, nach Generation, (Hrsg.) Eurostat, http://epp.eurostat.ec. europa.eu/portal/page?_pageid=1996,45323734&_dad=portal&_schema=PORTAL&screen=welcomeref&close=/popula/pop/demo/demo_pop&language=de&product=EU_MASTER_population&root=EU_MASTER_population&scrollto=386, 15.11.2007.

[9] Vgl. o.V. online: Die Regionen der Welt: http://www.omnia-verlag.de/weltimwandel/php/start.php?id=827&bc=-3063-827, (hrsg.) Omnia Verlag, Stuttgart 2007, 15.11.2007.

[10] Vgl. Prezewowsky, M.: Demografischer Wandel und Personalmanagement – Herausforderungen und Handlungsalternativen vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung, (Hrsg.) Ackermann, K.-F.; Wagner, D.,1. Aufl., Wiesbaden 2007,S.23 f.

[11] Vgl. Baade, D.: Demographischer Wandel und internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands - Eine Analyse basierend auf Porters Ansatz, 1. Aufl., Wiesbaden 2007, S.13.

[12] Mit „work-life-balance“ ist die Harmonie zwischen beruflichen und privaten Interessen gemeint, wobei die Gewichtung indi-viduell sehr verschieden sein kann. Unternehmen können durch gezielte Maßnahmen für ihre Mitarbeiter zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben positiv auf dieses Gleichgewicht einwirken (flexible Arbeitszeiten/ Kinderbetreuung/ usw.).

[13] Vgl. o.V. vom 05.06.2007: 2006 Geburten, Sterbefälle und auch Bevölkerung gingen zurück, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 228, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/06/PD07__228__126, templateId=renderPrint.psml, 20.11.2007.

[14] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2),(Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[15] Ebenda.

[16] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2),(Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[17] Ebenda.

[18] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2), (Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[19] Die im Rahmen der Arbeit betrachtete Messgröße der durchschnittlichen Lebenserwartung sagt aus, wie viele Lebensjahre ein Neugeborenes Kind zu erwarten hätte, wenn das derzeitige Sterberisiko der Bevölkerung in den einzelnen Altersjahren während seines ganzen Lebens erhalten bliebe.

[20] Prezewowsky, M.: Demografischer Wandel und Personalmanagement – Herausforderungen und Handlungsalternativen vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung, (Hrsg.) Ackermann, K.-F.; Wagner, D.,1. Aufl., Wiesbaden 2007, S.24.

[21] Vgl. o.V. vom 27.08.2007 online: Lebenserwartung der Menschen nimmt weiterhin zu, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 336, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/08/PD07__336__12621,templateId=renderPrint.psml, 20.11.2007.

[22] Vgl. Ziegler, U.; Doblhammer, G.: Steigende Lebenserwartung geht mit besserer Gesundheit einher, http://www.demografische-forschung.org/archiv/defo0501.pdf, (Hrsg.) Hoem, J.M.; Vaupel, J. W.; Max-Planck-Institut für demografische Forschung in: Demografische Forschung - Aus Erster Hand, Rohstock 2005, Jahrgang 2, Nr.1, S.1f.

[23] Vgl. o.V. vom 27.08.2007 online: Lebenserwartung der Menschen nimmt weiterhin zu, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 336, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/08/PD07__336__12621,templateId=renderPrint.psml, 20.11.2007.

[24] Vgl. Walla, W.; Eggen, B.; Lipinski, H.: Der demographische Wandel-Herausforderungen für Politik und Wirtschaft, Stuttgart 2006, S.56.

[25] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Wanderungen zwischen Deutschland und dem Ausland von 1991 bis 2006, (Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/Wanderungen/Tabellen/Content50/DeutschlandAuslandDiagramm,templateId=renderPrint.psml, 20.11.2007.

[26] Vgl. Braun, M.: Demographischer Wandel auf Personalebene-Auswirkungen auf die strategische Personalentwicklung, Saarbrücken 2007, S.8.

[27] Vgl. o.V.: Bevölkerung: Fakten/ Trends/ Ursachen/ Erwartungen - Die wichtigsten Fragen, in Sonderheft der Schriftenreihe des BiB, (Hrsg.) BiB, 2. Aufl., Wiesbaden 2004, S.64.

[28] Vgl. o.V.: Bevölkerung: Fakten/ Trends/ Ursachen/ Erwartungen - Die wichtigsten Fragen, in Sonderheft der Schriftenreihe des BiB, (Hrsg.) BiB, 2. Aufl., Wiesbaden 2004, S.63f.

[29] O.V. vom 31.08.2007 online: Bevölkerungsvorausberechnung (Definition), (Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/ portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/abisz/Bevoelkerungsvorausberechnung,templateId=renderPrint.psml, 01.12.2007.

