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Marktversagen infolge von externen Effekten

Title: Marktversagen infolge von externen Effekten

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Miriam Neugebauer (Author)

Economics - Macro-economics, general
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„Es wird zu wenig gespart und investiert und für den Umweltschutz getan, die Bodenschätze werden zu schnell - ohne Rücksicht auf zukünftige Generationen – ausgebeutet. Daher ist es eindeutige Pflicht einer Regierung, die Treuhänder sowohl der ungeborenen Generationen als auch der gegenwärtigen Bürger ist, die erschöpfbaren, natürlichen Ressourcen eines Landes zu überwachen und sie - falls erforderlich durch Gesetz - vor überstürzter, rücksichtsloser Ausbeutung zu schützen.“
Diese, von dem Nationalökonom Arthur Cecil Pigou, im Jahre 1920 getroffene Aussage ist auch heute noch für die gesamte Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung.
Insbesondere beim Schutz des Klimas oder der Umwelt muss der Staat nachhelfen. „Hier versagen die Märkte immer wieder, weil die Verschmutzung der Umwelt oder der Ausstoß klimaverändernder Gase die Verursacher nichts kostet.“
In diesem Kontext stellt sich die Frage, was unter einem Markt zu verstehen ist und wie der Preis eines Gutes zustande kommt.
Die Produktion oder der Konsum eines Gutes belastet unbeteiligte Dritte. Das Problem besteht jedoch darin, dass der „Verbrauch“ der Natur oder der Schaden für das Klima nicht in die Kosten der Produktion einfließen. Daher gibt es für die Verursacher auch keinen wirtschaftlichen Anreiz, nach neuen Verfahren zu suchen, die weniger belastend sind.
In solchen Fällen können Märkte zumeist erst dann etwas beitragen, wenn der Staat nachhilft. Dafür steht der Politik eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung. Hier besteht das Problem, zu entscheiden, welches Instrument am besten geeignet ist, um etwas gegen die unerwünschten Folgen der Klima- oder Umweltbelastung zu unternehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Der Markt

2.1 Was ist der Markt?

2.2 Der vollkommene Markt

2.3 Der unvollkommene Markt

3 Marktversagen

3.1 Der Begriff des Marktversagens

3.2 Gefangenen-Dilemma

3.3 Ursachen des Marktversagens

4 Externe Effekte

4.1 Begriff und Typen externer Effekte

4.2 Internalisierung externer Effekte am Beispiel der Pigou-Steuer

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Marktversagens im Kontext externer Effekte. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Marktgeschehens zu beleuchten und zu erörtern, ob und wie staatliche Instrumente, insbesondere die Pigou-Steuer, zur Internalisierung negativer externer Effekte beitragen können.

  • Definition und Funktionsweise von Märkten
  • Theorie des Marktversagens und das Gefangenen-Dilemma
  • Klassifikation externer Effekte
  • Analyse der Pigou-Steuer als wirtschaftspolitisches Instrument
  • Grenzen der staatlichen Internalisierung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.2 Gefangenen-Dilemma

Das Gefangenen-Dilemma ist ein spieltheoretisches Modell. Ziel der Spieltheorie ist es, reale Situationen, in denen sich Individuen durch ihre jeweiligen Entscheidungen wechselseitig beeinflussen, dadurch abzubilden, dass die möglichen Handlungsspielräume der beteiligten Akteure genau formuliert werden. Dies erfolgt dadurch, dass Situationen mit der Angabe von Spielregeln beschrieben werden.

Durch die folgende Geschichte soll verdeutlicht werden, dass diese nur wenig mit Ökonomie zu tun hat. Jedoch ist die Botschaft der Geschichte, die dabei vermittelt wird, von fundamentaler ökonomischer Bedeutung. Das Gefangenen-Dilemma zeigt durch diese Situation, dass ein individuell rationales Verhalten zu einem kollektiv nicht-rationalem Verhalten führt.

