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Konzeptuelle Metaphern nach Lakoff und Johnson am Beispiel von Rapperin JuJu

Analyse der metaphorischen Selbstinszenierung

Title: Konzeptuelle Metaphern nach Lakoff und Johnson am Beispiel von Rapperin JuJu

Term Paper , 2020 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Taibe Akdeniz (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, am Beispiel der gewählten konzeptuellen Metaphorik von der Künstlerin JuJu herauszuarbeiten, wie sich Rapperinnen in ihren Texten selbstinszenieren. Im Folgenden wird daher zuerst für das bessere Verständnis der historische Kontext des HipHops, insbesondere des Genres Rap vorgestellt. Anschließend soll im theoretischen Teil der Arbeit die Metapherntheorie von Lakoff und Johnson als Grundlage für diese Hausarbeit dargestellt werden. Zum Abschluss folgt eine Metaphernanalyse anhand zweier Texte von Rapperin JuJu. Innerhalb des Fazits werden alle genannten Teilaspekte dieser Arbeit zusammengefasst und in Kürze hervorgehoben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rap Geschichte: Aus der New Yorker Bronx nach Berlin

3. Sprachliche Charakteristika des Raps

4. Rhetorik des Raps: Der Reim

5. Metapherntheorie nach Lakoff & Johnson

6. Metaphorische Selbstinszenierung von Rapper*innen

7. Frauen im Deutschrap

8. Analysen der konzeptuellen Metaphern zur Selbstinszenierung

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die metaphorische Selbstinszenierung der deutschen Rapperin Juju unter Anwendung der Metapherntheorie von Lakoff und Johnson. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie sich weibliche Künstlerinnen in einer männerdominierten Branche mittels konzeptueller Metaphern positionieren, Stereotypen parodieren und Authentizität erzeugen.

  • Konzeptuelle Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson
  • Geschichte und rhetorische Charakteristika des Rap
  • Weibliche Selbstinszenierung im männerdominierten Deutschrap
  • Analyse der Metaphorik in ausgewählten Songs von Juju

Auszug aus dem Buch

5. Metapherntheorie nach Lakoff & Johnson

(1) Ein Argument entkräften, (2) in diesem Augenblick, (3) die Spitze der Charts erklimmen - Ausdrücke wie diese, verwenden wir täglich, um von Erfahrungen oder abstrakten Sachverhalten zu erzählen. Dass wir somit beinahe permanent in Metaphern kommunizieren, ist dem Sprecher sowie dem Rezipienten häufig nicht bewusst. Die Linguisten George Lakoff und Mark Johnson leisteten 1980 einen bedeutenden Beitrag für unser heutiges Verständnis von Metaphorik und erweiterten damit den Begriff der Metapher. In ihrem Beitrag „Metaphors we live by“ zeigen sie, dass Metaphern in routinierter und teilweise unbewusster Form auch in unserer Alltagssprache präsent sind und sich nicht nur als Stilmittel der poetischen Sprache, wie etwa in Gedichten, beschränken. Nach Lakoff und Johnson seien Metaphern neben ihrer sprachlichen Erscheinung außerdem „[…] eine Arbeitsweise der menschlichen Kognition, eine Form der Erfahrungsbewältigung“ (Baldauf, Christa 1996: 16).

„… metaphor is not just a matter of language, that is, of mere words. We shall argue that, on the contrary, human thought processes are largely metaphorical.“ (Lakoff/Johnson 1980a: 6)

Ihre Theorie besagt, dass der Mensch metaphorische Konzepte verwendet, um einen komplexen oder abstrakten Sachverhalt greifbarer zu machen (vgl. Baldauf, Christa 1996: 16). Dazu werden Bilder aus elementaren Erfahrungen gewählt, die den zu erklärenden Sachverhalt strukturieren und somit dem Hörer ein leichteres Verständnis ermöglichen. Die in der Sprache routinierten Metaphern lassen sich nach Lakoff und Johnson zu Metaphern Systemen ordnen. Das bedeutet, dass sich mehrere Metaphern einem bestimmten Bild zuordnen lassen, die zu einem Erfahrungsbereich gehören. Bei der Konzeptualisierung von Emotionen seien wir auf Metaphorik sogar weitgehend angewiesen (vgl. Baldauf, Christa 1996: 17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Metapherntheorie, das Forschungsinteresse an weiblicher Selbstinszenierung im Deutschrap und die Vorstellung der Künstlerin Juju als Analyseobjekt.

2. Rap Geschichte: Aus der New Yorker Bronx nach Berlin: Überblick über die Ursprünge des HipHop als Ausdruck von Lebensrealitäten und seine Entwicklung zur globalen und deutschen Unterhaltungskultur.

3. Sprachliche Charakteristika des Raps: Untersuchung der Kommunikation mit dem Publikum, des namentlichen Vorstellens als Identifikationsmerkmal und der Bedeutung von Authentizität durch biographische Bezüge.

