Die Rechtfertigung des Glaubens bei William James


Hausarbeit, 2020

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textrekonstruktion
I. Begriffsbestimmungen
II. Der Glaube als Willensakt
III. Die nicht-intellektuelle Natur und deren Einfluss
IV. Die gefühlsmäßige Entscheidung
V. Der Glaube an die objektive Evidenz
VI. Objektive Evidenz als nicht zu erreichendes Ideal
VII. Sorgloser Leichtsinn
VIII. Der urteilende Intellekt als Ideal
IX. Der Glaube mündet in der Realität
X. Das Annehmen der Religion als lebendige Option

3. Kritische Textanalyse
VIII. Der urteilende Intellekt als Ideal
IX. Der Glaube mündet in der Realität
X. Das Annehmen der Religion als lebendige Option

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Wir stehen auf einem Gebirgspaß mitten in wirbelndem Schnee und blendendem Nebel, durch den wir dann und wann einen flüchtigen Blick erhaschen auf Pfade, die vielleicht trügerisch sind. Bleiben wir stehen, so erfrieren wir. Schlagen wir einen falschen Weg ein, so werden wir zerschmettert. Wir wissen nicht sicher, ob es überhaupt einen rechten gibt.“1

Die Beweggründe des Menschen, sich der Religion aufgrund einer persönlichen Glaubensvorstellung zuzuwenden, liegen zumeist in „Gefühlsstrebungen und Willensakte[n]“ (S. 137), welche er selbst nicht immer zu erklären imstande ist. Dass einander gegenüberstehende Personen zuweilen einander völlig divergente Vorstellungen in Bezug auf den Glauben hervorbringen, lässt Grund zur Annahme, dass kein objektiver Beweis existiert, der einem der beiden hierbei Recht zuteil werden lässt. Wenn also eine Person aus einem inneren Bedürfnis heraus an Gott glaubt, kann es dann rational sein, dies ohne einschlägigen Beweis zu tun?

William James, einer der wichtigsten Vertreter des klassischen Pragmatismus, betrachtet den Glauben zwischen „rein logische[m] Intellekt“ (S. 128) und dem inneren Bedürfnis, seinem Gefühl folgen zu wollen. Indem er „religiöse Fragen als Psychologe und Pragmatist“2 behandelt, zeigt er auf, dass es rational sein kann, Irrationales zu glauben - denn die Rechtfertigung des Glaubens liegt für den entschiedenen Empiristen in nicht beweisbaren Überzeugungen. Weil James Religion außerdem als eine „Sache der Erfahrung und Einsicht“3 betrachtet, kann die lebensweltliche Praxis seiner Philosophie in der Beantwortung der aufgeführten Fragestellung helfen.

In der vorliegenden Arbeit soll William James‘ Aufsatz Der Wille zum Glauben rekonstruiert und kritisch untersucht werden. Beginnend mit einer Rekonstruktion des Aufsatzes werden die einzelnen Abschnitte ihrem Inhalt nach wiedergegeben, um anschließend kritische als auch reflektierte Schlüsse daraus ziehen zu können. Aufgrund des Umfangs des Aufsatzes wird anhand der aufgestellten Frage lediglich der Hauptteil kritisch untersucht. Anschließend erfolgt bezugnehmend auf den Text und dessen kritische Analyse ein Fazit. Aufgrund der weitreichenden Thematik wird Religion, wie William James sie deutet, nur ansatzweise behandelt. Der Fokus liegt auf der Frage des Aufsatzes und seiner kritischen Analyse.