[30] Eisenmenger, M.; Pötzsch, O.; Sommer, B.; in Zusammenarbeit mit Mitarbeiter/ -innen der Gruppe VI des StBA: 11. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung - Annahmen und Ergebnisse/ Entwicklung der Bevölkerung Deutschlands bis 2050, (Hrsg.) StBA, Wiesbaden 2006, S.30ff.

[31] Ebenda.

[32] Vgl. o.V. vom 07.11.2006 online: Im Jahr 2050 doppelt so viele 60-Jährige wie Neugeborene, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 464, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/11/PD06__464__12421, templateId=renderPrint.psml, 14.11.2007.

[33] Vgl. o.V. online: Altersaufbau unserer Gesellschaft - Bundesministerium für Arbeit und Soziales,(Hrsg.) BMAS http://www.gemeinschaft-der-generationen.bmas.de/download/demografischeEntwicklung.pdf, 15.12.2007.

[34] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2),(Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[35] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2),(Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[36] Vgl. o.V. vom 07.11.2006 online: Im Jahr 2050 doppelt so viele 60-Jährige wie Neugeborene, (Hrsg.) StBA: Pressemitteilung Nr. 464, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2006/11/PD06__464__12421, templateId=renderPrint.psml, 14.11.2007.

[37] Vgl. Walla, W.; Eggen, B.; Lipinski, H.: Der demographische Wandel-Herausforderungen für Politik und Wirtschaft, Stuttgart 2006, S.12.

[38] Vgl. o.V. vom 01.07.2006 online: Eurostat - Bevölkerungsprognosen, http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page?_pageid= 1996,45323734&_dad=portal&_schema=PORTAL&screen=welcomeref&close=/popula/pop/demo/demo_pop&language=de&product=EU_MASTER_population&root=EU_MASTER_population&scrollto=386, 01.12.2007.

[39] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2),(Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Be voelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[40] Vgl. o.V. von 2007 online: Population total (UN Division’s annual estimates and projections), (Hrsg.) UN, http://unstats.un.org/ unsd/cdb/cdb_years_on_top.asp?srID=13660&Ct1ID=&crID=276&yrID=1995%2C2000%2C2005%2C2010%2C2015%2C2020%2C2025%2C2030%2C2035%2C2040%2C2045%2C2050, 01.12.2007.

[41] Vgl. o.V. vom 31.08.2007 online: Animierte Alterspyramide der BRD – 11. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des StBA (Var. 1-W2), (Hrsg.) StBA, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Bevoelkerung/VorausberechnungBevoelkerung/InteraktiveDarstellung/Content75/Bevoelkerungspyramide1W2,templateId=renderSVG.psml, 10.11.2007.

[42] Vgl. o.V. vom 30.03.2007 online: Rente mit 67 – ohne Alternative, (Hrsg.) Regierung online, http://www.bundesregierung.de /Content/DE/Artikel/2007/03/2007-03-09-rente-mit-67.html, 23.12.2007.

[43] Vgl. o.V. online vom 28.11.2006: Information zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung, (Hrsg.) BMAS, http://www.bmas.de/core media /generator/2874/rv__altersgrenzenanpassungsgesetz__infopapier.html, Berlin, 23.12.2007.

[44] Vgl. Promberger, M.; Wübbeke, Ch.: Anhebung der Altersgrenze – Pro und Contra Rente mit 67, IAB Kurzbericht Ausgabe Nr. 8 vom 16.05.2006, S.1.

[45] Vgl. Fuchs, J.: ‚Rente mit 67 – Neue Herausforderung für die Beschäftigungspolitik, IAB Kurzbericht – Ausgabe Nr. 16 vom 12.10.2006, S.5.

[46] Vgl. o.V. online: Initiative 50+ - Bundesministerium für Arbeit und Soziales, (Hrsg.) BMAS, http://www.gemeinschaft-der-gen erationen.bmas.de/initiative50plus.html, Berlin 2006, 30.10.2007.

[47] Vgl. o.V. online: Initiative 50+ - Bundesministerium für Arbeit und Soziales, (Hrsg.) BMAS, http://www.gemeinschaft-der-gen erationen.bmas.de/initiative50plus.html, Berlin 2006, 30.10.2007.

Ende der Leseprobe aus 117 Seiten

Details

Titel
Die Folgen der demografischen Entwicklung für Unternehmen
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
117
Katalognummer
V91429
ISBN (eBook)
9783638046305
ISBN (Buch)
9783638941655
Dateigröße
4786 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Folgen, Entwicklung, Unternehmen
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirt (FH) Achim Widmann (Autor), 2008, Die Folgen der demografischen Entwicklung für Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91429

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