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Die Szenische Interpretation. Theaterpädagogische Zugänge zu kinderliterarischen Themen

Titel: Die Szenische Interpretation. Theaterpädagogische Zugänge zu kinderliterarischen Themen

Bachelorarbeit , 2017 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lea Blochberger (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Autor möchte zunächst das Konzept und den Ablauf der szenischen Interpretation erläutern und zwei ausgewählte Methoden, das Rollengespräch und das Standbildverfahren, darstellen. Anschließend wird darlegt, in welchem Bezug die szenische Interpretation zu dem Thüringer Lehrplan und den Bildungsstandards für das Fach Deutsch in der Grundschule steht. Dabei soll das Lernziel, welches als Orientierung für eine perspektivische Umsetzung der szenischen Interpretation in der Grundschule dienen soll, besonders hervorgehoben werden. Der Ausgangstext "Das kleine UND" von Franz Fühmann bietet zahlreiche inhaltliche und sprachliche Aspekte, die sich mit Hilfe einer szenischen Interpretation umsetzen ließen. Einen Aspekt möchte der Autor in dieser Arbeit herausgreifen und näher erklären, um diesen anschließend für die Umsetzung in der Grundschule anhand beider Methoden zu vergleichen. Dazu wird ein Skript für einen möglichen Unterrichtsablauf mit angeführt. Zuletzt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Umsetzung beider Methoden zusammengefasst.

In der Literaturdidaktik der letzten Jahre hat ein produktionsorientierter Ansatz verstärkt an Bedeutung gewonnen. Dabei gehen Schüler nicht nur sehend und hörend oder analysierend-interpretierend mit Literatur um, sondern werden selbst gestaltend tätig. Texte werden ergänzt, umgeschrieben, malerisch gestaltet oder szenisch dargestellt. Die zu Beginn geschilderte Interpretationsweise wird dabei unter anderem ergänzt durch das Verfahren der szenischen Interpretation. Die szenische Interpretation beinhaltet verschiedene Methoden, durch die mögliche Deutungen und Auslegungen eines Textes erkundet werden. Durch einen solchen praktischen Umgang mit Literatur wird Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Literatur eröffnet, bei der sie auf ihre Weise und nach ihren Vorstellungen handeln dürfen, ohne negative Bewertungen befürchten zu müssen. Durch die leibliche Aneignung von Literatur, wie es bei der szenischen Interpretation der Fall ist, werde diese auch auf eine besonders intensive Weise erfahren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der Szenischen Interpretation nach Ingo Scheller

2.1 Entstehung und Begriff der Szenischen Interpretation

2.2 Schritte der Szenischen Interpretation

3. Ausgewählte Methoden der Szenischen Interpretation

3.1 Das Rollengespräch

3.2 Das Standbildverfahren

4. Analyse des Entwicklungsprozesses der Hauptfigur als ein Aspekt von Franz Fühmanns Geschichte „Das kleine UND“

5. Die Szenische Interpretation in Bezug zu den Bildungsstandarts und zum Thüringer Lehrplan für das Fach Deutsch

5.1 Grobziele

5.2 Ausgewähltes Lernziel und formulierte Feinziele

6. Perspektiven zur Umsetzung des gewählten Aspekts anhand beider Methoden im Vergleich

6.1 Rahmenbedingungen und Lernvoraussetzungen

6.1.1 Räumliche Gegebenheiten

6.1.2 Zeit

6.1.3 Vorwissen der Schüler

6.2 Die Verdeutlichung des Entwicklungsprozesses der Hauptfigur mit Hilfe von Rollengesprächen

6.2.1 Aufgabenstellung und Skript für einen möglichen Unterrichtsablauf

6.2.2 Erläuterungen zur Umsetzung

6.3 Die Verdeutlichung des Entwicklungsprozesses der Hauptfigur mit Hilfe des Standbildverfahrens

6.3.1 Aufgabenstellung und Skript für einen möglichen Unterrichtsablauf

6.3.2 Erläuterungen zur Umsetzung

6.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Umsetzung beider Methoden

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch Methoden der Szenischen Interpretation einen handlungsorientierten Zugang zu literarischen Texten finden können. Dabei wird untersucht, wie die Geschichte „Das kleine UND“ von Franz Fühmann in der Grundschule durch Rollengespräche und Standbildverfahren erschlossen werden kann, um ein tieferes Textverständnis zu fördern.

  • Szenische Interpretation nach Ingo Scheller als didaktisches Konzept
  • Analyse des Entwicklungsprozesses der Hauptfigur „Das kleine UND“
  • Vergleichende Darstellung der Methoden Rollengespräch und Standbildverfahren
  • Unterrichtspraktische Umsetzung und Skript-Entwürfe für die Grundschule
  • Bezugnahme auf den Thüringer Lehrplan und Bildungsstandards

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Standbildverfahren

Durch Standbilder werden soziale Situationen, Personen, Konstellationen, Beziehungsstrukturen oder Begriffe bildlich dargestellt (vgl. Scheller, 2002: S. 59). Mit Hilfe von Standbildern können laut Scheller bestimmte Textausschnitte hervorgehoben, Haltungen von Figuren und deren Beziehungen untereinander sichtbar gemacht, und Ereignisse dargestellt werden. Eine zentrale Rolle nimmt die Betrachtung und Deutung eines dargestellten Standbildes ein, wie Scheller im Folgenden bemerkt.