2. Textrekonstruktion

I. Begriffsbestimmungen

Zu Beginn des Aufsatzes stellt James zwei Ausdrücke auf, die für sein Vorgehen von Bedeutung sind. Zum einen unterscheidet er zwischen einer Hypothese, die „mit dem Anspruch, geglaubt zu werden, an uns herantritt“ (S. 129), wobei diese entweder lebendig oder tot sein kann. Wem eine Hypothese lebendig erscheint, findet diese in ihrer Realisierung als möglich vor, wohingegen eine tote Hypothese keine mögliche Realisierung darstellt. Hieraus geht hervor, dass es sich bei einer Hypothese nie um ihre „innere Eigenschaft“ (S.129) handelt, sondern vielmehr „um ihre Beziehung zu dem denkenden Individuum“ (S. 129). Der Maßstab besteht dabei in der Willigkeit der Person, zu handeln, weswegen die „Willigkeit, unwiderruflich zu handeln“ (S. 129), das „Maximum an Lebendigkeit“ (S. 129) einer Hypothese auszeichnet. Daraufhin sagt James aus, dass nur in jenem letzteren Fall vom Glauben gesprochen werden kann, wo bereits eine „Tendenz zum Glauben [überall dort vorliegt] [,] wo überhaupt eine Willigkeit zum Handeln zu spüren ist“ (S. 129). Zum anderen stellt James den Begriff der Option auf, um seine Erörterung über die Rechtfertigung des Glaubens ausführen zu können. Eine Option tritt zwischen der Entscheidung zweier Hypothesen auf, wobei die Unterteilung in mehrere Arten dabei deren Gegensätzlichkeit aufzeigt: „1. lebendig oder tot; 2. unumgänglich oder vermeidlich; 3. bedeutungsvoll oder unerheblich“ (S 129). Die jeweils ersten Adjektive dieser drei Arten bilden zusammengenommen den Indikator dafür, ob eine Option echt ist oder nicht. Bei einer lebendigen Option sind beide Hypothesen lebendig. Eine unumgängliche Option hingegen stellt ein Dilemma dar, das auf einer logischen Disjunktion basiert und dabei die Möglichkeit, auf eine Entscheidung zu verzichten, ausschließt. Eine bedeutungsvolle Option meint „eine sich darbietende einzige Gelegenheit zu ergreifen - [wer dies nicht tut][,] verliert den Preis ebenso sicher, als wenn er den Versuch machte und keinen Erfolg hätte“ (S. 130).

II. Der Glaube als Willensakt

Im zweiten Teil seines Aufsatzes beschäftigt sich James mit der Psychologie des menschlichen Meinens und stellt die Frage danach, ob der „Intellekt in der Anerkenntnis der Wahrheit helfen oder hinderlich sein“ (S. 131) kann, folglich ob der Mensch seine Meinung auf Wunsch hin ändern kann. Außerdem möchte er erörtern, ob die Anstrengung des Willens über eine scheinbar unumgängliche Wahrheit hinweghelfen kann. Kann der Mensch glauben, er sei „wohlauf, während [er] stöhnend am Rheumatismus daniederlieg[t]“? (S. 131) James‘ Antwort: „Sagen können wir das alles, aber daran zu glauben liegt gänzlich außerhalb unserer Macht“ (S. 131). Durch einen Rückschluss auf den Philosophen David Hume stellt er fest, dass sich das „ganze System der Wahrheiten, an die [der Mensch] glaub[t], [.] aus unmittelbaren oder entlegenen Tatsachen“ (S. 131) zusammensetzt, sowie aus „Beziehungen zwischen Vorstellungen“ (S. 132). Allerdings meint das Merkmal dieser Zusammensetzung das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein, worauf der Mensch keinen Einfluss ausüben kann - ein System von Tatsachen, welches nicht durch Handlungen hervorgebracht werden kann. Exemplifizierend hierfür geht James auf die Wette Pascals ein, welcher die Wahrheitssuche im Christentum als ein Glücksspiel betrachtet. Weil die „menschliche Vernunft [.] keine Antwort“ (S. 132) darauf geben kann, ob es einen Gott gibt oder nicht, findet ein Glücksspiel zwischen dem Menschen und dem Wesen der Dinge statt, welches folgendermaßen funktioniert: Entweder Kopf oder Wappenseite einer Münze muss fallen, wobei Kopf hier die Existenz Gottes meint. Wer alles auf ebenjene Existenz setzt, soll abwägen, was sein Verlust wäre, nur um anzuerkennen, dass bei Gewinn die „ewige Glückseligkeit“ (S. 132) herauskommt. Das Ergebnis dieses Glückspiels soll die Erkenntnis sein, dass es sich in jedem Fall lohnt, das Risiko einzugehen, da „jeder endliche Verlust, selbst wenn er sicher zu erwarten ist, billig [ist], wenn ihm auch nur die Möglichkeit unendlichen Gewinnes gegenübersteht“ (S. 132). Während ein solcher religiöser Glauben „zum letzten Mittel greift“ (S. 132), ist für James anzunehmen, dass die Quelle von Pascals Glauben eine andere ist, sodass „jene Stelle [.] nur ein Argument für andere, ein letzter verzweifelter Griff nach einer Waffe gegen das verhärtete ungläubige Herz“ (S. 133) ist. Aus dieser Wette geht hervor, dass eine solche Option in Bezug auf den Willen „keine lebende ist, wenn nicht von vornherein eine Tendenz, an Messen und Weihwasser zu glauben, vorhanden ist“ (S. 133). James sagt hiermit Grundlegendes aus, denn wo der vermeintliche Glaube auf einer „mechanischen Berechnung“ (S. 133) beruht, fehlt „die innere Seele wirklichen Glaubens“ (S. 133). Deshalb kann nur derjenige, dem bereits eine Tendenz hinsichtlich des religiösen Glaubens innewohnt, auch tatsächlich glauben. Aus diesem Grund wird hier eine lebendige Hypothese vorausgesetzt. Die religiöse Hypothese erweist sich hingegen für denjenigen, der über keine Tendenz in Hinblick auf den Glauben verfügt, als tot.

