In der Arbeit soll herausgearbeitet werden, ob die soziale Ungleichheit einen Einfluss auf Einwanderer oder auf Einwohner mit einem Migrationshintergrund hat und wenn ja, inwieweit diese Menschen von der sozialen Ungleichheit betroffen sind. Welche Art von Folgen gibt es? Hierfür werden zunächst die Begrifflichkeiten "soziale Ungleichheit" und "Migrant" sowie "Migrationshintergrund" näher definiert sowie die Folgen der sozialen Ungleichheit genannt.
Die Lebenslage einiger Bürger und Bürgerinnen in Deutschland wird durch ungleich verteilte Ressourcen beeinflusst. Dabei ist die soziale Ungleichheit von erheblicher Bedeutung. In der Soziologie und in den Sozialwissenschaften wird die "soziale Ungleichheit" als ungleich verteilte Ressourcen innerhalb einer Gesellschaft bezeichnet. Daraus ergeben sich ungleiche Chancen zur sozialen Teilhabe an der Gesellschaft. Im Jahre 2018 waren in Deutschland um die 13 Millionen Menschen von Armut bedroht oder betroffen, heißt es in einem Artikel aus dem Jahre 2018. Rein hypothetisch könnte man davon ausgehen, dass meistens Alleinerziehende, Mitglieder einer Arbeiterfamilie, berufstätige Frauen, Einwohner ohne einen Bildungsabschluss oder einen Hauptschulabschluss, Arbeitslose und Menschen mit einem Migrationshintergrund etc. Teil der sozialen Ungleichheit sind.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Zum Begriff der sozialen Ungleichheit
Zu den Begriffen „Migrant“ und „Migrationshintergrund“
Soziale Ungleichheit und Gesellschaftsgruppen
Sozialer Status und Bildung
Zukunftschancen der Personen mit einem Migrationshintergrund
Erwerbsleben und Chancenunterschied zwischen Einheimischen und Personen mit Migrationshintergrund
Einkommensverteilung und Armutsgefährdung
Soziale Herkunft als entscheidender Faktor
Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Ungleichheit auf Einwanderer sowie Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und analysiert, inwiefern diese Personengruppen von den damit verbundenen Chancenunterschieden betroffen sind.
- Definition der Begriffe soziale Ungleichheit, Migrant und Migrationshintergrund.
- Analyse des Zusammenhangs zwischen sozialem Status, Bildungschancen und beruflicher Teilhabe.
- Untersuchung von Einkommensunterschieden und Armutsgefährdung.
- Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg und die Zukunftschancen von Kindern.
- Ableitung von Maßnahmen zur Minderung von Bildungsungleichheiten.
Auszug aus dem Buch
Sozialer Status und Bildung
Ein wichtiger Aspekt ist, dass der soziale Status eines Individuums von ungleich verteilten Bildungschancen verursacht wird (Bock/ Jürgensen 2016, S. 137). Die Kausalität, die darin steckt, ist simpel zu erklären: Deutschland gilt als eine Dienstleistungsgesellschaft und als eine Industrienation (Bundeszentrale für politische Bildung 2016). In solchen Ländern trägt der Bildungsgrad eines Menschen eine wichtige Rolle, da sie als Hauptpunkt für ökonomischen Erfolg, soziale Macht und soziale Teilhabe an der Gesellschaft zählt. Im Gesamten spielt die Schulzeit eine wichtige Rolle, da die Qualifikationen, die man dort erwirbt, die Basis für die restliche und weitere Ausbildung ausmachen (Bock/ Jürgensen 2016, S. 137). Eine Person mit einem hohen Bildungstand, kann in seiner Zukunft viele Berufe in Anspruch nehmen, welche seinen Qualifikationen entsprechen. Durch seine Berufstätigkeit wäre diese Person in der Lage, im „sozialen“ Sinne zu interagieren.
Dadurch, dass Ungleichheiten in den Bildungsinstitutionen zustande kommen, sind die Zukunftschancen verschiedener Gesellschaftsgruppen gefährdet (Bock/ Jürgensen 2016, S. 137). Welcher dieser Gesellschaftsgruppen besonders davon betroffen sind, wird im folgenden Abschnitt näher erläutert.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der sozialen Ungleichheit und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Betroffenheit von Menschen mit Migrationshintergrund.
Zum Begriff der sozialen Ungleichheit: Definition der sozialen Ungleichheit sowie Erläuterung der vier Messdimensionen Wohlstand, Bildung, Macht und Prestige.
Zu den Begriffen „Migrant“ und „Migrationshintergrund“: Klärung soziologischer Definitionen von Migration und statistische Einordnung der Einwandererzahlen.
Soziale Ungleichheit und Gesellschaftsgruppen: Analyse statistischer Daten zur Armutsgefährdungsquote differenziert nach verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.
Sozialer Status und Bildung: Untersuchung des Einflusses von Bildungschancen auf den sozialen Status und die beruflichen Möglichkeiten in der Industrienation Deutschland.
Zukunftschancen der Personen mit einem Migrationshintergrund: Erörterung der schulischen Benachteiligung durch Sprachbarrieren und ein auf die Mittelschicht ausgerichtetes Bildungssystem.
Erwerbsleben und Chancenunterschied zwischen Einheimischen und Personen mit Migrationshintergrund: Vergleich der Beschäftigungsquoten und Berufsstrukturen zwischen Einheimischen und Migranten.
Einkommensverteilung und Armutsgefährdung: Analyse des Zusammenhangs zwischen Qualifikationsniveau, Lohnstrukturen und dem Armutsrisiko.
Soziale Herkunft als entscheidender Faktor: Theoretische Herleitung, wie das sozioökonomische Erbe und das kulturelle Kapital die Bildungskarriere und Zukunftschancen prägen.
Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit.
Schlüsselwörter
Soziale Ungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungschancen, Armutsgefährdung, Erwerbsleben, soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Sozioökonomischer Status, Integration, Chancengleichheit, Arbeitsmarkt, Migranten, soziale Teilhabe, Dienstleistungsgesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert, wie soziale Ungleichheit in Deutschland die Lebenslage von Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Bildungsgerechtigkeit, dem Erwerbsleben, der Einkommensverteilung sowie der Rolle der sozialen Herkunft für den individuellen Lebensweg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob soziale Ungleichheit gezielt Einwanderergruppen benachteiligt und welche Auswirkungen dies auf deren Zukunftschancen hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes sowie weiterer bildungspolitischer Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Bildungsbenachteiligung, Beschäftigungsunterschiede auf dem Arbeitsmarkt und den Zusammenhang zwischen Herkunft und beruflichem Erfolg.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Soziale Ungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungschancen, Armutsgefährdung und soziale Herkunft.
Warum haben Schüler mit Migrationshintergrund oft schlechtere Startchancen?
Dies wird unter anderem auf Sprachbarrieren, fehlendes familiäres Unterstützungsnetzwerk bei Hausaufgaben und ein Bildungssystem zurückgeführt, das primär auf die soziale Mittelschicht ausgerichtet ist.
Welche Rolle spielt die "soziale Herkunft" laut Bourdieu in dieser Untersuchung?
Sie wird als entscheidender Faktor identifiziert, da kulturelles und soziales Kapital der Eltern darüber entscheiden, ob ein Kind den Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen findet.
- Arbeit zitieren
- Zeynep Sahintürk (Autor:in), 2020, Soziale Ungleichheit bei Migranten in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922102