4. Rhetorik des Raps: Der Reim: Analyse des Reims als wichtigstes phonetisches Stilmittel und dessen Anpassung an die gesprochene Jugendsprache zur Erhöhung der Memorierbarkeit.

5. Metapherntheorie nach Lakoff & Johnson: Theoretische Fundierung der Arbeit durch die Erläuterung der kognitiven Bedeutung von Metaphern als Strukturierungsmittel für abstrakte Konzepte.

6. Metaphorische Selbstinszenierung von Rapper*innen: Darstellung gängiger Metaphern-Konzepte im Rap zur Positionierung, Abgrenzung und zur stilisierenden Selbstüberhöhung.

7. Frauen im Deutschrap: Erörterung der schwierigen Position von Frauen in einer sexistisch geprägten Kulturpraxis und verschiedene Strategien des Umgangs mit männlichen Rollenzuschreibungen.

8. Analysen der konzeptuellen Metaphern zur Selbstinszenierung: Konkrete Untersuchung der Liedtexte von Juju unter Anwendung der Theorie auf ihre Selbstinszenierung als Rapperin.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Analyseergebnisse und Bestätigung der Nutzung innovativer Metaphern-Konzepte durch Juju zur Selbstbehauptung.

Schlüsselwörter

Konzeptuelle Metapher, Lakoff und Johnson, Deutschrap, Juju, Selbstinszenierung, HipHop-Kultur, Gangsta-Rap, Authentizität, Strukturmetapher, Behältermetapher, Gender, Rollenzuschreibung, Sprachliche Identität, Rhetorik, Musikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Rapperin Juju durch den gezielten Einsatz von Metaphern ihre Identität und Rolle innerhalb der deutschen Rap-Szene konstruiert und inszeniert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die linguistische Metapherntheorie, die Geschichte des HipHop, die Spezifika des Rap als Sprechgesang sowie die Rolle der Frau in einem männerdominierten Genre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand konkreter Liedtexte zu analysieren, welche konzeptuellen Metaphern Juju nutzt, um sich als Rapperin selbst zu positionieren und dabei männlich geprägte Stereotypen aufzugreifen oder zu konterkarieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Metapherntheorie nach George Lakoff und Mark Johnson, um die in den Texten enthaltenen sprachlichen Bilder systematisch zu identifizieren und in Kategorien (Orientierungs-, ontologische und Strukturmetaphern) einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Rap und Metaphorik sowie eine praktische Analyse von Jujus Songtexten, in der ihre Selbstinszenierung als "Gangsta-Rapperin" und "entspannte Liebhaberin" durch Metaphorik herausgearbeitet wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören konzeptuelle Metapher, Selbstinszenierung, Authentizität, Gender, Deutschrap und die spezifische kognitive Theorie von Lakoff und Johnson.

Wie geht Juju mit den sexistischen Rollenbildern der Rap-Szene um?

Juju parodiert und spielt bewusst mit diesen Rollenbildern (z.B. "Bitch" oder "Hure"), indem sie sie für ihre eigene, selbstbestimmte Inszenierung umdeutet und sich so von der traditionellen Unterwürfigkeit abgrenzt.

Welche Rolle spielt die Herkunft der Rapperin in ihrer Metaphorik?

Ihre Herkunft aus einem sozialen Brennpunkt in Berlin-Neukölln dient ihr als Basis für ihre Authentizität, die sie durch Orientierungsmetaphern (z.B. Aufstieg als "Höhenflug") in ihren Texten unterstreicht.

Wie bewertet die Autorin die Metaphorik im Song "Intro"?

Die Autorin hebt hervor, dass Juju im "Intro" durch innovative Metaphern-Szenarien, wie etwa den Vergleich mit einem Geistlichen oder die Darstellung des Rap als Schauspiel, ihre Konkurrenz abwertet und ihren eigenen Erfolg sowie ihre künstlerische Souveränität betont.

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Details

Title
Konzeptuelle Metaphern nach Lakoff und Johnson am Beispiel von Rapperin JuJu
Subtitle
Analyse der metaphorischen Selbstinszenierung
College
Ruhr-University of Bochum  (Germanistik)
Course
Metaphern
Grade
1,0
Author
Taibe Akdeniz (Author)
Publication Year
2020
Pages
32
Catalog Number
V920660
ISBN (eBook)
9783346241559
ISBN (Book)
9783346241566
Language
German
Tags
Metapher Lakoff Johnson Selbstinszenierung JuJu konzeptuelle Metapher Rap Metaphern im Rap Metapherntheorie Frauen im Rap Deutschrap
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Taibe Akdeniz (Author), 2020, Konzeptuelle Metaphern nach Lakoff und Johnson am Beispiel von Rapperin JuJu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920660
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