Mittels eines Rückschlusses auf die Naturwissenschaft und den dort ansässigen Wissenschaftlern, die durch den Intellekt zu Erkenntnissen gelangen, hebt James die mögliche Absurdität eines Glaubens, der durch den Willen geleitet ist, hervor: Die „Unterdrückung persönlicher Vorliebe, [die] Ergebung in die kalten Gesetze äußerer Tatsachen“ (S. 134) lässt nachvollziehen, weshalb es „immer, überall und für jeden ein Fehler [ist], etwas ohne ausreichenden Beweis zu glauben“ (S. 135). Weiter geht er auf die Aussagen William Cliffords ein, welcher den Glauben als eine Entweihung bezeichnet, sobald „er unerwiesenen und ungeprüften Behauptungen geschenkt wird, nur zum Trost und Privatvergnügen des Gläubigen“ (S. 134). Diese Betrachtung zeigt, dass der Glaube als reiner Willensakt nicht möglich ist. Deshalb bezeichnet Clifford den Glauben ohne ausreichenden Beweis als „gestohlene Freude“ (S. 135).

III. Die nicht-intellektuelle Natur und deren Einfluss

James widerlegt die Aussagen Cliffords, wonach der Glaube ohne Beweisgründe nicht zu rechtfertigen ist, indem er auf Autoritäten eingeht, die das geistige Klima beeinflussen und für das spezifische Ergreifen einer Hypothese verantwortlich sind. Er betont, dass durch das Wegfallen von Wünschen, Wollen und gefühlsmäßigem Vorziehen nicht die Einsicht durch den Verstand allein übrigbleibt, sondern dass „Faktoren des Glaubens“ (S. 135) existieren, die der Mensch vorfindet, ohne den Grund hierfür zu kennen. James stellt sich deshalb die Frage, weshalb eine Hypothese für den einen tot ist, während sie für den anderen lebendig erscheint. Dabei gelangt er zu dem Schluss, dass das, was eine Hypothese für eine Person tot macht, „meist eine vorangegangene Funktion der Willensseite [seines] Wesens mit entgegengesetzter Tendenz“ (S. 135) ist. Hieran knüpfen die Faktoren des Glaubens, welche James durch einen Rückschluss auf Balfour als „aus dem geistigen Klima stammende Einflüsse, die Hypothesen für [den Menschen] möglich oder unmöglich, lebendig oder tot machen, [durch den] Namen Autorität“ (S. 136) bezeichnet. Im Anschluss stellt er einen in diesem Kontext wichtigen Begriff auf: Die „innere Klarheit“ (S. 136). Mithilfe der Beschreibung von wissenschaftlichen Tatsachen, wie beispielsweise dem Glauben an die Existenz von Molekülen, erklärt er, dass die „Einsicht in diese Dinge [...] nicht mehr [Klarheit besitzt], [...] vermutlich sogar viel weniger innere Klarheit, als es vielleicht bei jemandem, der nicht daran glaubt, der Fall ist“ (S. 136). Damit offenbart James einen relevanten Punkt, der den Bogen seiner Ausarbeitung hinsichtlich seiner Rechtfertigung zum Glauben um ein Vielfaches spannt: Dass der Mensch sich von Natur aus dem Glauben zuwendet und es sich dabei meist um Dinge handelt, die er nicht beweisen kann. So gibt er an, dass der „Glaube [der] Glauben an den Glauben eines anderen ist, und gerade, wo es sich um das Größte handelt, gilt dies am meisten“ (S. 