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Die Beziehungen Myanmars zur Volksrepublik China und deren Auswirkungen auf Indiens Myanmarpolitik und das indisch-chinesische Verhältnis

Title: Die Beziehungen Myanmars zur Volksrepublik China und deren Auswirkungen auf Indiens Myanmarpolitik und das indisch-chinesische Verhältnis

Seminar Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Arik Leeb (Author)

South Asian Studies, South-Eastern Asian Studies
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Der südostasiatische Vielvölkerstaat Myanmar, auch unter seinem früheren Namen Birma bzw. Burma bekannt (im Weiteren wird der Begriff Birma für die Zeit vor 1988 und Myanmar für die Zeit nach 1988 verwendet), rückte nach der brutalen Niederschlagung der demonstrierenden Demokratiebewegung durch das Militär im September 2007 in den Focus der internationalen Medien und Menschenrechtsbewegungen. Mit dem weltweiten Interesse an der Situation in Myanmar, wächst auch der internationale Druck auf die Volksrepublik China, die als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen von ihrem Veto-Recht Gebrauch macht, um Sanktionen gegen das Militärregime in Myanmar zu blockieren. Die Rolle Myanmars in der Machtkonstellation Südostasiens ist vor allem für die beiden als zukünftige Weltmächte angesehenen Staaten China und Indien von Bedeutung. Inwieweit die engen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der myanmarischen Militärdiktatur das sich nach vielen Krisen bessernde Verhältnis zwischen den beiden asiatischen Großmächten belasten könnte steht noch nicht fest. In den folgenden Abschnitten werden die Beziehungen zwischen China und seinem Nachbarstaat Myanmar im Detail dargestellt und deren Auswirkungen auf Indiens Myanmarpolitik und auf das Verhältnis zwischen Indien und China erörtert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über Myanmar und seine Geschichte

2.1. Geographie und Bevölkerung

2.2. Überblick über die jüngere Myanmarische Geschichte

2.2.1. Unabhängigkeit und Bürgerkrieg

2.2.2. Die Herrschaft des Militärs

3. Die Bedeutung Myanmars für die Volksrepublik China

4. Myanmars Beziehungen zur Volksrepublik China

4.1. Geschichte der chinesisch-myanmarischen Beziehungen

4.2. Wirtschaftliche Kooperation

4.2.1. Ausbau der Infrastruktur

4.2.2. Myanmar als Absatzmarkt

4.3. Militärische Zusammenarbeit

4.3.1. Chinesische Waffenlieferungen

4.3.2. Militärische Präsenz und Überwachung

5. Überblick der indischen Myanmarpolitik

5.1. Die indisch-myanmarischen Beziehungen

5.2. Indiens Interessen und Ziele

6. Auswirkungen auf das chinesisch-indische Verhältnis

6.1. Aktivitäten vor der myanmarischen Küste

6.2. Zukünftiges Konfliktpotential

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strategischen Beziehungen Myanmars zur Volksrepublik China sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die regionale Sicherheitspolitik Indiens. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der wirtschaftlichen und militärischen Kooperation zwischen Myanmar und China sowie deren Einfluss auf das indisch-chinesische Verhältnis in Südostasien.

  • Historische Einordnung der chinesisch-myanmarischen Beziehungen.
  • Wirtschaftliche Kooperation und Ausbau der regionalen Infrastruktur.
  • Militärische Zusammenarbeit und strategische Überwachung im Indischen Ozean.
  • Einfluss der chinesischen Präsenz auf die indische "Look East"-Politik.
  • Analyse des Konfliktpotentials im indisch-chinesisch-myanmarischen Spannungsfeld.

Auszug aus dem Buch

4.3.2. Militärische Präsenz und Überwachung

In welchem Ausmaß das chinesische Militär bislang vor der myanmarischen Küste aktiv ist, kann nicht eindeutig beurteilt werden und die zu diesem Thema verfügbaren Informationen basieren zumeist auf Gerüchten. Wie entscheidend der Zugang zum Indischen Ozean über Myanmar für die strategischen Interessen der Volksrepublik China in Südostasien ist, wird vor allem dadurch verdeutlicht, dass die chinesische Marine mit Stützpunkten in der myanmarischen Küstenregion den Weg zum Golf von Bengalen um circa 3000 km verkürzen könnte und somit den Indischen Ozean ohne die Straße von Malakka passieren zu müssen deutlich schneller erreichen würde. Eine Stationierung chinesischer Marineverbände würde es auch ermöglichen den Schiffsverkehr in der Straße von Malakka zu überwachen und gegebenenfalls zu behindern, um Druck auf rivalisierende Staaten auszuüben. Besonders der Einflussbereich Indiens, das von der Volksrepublik China wegen seiner ebenfalls rasant wachsenden Wirtschaft als zukünftiger Rivale in regionalen Konflikten betrachtet wird, könnte durch Chinas Präsenz am Golf von Bengalen deutlich eingedämmt werden. Momentan beschränkt sich die chinesische Anwesenheit vor der myanmarischen Küste wohl nur auf Instruktoren und Techniker, man kann aber davon ausgehen das China, als fast alleiniger Ausrüster Myanmars im Bereich Nachrichten- und Aufklärungstechnik, bereits jetzt an der Aufklärung und Überwachung des Indischen Ozeans beteiligt ist. Dabei richtet sich das chinesische Interesse wohl vor allem auf Truppenbewegungen und Raketentests der indischen Marine und den Schiffsverkehr in der Straße von Malakka. Verschiedenen Berichten zufolge gibt es bereits vier Abhörstationen im Golf von Bengalen, der Andamanen-See und Im Norden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle geopolitische Lage Myanmars ein und skizziert die Bedeutung des Landes im Kontext der Interessen von China und Indien.

2. Überblick über Myanmar und seine Geschichte: Dieses Kapitel bietet einen grundlegenden Einblick in die Geographie, Bevölkerung sowie die historische Entwicklung Myanmars bis zur Herrschaft des Militärs.

3. Die Bedeutung Myanmars für die Volksrepublik China: Hier werden die wirtschaftlichen und militärischen Motive Chinas beleuchtet, die zu einem intensiven Interesse an der Zusammenarbeit mit Myanmar führen.

4. Myanmars Beziehungen zur Volksrepublik China: Dieses Kapitel analysiert detailliert die historische Entwicklung, die wirtschaftliche Kooperation (Infrastruktur, Absatzmarkt) sowie die militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten.

5. Überblick der indischen Myanmarpolitik: Die Arbeit erläutert Indiens Interessen und die historische Entwicklung der indisch-myanmarischen Beziehungen, insbesondere unter dem Aspekt der strategischen Konkurrenz zu China.

6. Auswirkungen auf das chinesisch-indische Verhältnis: Dieser Abschnitt untersucht das Konfliktpotential, insbesondere durch chinesische Aktivitäten vor der myanmarischen Küste, und die Auswirkungen auf die geopolitische Stabilität.

7. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung im Spannungsfeld der indisch-chinesischen Rivalität um Myanmar.

Schlüsselwörter

Myanmar, Volksrepublik China, Indien, Geopolitik, Südostasien, Militärjunta, Infrastruktur, Indischer Ozean, Look East-Politik, Sicherheitspolitik, Strategie, Handelsbeziehungen, Grenzhandel, Regionale Rivalität, Konfliktpotential

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die engen Beziehungen zwischen Myanmar und der Volksrepublik China sowie deren Auswirkungen auf die regionale Politik, insbesondere im Hinblick auf die indischen Interessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die wirtschaftliche Kooperation, die militärische Unterstützung durch China sowie die strategische Positionierung Indiens in dieser Region.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der geopolitischen Bedeutung Myanmars für die Großmächte China und Indien und die Bewertung des Konfliktpotentials im Indischen Ozean.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, unter Einbeziehung von Fachpublikationen und sicherheitspolitischen Berichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die historische Entwicklung der bilateralen Beziehungen analysiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Infrastrukturprojekte, Waffenlieferungen und der indischen Reaktion auf den chinesischen Einfluss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geopolitik, Indischer Ozean, Sicherheitsstrategie, bilaterale Beziehungen und regionale Rivalität charakterisiert.

Warum ist der Ausbau der Infrastruktur für China von so großer Bedeutung?

Durch den Ausbau der Infrastruktur in Myanmar kann China Handelswege für seine Inlandsprovinzen signifikant verkürzen und einen direkten Zugang zum Indischen Ozean gewinnen.

Welche Rolle spielen die Kokosinseln in der Analyse?

Die Kokosinseln sind Gegenstand von Berichten über chinesische Überwachungs- und Abhöreinrichtungen, was die indischen Sicherheitsbedenken gegenüber einer wachsenden chinesischen Präsenz vor seiner eigenen Küste verstärkt.

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Details

Title
Die Beziehungen Myanmars zur Volksrepublik China und deren Auswirkungen auf Indiens Myanmarpolitik und das indisch-chinesische Verhältnis
College
University of Würzburg  (Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens)
Course
Aktuelle Themen
Grade
1,3
Author
Arik Leeb (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V91535
ISBN (eBook)
9783638071536
Language
German
Tags
Beziehungen Myanmars Volksrepublik China Auswirkungen Indiens Myanmarpolitik Verhältnis Aktuelle Themen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arik Leeb (Author), 2008, Die Beziehungen Myanmars zur Volksrepublik China und deren Auswirkungen auf Indiens Myanmarpolitik und das indisch-chinesische Verhältnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91535
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