Folgende Geschichte soll die grundlegende Struktur des Gefangenen-Dilemmas verdeutlichen:

Zwei Gefangene sind wegen einer gemeinsam begangenen Tat angeklagt. Sie sind in getrennten Zellen untergebracht und haben daher nicht die Möglichkeit sich untereinander abzusprechen. Zudem haben die Gefangenen das Ziel, möglichst kurze Zeit im Gefängnis zu verbringen. Sie verhalten sich außerdem rational und wissen beide, dass der andere sich auch rational verhält. Der Staatsanwalt steht nun jedoch vor dem Problem, dass er den Gefangenen diese Tat nicht beweisen kann. Daher unterbreitet er beiden Gefangenen folgendes Angebot:

„Wenn du gestehst, das ihr die Tat begangen habt, und der andere gesteht nicht, dann kommst du frei und der andere muss für 6 Jahre ins Gefängnis. Gesteht ihr beide, bekommen beide 5 Jahre, gestehen beide nicht, so werden beide wegen eines geringfügigen Vergehens, das man ihnen nachweisen kann, zu je einem Jahr verurteilt.“

Somit entstehen 4 mögliche Strategiekombinationen, unter welchen die Gefangenen wählen können. Diese sind in folgender Entscheidungsmatrix dargestellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Umweltschutzes ein und begründet die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe bei Marktversagen.

2 Der Markt: Dieses Kapitel definiert den Marktbegriff sowie die grundlegenden Mechanismen der Preisbildung bei vollkommenen und unvollkommenen Märkten.

3 Marktversagen: Es wird der Begriff des Marktversagens erläutert, ergänzt durch eine spieltheoretische Analyse anhand des Gefangenen-Dilemmas sowie einer Übersicht der Ursachen.

4 Externe Effekte: Dieser Abschnitt klassifiziert externe Effekte und analysiert die Pigou-Steuer als theoretisches Mittel zur Internalisierung.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Pigou-Steuer in der Praxis aufgrund von Informationsproblemen und Transaktionskosten nur bedingt umsetzbar ist.

Schlüsselwörter

Marktversagen, externe Effekte, Pigou-Steuer, Gefangenen-Dilemma, vollkommener Markt, unvollkommener Markt, Internalisierung, Wohlfahrt, Wirtschaftspolitik, soziale Grenzkosten, Marktgleichgewicht, Spieltheorie, Umweltökonomie, Transaktionskosten, Wettbewerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Hintergründen von Marktversagen und der Rolle von externen Effekten in der Volkswirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Marktmechanismen, das Gefangenen-Dilemma, die Klassifizierung von externen Effekten und die Anwendung der Pigou-Steuer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Pigou-Steuer als Instrument zur Bewältigung der negativen Folgen technologischer externer Effekte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse angewandt, die durch spieltheoretische Modelle und die Darstellung ökonomischer Wirkungszusammenhänge gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Marktmechanismen, die Analyse von Marktversagen und die detaillierte Betrachtung der Internalisierung mittels Steuern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Marktversagen, externe Effekte, Internalisierung und Pigou-Steuer charakterisieren.

Warum kann eine Pigou-Steuer in der Praxis oft nicht optimal funktionieren?

Die praktische Umsetzung scheitert oft an der Schwierigkeit, externe Kosten exakt zu bewerten und die Verursacher eindeutig zu identifizieren, was hohe Transaktionskosten verursacht.

Inwiefern zeigt das Gefangenen-Dilemma das Scheitern von Rationalität auf?

Das Modell verdeutlicht, dass die Summe von individuell rationalem Handeln zu einem kollektiv ineffizienten oder unerwünschten Ergebnis führen kann.

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Details

Title
Marktversagen infolge von externen Effekten
College
Private University of Economy and Engineering Vechta-Diepholz-Oldenburg
Grade
2,7
Author
Miriam Neugebauer (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V92960
ISBN (eBook)
9783638070225
ISBN (Book)
9783638955317
Language
German
Tags
Marktversagen Effekten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Neugebauer (Author), 2008, Marktversagen infolge von externen Effekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92960
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