136). Diesem Gedanken geht miteinher, dass der bloße Glaube an die Wahrheit selbst nichts „anderes als die leidenschaftliche Bejahung eines Verlangens“ (S. 136), welche von der Gesellschaft unterstützt wird, ist. So genügen den meisten Menschen wenige Beweisgründe, sobald ihre „Leichtgläubigkeit von einem anderen kritisiert wird“ (S. 136). Weil der Mensch nach James die Wahrheit als festen Bestandteil in seinem Leben benötigt, kommt er zu dem Schluss, dass dieser auch den Glauben sowie den daraus resultierenden Kampf, der sich in diesem Zusammenhang in seinem Denkerleben manifestiert, braucht.

Fragt der Skeptiker hier nach Beweisgründen für ein solches Wissen um die Notwendigkeit des Glaubens, so fällt auf, dass ein solcher nicht hervorgebracht werden kann. James geht deshalb auf die Theorien diverser Philosophen ein, wodurch er zu dem Schluss gelangt, dass der Mensch nur jenen Theorien Glauben schenkt, für welche er eine Verwendung in seinem Leben findet. Deshalb ist der „eigene natürliche Wunsch“ des Logikers auch, „alle Elemente auszuschließen, für welche [er] in [seiner] Eigenschaft als Logiker von Fach keine Verwendung ha[t]“ (S. 137). Obgleich Logik für die Einsicht in gewisse Dinge von Nutzen ist, ist sie bei weitem „nicht das einzige, was [den] Glauben erzeugt“ (S. 138), weshalb James den Schluss zieht, dass die „nicht-intellektuelle Natur [die] Überzeugungen“ (S. 137) des Menschen beeinflusst.

IV. Die gefühlsmäßige Entscheidung

In diesem Absatz erhebt James die Entscheidung zu einer gefühlsmäßigen Entscheidung, indem er die „Entscheidung einer Ansicht“ (S. 138) in Bezug auf die bisherigen Ausführungen zu beantworten sucht. Demnach kann eine echte Option ihrer Natur nach „nicht aus intellektuellen Gründen“ (S. 138) zwischen zwei Behauptungen entschieden werden, sondern muss stets in Einklang durch die Beachtung der Gefühlsseite betrachtet werden.

V. Der Glaube an die objektive Evidenz

James konstatiert, dass der Standpunkt, von welchem er argumentiert, fest von der Voraussetzung bestimmt ist, „daß es Wahrheit gibt und daß es [dem menschlichen Geist] bestimmt ist, sie zu erreichen“ (S. 138). Davon ausgehend unterscheidet er zwei Weisen, auf welche diese Art, an die Wahrheit zu glauben, bestimmt werden kann: Entweder auf die empiristische Art oder auf die absolutistische Art.

Die Empiristen gehen davon aus, dass für den Menschen nicht klar und zeittechnisch festlegbar ist, wann er die Wahrheit erreicht und ob er sie erreicht hat, wohingegen der Absolutist das Gegenteil annimmt. Der Unterschied beider Anschauungen liegt darin, dass „zu wissen und sicher zu wissen, daß man weiß, [...] nicht ein und dasselbe“ (S. 139) sind. Aus dieser Tatsache gehen laut James „verschiedene Grade von Dogmatismus“ (S. 139) hervor. Daraufhin merkt er an, dass „die empiristische Tendenz in der Wissenschaft“ (S. 139) vorzufinden ist, während die absolutistische Tendenz in der Philosophie Vorrang findet.

