In dieser Arbeit werden die Chancen und Risiken des Erdölhandels am Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate analysiert. Zunächst werden dessen Vor- und Nachteile skizziert. Um Entwicklungen und Auswirkungen in Relation setzen zu können, stellt der Autor den Bezug zur Bundesrepublik Deutschland her. Anschließend folgt eine Betrachtung des Themas "Nachhaltigkeit im Finanzdienstleistungssektor". Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Angebote von nachhaltigen Geldanlagen und Investments von Banken. Der Frage: "Bedeutet nachhaltig auch wirklich nachhaltig?" soll dabei unter anderem auf den Grund gegangen werden. Am Ende dieser Arbeit werden nochmals die Chancen und Risiken sowie die daraus folgenden Erkenntnisse des Erdölhandels gegenübergestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlegendes zu den VAE und dessen Erdölhandel
3 Betrachtung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte
3.1 Nachteile des Erdölhandels
3.1.1 Erdöl ist ein knappes Gut
3.1.2 Abhängigkeit vom Erdöl
3.1.3 Auswirkungen auf Natur und Umwelt
3.1.4 Ethisch-moralische Aspekte
3.2 Vorteile des Erdölhandels - die Beispiele Abu Dhabi und Dubai
4 Erdöl und Banken -Bezug der Nachhaltigkeit auf den Finanzdienstleistungssektor
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert kritisch die ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen und Risiken des Erdölhandels am Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und untersucht in diesem Kontext die Glaubwürdigkeit nachhaltiger Finanzprodukte im Bankensektor.
- Wirtschaftliche Bedeutung und Diversifizierung der VAE
- Ökologische Folgen der Erdölförderung und -verarbeitung
- Soziale und gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung
- Kritische Analyse von "nachhaltigem Banking" und ESG-Investments
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Abhängigkeit vom Erdöl
„Als preislich wichtigster international gehandelter Rohstoff ist Erdöl von zentraler Bedeutung für Verkehr, Transport, Wärme, Elektrizitätsgewinnung, Landwirtschaft und chemische Industrie in allen modernen Gesellschaften.“ (Jakobeit, C., 2016, S.119)
Mit diesem Satz beschreibt Jakobeit den Einfluss des Erdöls auf das menschliche Leben schon treffend. Denn in beinahe allen Lebenssituationen findet sich in zahlreichen Produkten und Branchen seine Verwendung (vgl. Kutscher R.E. &, Bowman C.T., 1974, S.4ff). Durch Benzin, Diesel und Kerosin ist der fossile Brennstoff fester Bestandteil unserer Transport- und Mobilitätsmöglichkeiten und bildet die Grundlage vieler Kraftstoffe (vgl. Jakobeit, C., 2016, S. 120). Erdöl ist allerdings auch in vielen anderen Branchen ein bedeutendes Gut. Als weitere große Abnehmer sind Gebäude und deren Wärmezufuhr zu nennen. Diese wird in vielen Haushalten, sowie Büro- oder Geschäftsgebäuden mit Hilfe einer Ölheizung, beziehungsweise mit Heizöl, betrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Umweltbelastung durch Erdöl ein und stellt die Forschungsfragen bezüglich der VAE sowie der Nachhaltigkeit im Finanzsektor.
2 Grundlegendes zu den VAE und dessen Erdölhandel: Dieses Kapitel beschreibt die geographische und wirtschaftliche Ausgangslage der VAE als bedeutende Erdölexporteure.
3 Betrachtung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte: Das Kapitel beleuchtet detailliert die Nachteile der Ressourcenabhängigkeit sowie die ökonomischen Vorteile der Diversifizierung in den Emiraten.
4 Erdöl und Banken -Bezug der Nachhaltigkeit auf den Finanzdienstleistungssektor: Hier wird untersucht, inwiefern Finanzprodukte als nachhaltig beworben werden, obwohl sie teilweise in umweltschädliche Branchen investieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, "nachhaltige" Investments kritisch auf ihre tatsächliche ökologische Wirkung zu prüfen.
Schlüsselwörter
Erdöl, Vereinigte Arabische Emirate, VAE, Nachhaltigkeit, Finanzdienstleistungssektor, ESG-Kriterien, Umweltbelastung, Wirtschaftswachstum, Diversifizierung, Ressourcenknappheit, nachhaltiges Investment, Rohstoffhandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Erdölhandels, insbesondere am Beispiel der Vereinigten Arabischen Emirate, sowie die Rolle von Banken bei der Vermarktung nachhaltiger Finanzanlagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit konzentriert sich auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der Erdölwirtschaft sowie auf die kritische Analyse des nachhaltigen Bankings.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Chancen und Risiken des Erdölhandels für die VAE aufzuzeigen und zu hinterfragen, ob als nachhaltig deklarierte Finanzprodukte diesem Anspruch in der Praxis gerecht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine analytische Hausarbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Wirtschafts- und Umweltdaten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Nachteile (Umweltschäden, Abhängigkeit) und Vorteile (Wirtschaftsboom, Entwicklung) des Erdölhandels sowie die Diskrepanz zwischen nachhaltigen Marketingversprechen von Banken und tatsächlichen Investitionen in Erdölkonzerne.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Erdöl, VAE, Nachhaltigkeit, ESG-Kriterien, Wirtschaftsdiversifizierung und Finanzdienstleistungssektor.
Warum wird das Beispiel von Abu Dhabi und Dubai hervorgehoben?
Diese Emirate dienen als Paradebeispiel für eine rasante wirtschaftliche Entwicklung durch Erdöl, die gleichzeitig den Bedarf und die Umsetzung einer wirtschaftlichen Diversifizierung verdeutlicht.
Welcher Widerspruch wird bei nachhaltigen Fonds aufgezeigt?
Die Arbeit kritisiert, dass Fonds, die als "nachhaltig" vermarktet werden, dennoch signifikante Anteile an Erdölkonzernen wie Repsol S.A. enthalten können.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Ölparadies am Persischen Golf?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925714