„Interpretiert werden dabei Situationen, Haltungen und Beziehungen nicht nur durch den Ausschnitt, das bildliche Arrangement und die Perspektive, sondern vor allem auch durch die Bedeutungen, die dem Bild und den Haltungen, Gesten und der Mimik der Personen zugeschrieben werden.“ (Scheller, 2002: S. 59)

Wenn Szenen an bestimmten Stellen unterbrochen und angehalten werden, erstarren die Spieler und lassen so eine Situation einfrieren. Es entsteht ein Standbild, welches sowohl aus Sicht der Figuren, als auch aus dem Blickwinkel der Beobachter gedeutet werden kann (vgl. Scheller, 2004: S. 72). Werden die Schüler selbst tätig und bauen ein Standbild nach ihren Vorstellungen von bestimmten Momenten auf, spricht man von situationsbezogenen Standbildern. Ein Schüler übernimmt dabei die Aufgabe des Erbauers, indem er sich Mitschüler aussucht und diese nach seinen Ideen formt. Der Erbauer gibt die Haltung, Mimik und Gestik vor, während die Schülerinnen und Schüler die geformt werden passiv bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der traditionellen, lehrerzentrierten Textinterpretation und führt das Konzept der Szenischen Interpretation als produktionsorientierten Ansatz ein.

2. Das Konzept der Szenischen Interpretation nach Ingo Scheller: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die wesentlichen methodischen Schritte der Szenischen Interpretation nach Scheller.

3. Ausgewählte Methoden der Szenischen Interpretation: Hier werden die beiden zentralen Methoden, das Rollengespräch und das Standbildverfahren, in ihrer theoretischen Anwendung vorgestellt.

4. Analyse des Entwicklungsprozesses der Hauptfigur als ein Aspekt von Franz Fühmanns Geschichte „Das kleine UND“: Die Analyse untersucht die vier Entwicklungsphasen der literarischen Figur „Das kleine UND“ im Kontext der Geschichte.

5. Die Szenische Interpretation in Bezug zu den Bildungsstandarts und zum Thüringer Lehrplan für das Fach Deutsch: Dieses Kapitel verankert die Methode legitimatorisch in den aktuellen bildungspolitischen Vorgaben und Lehrplänen.

6. Perspektiven zur Umsetzung des gewählten Aspekts anhand beider Methoden im Vergleich: Ein praxisorientierter Vergleich der beiden Methoden, inklusive konkreter Unterrichtsskripte und Überlegungen zu Rahmenbedingungen.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über den Mehrwert der Szenischen Interpretation für einen lebendigen Literaturunterricht.

Schlüsselwörter

Szenische Interpretation, Ingo Scheller, Literaturunterricht, Grundschule, Das kleine UND, Franz Fühmann, Rollengespräch, Standbildverfahren, Handlungsorientierter Unterricht, Lesekompetenz, Textverständnis, Identitätsfindung, Didaktik, Rollenspiel, Deutschunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie literarische Texte durch theaterpädagogische Methoden, spezifisch die Szenische Interpretation, in der Grundschule lebendig erschlossen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die handlungsorientierte Literaturdidaktik, die Analyse der Geschichte „Das kleine UND“ und die praktische Anwendung von Rollen- und Standbildmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch szenische Arbeit ein tieferes Verständnis für literarische Figuren und deren Entwicklungsprozesse erlangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Facharbeit, die theoretische Konzepte der Theaterpädagogik auf einen konkreten literarischen Text anwendet und didaktische Unterrichtsentwürfe daraus ableitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Konzept nach Ingo Scheller, eine inhaltliche Analyse der Geschichte von Franz Fühmann sowie den Vergleich zweier praktischer Umsetzungsformen (Rollengespräch und Standbild).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Szenische Interpretation, Handlungsorientierung, Literaturdidaktik, Rollengespräch und Standbildverfahren.

Wie unterscheiden sich Rollengespräch und Standbildverfahren in der Anwendung?

Beim Rollengespräch liegt der Fokus auf sprachlicher Interaktion und der verbalen Ausgestaltung von Innenwelten, während das Standbildverfahren stärker auf die visuelle Darstellung mittels Mimik, Gestik und Körpersprache setzt.

Welchen Stellenwert nimmt die Geschichte „Das kleine UND“ in dieser Arbeit ein?

Die Geschichte dient als konkretes, vielseitiges Fallbeispiel, an dem die didaktischen Methoden praktisch erprobt und die vier Entwicklungsphasen der Figur analysiert werden.

Warum wird die Arbeit in Bezug auf den Thüringer Lehrplan gesetzt?

Dies dient der fachdidaktischen Legitimation, um zu zeigen, dass die Szenische Interpretation Anforderungen an moderne Kompetenzentwicklung, wie sie im Lehrplan gefordert sind, effektiv erfüllt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Szenische Interpretation. Theaterpädagogische Zugänge zu kinderliterarischen Themen
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Lea Blochberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
34
Katalognummer
V916079
ISBN (eBook)
9783346224217
ISBN (Buch)
9783346224224
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theaterpädagogik Kinderliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Blochberger (Autor:in), 2017, Die Szenische Interpretation. Theaterpädagogische Zugänge zu kinderliterarischen Themen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916079
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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