Ein entscheidender Begriff, den James im Anschluss festlegt, ist die sogenannte „objektive Evidenz“ (S. 140), die ausgehend von der scholastischen Orthodoxie eine absolutistische Überzeugung formuliert. James wirft als Beispiel Dinge auf, die dem Verstand unmittelbar einleuchten, wie beispielsweise die mathematische Tatsache, dass zwei plus zwei vier ergibt. Der Philosoph erinnert so daran, dass der Mensch von Natur aus an diese objektive Evidenz glaubt und sie sich deshalb so in seinem Bewusstseinszustand finden lässt: „Gewisser Dinge sind wir sicher, das fühlen wir: wir wissen, und wir wissen, daß wir wissen“ (S. 140). Bezüglich der Empiristen sieht es für James so aus, dass diese nur Empiristen sind, „solange sie reflektieren; überlassen sie sich [aber] ihren Instinkten, so dogmatisieren sie wie unfehlbare Päpste“ (S. 140).

VI. Objektive Evidenz als nicht zu erreichendes Ideal

Hier positioniert sich James gegen den Dogmatismus, indem er aussagt, dass „objektive Evidenz und Gewißheit [zwar] [...] sehr schöne Ideale“ (S. 141) sind, doch betrachtet er sich selbst als „entschiedener Empirist“ (S. 141) in Bezug auf das menschliche Erkennen. Für James gibt es deshalb nur eine Wahrheit, die mit Sicherheit bestimmt werden kann: Die Wahrheit über den gegenwärtigen Bewusstseinszustand. In der konkreten Wirklichkeit manifestiert sich die Wahrheit für James aus diesem Grund nirgendwo anders, da stets ein „Mangel an Übereinstimmung“ (S. 141) in Hinblick auf alle aufgestellten Theorien vorzufinden ist. Damit kennzeichnet James die objektive Evidenz als ein nicht zu erreichendes Ideal, welches „niemals als anerkannte Siegerin“ (S. 142) hervorgehen wird, sondern „das in unendlicher Ferne liegende Ideal [des] Denkens markiert“ (S. 142). Für James ist jede vermeintlich objektive Evidenz, die der Mensch anzunehmen gewillt ist, eine subjektive Meinung - deshalb gibt es für ihn nichts, „was nicht schon irgend jemand für absolut wahr gehalten hätte, während es sein Nachbar für absolut falsch ansah“ (S. 143). Aus diesem Grund hat der Verstand für den Pragmatisten bei Annahme einer potenziellen Wahrheit „doch kein sicheres Zeichen [.] [,] woran er erkennen kann, ob es die Wahrheit ist oder nicht“ (S. 143). Dennoch betont der Philosoph, dass der Empirist trotz der Annahme über ebenjene Gewissheit die Suche nach der Wahrheit nicht aufgibt -vielmehr geht es ihm darum, das Ergebnis seiner Suche zu betrachten und sich somit den Weg, welchen er einschlägt, stets ins Bewusstsein zu rufen.

[...]


1 Hier und im Folgenden zitiert nach: James, William (1896): The Will to Believe. In: The New World. Im Text zit. nach ders.: Der Wille zum Glauben. In: Texte der Philosophie des Pragmatismus. Hrsg. von E. Martens. Stuttgart 1975, S. 128-158.

2 James, William (1895), S. 12.

3 Luh-Hardegg, Gudrun (2002), S. 40-41.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die Rechtfertigung des Glaubens bei William James
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Philosophie)
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V916665
ISBN (eBook)
9783346233288
ISBN (Buch)
9783346233295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
William James, Religionsphilosophie, Die Rechtfertigung des Glaubens
Arbeit zitieren
Julia Kleemayr (Autor), 2020, Die Rechtfertigung des Glaubens bei William James, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916665

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Rechtfertigung des Glaubens bei William James



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden